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Ganzheitliches Modell für die Bewertung von Golfanlagen unter Berücksichtigung immobilienspezifischer Aspekte

Ganzheitliches Modell für die Bewertung von Golfanlagen unter Berücksichtigung immobilienspezifischer Aspekte
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Gerard Mayer
  • Abgabedatum: Juli 2008
  • Umfang: 132 Seiten
  • Dateigröße: 2,8 MB
  • Note: 1,8
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Kufstein Österreich
  • Bibliografie: ca. 30
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-2276-9
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Mayer, Gerard Juli 2008: Ganzheitliches Modell für die Bewertung von Golfanlagen unter Berücksichtigung immobilienspezifischer Aspekte, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Immobilienbewertung, Golfanlagen, Rating, Profit Method, Spezialimmobilie

Diplomarbeit von Gerard Mayer

Einleitung:

Der Zustrom bzw. die Mitgliederzahl an Golfsportlern in Österreich wird in den nächsten Jahren stetig zunehmen, prozentuell betrachtet üben in Österreich mehr Menschen den Golfsport aus als zum Beispiel in Deutschland, jedoch bewegt sich der Prozentsatz bei lediglich 1,25 % der Bevölkerung Österreichs. Aus den zunehmenden Mitgliedszahlen der letzten Jahre kann eine Steigerung auch für die Zukunft abgeleitet werden. Die Steigerung der Mitgliederzahl im Vergleichszeitraum von 2006 bis 2007 betrug 4,6 %.

In Deutschland betrug die Steigerung der Mitgliederzahl im selben Zeitraum 4,1 %.Dies bedeutet, dass in den weiteren Jahren genügend Potential für das Schaffen von neuen Golfanlagen vorhanden sein wird, und somit wird ebenso das Feld der Wertermittlung auf diesem Sektor der Spezialimmobilien an Bedeutung gewinnen. Zudem werden internationale Bewertungsmethoden auch in Österreich bei der Bewertung von Golfanlagen weiter Fuß fassen, um beispielsweise auch ausländischen Investoren einen Einblick, über den deutschsprachigen Raum der Wertermittlung aus dem speziellen Bereich Golfanlage zu verschaffen.

In Mittel- und Südeuropa ist ein kurzfristiger Bedarf von rund 5.000 neu zu errichtenden Golfanlagen gegeben.3 Dies impliziert auch ein Ansteigen der Bewertungstätigkeit bei diesen speziellen Immobilientypen. Ein Bewertungsanlass kann beispielsweise die Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die Pacht sein.

Problemstellung:

Relevanz der Thematik ist dahin gegeben, da es am Sektor der Bewertung der Spezialimmobilie Golfanlage kaum Publikationen gibt. Naturgemäß bedingt dadurch, dass die Häufigkeit des Auftretens dieser Spezialimmobilien im Vergleich zu den gewöhnlichen Immobilienarten (Wohnen, Gewerbe, etc.) eher gering ist.

Bei der Wertermittlung ist das Problem zu berücksichtigen, dass bei der Bewertung der Spezialimmobilie Golfanlage relativ wenige Bewertungsbeispiele aufgezeigt bzw. publiziert werden. Die Wahl der Bewertungsmethode ist immer abhängig von der Konstellation im konkreten Fall.

In weiterer Folge sollte die ganzheitliche Betrachtung der Immobiliebewertung im Vordergrund stehen. Unter Ganzheitlichkeit wird nicht nur die eigentliche Verkehrswertermittlung verstanden, sondern auch die Anwendung des zusätzlichen Instrumentes des Immobilienratings. Das Rating ist ein standardisiertes Verfahren, welches eine nachhaltig qualitative Betrachtung der Immobilie in einem relevanten Markt darstellt.4 Dies legt das Einbeziehen eines Ratings bei Golfanlagen nahe, um die Transparenz und die Nachhaltigkeit der Bewertung zu gewährleisten und zu unterstützen. Derzeit bestehen für Golfanlagen keine geeigneten Ratingverfahren. Für diesen Immobilientyp ist ein geeignetes Instrument für die Evaluierung der qualitativen Aspekte zu entwickeln.

