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Ganzheitlich transparentes Instandhaltungsmanagement im Umweltbundesamt

Mit dem Ziel, eine strategische Planung aller Kosten und Vorgänge der wartungsrelevanten Bauteile im gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes zu generieren

Ganzheitlich transparentes Instandhaltungsmanagement im Umweltbundesamt
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Volker Bretschneider
  • Abgabedatum: Juni 2006
  • Umfang: 92 Seiten
  • Dateigröße: 4,9 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule Anhalt (FH), Standort Dessau Deutschland
  • Bibliografie: ca. 27
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9996-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9996-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9996-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bretschneider, Volker Juni 2006: Ganzheitlich transparentes Instandhaltungsmanagement im Umweltbundesamt, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Immobilien, Behörde, Betreiber, Instandsetzung, Umwelt

Diplomarbeit von Volker Bretschneider

Zusammenfassung:

Inhalt dieser Diplomarbeit soll die Ausarbeitung eines ganzheitlich transparenten Instandhaltungsmanagementkonzeptes im Umweltbundesamt (UBA) sein, mit dem Ziel, ein strategisches und operatives Management aller Kosten und Vorgänge der wartungsrelevanten Bauteile im gesamten Lebenszyklus des Gebäudes zu generieren.

Der Anspruch, den das Gebäude mit seiner Architektur und seiner technischen Ausstattung an sich selbst stellt, ist sehr hoch. Dies muss es auch in Hinblick auf die Nutzungsphase erfüllen. Hinzu kommt die selbst auferlegte Vorreiterrolle hinsichtlich eines Ressourcen schonenden, innovativen und zukunftsfähigen Energiekonzeptes, dessen Bestandteil das Instandhaltungsmanagement ist.

Die Ganzheitlichkeit des Instandhaltungsmanagementkonzeptes steht hier an erster Stelle. D.h. alle wartungsrelevanten Bauteile sollen in einem System abgebildet werden, dass es ermöglicht, das jeweilige Bauteil vom Zeitpunkt der Nutzungsphase des Gebäudes mit seinen Kosten und Merkmalen (Bestandsdokumentation (BD)) bis hin zum Abriss des Gebäudes zu betrachten. In dieser Zeit wird das Bauteil möglicherweise mehrmals ausgetauscht und in seinen Nutzungseigenschaften beschnitten oder erweitert. Dies soll in einer lückenlosen Historie abgebildet und den verantwortlichen Gebäudebetreibern nutzbar gemacht werden (Budgetierung, Benchmarking, operative und strategische Entscheidungen).

Beschrieben werden soll dabei, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen in Betracht kommen und wie diese anwendbar sind, welche Probleme für eine nachgeordnete Behörde des Bundes hinsichtlich des Konzeptes ergeben, welche Voraussetzungen dabei zur Verfügung stehen und welche notwendig sind, wie ein strategisches Instandhaltungsmanagementkonzept aussehen muss.

Im Anschluss an die Diplomarbeit soll diese dann konkret im UBA Anwendung finden und umgesetzt werden.

Einleitung:

Eine Hauptaufgabe dieser Diplomarbeit ist es dem oft verwendeten Begriff „Facility Management“ (FM) den Inhalt zu geben, den die Bezeichnung des Begriffes gerecht wird.

Ich habe mir dabei den Teil der Instandhaltung (IH) herausgegriffen, wobei alle anderen Bereiche peripher tangiert werden. Dies lässt sich auch nicht vermeiden, da der Anspruch der Ganzheitlichkeit der Betrachtung sonst verloren gehen würde. D.h. ich werde auch auf z.B. CAFM- System (Computer Aided Facility Management- System) oder das Leitbild des UBA u.a. eingehen.

Diese Diplomarbeit entstand hauptsächlich vor Ort im UBA. Hier habe ich auch während des Hauptstudiums mein Praktikum absolviert und danach in einem Projekt weitere Erfahrungen im UBA sammeln können. Während des Praktikums war ich mit der Erstellung der Raumbücher in einem CAFM- System beschäftigt und in einem Projekt im Anschluss mit der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen der Unterhalts- und Glasreinigung. Diese Dinge gehören schon zu den Grundlagen eines integrierten FM (Raumbuch) respektive tangieren darauf aufbauend das operative FM (Reinigung).

