Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Das Gap-Modell zur Identifikation von Ursachen für Qualitätsmängel

Einsatz und Weiterentwicklungen

Das Gap-Modell zur Identifikation von Ursachen für Qualitätsmängel
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Maike Dürk
  • Abgabedatum: April 2010
  • Umfang: 56 Seiten
  • Dateigröße: 2,0 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt Deutschland
  • Bibliografie: ca. 41
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-0394-7
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dürk, Maike April 2010: Das Gap-Modell zur Identifikation von Ursachen für Qualitätsmängel, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Gap-Modell, Parasuraman, Zeithaml, Dienstleistungsmanagement, CRM

Bachelorarbeit von Maike Dürk

Einleitung:

Die Rolle des Dienstleistungssektors gewinnt in allen Industrieländern immer mehr an Bedeutung. Gesellschaftliche Veränderungen, Änderungen im Nachfrageverhalten, die demographische Entwicklung, der technische Fortschritt und eingreifende Entwicklungen in den Märkten sind wesentliche Ursachen für den viel zitierten ‘Marsch in die Dienstleistungsgesellschaft’.

Im Rahmen des globalisierten Wettbewerbs und des homogenisierten Angebots wird es für Unternehmen immer schwieriger sich von der Konkurrenz durch Produkte abzuheben. Denn nur noch die wenigsten Unternehmen verfügen über den einmaligen Vorteil der Technologieführerschaft. Aus diesem Grund bietet sich der Bereich der Kunden- und Serviceorientierung als eine Möglichkeit zur Differenzierung vom Wettbewerb an.

Angesichts dieser Rahmenbedingungen setzen Unternehmen sich zum Ziel, qualitativ hochwertige Dienstleistungen anzubieten, um dadurch den Kunden an sich zu binden und letztendlich den nachhaltigen Unternehmenserfolg sicherzustellen.

Die langfristige Bindung von Kunden durch eine hohe Kundenzufriedenheit wird immer wichtiger, da diese letztendlich ökonomischen Erfolg sicherstellt. Als Folge dessen wird dem Customer Relationship Management (CRM), dem Denken in langfristigen Geschäftsbeziehungen durch den Aufbau und die Sicherung eines profitablen Kundenstamms und dem Qualitätsmanagement von Dienstleistungen, immer mehr Bedeutung beigemessen. Immaterialität und die Integration des Kunden in den Leistungserstellungsprozess erschweren dem Qualitätsmanagement das Aufrechterhalten eines konstanten Qualitätsniveaus.

Zur Analyse der Entstehung und Auswirkung von Dienstleistungsqualitätproblemen dienen Modelle der Dienstleistungsqualität. Wobei eines der bekanntesten und revolutionärsten Modelle der Dienstleistungsqualität das Gap-Modell von Parasuraman et al. ist. Es dient zur Ableitung von Aufgaben des Qualitätsmanagements. Dabei konstatiert es verschiedene Lücken zwischen Kunde- und Dienstleistungsanbieter, die durch das Qualitätsmanagement geschlossen werden müssen.

Aufgrund von einer breiten Anwendung und Diskussion, sowohl in der Praxis, als auch in der Wissenschaft, entstanden viele Modellvariationen.

Ziele der Arbeit:

Ziel dieser Arbeit ist die umfassende Darstellung des Gap-Modells von Parasuraman, Zeithaml und Berry, welches als Instrument zur Identifikation von möglichen Dienstleistungsqualitätslücken dient. Das Modell soll durch Aufzeigen von Kritik auf seine Güte als Instrument des Qualitätsmanagements evaluiert werden.

Ein weiteres Bestreben dieser Arbeit ist es, durch die Illustration von sieben ausgewählten Weiterentwicklungen einen Einblick in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Modells zu geben.

Gang der Untersuchung:

Im folgenden Kapitel 2 werden zunächst die Begriffe des CRM und des Qualitätsmanagements für Dienstleistungen sowie der Charakteristika und Besonderheiten von Dienstleistungen skizziert. Diese Ausführungen stellen die Grundlage für die nachfolgenden Kapitel dar.

In Kapitel 3 wird direkt auf das zentrale Objekt der Arbeit, das Gap-Modell der Dienstleistungsqualität, eingegangen.

Nach einer ausführlichen Darstellung (Kapitel 3) und dem Darlegen von umfassender Kritik (Kapitel 4) wird auf Basis dessen das Modell in Abschnitt 4.7 evaluiert. Dort wird die zentrale Frage behandelt, ob sich das Gap-Modell als Qualitätsmodell eignet.