Forschungsfrage:

Die zugrunde liegende Forschungsfrage lautet:

Welche nationalen und/oder internationalen Bewertungsmodelle kommen für die Bewertung von Golfanlagen in Frage und welche qualitativen/immobilienspezifischen Aspekte haben darauf Einfluss?

Hierzu werden mehrere Teilfragen behandelt:

- Nach welchen Kriterien wird die Auswahl der Bewertungsmethode vorgenommen?

- Wie sind die Eigentums- und Besitzverhältnisse an Grund und Boden zu beurteilen?

- Welche qualitativen Aspekte werden beim Rating berücksichtigt?

- Wie wird ein entsprechendes Ratingverfahren für Golfanlagen entwickelt?

Ziel der Arbeit ist es, die nationalen und internationalen Bewertungsmethoden für den Spezialbereich Golfanlage zu betrachten bzw. zu beurteilen, welche Bewertungsmethoden bei welcher Konstellation in Hinsicht auf die Bewertung von Golfanlagen verwendet werden können. Tatsache ist, dass es im deutschsprachigen Raum relativ wenige Publikationen bzw. Literatur für die Bewertung der Spezialimmobilie Golfanlage im Vergleich zu ‚herkömmlichen’ Immobilienarten, wie Grundstücke, Häuser, Wohnungen, usw. gibt.

Ein weiteres Ziel dieser Arbeit ist es anhand der Bewertung einer existierenden Golfanlage die Bewertungsmethodik für Golfanlagen in Österreich wissenschaftlich aufzubereiten.

Des Weiteren soll Ziel dieser Arbeit sein ein Rating für Golfanlagen zu entwickeln. Bekanntlich ist eine Immobilienbewertung, in Anbetracht der Nachvollziehbarkeit und Qualität einer Verkehrswertermittlung erst durch ein entsprechendes Rating als umfassende Bewertung zu betrachten ist. Zudem müssen ohnedies sämtliche Daten einer Golfanlage zum Zwecke der Verkehrswertermittlung aufgenommen werden, welche dann bei einem Rating verwendet werden können. Die Datenbeschaffung stellt im Grunde keinen großartigen Mehraufwand dar, eher besteht die Schwierigkeit darin, ein geeignetes Modell zur Ermittlung der qualitativen Aspekte einer Golfanlage zu finden. Einerseits weil es bis jetzt nur für gängige Immobilienarten Ratinginstrumente gibt und andererseits weil es für Golfanlagen noch kein Ratingmodell gibt. Ein geeignetes Evaluierungstool speziell für Golfanlagen soll daher in dieser Arbeit entwickelt werden.

Ziel dieser Diplomarbeit soll sein, die dünne Publikationsdichte für dieses Segment zu durchdringen und weitere Ansatzpunkte für Gutachter zu schaffen.

Ziel ist nicht, das ‚Rad der Bewertungsmethodik’ neu zu erfinden, da die Methoden in national rechtlichen Grundlagen und internationalen Standards verankert und für alle möglichen Bewertungsgegenstände anwendbar sind.

Ein Teil der Arbeit ist aufgrund der allgemein gültigen Bewertungsmethodik sehr theoretisch abzuwickeln.

Der praktische Hintergrund ist durch das Bewerten einer existierenden Golfanlage gegeben. Die Bewertungsmethode wird nach der Konstellation, sprich den Gegebenheiten des konkreten Bewertungsfalles ausgewählt. Die Wertermittlungsberechnungen werden unterstützt durch die theoretischen Grundlagen der verschiedenen nationalen und internationalen Bewertungsmethoden.

Der Praxisteil wird mit praxisnahen Informationen, Zahlen und Daten des Fallbeispiels ausgearbeitet.

Der Aufbau der Arbeit wird mit einer kurzen Einleitung begonnen, um einen Einblick über das Thema zu liefern und den Eintritt in das Thema zu vereinfachen. Dabei werden die Problemstellung, die Forschungsfrage und die Ziele erläutert.

Die folgenden Kapitel betrachten den wissenschaftlichen Hintergrund bzw. den theoretischen Teil der Arbeit. Kapitel 2 bis einschließlich Kapitel 5 behandeln die theoretischen Grundlagen im Zusammenhang Golfanlage und Bewertung. Der Praxisteil wird in Kapitel 6 und 7 durchgeführt. Abschließend wird in Kapitel 8 ein Fazit und Ausblick über diese Thematik abgehandelt.