Zum Zeitpunkt der Niederschrift dieser Diplomarbeit waren die technischen und theoretischen Voraussetzungen (CAFM- System mit Instandhaltungsmodul, volle Funktionsfähigkeit der Gebäudeleittechnik (GLT), lückenlose BD) noch nicht in dem Umfang gegeben, die eine konkrete und zeitnahe Umsetzung des Konzeptes erlaubt hätten, aber wie schon erwähnt, soll im Anschluss an diese Diplomarbeit damit begonnen werden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
Vorwort VIII
1 Rahmenbedingungen 1
1.1 Die Betreiber 1
1.1.1 Betreiberverantwortung 1
1.1.2 Träger der Betreiberverantwortung 2
1.1.3 Sachlicher Umfang 3
1.2 Institution Bundesamt 7
1.3 Bundesanstalt für Immobilienaufgaben 10
1.4 Pflichtenhefte 13
1.4.1 Dokumentationsrichtlinie 13
1.4.1.1 Ziele 13
1.4.1.2 Inhalt 14
1.4.1.3 Allgemeines- Kennzeichnungs- System 15
1.4.1.4 Kostengruppen 17
1.4.2 Bestandsdokumentation 18
1.4.2.1 Datenchaos!? 18
1.4.2.2 Umfang und Ziel der Bestandsdokumentation 19
1.4.2.3 Festlegung der zu liefernden Datenformate 21
1.4.2.4 Problem bei der Lieferung der BK 21
1.4.3 Gebäudeleittechnik 23
2 Das Dienstgebäude des Umweltbundesamtes in Dessau 25
2.1 Allgemeines zum Neubau 26
2.1.1 Das Gebäude 26
2.2 Kosten- Leistungs- Rechnung im UBA 27
2.2.1 Einführung und Ziele 27
2.2.2 Gebäudekosten 28
2.2.3 Zuordnung der Anlagegüter 30
2.2.4 Controlling mit der KLR 32
2.2.5 Benchmarking 33
3 Technische Voraussetzungen 34
3.1 CAFM- System 34
3.1.1 Allgemein 34
3.1.2 Datenpflege 34
3.1.3 Erfolgsfaktor Mensch 35
3.1.4 CAFM- System im UBA 36
3.1.4.1 Schnittstelle zur GLT 37
3.1.4.2 Schnittstelle zur IH 37
3.1.5 CAFM- Module 38
3.1.5.1 Allgemein 38
3.1.5.2 Allfa und Allplan- Module 38
3.1.5.3 Instandhaltungssoftware (MAXIMO) 39
3.2 Gebäudeleittechnik 39
3.2.1 Die Gebäudeleittechnik im UBA 39
3.2.2 Monitoring 40
4 Instandhaltungsstrategien 43
4.1 FM und Instandhaltung 44
4.1.1 Kosten der Fläche 44
4.1.2 Budgetierung 45
4.2 Definitionen neuer Denkweisen 47
4.2.1 Moderne Instandhaltung 48
4.2.1.1 Umweltschutz und zukunftsorientierte IH 48
4.2.1.2 Nachhaltigkeitsprinzip 49
4.2.1.3 Auswirkungen auf die IH 51
4.2.1.4 Grundprinzipien zum Umweltschutz und nachhaltige IH 52
4.2.1.5 Wesentliche Schwerpunktaufgaben 53
4.2.2 Integriertes FM 54
4.2.2.1 Integrationsperspektiven des FM 54
4.2.2.2 Integriertes FM in der Praxis 57
4.2.2.3 Instandhaltung im Kontext integrierten FM – ein Zielkonflikt? 58
4.2.2.4 Integriertes FM im UBA 59
4.2.2.5 Lohnt die Instandhaltung mit einem IT- Modul? 60
5 Die Abbildung der Daten 63
5.1 Was und wie abbilden? 63
5.2 Womit und wieviel abbilden? 65
5.2.1 Mit einem CAFM- System 65
5.2.2 Ergänzung mit Hilfe der AMEV 67
6 Verträge 71
6.1 Vertragsmanagement 71
6.2 Verträge abbilden 72
6.3 AMEV 74
6.4 Controlling der Instandhaltung 75
7 Fazit und Ausblick 77
Literaturverzeichnis 80
Erklärung 84