Ziel des fünften Kapitels ist es, dem Leser ausgewählte Weiterentwicklungen vergleichend zum Originalmodell darzulegen. Diese werden im Anschluss zusammenfassend gegenübergestellt (Kapitel 5).

Das sechste und abschließende Kapitel stellt eine Zusammenfassung der Arbeit dar.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Einleitung und Aufbau der Arbeit 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Ziele der Arbeit 2
1.3 Aufbau der Arbeit 2
2. Theoretische Grundlagen 2
2.1 Grundlagen des CRM 2
2.2 Grundlagen des Dienstleistungsqualitätsmanagements 3
2.2.1 Hauptcharakteristika von Dienstleistungen 3
2.2.2 Dienstleistungsqualität 3
2.2.3 Qualitätsdimensionen 4
2.2.4 Qualitätsmanagement 4
3. Das Gap-Modell der Dienstleistungsqualität 5
3.1 Darstellung und Erläuterung 5
3.1.1 Gap 1: Kundenerwartungen und Managementwahrnehmung 7
3.1.2 Gap 2: Managementwahrnehmung und Spezifikationen 7
3.1.3 Gap 3: Spezifikationen und tatsächlich erstelle Dienstleistung 7
3.1.4 Gap 4: Tatsächlich erstellte Dienstleistung und Kommunikation 8
3.1.5 Gap 5: Erwartete und wahrgenommene Dienstleistung 8
4. Kritische Bewertung des Modells 9
4.1 Zweiteilung 9
4.1.1 Der direkte Kundenkontakt 10
4.1.2 Die Berücksichtigung der Vermittlerebene 10
4.1.3 Die räumlichen Verteilung der Interaktionsebenen 10
4.1.4 Die interne Kundenorientierung 11
4.2 Die Erwartungen des Kunden 11
4.2.1 Die statische Betrachtung von Erwartungen 11
4.2.2 Die Erwartungen potentieller Kunden 11
4.2.3 Die erwartungsprägende Komponente ‘Image’ 11
4.2.4 Die mangelhafte Differenzierung 12
4.2.5 Das Bezugsobjekt der Erwartungen 12
4.3 Der Qualitätsbegriff 12
4.4 Der Vergleichsprozess 13
4.4.1 Das Übertreffen von Erwartungen 13
4.4.2 Qualität und Kundenzufriedenheit als bedeutungsgleiches Resultat 13
4.5 Einsatzfähigkeit 13
4.5.1 Die Qualitätsdimensionen 13
4.5.2 Die universelle Einsatzfähigkeit 14
4.6 Intention 14
4.6.1 Das absolut mögliche Serviceniveau 14
4.6.2 Kein Beitrag zur Mängelbeseitigung 14
4.6.3 Modell der Zweckmäßigkeitsbeurteilung von Dienstleistungen 14
4.7 Subsumtion 15
5. Ausgewählte Weiterentwicklungen 16
5.1 Modellerweiterung nach Lewis 17
5.2 Modellerweiterung nach Luk/Layton 18
5.3 Internal Services Quality Model – Gap-Modell der internen Servicequalität 19
5.3.1 Gap 1 21
5.3.2 Gap 2 21
5.3.3 Gap 3 22
5.3.4 Gap 4 22
5.3.5 Gap 5 22
5.4 Model of IT Service Quality – Gap-Modell der IT-Servicequalität 22
5.4.1 Gap 1 bis Gap 3 24
5.4.2 Gap 4 und Gap 5 25
5.4.3 Gap 6 und Gap 7 26
5.5 Gap-Modell nach Seghezzi für Produkte und Dienstleistungen 26
5.5.1 Gap 1 28
5.5.2 Gap 2 28
5.5.3 Gap 3 28
5.5.4 Gap 4 28
5.5.5 Gap 5 29
5.5.6 Gap 6 29
5.5.7 Gap 7 29
5.5.8 Gap 8 29
5.5.9 Gap 9 29
5.5.10 Gap 10 29
5.6 Gap-Modell der Prozessqualität 30
5.7 Beispiel einer branchenspezifischen Modellerweiterung: Das FINSERV – Gap-Modell 32
5.7.1 Gap 1 32
5.7.2 Gap 2 33
5.7.3 Gap 3 34
5.7.4 Gap 4 35
5.7.5 Gap 5 35
5.7.6 Gap 6 35
6. Gegenüberstellung der Weiterentwicklungen 35
6.1 Kategorisierung 36
6.2 Die ursprünglichen Gaps 37
6.3 Die Erweiterungselemente 39
7. Fazit 41
Literaturverzeichnis VIII

Textprobe:

Kapitel 4.7, Subsumtion:

Das Gap-Model von Parasuraman, Zeithaml und Berry wurde schnell in der Wissenschaft und Praxis aufgenommen.