In Kapitel 2 (Golfanlage) wird generell die Abgrenzung der Immobilienarten vorgenommen und die Eingliederung der Golfanlage in dieses Schema. Des Weiteren werden Grundlagen zu Golfanlagen erläutert, etwa die Gestaltung von Golfplätzen, die Entwicklung des Golfsportes, sowie wertrelevante Aspekte (Standort-, Objekt- und Vertragsbezogene Faktoren, Eigentums- und Besitzverhältnisse) untersucht.

Die Grundlagen zu den Bewertungsmethoden werden in Kapitel 3 (Immobilienbewertung) untersucht. Hierbei werden die verschiedenen nationalen und internationalen Standards begutachtet, mitunter auch verschiedene Wertdefinitionen. Darüber hinaus werden die nationalen und internationalen Bewertungsverfahren analysiert und deren Anwendungsgebiete abgesteckt.

Kapitel 4 (Rating) beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen des Ratings. Eine inhaltliche Abgrenzung wird zwischen den Begriffen Bewertung und Rating vorgenommen und es werden Auswirkungen des Ratings auf die Bewertung von Golfanlagen erläutert.

Facilitäre Aspekte bei der Bewertung werden in Kapitel 5 begutachtet. Darin wird der theoretische Hintergrund des Facility Managements durchleuchtet und im Kontext mit Golfanlagen betrachtet. FM-Anwendung und Einsparpotentiale bei Golfanlagen werden in diesem Kapitel behandelt, aber auch die Auswirkungen bei der Wertermittlung derselben.

Kapitel 6 (Praxisbeispiel - Bewertung einer Golfanlage) umfasst den praktische Teil der Diplomarbeit. Hierbei vor allem die begründete Auswahl der Bewertungsmethode, aber auch die entsprechenden Bewertungsparameter des gewählten Verfahrens. Darüber hinaus wird das Ratingverfahren für Golfanlagen vorgestellt.

In Kapitel 7 (Bewertung und Rating des Praxisbeispieles) wird eine Verkehrswertermittlung einer Golfanlage vorgenommen, sowie ein Rating für diese Golfanlage durchgeführt.

Das letzte Kapitel bietet Schussfolgerungen und einen Ausblick an die Branche, die sich aufgrund der Ergebnisse des Experiments bzw. aus der Untersuchung des Praxisbeispieles ergeben.

Inhaltsverzeichnis:

Eidesstattliche Erklärung I
Kurzfassung der Diplomarbeit (Deutsch) II
Abstract of the diploma thesis (english) III
Inhaltsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis VIII
Abkürzungsverzeichnis IX
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Forschungsfrage 2
1.3 Ziel der Arbeit 3
1.4 Methodik 4
2. Golfanlage 6
2.1 Arten von Immobilien 6
2.1.1 Spezialimmobilien 7
2.1.2 Freizeitimmobilien - Golfanlage 8
2.1.3 Bewertung von Spezialimmobilien 8
2.2 Grundlagen Golfanlagen 9
2.2.1 Gestaltung von Golfplätzen 10
2.2.2 Betreiberkonzepte 12
2.2.3 Entwicklung des Golfsports 13
2.2.4 Der Golfmarkt - Vergleich Tennis und Golf 14
2.2.5 Potentiale für den Golfsport - Zuwachsraten in Österreich 16
2.3 Wertrelevante Aspekte bei Golfanlagen 17
2.3.1 Standortbezogene Faktoren - Makrolage 17
2.3.2 Objektbezogene Faktoren - Mikrolage 18
2.3.3 Eigentums- und Besitzverhältnisse 19
2.3.4 Vertragsbezogene Faktoren 19
3. Immobilienbewertung 21
3.1 Grundlagen Bewertung 21
3.1.1 Nationale Bewertungsstandards 21
3.1.2 Internationale Bewertungsstandards 22
3.1.3 Wertbegriff - Verkehrswert vs. Preis 24
3.1.3.1 Preis 25
3.1.3.2 Verkehrswert 25
3.1.3.3 Marktwert 26
3.1.4 Bewertungsanlass 26
3.2 Nationale Wertermittlungsmethoden 27
3.2.1 Vergleichswertverfahren 27
3.2.2 Sachwertverfahren 29
3.2.3 Ertragswertverfahren 31
3.3 Internationale Wertermittlungsmethoden 33
3.3.1 Direct Value Comparision Method 33
3.3.2 Replacement Cost Method 34
3.3.3 Investment Method 35
3.3.4 Residual Method 36
3.3.5 Discounted Cash Flow Method 37
3.3.6 Profit Method 38
3.4 Gegenüberstellung der Verfahren 39
4. Rating 41
4.1 Grundlagen Immobilienrating 41
4.1.1 Definition 41
4.1.2 Inhaltliche Abgrenzung Rating und Bewertung 42
4.1.3 Ratingsystem 43
4.2 Auswirkungen auf die Bewertung von Golfanlagen 44
5. Facilitäre Aspekte bei der Bewertung von Golfanlagen 45
5.1 Definition 45
5.2 FM-Anwendung bei Golfanlagen 46
5.3 Einsparpotential bei Golfanlagen 47
5.4 Auswirkungen auf die Wertermittlung einer Golfanlage 48
6. Praxisbeispiel - Bewertung einer Golfanlage 49
6.1 Auswahl der Bewertungsmethodik 49
6.2 Bewertungsparameter - Profit Method 50
6.2.1 Betriebsleistung, Betriebsaufwand und Bruttobetriebsgewinn (GOP) 52
6.2.2 Unternehmeranteil und Eigenkapitalverzinsung 53
6.2.3 Nettobetriebsgewinn (NOP) 53
6.2.4 Vervielfältiger und Kapitalwert 54
6.2.5 All Risk Yield 55
6.2.6 Zusammenfassung Profitmethode 58
6.3 Ratingverfahren 59
6.3.1 Grundlage für die Auswahlkriterien 59
6.3.2 Auswahl der Skalierung 61
6.3.3 Kriterien 62
6.3.3.1 Markt 63
6.3.3.2 Standort 66
6.3.3.3 Objekt - Gebäude 69
6.3.3.4 Objekt - Golfanlage 72
7. Bewertung und Rating des Praxisbeispieles 76
7.1 Ausgangslage 76
7.2 Verkehrswertermittlung des Fallbeispieles Golfanlage 78
7.3 Rating der Golfanlage 79
7.3.1 Auswertung Kriterium Markt 80
7.3.2 Auswertung Kriterium Standort 82
7.3.3 Auswertung Kriterium Objekt Gebäude 84
7.3.4 Auswertung Kriterium Objekt Golfanlage 86
7.3.5 Auswertung Hauptkriterien 87
8. Zusammenfassung 89
8.1 Betrachtung der Ergebnisse 89
8.2 Ausblick 91
Literaturverzeichnis 93
Anhang 96

Textprobe:

Kapitel 3.3.2, Replacement Cost Method:

Die Replacement Cost Method kommt am internationalen Bewertungsmarkt weniger häufig zur Anwendung als ihr Gegenstück, der in Österreich bekannten Sachwertmethode. Der Marktwert der Immobilie ist das Ergebnis aus der Summe des Bodenwertes, welcher i. d. R. im Vergleichswertverfahren unter Berücksichtigung einer alternativen Nutzung ermittelt wird, und den Herstellungskosten eines neuen gleichwertig nutzbaren Gebäudes abzgl. einer Alterswertminderung.

Diese Wertermittlungsmethode kommt für Zwecke der Rechnungslegung und bei der Bewertung von Spezialimmobilien zur Anwendung, sowie zur Überprüfung anderer Bewertungsverfahren.98 Zur diesen Spezialimmobilien zählen nach den Kommentaren von Leopoldsberger, White/Turner/Jenyon/Lincoln und French/ Bienert beispielsweise:

- Ölraffinerien.

- Kirchen.

- Öffentliche Gebäude, wie Krankenhäuser, Schulen und Stadthallen.

- Flughäfen und Hafenanlagen.