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
Vorwort VIII
1 Rahmenbedingungen 1
1.1 Die Betreiber 1
1.1.1 Betreiberverantwortung 1
1.1.2 Träger der Betreiberverantwortung 2
1.1.3 Sachlicher Umfang 3
1.2 Institution Bundesamt 7
1.3 Bundesanstalt für Immobilienaufgaben 10
1.4 Pflichtenhefte 13
1.4.1 Dokumentationsrichtlinie 13
1.4.1.1 Ziele 13
1.4.1.2 Inhalt 14
1.4.1.3 Allgemeines- Kennzeichnungs- System 15
1.4.1.4 Kostengruppen 17
1.4.2 Bestandsdokumentation 18
1.4.2.1 Datenchaos!? 18
1.4.2.2 Umfang und Ziel der Bestandsdokumentation 19
1.4.2.3 Festlegung der zu liefernden Datenformate 21
1.4.2.4 Problem bei der Lieferung der BK 21
1.4.3 Gebäudeleittechnik 23
2 Das Dienstgebäude des Umweltbundesamtes in Dessau 25
2.1 Allgemeines zum Neubau 26
2.1.1 Das Gebäude 26
2.2 Kosten- Leistungs- Rechnung im UBA 27
2.2.1 Einführung und Ziele 27
2.2.2 Gebäudekosten 28
2.2.3 Zuordnung der Anlagegüter 30
2.2.4 Controlling mit der KLR 32
2.2.5 Benchmarking 33
3 Technische Voraussetzungen 34
3.1 CAFM- System 34
3.1.1 Allgemein 34
3.1.2 Datenpflege 34
3.1.3 Erfolgsfaktor Mensch 35
3.1.4 CAFM- System im UBA 36
3.1.4.1 Schnittstelle zur GLT 37
3.1.4.2 Schnittstelle zur IH 37
3.1.5 CAFM- Module 38
3.1.5.1 Allgemein 38
3.1.5.2 Allfa und Allplan- Module 38
3.1.5.3 Instandhaltungssoftware (MAXIMO) 39
3.2 Gebäudeleittechnik 39
3.2.1 Die Gebäudeleittechnik im UBA 39
3.2.2 Monitoring 40
4 Instandhaltungsstrategien 43
4.1 FM und Instandhaltung 44
4.1.1 Kosten der Fläche 44
4.1.2 Budgetierung 45
4.2 Definitionen neuer Denkweisen 47
4.2.1 Moderne Instandhaltung 48
4.2.1.1 Umweltschutz und zukunftsorientierte IH 48
4.2.1.2 Nachhaltigkeitsprinzip 49
4.2.1.3 Auswirkungen auf die IH 51
4.2.1.4 Grundprinzipien zum Umweltschutz und nachhaltige IH 52
4.2.1.5 Wesentliche Schwerpunktaufgaben 53
4.2.2 Integriertes FM 54
4.2.2.1 Integrationsperspektiven des FM 54
4.2.2.2 Integriertes FM in der Praxis 57
4.2.2.3 Instandhaltung im Kontext integrierten FM – ein Zielkonflikt? 58
4.2.2.4 Integriertes FM im UBA 59
4.2.2.5 Lohnt die Instandhaltung mit einem IT- Modul? 60
5 Die Abbildung der Daten 63
5.1 Was und wie abbilden? 63
5.2 Womit und wieviel abbilden? 65
5.2.1 Mit einem CAFM- System 65
5.2.2 Ergänzung mit Hilfe der AMEV 67
6 Verträge 71
6.1 Vertragsmanagement 71
6.2 Verträge abbilden 72
6.3 AMEV 74
6.4 Controlling der Instandhaltung 75
7 Fazit und Ausblick 77
Literaturverzeichnis 80
Erklärung 84

Textprobe:

Kapitel 3.1: Monitoring Um nach der Inbetriebnahme der Maschinen und Anlagen die Betriebsoptimierungsphase zu verkürzen, ist eine intensive fachliche Begleitung notwendig. Aufgrund dessen wurde. Die innovative Gebäudetechnik erfordert einen Wissenstransfer, in Form eines outgesourcten Monitoring, in das UBA. Aus diesem Grund wurde ein Begleitforschungsvorhaben ins Leben gerufen.

