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Fundraising in Nonprofit-Organisationen

Fundraising in Nonprofit-Organisationen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Uta Kehr
  • Abgabedatum: Oktober 2001
  • Umfang: 94 Seiten
  • Dateigröße: 2,8 MB
  • Note: 1,8
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5278-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5278-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5278-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kehr, Uta Oktober 2001: Fundraising in Nonprofit-Organisationen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Spenden, Sponsoring, Organisationen

Diplomarbeit von Uta Kehr

Gang der Untersuchung:

Ausgangspunkt der Untersuchung ist eine begriffliche Kennzeichnung des Fundraisings. Mit der vorgelegten Definition wird eine deutliche Unterscheidung zum Begriff des Sponsoring möglich. Angewandt wird sie auf Organisationen, die sich durch private Trägerschaft sowie Unabhängigkeit vom Staat auszeichnen und dabei mit ihrer Arbeit keine Gewinnorientierung verfolgen, die privaten NPO.

Es folgen die für den Umfang und die Erfolgsbedingungen von Fundraising-Aktivitäten konstitutiven Rahmenbedingungen. Darin werden u.a. der oft eingeforderte aber selten konkretisierte Aspekt des ethischen Handelns aufgegriffen sowie die wesentlichen rechtlichen Bestimmungen, wichtige steuerrechtliche Aspekte und die institutionellen Verflechtungen dargestellt.

Den Erfolgsfaktoren des professionellen Fundraisings widmet sich ein eigenständiges Kapitel. Darin wird die Notwendigkeit der Verknüpfung von organisationsinternen Aspekten, wie der Mitarbeitermotivation und der Rolle von Vorstand und Geschäftsführung mit methodischen Fragen der Öffentlichkeitsarbeit und der Zielgruppenorientierung zu einem strategischen Managementprozeß erläutert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung ist die sorgfältige Darstellung aktueller Fundraising-Instrumente von persönlichen Gesprächen über Online- und Erbschaftsfundraising bis hin zu Großspendenkampagnen. In die Betrachtung der Fundraising-Instrumente wird die jeweils angesprochene Zielgruppe, der zu erwartende Zeitraum, in welchem Spenden fließen sollen, entstehende Kosten und zu berücksichtigende personelle Kapazitäten einbezogen.

Auf der Basis von Expertengesprächen konnten Hinweise und Erfahrungen aus der Praxis des Fundraisings in größeren NPO (wie z.B. Greenpeace, Heinrich-Böll-Stiftung, Stiftung Warentest) für die Diplomarbeit genutzt werden.

Den Abschluß der Arbeit bildet ein kurzer Ausblick zu den Perspektiven des Fundraisings.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 1
1.2 Vorgehensweise 2
2. Begriffliche Grundlagen 3
2.1 Begriff und Charakteristika der Nonprofit-Organisationen 3
2.2 Zum Begriff des Fundraisings 6
2.3 Ist Sponsoring auch Fundraising? 8
3. Umfeld und Rahmenbedingungen des Fundraisings 12
3.1 Die Ursprünge des Fundraisings 12
3.2 Aktuelle Entwicklungen auf dem Fundraising-Markt 14
3.2.1 Das Gesamtvolumen des Spendenaufkommens 15
3.2.2 Die Nonprofit-Organisationen in Zahlen 16
3.2.3 Die Spendenverteilung auf die verschiedenen Förderzwecke 17
3.2.4 Angaben zur Situation der SpenderInnen 19
3.3 Das rechtliche und steuerliche Umfeld des Fundraisings 20
3.3.1 Rechtliche Grundlagen im Fundraising 20
3.3.1.1 Das Gemeinnützigkeitsrecht 21
3.3.1.2 Das Stiftungsrecht 21
3.3.1.3 Das Datenschutzrecht 22
3.3.2 Steuerrechtliche Aspekte bei der Behandlung von Spenden 23
3.4 Ethik im Fundraising 25
3.4.1 Zur Diskussion der Mittelherkunft 26
3.4.2 Die Würde der SpenderInnen 27
3.4.3 Die Mittelverwendung 28
3.5 Fundraising-Institutionen 29
3.5.1 Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen 30
3.5.2 Deutscher Spendenrat 31
3.5.3 Deutsches Spendeninstitut Krefeld 32
4. Erfolgsfaktoren für professionelles Fundraising in Nonprofit-Organisationen 33
4.1 Die Professionalisierung von Fundraising in Deutschland 33
4.2 Fundraising als Management-Prozeß 34
4.3 Profil und öffentliches Ansehen einer Nonprofit-Organisation 37
4.4 Der Einfluß organisationsinterner Strukturen 39
4.4.1 Positionierung und Stellenwert des Fundraisings in Organisationen 39
4.4.2 Die Rolle von Vorstand und Geschäftsführung 41
4.4.3 Die Bedeutung der MitarbeiterInnenorientierung 43
4.4.4 Zum Qualifikationsprofil erfolgreicher FundraiserInnen 45
4.5 Die Relevanz der SpenderInnenorientierung 47
4.5.1 Die Erforschung von SpenderInnenpräferenzen 48
4.5.2 Aufbau und Pflege langfristiger Fördererbeziehungen 50
4.5.2.1 Die SpenderInnenpyramide 51
4.5.2.2 Professionelles Beschwerdemanagement 53
4.5.3 Der Datenbankeinsatz im Fundraising 54
5. Aktuelle Fundraising-Instrumente 58
5.1 Zukünftig bedeutsame Methoden 58
5.2 Fundraising-Möglichkeiten im Überblick 59
5.3 Praxisfelder und Einsatz ausgewählter Fundraising-Instrumente 63
5.3.1 Das persönliche Gespräch 63
5.3.2 Das Mailing 65
5.3.3 Telefonfundraising 67
5.3.4 Online-Fundraising 70
5.3.5 Instrumente des Großspenden-Fundraisings 72
5.3.6 Erbschaftsfundraising 74
5.4 Die Kombination der Instrumente als strategischer Erfolgsfaktor 76
6. Perspektiven des Fundraisings 78
Anlagen
Anlage 1: Grafiken zur SpenderInnen-Statistik
Anlage 2: Ehrenkodex der Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialmarketing
Anlage 3: Gesprächsleitfaden für das Gespräch mit dem Leiter der Fundraising-Abteilung Herr Wallmeyer - bei Greenpeace e.V.
Literaturverzeichnis