In den zuvor dargestellten Kritiken werden hauptsächlich fehlende Faktoren und undifferenzierte oder undefinierte Begrifflichkeiten beanstandet. Die Autoren nennen viele Komponenten, die ihrer Meinung nach Qualitätsmängel beeinflussen und die im Modell berücksichtigt werden sollten. Wobei diese teilweise ein Überschreiten der ursprünglich gedachten Funktion der Identifikation von Ursachen für Qualitätsmängel darstellen oder indirekt über die verursachenden Einflussfaktoren der Lücken einbezogen werden.

Ein Modell ist ‘ein (vereinfachtes) Abbild eines realen Systems oder Problems. (…) Bei der Planung erforderliche Vereinfachungen gegenüber dem realen System ergeben sich im Wege der Abstraktion durch Vernachlässigung von weniger wichtigen realen Elementen und/oder Beziehungen im Modell’. Im Rahmen der Vereinfachung werden Elemente bewusst vernachlässigt, um der Intention eines Modells gerecht zu werden.

Es gibt demzufolge kein Modell, das das gesamte Umfeld einer Unternehmung oder gar die Welt abstrahieren kann. Der Vorteil der Vereinfachung eines Modells ist somit gleichzeitig sein Nachteil. Da die Wahrnehmung und Auswahl der prekären Bestandteile eines Modells meist subjektiv erfolgen, kann ein Modell niemals kritiklos bleiben.

Das Modell gibt gewisse Grundannahmen vor, durch die der Leser erfährt, wie Wahrnehmungsdiskrepanzen entstehen. So kann er das Modell anwenden, bzw. seinem Gebrauchshintergrund anpassen. Durch die Vorgabe der Zweiteilung in Management und Kunde und durch das Aufzeigen der Gaps wird dem Leser die Hauptaussage vermittelt, dass die kritische Komponente in der Entstehung von Qualität zwischen den verschiedenen Wahrnehmungen des Unternehmens und des Kunden liegt. Der Leser kann diese dann ebenfalls anpassen und seine vor- und nachgelagerten wertschöpfenden Funktionsträger integrieren. Kritik hinsichtlich der geringen Perspektivenintegration ist somit unbegründet.

Durch die exemplarische Vorgabe von vier internen Lücken werden die vielfältigen Hürden aufgezeigt, die das Qualitätsmanagement beachten muss. Ist das dahinterstehende Prinzip verstanden, kann man die Anzahl sinngemäß erweitern, wie dies u.a. die nachfolgenden Weiterentwicklungen zeigen. Ist erst mal eine Lücke durch das Gap-Modell entdeckt, kann das Management dessen Ursachen anhand der Wertschöpfungskette, der vor- und nachgelagerten Erstellungsprozesse und durch die vorgegebenen möglichen Einflussfaktoren analysieren.

Durch das Aufzeigen potentieller Einflussfaktoren werden dem Qualitätsmanagement Anhaltspunkte gegeben, die man bei der Ursachenanalyse der jeweiligen Lücken überprüfen und gegebenenfalls auch den vorangestellten unternehmensspezifischen Faktoren nachgehen sollte.

Auch die theoretische Fundierung, wie z.B. der postulierte Vergleichsprozess zwischen Erwartungen und wahrgenommener Leistung sind Rahmenbedingungen, die variabel und ausbaufähig sind.

Alles in allem ist das Qualitätsmodell simpel dargestellt und leicht verständlich, was sein wesentlicher Vorteil ist. Dafür sprechen die zahlreichen Lehrbücher oder seine weite Verbreitung in der Praxisu.a. auch durch die Messung der zentralen Lücke Gap 5.

Da das Gap-Modell überwiegend wegen seinem allgemeinen Charakter kritisiert wurde, kann nach ausgiebiger Auseinandersetzung mit dem Modell und seinen Kritiken geschlussfolgert werden, dass es dem Anspruch eines Qualitätsmodells gerecht wird. Gerade wegen seiner Vereinfachung ist es in allen Branchen und Bereichen problemlos anwendbar und somit uneingeschränkt einsetzbar ist. Es muss lediglich kontextspezifisch angepasst werden.

Arbeit zitieren:
Dürk, Maike April 2010: Das Gap-Modell zur Identifikation von Ursachen für Qualitätsmängel, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Gap-Modell, Parasuraman, Zeithaml, Dienstleistungsmanagement, CRM

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren