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Funkkommunikation zwischen Fahrzeugen zur Gefahrenwarnung im Straßenverkehr

Funkkommunikation zwischen Fahrzeugen zur Gefahrenwarnung im Straßenverkehr
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Linda Briesemeister
  • Abgabedatum: März 1998
  • Umfang: 91 Seiten
  • Dateigröße: 838,0 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2626-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2626-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2626-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Briesemeister, Linda März 1998: Funkkommunikation zwischen Fahrzeugen zur Gefahrenwarnung im Straßenverkehr, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: IEEE 802.11, inter-vehicle communikation, Kanalzugriffsverfahren, wireless, medium access control (MAC)

Diplomarbeit von Linda Briesemeister

Zusammenfassung:

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Kommunikation geringer Reichweite zwischen mobilen Einheiten am Beispiel kommunizierender Fahrzeuge im Straßenverkehr.

Dazu wird zunächst der Stand der Forschung auf diesem Gebiet dargestellt. Die Anforderungen an ein Kommunikationssystem für die Gefahrenwarnung im Straßenverkehr werden abgeleitet. Daraus wird ein Lösungsvorschlag mittels bekannter und modifizierter Algorithmen entwickelt.

Der Lösungsvorschlag wird in bezug auf das verwendete Kanalzugriffsverfahren analysiert. Gütekriterien für die Anwendung zur Gefahrenwarnung werden motiviert und formalisiert. Der Weg zur Bewertung des System anhand dieser Gütekriterien wird aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Aufgabenstellung 1
1.2 Gliederung der Arbeit 1
1.3 Zur Notation 2
I. Stand der Forschung 3
2. Forschungsprogramme 4
2.1 Europäische Forschungsprogramme 4
2.2 Amerikanische Forschungsprogramme 4
2.3 Japanische Forschungsprogramme 5
3. Experimente und existierende Systeme 6
3.1 Europäische Aktivitäten 6
3.2 Amerikanische Aktivitäten 7
3.3 Japanische Aktivitäten 8
4. Kanalzugriffsverfahren 10
4.1 ALOHA 11
4.2 Slotted ALOHA 13
4.3 Reservation ALOHA 13
4.4 Concurrent Slot Assignment Protocol (CSAP) 14
4.5 Decentral Channel Assignment Protocol (DCAP) 17
4.6 Demand-Assigned Multiple Access Protocol (DAMAP) 17
4.7 Access Control with Interference Detection (AC/ID) 18
4.8 Busy Tone Multiple Access (BTMA) und Reservation BTMA (R-BTMA) 18
4.9 Carrier Sense Multiple Access (CSMA) 19
4.10 Cooperative Optimized Channel Access for Inter-Vehicle Communication (COCAIN) 20
5. Dezentrale Synchronisation 21
6. Standards für lokale Funknetze 23
6.1 Standard IEEE 802.11-1997 23
6.1.1 Physikalische Schicht 23
6.1.2 Kanalzugriffskontrolle 23
6.1.3 Diskussion der Kanalzugriffskontrolle 24
6.2 Standard ETSI RES-10 HIPERLAN 26
6.2.1 Physikalische Schicht 26
6.2.2 Kanalzugriffskontrolle 26
6.2.3 Diskussion zu HIPERLAN 28
7. Kommunikation zwischen Robotern 29
7.1 Lokale Kommunikation 29
7.2 Explizite und implizite Kommunikation 30
7.3 Kommunikation durch „Hallo!“-Rufe 30
7.4 Kommunikation mit Aushängeschildern 31
7.5 Kommunikation zwischen Mikrorobotern 31
8. Einbettung dieser Arbeit 33
8.1 Allgemeine Anforderungen 33
8.1.1 Abgrenzung zu anderen Systemen 34
8.2 Anforderungen an das Kanalzugriffsverfahren 35
II. Ein Kommunikationssystem zur Gefahrenwarnung 36
9. Systembeschreibung 37
9.1 Voraussetzungen 37
9.2 Schema des Systems 39
9.3 Dienste der einzelnen Schichten 39
9.4 Applikationsschicht 41
9.4.1 Funktionsweise der Applikation „Gefahrenwarnung“ 41
9.4.2 Spezifikation der Applikationsschicht 42
9.5 Kanalzugriffskontrolle 44
9.5.1 Funktionsweise der Kanalzugriffskontrolle 44
9.5.2 Spezifikation der Kanalzugriffskontrolle 44
10 Analyse der Kanalzugriffskontrolle 46
10.1 Modell 46
10.2 Leistungsgrößen 47
10.2.1 Durchsatz und Paketerfolgswahrscheinlichkeit 47
10.2.2 Verzögerungszeit 48
10.3 Berechnung der Leistungsgrößen 48
10.3.1 Durchsatz und Paketerfolgswahrscheinlichkeit 48
10.3.2 Verzögerungszeit 52
10.4 Auswertung 54
10.4.1 Durchsatz und Paketerfolgswahrscheinlichkeit 54
10.4.2 Verzögerungszeit 54
11. Analyse der Applikationsschicht 57
11.1 Modell 57
11.2 Gütekriterien 58
11.2.1 Aus Sicht einer Gefahrenstelle 58
11.2.2 Aus Sicht eines Teilnehmers 59
11.2.3 Bezug zu anderen Metriken 59
11.3 Ansatz zur Analyse eines Gefahrenbeispiels 60
11.4 Diskussion 60
12. Ergebnis und Ausblick 64
12.1 Ergebnisse des ersten Teils 64
12.2 Ergebnisse des zweiten Teils 65
12.3 Ausblick 65
Anhang
A. Abkürzungen 67
B. Glossar 69
C. Stochastische Grundlagen 72
Literaturverzeichnis 73