Diese Auflistung zeigt, dass es sich bei den zu bewertenden Immobilien um Objekte handelt, die sich wegen ihrer speziellen Art in keinem Immobilienmarkt, der durch Angebot und Nachfrage reguliert bzw. bestimmt wird, bewegen. In der Regel ist dieser Umstand aufgrund fehlender Markttransaktionen zu erklären.

Investment Method:

Bei der Investment Method100 wird der Wert des bebauten Grundstücks von den Erträgen des Gebäudes abgeleitet. Dieses Bewertungsverfahren kann als Pendant zur der auf nationaler Ebene bekannten Ertragswertmethode bezeichnet werden. Im Gegensatz zum Ertragswertverfahren werden bei dieser Vorgehensweise jedoch das Gebäude und der Boden als Einheit betrachtet.

Prinzipiell treten im Zusammenhang mit der Investment Methode zwei elementare Bestandteile auf. Zum einen die Herleitung des Mietertrages, zum anderen die Wahl des geeigneten Kapitalisierungszinssatzes.

Ausgehend vom Jahresrohertrag abzüglich der Bewirtschaftungskosten, welche den jeweiligen nationalen Gepflogenheiten angepasst werden müssen, wird der Jahresreinertrag ermittelt. Dieser wird anhand eines entsprechenden Liegenschaftszinssatzes als ewige Rente kapitalisiert. Der sich daraus resultierende Kapitalwert wird um sonstige wertbeeinflussende Umstände (z.B. Reparaturrückstau, Sonderzahlungen) durch Zu- und Abschläge bereinigt. Der vorläufige Ertragswert (brutto) muss um die Erwerbsnebenkosten reduziert werden. Das Ergebnis daraus ist der Nettoertragswert eines zu bewertenden Objektes.

Neben diesem grundlegenden Ablauf der Bewertung kommen zusätzlich verschiedene Bewertungsansätze zur Anwendung, die die Vermietungssituation darstellen und auf die tatsächlich erzielbaren Mieten eingehen. Diese Bewertungsansätze sind:

- Zur Marktmiete voll vermietete Objekte.

- Unter der Marktmiete vermietete Objekte (Underrented).

- Über der Marktmiete vermietete Objekte (Overrented).

Zu den Anwendungsbereichen der Investment Methode gehören Immobilien, die Erträge erwirtschaften, somit typischerweise bei Mietshäusern oder Geschäftshäusern.

Stabentheiner hat für die Investment Method ein Bewertungsschema abgebildet.

Residual Method:

Die Residual Method ist identisch zu dem in Österreich angewandten Residualwertverfahren. Dieses Bewertungsverfahren ist geeignet für die Bewertung von unbebauten und bebauten Liegenschaften, die erstmals einer Projektentwicklung zugeführt werden, aber auch für Objekte die einer Umnutzung unterzogen werden.

Vereinfacht ausgedrückt, wird der Grundstückswert (Residuum) aus der Differenz zwischen Kaufpreis und Gesamtinvestitionskosten108 abgeleitet. Der Kaufpreis wird auf Basis der Investment Method oder der Comparison Method ermittelt.

Dieses Bewertungsverfahren ist besonders abhängig von marktgerechten Eingansgrößen die der Gutachter zu treffen hat. Die Annahmen bzw. Variablen die er zu bestimmen hat, sind auszugsweise:

- Baukosten und Baunebenkosten sowie Finanzierungskosten.

- Marktmiete und entsprechende Rendite.

- Abrisskosten.

- Zuschläge für Gewinn und Wagnis.

- Unvorhergesehenes und Mietausfallwagnis.

- Vermietungs- und Verkaufshonorare.

- GFZ und GRZ.

Die Autoren Jenyon/Lincoln/Turner/White oder Leopoldsberger sehen Nachteile in der richtigen Annahme der Variablen, denn bereits kleine Abweichungen können großen Einfluss auf das Ergebnis ausüben.

Stabentheiner hat für die Investment Method ein Bewertungsschema abgebildet.

Arbeit zitieren:
Mayer, Gerard Juli 2008: Ganzheitliches Modell für die Bewertung von Golfanlagen unter Berücksichtigung immobilienspezifischer Aspekte, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Immobilienbewertung, Golfanlagen, Rating, Profit Method, Spezialimmobilie

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