Automatisiert erstellter Textauszug:

Auch GeschäftsführerInnen haben eine wichtige Funktion im Fundraising, insbesondere wenn die Vorstände ehrenamtlich arbeiten. Sie sind das Bindeglied zwischen dem Fundraising und der Gesamtorganisation. Dabei haben sie die Aufgabe, die Akzeptanz für das Fundraising unter den MitarbeiterInnen zu schaffen und die Kommunikationswege zwischen Fundraising-LeiterIn und dem Vorstand zu erleichtern. Allerdings ist die Geschäftsführung von NPO oft überlastet, dennoch aber nicht bereit, das Fundraising betreffende Entscheidungsbefugnisse auf die zuständige FundraiserIn zu übertragen. Häufig fehlt es an konkretem Wissen im Fundraising oder einer realistischen Einschätzung langfristiger Chancen. Viele GeschäftsführerInnen verfügen nicht über eine entsprechende Managementausbildung und glauben unter Umständen, nur durch mangelnde Kompetenzübertragung die Organisation selbst im Griff halten zu können. Dies führt zu engen Entscheidungsspielräumen für die FundraiserInnen und erfordert enorme Abstimmungsprozesse zwischen FundraiserIn und Geschäftsführung. Insgesamt ist anzunehmen, daß der Fundraising-Erfolg mit dem Grad der Übertragung von Entscheidungskompetenz auf die FundraiserIn zunehmen wird. [...]

Bereich erfolgte allerdings erst ca. anderthalb Jahre später, so daß der für 2000 geplante Testlauf bisher nicht begonnen hat. Die Vorstandsaufgaben sind in der Satzung festgelegt. Der Vorstand trägt die rechtliche Verantwortung, muß Ziele, Strategien und die Leitlinien der Arbeit entwickeln und dabei sicherstellen, daß die Aktivitäten der Organisation dem Satzungszweck entsprechen. Er ist zudem verantwortlich für die Liquidität der Organisation und für einen verantwortungsvollen Umgang mit materiellen Ressourcen. Daraus ergibt sich letztlich auch seine Verantwortung für das Fundraising. Vorstände sind mitunter jedoch nur ehrenamtlich aktiv und somit auf die Unterstützung der Hauptamtlichen angewiesen. Für diese kann es ausreichend sein, lediglich von einer Vorstandsperson Engagement zu erwarten. Ist eine Person im Vorstand involviert, kann diese andere entweder ebenfalls überzeugen, die Akzeptanz von Fundraising fördern oder zumindest eigenständig Verantwortung im Fundraising wahrnehmen. [...]

Stellenschaffung handelt es sich häufig um langwierige Prozesse, die letztlich auch den jeweiligen Stellenwert des Fundraisings zum Ausdruck bringen. Greenpeace favorisiert ein Modell, in welchem Fördererservice, Database und Telemarketing von der Fundraising-Abteilung getrennt sind. Die Fundraising-Abteilung ist dort wesentlich kleiner als die Abteilung Fördererservice und hat neben Individualund Großspenderbetreuung vor allem die Aufgabe, Spendenaktionen strategisch zu planen, zu produzieren und damit umzusetzen. Untypisch an diesem Modell ist, daß Routinearbeiten ausgelagert sind, dafür jedoch mehr Zeit für die Strategiefindung bleibt. Eine Arbeitsteilung der Mitarbeitenden nach Funktionen und somit unabhängig von den jeweils eingesetzten Fundraising-Instrumenten verhindert, daß Umschulungen oder gar Kündigungen von Einzelnen notwendig werden, wenn beispielsweise ein bisher erfolgreich eingesetztes Fundraising-Instrument nicht mehr zu den erwarteten Einnahmen führt. Nicht Einzelne, sondern alle Mitarbeitenden müssen umlernen, wenn dies aufgrund rückläufiger Zahlen erforderlich ist. [...]

Arbeit zitieren:
Kehr, Uta Oktober 2001: Fundraising in Nonprofit-Organisationen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Spenden, Sponsoring, Organisationen

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