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Führung und Personalentwicklung in sozialen Dienstleistungsunternehmen mit dem Instrument der Transaktionsanalyse

Die Diplomarbeit wurde 2003 mit dem Förderpreis der Frauenbeauftragten der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg ausgezeichnet.
Führung und Personalentwicklung in sozialen Dienstleistungsunternehmen mit dem Instrument der Transaktionsanalyse
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Karin Reif
  • Abgabedatum: April 2003
  • Umfang: 162 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7787-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7787-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7787-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Diplomarbeit wurde 2003 mit dem Förderpreis der Frauenbeauftragten der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg ausgezeichnet.
  • Arbeit zitieren: Reif, Karin April 2003: Führung und Personalentwicklung in sozialen Dienstleistungsunternehmen mit dem Instrument der Transaktionsanalyse, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Führungskonzept, Sozialmanagement, Mitarbeiterführung, Führungsprozess, Personalentwicklung

Diplomarbeit von Karin Reif

Zusammenfassung:

Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Instrument der Transaktionsanalyse und diskutiert die Frage, inwiefern Führungsaufgaben im sozialen Dienstleistungsbereich auf dieser Grundlage positiv beeinflusst werden können.

Die Qualität des Sozialmanagement unter Bedingungen steigenden Kostendrucks und zunehmender Aufgabenverdichtung auch in Bereichen, die nicht unmittelbar marktförmig organisiert sind, hängt wesentlich davon ab, wie die Organisationskultur allgemein beschaffen ist. Ein wesentlicher Teil von Organisationskultur hängt vom Umgang der Mitarbeiter untereinander und der Qualität der Interaktion zwischen Vorgesetzten und nachgeordneten Mitarbeitern ab.

In dieser Diplomarbeit wird in einer anschaulichen und akribischen Analyse aufgezeigt wie diese Beziehung mit transaktionsanalytischen Elementen tiefer reflektiert werden kann als mit Instrumenten der klassischen Führungslehren. Die Transaktionsanalyse stellt eine Möglichkeit dar, die Persönlichkeit der Führungskraft so weit zu integrieren, dass sie über ein höheres Maß der psychologischen Handlungsregulation verfügt. Dies führt in der Praxis der Führungsinteraktion zu besserer Kommunikationsfähigkeit, besseren Wahrnehmungsfähigkeiten, zu mehr Flexibilität und zu mehr Selbstreflexion über eigene Stärken und Schwächen.

Gerade für soziale Dienstleistungsorganisationen, die, wie zum Beispiel Erziehungseinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder Dienste zu Rehabilitation oder Resozialisierung usw., in starkem Maß sich mit menschlichem Erleben und Verhalten befassen, ist die Bedeutung geeigneter Führungskonzepte nicht zu unterschätzen. Eine transaktionsanalytisch inspirierte Führungskonzeption berührt die Perspektive der Persönlichkeit, die Perspektive der sozialen Beziehung und die Perspektive der Wirklichkeitskonstruktion.

Diese Arbeit zeigt auf, wie durch systematische Reflektion dieser Aspekte die Führungsinteraktion deutlich zugunsten des Betriebsklimas aber auch zugunsten einer höheren Effektivität sozialer Dienstleistungsorganisationen verbessert werden kann.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 6
2. Soziale Dienstleistungsunternehmen - spezifische Merkmale und Anforderungen 8
2.1 Die allgemeinen Merkmale von Dienstleistungen 8
2.2 Die spezifischen Merkmale von sozialen Dienstleistungen 10
2.3 Das soziale Dienstleistungsunternehmen und seine Besonderheiten 13
2.4 Ein Spezifikum - der Zusammenhang von Kundenorientierung und Mitarbeiterorientierung in sozialen Dienstleistungsunternehmen 15
2.5 Die Anforderungen an Führung in sozialen Dienstleistungsunternehmen 16
2.6 Die Anforderungen an Personalentwicklung in sozialen Dienstleistungsunternehmen 19
3. Transaktionsanalyse als ein Instrument der Führung und Personalentwicklung 21
3.1 Entstehung und Entwicklung der Transaktionsanalyse 22
3.2 Der Beitrag der Transaktionsanalyse zu Führung und Personalentwicklung in sozialen Dienstleistungsunternehmen 24
4. Führung in sozialen Dienstleistungsunternehmen mit dem Instrument der Transaktionsanalyse 26
4.1 Führung - Definition und Einflussfaktoren 27
4.2 Die Aufgaben der Führungskraft 29
4.3 Der Führungsprozess aus der Perspektive der Transaktionsanalyse 31
4.3.1 Die Perspektive der Persönlichkeit 33
4.3.2 Die Perspektive der Beziehungen 55
4.3.3 Die Perspektive der Wirklichkeitskonstruktion 67
4.4 Die Gruppe im Führungsprozess - Transaktionsanalyse ein Instrument zur Steuerung von Gruppenprozessen 76
4.4.1 Gruppenprozesse und Führungsaufgaben 77
4.4.2 Bedingungen erfolgreicher Gruppenarbeit 85
4.5 Führungskonzepte im Bezugsrahmen der Transaktionsanalyse 88
4.5.1 Person und Organisation prägen den Stil der Führung 88
4.5.2 Die Führungssituation beeinflusst den Führungserfolg 96
4.5.3 Führungserfolg durch Ziele 103
5. Personalentwicklung in sozialen Dienstleistungsunternehmen mit dem Instrument der Transaktionsanalyse 108
5.1 Personalentwicklung - Begriffsbestimmung und Zielsetzung 109
5.2 Organisation und Aufgabenverteilung der Personalentwicklung 112
5.3 Der Personalentwicklungsplan 114
5.4 Transaktionsanalyse im Regelkreis der Personalentwicklung 116
5.4.1 Das Stellenbild 117
5.4.2 Die Kompetenzen und das Mitarbeiterpotenzial 121
5.4.3 Das Entwicklungsgespräch 129
5.4.4 Die Entwicklungsaufgaben 133
6. Übungen zur Transaktionsanalyse 138
7. Resümee 151
Abbildungsverzeichnis 152
Abkürzungsverzeichnis 154
Literaturverzeichnis 155
Quellen aus dem Internet 158
Anhang 159