Automatisiert erstellter Textauszug:

In diesem Kapitel soll noch einmal die zu Beginn beschriebene Anwendung in Erinnerung gerufen werden. Daraus werden die Anforderungen an ein System zur Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation abgeleitet. Diese Anforderungen setzen sich aus allgemeinen Anforderungen an ein Kommunikationssytem und den Anforderungen an das Kanalzugri sverfahren zusammen. Letztere werden insbesondere durch die wahrend des Literaturstudiums gewonnenen Erkenntnisse gepragt. Damit leitet dieses Kapitel in den zweiten Teil der Arbeit uber, in dem ein solches Kommunikationssystem modelliert und analysiert wird. Die funkbasierte Kommunikation zwischen Fahrzeugen soll der Gefahrenwarnung im Straenverkehr dienen. Gefahrliche Verkehrssituationen beispielsweise Nebel, Eisglatte, Stau, Unfall oder Uberholmanover sollen durch Kooperation zwischen den Fahrzeugen erkannt und die Gefahrdung dadurch beseitigt oder zumindest gemindert werden. Die Fahrzeuge stehen in ihrer unmittelbaren Umgebung mittels direkter Kommunikation in Kontakt. Uber Sensoren werden relevante Informationen erfat und an andere Fahrzeuge per Funkkommunikation weitergegeben. Dieses System soll die Sicherheit fur den Verkehrsteilnehmer erhohen. [...]

Interessanterweise wird trotz der Anforderung an eine einfache Hardware eine explizite Kommunikation zwischen den Ameisen realisiert. Dazu werden Infrarotwellen benutzt, die von einer Sendediode in alle Richtungen abgestrahlt werden siehe Abbildung 7.2. Die Diode be ndet sich oben auf einer Ameise und reicht etwa 30 cm weit. Jede Ameise sendet damit kontinuierlich zweimal pro Sekunde ihre Stimmung aus. An allen vier Seiten einer Ameise be nden sich Empfangsdioden. Die Software einer Ameise kann die Signale von 16 verschiedenen Robotern zuordnen und sie verarbeiten. Bisher wurden insgesamt 12 Roboter gebaut. In einem der ersten Experimente sollten sich die Ameisen um eine Futterstelle gruppieren. Eine Futterstelle ist durch erhohte Konduktivitat der Aluminiumober ache, auf der sich die Ameisen bewegen, gekennzeichnet. Sobald eine Ameise mit Hilfe ihrer Sensorik eine Futterstelle gefunden hat, sendet sie die Stimmung "Ich habe Futter gefunden . Ameisen in ihrer Nahe, die diese Nachricht empfangen, andern ihre Stimmung in "Ich sehe eine Ameise, die Futter gefunden hat . Ameisen, die wiederum diese Nachricht horen, senden von nun an "Ich sehe eine Ameise, die eine Ameise sieht, die Futter gefunden hat . Auf diese Weise wird eine Nachricht durch Weiterreichen verbreitet. Als Konsequenz ihres Stimmungswandels bewegen sich die Ameisen in Richtung der sendenden Ameise. Nach etwa 10 Sekunden haben sich die Ameisen um die Futterstelle versammelt. [...]

Verteilte Roboter, die miteinander kommunizieren, sind auch Gegenstand von Wan94 . Dort wird die Kommunikation zwischen Robotern mittels Aushangeschildern sign-board  de niert. Ein Roboter kann Nachrichten auf seinem Aushangeschild darstellen, die dann von benachbarten Robotern mit Sichtverbindung gelesen werden konnen. Das Modell lat sich mit verschiedenen physikalischen Medien implementieren, indem man Funkwellen, Gerausche, Hitze oder sogar chemische Signale benutzt. Bemerkenswert ist, da diese Art der Kommunikation durch Rundspruch broadcast  charakterisiert ist und keine Adressierung der Nachrichten voraussetzt. Im Gegensatz zur Funkkommunikation jedoch bleibt eine Nachricht solange lesbar, bis sie vom Aushangeschild wieder entfernt wird. An dem Beispiel der dezentral organisierten Ressourcenvergabe wird gezeigt, wie ein verteilter Algorithmus mit Hilfe der Aushangeschilder realisiert wird. Zusatzlich wird untersucht, wie sich Signallaufzeiten groer Null in einem solchen System bemerkbar machen. Ist die Signallaufzeit nach oben beschrankt, kann der vorgestellte Algorithmus zur Ressourcenvergabe angepat werden, so da er wieder korrekt arbeitet. [...]

Arbeit zitieren:
Briesemeister, Linda März 1998: Funkkommunikation zwischen Fahrzeugen zur Gefahrenwarnung im Straßenverkehr, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
IEEE 802.11, inter-vehicle communikation, Kanalzugriffsverfahren, wireless, medium access control (MAC)

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