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Funktionsprobleme internationaler Organisationen aus der Sicht der Neuen Politischen Ökonomie am Beispiel der Europäischen Union

Funktionsprobleme internationaler Organisationen aus der Sicht der Neuen Politischen Ökonomie am Beispiel der Europäischen Union
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Manfred Plagens
  • Abgabedatum: August 1994
  • Umfang: 139 Seiten
  • Dateigröße: 9,3 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0553-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0553-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0553-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Plagens, Manfred August 1994: Funktionsprobleme internationaler Organisationen aus der Sicht der Neuen Politischen Ökonomie am Beispiel der Europäischen Union, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Europäische Union, Institutionen, internationale Organisationen, Public Choice, Volkswirtschaft

Diplomarbeit von Manfred Plagens

Einleitung:

In den letzten Jahrzehnten ist ein starkes zahlenmäßiges Wachstum und eine Bedeutungszunahme internationaler Organisationen festzustellen. Internationale Organisation sind neben einzelnen Staaten zu den wichtigsten Akteuren auf der internationalen politischen und wirtschaftlichen Ebene geworden. Besonders bedeutsam und einflussreich ist hierbei die Europäische Union (EU). Wodurch sind diese Beobachtungen zu erklären? Welche Vorteile bietet eine institutionalisierte Zusammenarbeit in internationalen Organisationen? Welche Nachteile gehen damit einher?

Gang der Untersuchung:

Eine Antwort auf diese Fragen soll in mit Hilfe des Theoriegebäudes der Neuen Politischen Ökonomie (oder auch Public Choice) gefunden werden. Dieser Ansatz übertragt Analysemethoden der Ökonomie auf außerökonomische, hier politische Prozesse. Die beschriebene Vorgehensweise wird auf den konkreten Beispielfall, die EU, angewandt.

Teil I stellt das Konzept der Neuen Politischen Ökonomie dar, erläutert ihre Grundannahmen und umreißt die Anwendungsgebiete der Theorie. Weiterhin wird der Begriff der Internationalen Organisation definiert und am konkreten Beispiel der Europäischen Union näher spezifiziert. Darauf aufbauend analysiert Teil II die Gründung einer internationalen Organisation kontrakttheoretisch. Es wird die Notwendigkeit von Regeln für gesellschaftliches Zusammenleben anhand der Gesellschaftstheorien von Buchanan und Rawls auf unterschiedliche Art und Weise begründet. Am Schluss dieses Abschnitts erfolgt ein Vergleich der Verfassungstheorien mit der Realentwicklung der EU. Teil III untersucht Ursachen für Konfliktpotentiale und Funktionsprobleme in internationalen Organisationen, insbesondere Probleme verschiedenartiger Interessen, mangelnder Kontrollmöglichkeiten sowie Effizienzprobleme. Auf die EU bezogen, werden daher Probleme der europäischen Integration angesprochen, Interaktionsverhältnisse zwischen Akteuren innerhalb der EU transparent gemacht. Abschließend erfolgt exemplarisch die Darstellung des Protektionismusverhaltens der EU. In Teil IV wird die normative Frage nach der Politik einer idealen internationalen Organisation gestellt und nach der Vermeidbarkeit von Funktionsproblemen. Vor allem werden allgemeine und EU-spezifische Politikempfehlungen angesprochen. Teil V bietet eine abschließende Beurteilung der Anwendbarkeit der Neuen Politischen Ökonomie auf internationale Organisationen an und zeigt Probleme der Theorie auf.

Inhaltsverzeichnis:

EHRENWÖRTLICHE ERKLÄRUNG II
INHALTSVERZEICHNIS III
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS V
TABELLENVERZEICHNIS VI
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VII
I. Einführung und Grundlagen 1
1. Problemstellung und Vorgehensweise 1
2. Theoretische Grundlagen 3
2.1 Neue Politische Ökonomie 3
2.1.1 Definition und Abgrenzung 3
2.1.2 Grundannahmen der Neuen Politischen Ökonomie 5
2.1.2.1 Methodologischer Individualismus 5
2.1.2.2 Rationalverhalten der Akteure 6
2.1.3 Transfermöglichkeiten und Anwendungsgebiete der Neuen Politischen Ökonomie 9
2.2 Internationale Organisationen 15
2.2.1 Definition und Abgrenzung 15
2.2.2 Erklärungsansätze zur Existenz internationaler Organisationen 17
2.2.2.1 Politikwissenschaftliche Sichtweise 17
2.2.2.2 Public-Choice-Ansatz 19
2.2.3 Spezialfall einer internationalen Organisation: Die Europäische Union 20
2.2.3.1 Entstehung und Entwicklung 20
2.2.3.2 Institutionelle Gliederung.. .22
2.2.3.3 Aufgabenbereiche 25
2.2.3.4 Besonderheiten - EU als Staatenbund oder Bundesstaat? 27
II. Die Gründung einer internationalen Organisation- Versuch einer kontrakttheoretischen Erklärung 29
1. Gesellschaftlicher Urzustand 29
1.1 Leben unter Anarchie 29
1.2 Das Gefangenendilemma 31
1.3 Die Einführung von Regeln 33
2. Lösungsstrategien 35
2.1 BUCHANAN - Verfassungsentstehung aus der Anarchie 35
2.1.1 Ausgangslage 35
2.1.2 Verfassungsentstehung 36
2.1.3 Rechtsschutzstaat und Leistungsstaat 37
2.2 RAWLS - Gerechtigkeit als Fairness 39
2.2.1 Hinter dem Schleier der Ungewissheit 39
2.2.2 Die Gerechtigkeitsgrundsätze 41
2.2.3 Die Wirklichkeit und die egalitäre Gesellschaft 42
3. Übertragungsmöglichkeiten auf die Europäische Union 43
3.1 Die Ausgangssituation nach dem II. Weltkrieg 43
3.2 Weiterentwicklungen 46
3.2.1 Die Römischen Verträge 46
3.2.2 Vertragsreformen 48
3.3 Ist ein temporärer Endzustand erreicht? 50
III. Die Entwicklung einer internationalen Organisation 53
1. Die Akteure in einer internationalen Organisation 53
1.1 Verhaltensweisen 53
1.1.1 Manager 53
1.1.2 Delegierte und Diplomaten 54
1.1.3 Nationale Regierungen 56
1.1.4 Nationale Bürokratie 57
1.1.5 Interessengruppen 58
1.1.6 Wähler und Steuerzahler 59
1.2 Prinzipal-Agenten-Probleme 61
1.2.1 Informationsasymmetrie 61
1.2.2 Interessendivergenzen 62
2. Konfliktbereiche 64
2.1 Effizienzanalyse und Outputbestimmung 64
2.1.1 Problem der Präferenzartikulation 64
2.1.2 Input als Output ? 66
2.1.3 Output als Prozessvariable der Entwicklung 67
2.2 Abstimmungsregeln 69
2.2.1 Interessenberücksichtigung und Abstimmungsverfahren 69
2.2.2 Stimmengewichte 70
2.3 Mitgliedschaft 72
2.3.1 Theorie der Clubs 72
2.3.2 Abwanderung, Widerspruch und Loyalität 74
2.4 Zentralisierungstendenzen 76
2.4.1 Zentrifugale Kräfte 76
2.4.2 Zentripetale Kräfte 78
3. Die Entwicklung der europäischen Integration 79
3.1 Relevante Akteure und ihre Eigennutzkalküle 79
3.1.1 Ministerrat/Nationale Regierungen 79
3.1.2 EU- Kommission 81
3.1.3 Nationale Bürokratie 82
3.1.4 Interessengruppen 85
3.1.5 Wähler 87
3.2 Wichtige Interaktionsverhältnisse 89
3.2.1 Ministerrat/EU-Kommission und Interessengruppen 90
3.2.2 Nationale Regierungen/Nationale Bürokratie und Wähler 93
3.3 Protektionismus als internationales Konfliktfeld 95
3.3.1 Politische Ökonomie des Protektionismus 96
3.3.1.1 Nachfrage nach Handelsbeschränkungen 96
3.3.1.2 Angebot an Handelsbeschränkungen 99
3.3.1.3 Protektionismusgleichgewichte 101
3.3.2 Protektionismus in der Europäischen Union - Anti-Dumping-Maßnahmen 103
IV. Politikmöglichkeiten 108
1. Allgemeine Politikvorschläge 108
1.1 Präferenzberücksichtigung des Individuums als conditio sine qua non 108
1.2 Verbesserungsvorschläge 110
2. Spezielle Politikvorschläge für die Europäische Union 112
2.1 Entwicklung einer Föderalverfassung 112
2.2 Änderung von Kompetenzzuweisungen und Dezentralisierung verschiedener Politikbereiche 114
V. Schlussbemerkungen 117
ANHANG 119
LITERATURVERZEICHNIS 125

Arbeit zitieren:
Plagens, Manfred August 1994: Funktionsprobleme internationaler Organisationen aus der Sicht der Neuen Politischen Ökonomie am Beispiel der Europäischen Union, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Europäische Union, Institutionen, internationale Organisationen, Public Choice, Volkswirtschaft

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