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Das Fremdwährungsrisiko bei Kreditinstituten - Ansätze zu seiner Begrenzung und seine aufsichtsrechtliche Behandlung

Das Fremdwährungsrisiko bei Kreditinstituten - Ansätze zu seiner Begrenzung und seine aufsichtsrechtliche Behandlung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Rudolf Schneider
  • Abgabedatum: April 2001
  • Umfang: 82 Seiten
  • Dateigröße: 4,0 MB
  • Note: 2,7
  • Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4263-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4263-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4263-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schneider, Rudolf April 2001: Das Fremdwährungsrisiko bei Kreditinstituten - Ansätze zu seiner Begrenzung und seine aufsichtsrechtliche Behandlung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Devisenoption, Kursänderungsisiko, Hedging, Interne Risikomkelle, Bankenaufsicht

Diplomarbeit von Rudolf Schneider

Problemstellung:

„Edinburgh (Reuters) - Durch unprofessionelles Geschäftsgebaren haben Devisenhändler einer kleinen schottischen Bank innerhalb von drei Tagen 21 Millionen Pfund in den Sand gesetzt und die Bank an den Rand des Abgrundes gebracht. Im ungebrochenen Vertrauen darauf, dass der Kurs des Dollar zur DM steigen werde, hätten die Londoner Händler immer neue Verluste angehäuft, teilte die Privatbank Adam and Co am Dienstag in Edinburgh mit. Die Händler haben sich wie ungeübte Spieler am Roulettetisch verhalten und immer wieder auf das gleiche Ergebnis gesetzt. Als die Situation immer verzweifelter wurde, haben Sie von Zeit zu Zeit den Einsatz verdoppelt, kommentierte Chairman Sir Charles Fraser das Verhalten der Händler. Dank falscher Abrechnungstechniken sei weder dem Kunden noch der Bank das Ausmaß des Risikos aufgefallen. Betrugsabsichten hatten die beiden Händler nach Ansicht von Fraser allerdings nicht. Das Devisenbüro wurde geschlossen. Für den Verlust sei Mehrheitsaktionärin Francoise Schlumberger privat eingesprungen und habe Vorzugsaktien erhalten...“.

Auch in Deutschland erlitten einige Banken enorme Verluste durch Devisenschieflagen. Der wohl bekannteste Fall ist die Herstatt-Bank2. Bei dieser führten die Devisenverluste letztendlich zur Schließung. Der Zusammenbruch der Herstatt-Bank, nach dem Übergang zu frei schwankenden Wechselkursen, veranlasste schließlich das BAK zur aufsichtsrechtlichen Überwachung des Fremdwährungsrisikos durch Einführung des Eigenkapitalgrundsatzes Ia.

Betrachtet man die Geschäftstätigkeit der Kreditinstitute, so zeigt sich, dass diese neben Geschäften in der nationalen Währung auch solche in fremder Währung abschließen. Die Gründe hierzu liegen einerseits im Kundengeschäft. International tätige Unternehmen benötigen die Dienste ihrer Hausbanken für ihre Geschäfte, Exporteure erhalten aus ihren Verkäufen fremde Zahlungsmittel (Fremdwährungen); Importeure benötigen für die Käufe Fremdwährungen. Zur Umwandlung der Fremdwährungen in die nationale Währung benötigen sie einen Intermediär. Diese Funktion übernehmen die Banken für ihre Kunden. International tätige Kreditinstitute gewähren auch Kredite in fremder Währung, bzw. gehen Verbindlichkeiten in fremder Währung ein. Neben dem Kundengeschäft betreiben die Banken auch Eigengeschäfte, insbesondere den Devisenhandel. So betrug der in US-Dollar umgerechnete Tagesumsatz im April 1989 rd. 80 Mrd. USD. Neben diesen traditionellen Fremdwährungsgeschäften etablieren sich zusehends bilanzunwirksame Finanzinnovationen, deren Wesensmerkmale die Futurisierung (Futurization) sowie die Standardisierung sind5. Die bedeutendsten Finanzderivate, so der allgemeine Begriff dieser Innovationen6, sind Swaps, Optionen und Termingeschäfte (Futures). Das Volumen dieser Derivate ist seit Mitte 1980 stürmisch gewachsen8. Betrug es 1986 noch rd. 875 Mrd. DM bei einem bilanziellen Geschäftsvolumen von 3.551 Mrd. DM, so war es sieben Jahre später mit 6.116 Mrd. DM fast so hoch wie das bilanzielle Geschäftsvolumen. Aus all diesen in fremder Währung abgeschlossenen Geschäften entstehen den Banken Risiken, die sog. Währungsrisiken.