Automatisiert erstellter Textauszug:

Nach Schmid gestaltet die Führungskraft den Umgang mit diesem Dilemma auf eine ganz individuelle Art und Weise, was als ein Ausdruck der Persönlichkeit der Führungskraft anzusehen ist. Schmid definiert eine Rolle als „ein kohärentes System von Einstellungen, Gefühlen, Verhaltensweisen, Wirklichkeitsvorstellungen und zugehörigen Beziehungen" (Schmid 1994, S.58). Diese Definition impliziert, dass ein ganz individuelles Rollenerleben und Rollengestalten vorhanden ist, d.h., dass der Umgang mit dem Führungsdilemma ein ganz persönlicher Ausdruck des Rollenverständnisses der Führungskraft ist. Dies lässt sich an dem Widerspruch der Gleichbehandlung aller versus das Eingehen auf den Einzelfall verdeutlichen. Hat die Führungskraft beispielsweise die Einstellung, dass die Gleichbehandlung aller wesentlich höher zu bewerten ist, als die individuelle Berücksichtigung einzelner Problemlagen von Mitarbeitern, wird sie aus dieser Überzeugung heraus, mehr Entscheidungen zugunsten der Gleichbehandlung treffen. Diese individuelle Ausgestaltung der Rolle kann auch durch Aushandlungsprozesse nicht außer Kraft gesetzt werden, dies ist Ausdruck der Persönlichkeit. Dies wird im Folgenden am so genannten ’Drei Welten Modell’ (Abb.11) von Bernd Schmid dargestellt. Danach steht die Persönlichkeit der Führungskraft in einem Spannungsfeld von drei Bezügen: der Organisationswelt, der Professionswelt und der Privatwelt [...]

Am Modell der Grundpositionen kann der Einfluss der Persönlichkeit aus einem weiteren Blickwinkel beleuchtet werden, nämlich der Zusammenhang von Grundposition und Menschenbild. Durch einen Exkurs zu den Annahmen der Theorie X und Y von Mc Gregor, wird am Modell der Grundpositionen der Bezug zum Menschenbild einer Führungskraft verdeutlicht. Die Theorie X und Y stellt ein Gegensatzpaar von sehr unterschiedlichen Annahmen zur Arbeitshaltung des Menschen dar, woran sichtbar wird, welche weitreichenden Konsequenzen im Umgang mit den Mitarbeitern die Grundhaltung einer Führungskraft hat. „Bei der Analyse und Beeinflussung von menschlichem Handeln und Verhalten in Organisationen bedienen sich Managementtheoretiker wie -praktiker implizit oder explizit des Konstrukts Menschenbild. Organisationstheorien enthalten Annahmen über Eigenschaften, Bedürfnisse, Motive, Erwartungen und Einstellungen von Organisationsmitgliedern. Die [...]

Im Handwörterbuch der Transaktionsanalyse beschreibt Leonhard Schlegel die Grundpositionen bzw. Grundeinstellungen (Abb.6) folgendermaßen: „ Wer die Grundeinstellung (Life position) einnimmt ’Ich bin nicht O.K., du bist (ihr seid, die anderen sind) O.K.’, zweifelt an sich und traut sich weniger zu als den anderen. Wer die Einstellung einnimmt ’Ich bin O.K., du bist (ihr seid, die anderen sind) nicht O.K.’, zweifelt nicht an sich und traut sich mehr zu als anderen. Wer die Einstellung einnimmt ’Ich bin nicht O.K., du bist (ihr seid, die anderen sind) auch nicht O.K.’, zweifelt an sich und den anderen und traut niemanden etwas zu. Wer die Einstellung einnimmt ’Ich bin O.K., du bist (ihr seid, die anderen sind) O.K.’ begegnet jedem Menschen als einer grundsätzlich gleichgestellten und gleichwertigen Person, der gegenüber er sich weder überlegen noch unterlegen erlebt, wo- [...]

Arbeit zitieren:
Reif, Karin April 2003: Führung und Personalentwicklung in sozialen Dienstleistungsunternehmen mit dem Instrument der Transaktionsanalyse, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Führungskonzept, Sozialmanagement, Mitarbeiterführung, Führungsprozess, Personalentwicklung

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