Im Rahmen des Begleitforschungsvorhabens (siehe Abbildung 15) erfolgen die Dokumentation der Planungs- und Bauprozesse sowie ein umfassendes Monitoring der erreichten Energieeffizienz mit anschließender Auswertung. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gefördert und ist Teil des Förderkonzeptes „Energieoptimiertes Bauen, Teilkomplex 3“. Diese Forschungsergebnisse sollen auch in die Lehre eingebracht und über die Mitarbeit im Teilprojekt „SolarBau:Monitor“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Der Fachbereich 3 der Hochschule Anhalt in Dessau übernimmt hier einen ganz entscheidenden Anteil im Zusammenhang mit der IH. Alle Messpunkte, die im Rahmen dieses Forschungsvorhabens für die Kennzahlenbildung erforderlich sind, werden durch Studenten des Fachbereiches 3 unter Führung von Prof. Reimann jede Woche einmal per Hand aufgenommen und mit den Daten der GLT verglichen. Treten dabei Abweichungen auf, werden diese auf ihre Ursache hin untersucht. In der Anfangsphase war dabei der falsche Einbau der Messfühler eine häufige Fehlerquelle. Dieser wird dann korrigiert.

An die GLT wurden in diesem Bauvorhaben besondere Anforderungen bezüglich der Stabilität und der Langzeitdatenspeicherung gestellt. Sämtliche Verbrauchsdaten werden messtechnisch erfasst und dokumentiert. Begleitforschungsvorhaben nutzen das Programm ActiveFactory (Programm für die GLT) der Firma Wonderware für das umfassende Monitoring.

Die schon erwähnte Kennzahlenbildung wird ebenfalls durch die Studenten durchgeführt. Allerdings ist erst nach der nächsten Winterperiode mit belastbaren Daten zu rechnen, da die Ergebnisse des ersten Jahres durch zu viele Faktoren des Umzuges und der Baumassnahme beeinflusst wurden. Diese Kennzahlen können dann aber einen wichtigen Punkt für die IH und die optimierte Fahrweise der Maschinen und Anlagen darstellen. Ebenso sind sie nützlich für das interne und externe Benchmarking und die Beweisführung des nachhaltigen und erwähnten ernergieoptimierten Bauens.

Automatisiert erstellter Textauszug:

Es ist inzwischen allgemein bekannt, dass die Bewirtschaftungskosten von Immobilien die Herstellungskosten bereits nach wenigen Jahren erreichen können. Dies bedeutet, dass die Bewirtschaftungskosten immer stärker in den Fokus von Immobiliennutzern und Immobilieneigentümern rücken. Der Instandhaltungsbereich stellt innerhalb der Betriebskosten eines Gebäudes neben den infrastrukturellen DL den größten Kostenblock dar. Etwa jeder zweite Euro, der im Lauf eines langen Gebäudelebens eingesetzt wird, bezieht sich auf Aufwendungen im Bereich der IH. Diese Zahlen können natürlich je nach Gebäudetypus stark variieren. Genaue Zahlen für die Instandhaltungsaufwendungen von Gebäuden gibt es nicht, da die zugrunde liegende Datenbasis bisher noch als sehr dünn einzustufen ist. Bei gewerblichen Immobilien soll der jährliche Instandhaltungsaufwand je nach Gebäudeart 1% bis 6% des Wiederbeschaffungswertes betragen.76 Die aufgeführten Vergleichszahlen sollen auch im UBA zu einem externen Benchmarking herangezogen werden, denn der Vergleich Bürogebäude (Unternehmen) - Verwaltungsbau (Behörde) ist durchaus möglich. Für das UBA sind bei einer Gesamtinvestition von ca. 68 Mio. € (Kostengruppe 200 – 700) geplante Betriebskosten von 927.100 €/a für die Dienststelle in Dessau veranschlagt.77 Dies stellt natürlich nur eine grobe Schätzung aufgrund der Baukosten dar. Belastbare Zahlen erhält man wie schon erwähnt höchstens im zweiten Jahr der Betreibung. Neben wirtschaftlichen Gesichtspunkten bestehen für den Betreiber natürlich auch andere Pflichten zur IH. Zum einen aus der Organisation und Durchführung der gesetzlichen Prüfungen (siehe auch 1.1.1) und zum anderen aus der IH als Gefahrenquelle. Ein erhöhtes Gefahrenpotenzial bei der Durchführung von Instandhaltungsarbeiten kann sich z.B. aus einer mangelnden organisatorischen oder technischen Vorbereitung ergeben. Das lnstandhaltungspersonal verdient deshalb eine besondere Aufmerksamkeit im Rahmen des Arbeitsschutzes und der Wahrnehmung der Betreiberverantwortung.78 [...]