Eine andere Untergliederung unterteilt das Währungsrisiko in das Risiko zukünftiger Zahlungsströme (economic risk), das vergangenheitsbezogene bilanzorientierte Umrechnungsrisiko (translation risk) sowie das gegenwartsbezogene pagatorische Transaktionsrisiko (transaction risk). In dieser Arbeit wird das Währungsrisiko eingegrenzt; Gegenstand der nachfolgenden Bearbeitung ist ausschließlich das Kursänderungsrisiko, als Transaktionsrisiko.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis I
Symbolverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
EINLEITUNG 1
TEIL I. WÄHRUNGSRISIKO 3
1. DER BEGRIFF DES RISIKOS 3
1.1. ZUGRUNDELIEGENDER RISIKOBEGRIFF 4
2. KURSÄNDERUNGSRISIKO 4
2.1. RISIKOKOMPONENTEN 5
2.1.1. Offene Währungsposition 5
2.1.2. Wechselkursänderungen 6
2.1.3. Wirkungsweise der Wechselkursänderung 6
2.2. RISIKOQUANTIFIZIERUNG 6
2.2.1. Risikomaß 6
2.2.2. Parameter des Risikomaßes 7
2.2.2.1. Offene Währungsposition 7
2.2.2.2. Ausmaß der ungünstigen Kursänderung 8
2.2.2.2.1. Ermittlung eines zukünftigen Erwartungskurses 8
2.2.2.2.2. Statistische Meßverfahren (Monet' at risk-Verfahren) 9
2.2.2.2.2.1. Historische Simulation 9
2.2.2.2.2.2. Varianz-/Kovarianz-Modelle 10
2.2.2.3. Korrelationen 12
2.2.2.4. Beurteilung der Messverfahren 13
2.2.2.5. Messung der Optionspreisrisiken 14
TEIL Il. ANSÄTZE ZUR BEGRENZUNG DES WÄHRUNGSRISIKOS 14
1. FESTLEGUNG DER BANKINTERNEN RISIKOPOLITIK 14
2. METHODEN ZUR BEGRENZUNG DES WÄHRUNGSRISIKOS 15
2.1. PARAMETER WECHSELKURSVERÄNDERUNG 15
2.1.1. Kursprognose 15
2.1.1.1. Fundamentalanalyse 16
2.1.1.2. Technische Analyse 16
2.1.2. Beurteilung der Kursprognose 16
2.2. PARAMETER „OFFENE WÄHRUNGSPOSITION“ 17
2.2.1. Risikovermeidung 17
2.2.2. Diversifikation des Währungsportfeuilles 18
2.2.2.1. Optimierung der Währungsposition 19
2.2.2.2. Kritische Betrachtung der Diversifikation und der Korrelation 20
2.2.3. Risikokompensation 21
2.2.3.1. Grundkonzept des Hedging 21
2.2.3.2. Instrumente des Hedging 22
2.2.3.2.1. Devisentermingeschäft 22
2.2.3.2.2. Devisenoptionen 24
2.2.3.2.2.1. Delta-Hedging 27
2.2.3.2.3. Risikobegrenzung durch Finanzhedging 27
2.2.4. Kurssicherungsstrategien 28
2.2.4.1. Micro-Hedge 28
2.2.4.2. Macro-Hedge 29
2.2.4.3. Strategien hinsichtlich des Absicherungsvolumens 30
2.2.4.3.1. Strategie der vollständigen Absicherung 30
2.2.4.3.2. Strategie des vollständigen Absicherungsverzichts 30
2.2.4.3.3. Strategie der partiellen Absicherung 30
2.2.5. Risikolimitierung 32
3. RISIKOMANAGEMENT 32
TEIL III. AUFSICHTSRECHTLICHE BEHANDLUNG DES WÄHRUNGSRISIKOS 33
1. ZIELSETZUNG DER BANKENAUFSICHT 33
2. EIGENKAPITALGRUNDSATZ IA GEMÄß § 10 ABS. 1 KWG 34
2.1. DARSTELLUNG UND ANALYSE DES GRUNDSATZES IA 34
2.2. RISIKOPOSITION IM FREMDWÄHRUNGSBEREICH 35
2.2.1. Berechnungsschema zur Einbeziehung von Optionen 35
2.2.2. Ermittlung der offenen Währungsposition 37
2.3. KRITISCHE BEURTEILUNG DES EIGENKAPITALGRUNDSATZES IA 38
3. VORSCHLÄGE DES BASELER AUSSCHUSSES FÜR BANKENAUFSICHT ZUR EINBEZIEHUNG DER MARKTRISIKEN, INSBESONDERE ZUM WÄHRUNGSRISIKO 40
3.1. DARSTELLUNG DER VORSCHLÄGE DES BASELER AUSSCHUSSES FÜR BANKENAUFSICHT ZUM MARKTRISIKO 40
3.1.1. Eigenkapitalunterlegung 41
3.1.1.1. Bestandteile des haftenden Eigenkapitals 41
3.1.2. Standard-Messverfahren Fremdwährungsrisiko 42
3.1.3. Risiko bei Devisenoptionen 44
3.1.3.1. Vereinfachtes Verfahren 44
3.1.3.2. Delta-plus-Verfahren 45
3.1.3.3. Szenario-Analyse-Verfahren 46
3.1.4. Messung des Fremdwährungsrisikos mittels interner Messverfahren 47
3.2. ANALYSE DER VORSCHLÄGE DES BASELER AUSSCHUSSES FÜR BANKENAUFSICHT 50
4. VERGLEICH GRUNDSATZ IA UND BASELER MARKTRISIKOPAPIER 52
ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 56
ANHANG I HAFTENDES EIGENKAPITAL GEMÄß §10 KWG 58
ANHANG II BEISPIEL DER RISIKOPOSITIONSERMITTLUNG GEMÄß GRUNDSATZ IA 60
ANHANG III DELTA-PLUS-VERFAHREN BEI DEVISENOPTIONEN 61
ANHANG IV FRAGEBOGEN 63
ANHANG V FORMULAR ZUM GS IA 64
LITERATURVERZEICHNIS 65

Arbeit zitieren:
Schneider, Rudolf April 2001: Das Fremdwährungsrisiko bei Kreditinstituten - Ansätze zu seiner Begrenzung und seine aufsichtsrechtliche Behandlung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Devisenoption, Kursänderungsisiko, Hedging, Interne Risikomkelle, Bankenaufsicht

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