haben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gefördert und ist Teil des Förderkonzeptes „Energieoptimiertes Bauen, Teilkomplex 3“. Diese Forschungsergebnisse sollen auch in die Lehre eingebracht und über die Mitarbeit im Teilprojekt „SolarBau:Monitor“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden.72 Der Fachbereich 3 der Hochschule Anhalt in Dessau übernimmt hier einen ganz entscheidenden Anteil im Zusammenhang mit der IH. Alle Messpunkte, die im Rahmen dieses Forschungsvorhabens für die Kennzahlenbildung erforderlich sind, werden durch Studenten des Fachbereiches 3 unter Führung von Prof. Reimann jede Woche einmal per Hand aufgenommen und mit den Daten der GLT verglichen. Treten dabei Abweichungen auf, werden diese auf ihre Ursache hin untersucht. In der Anfangsphase war dabei der falsche Einbau der Messfühler eine häufige Fehlerquelle. Dieser wird dann korrigiert. An die GLT wurden in diesem Bauvorhaben besondere Anforderungen bezüglich der Stabilität und der Langzeitdatenspeicherung gestellt. Sämtliche Verbrauchsdaten werden messtechnisch erfasst und dokumentiert. Begleitforschungsvorhaben nutzen das Programm ActiveFactory (Programm für die GLT) der Firma Wonderware für das umfassende Monitoring.73 Die schon erwähnte Kennzahlenbildung wird ebenfalls durch die Studenten durchgeführt. Allerdings ist erst nach der nächsten Winterperiode mit belastbaren Daten zu rechnen, da die Ergebnisse des ersten Jahres durch zu viele Faktoren des Umzuges und der Baumassnahme beeinflusst wurden. Diese Kennzahlen können dann aber einen wichtigen Punkt für die IH und die optimierte Fahrweise der Maschinen und Anlagen darstellen. Ebenso sind sie nützlich für das interne und externe Benchmarking und die Beweisführung des nachhaltigen und erwähnten ernergieoptimierten Bauens. [...]

3.2.1 Die Gebäudeleittechnik im UBA Für einen weitgehend automatischen und wirtschaftlichen Betrieb der gesamten technischen Gebäudeausrüstung ist eine Gebäudeautomation mit einer übergeordneten GLT zuständig. Für die einfache Bedienung, zentrale Überwachung der technischen Anlagen und die Auswertung der Energiedaten wurde die Basisapplikation der Firma von Keitz eingesetzt.70 Der wichtigste Punkt für die IH ist die einheitliche Verwendung von Anlagenschlüsseln. Zur Umsetzung einer ganzheitlich objektorientierten Anwendung wurde daher jeder Datenpunkt mit einem Anlagenkennzeichnungsschlüssel (AKS) versehen. Dieser AKS beschreibt jedes Objekt mit allen seinen Eigenschaften eindeutig und stellt damit die Grundlage für generisches Arbeiten dar. Der erste Teil des angewandten AKS besteht aus einer geografischen und physikalischen Zuordnung, der zweite Teil beschreibt die Eigenschaften und die Funktion der Baugruppen.71 Dieser Anlagenkennzeichnungsschlüssel (AKS) ist identisch mit dem in Punkt 1.4.1.3 beschriebenen Allgemeinen- Kennzeichnungssystem (AKS). Einziger Unterschied ist die Bezeichnungstiefe. Während im CAFM- System dieser Schlüssel nur die Anlage bezeichnet, sind in der GLT auch Systemkomponenten der Anlage mit aufgeschlüsselt. Dies ist der Menge der Datenpunkte an den Maschinen und Anlagen geschuldet. Entscheidend ist die Kompatibilität der Daten beim Austausch zwischen GLT und CAFM- System. [...]

Arbeit zitieren:
Bretschneider, Volker Juni 2006: Ganzheitlich transparentes Instandhaltungsmanagement im Umweltbundesamt, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Immobilien, Behörde, Betreiber, Instandsetzung, Umwelt

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