Frauenwahlverhalten und Generationenwandel in der Bundesrepublik Deutschland
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Tanja Zinterer
- Abgabedatum: Januar 1996
- Umfang: 151 Seiten
- Dateigröße: 10,0 MB
- Note: 1,2
- Institution / Hochschule: Universität Augsburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0118-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0118-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0118-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Zinterer, Tanja Januar 1996: Frauenwahlverhalten und Generationenwandel in der Bundesrepublik Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Änderung der sozialen Situation von Frauen, Entwicklung von Frauengenerationen, statistische Auswertung von Umfragedaten, Theorien des Wahlverhaltens
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Magisterarbeit von Tanja Zinterer
Gang der Untersuchung:
Die Magisterarbeit beschäftigt sich mit der in der Wahlsoziologie eher vernachlässigten Frage, ob und warum Frauen anders wählen als Männer. Diese Fragestellung ist insofern interessant, als Frauen seit einigen Jahren eine immer wichtigere Zielgruppe für alle politischen Parteien geworden sind.
Im theoretischen Teil, der die bisherigen Ergebnisse der Wahlforschung aufarbeitet, wird die These aufgestellt, daß die von Männern differente soziale Situation der Frauen in der Bundesrepublik sich auch auf ihr Wahlverhalten auswirkt, Wahlverhalten also sozialstrukturell determiniert ist. Die Arbeit beschäftigt sich demnach ausführlich mit der Entwicklung der sozialen Situation von Frauen. Neben den strukturellen Erklärungsfaktoren des sozialen Wandels kommt dabei insbesondere die Wertewandeltheorie zum Tragen. Auch die spezifische Situation der Frauen in der DDR bzw. den Neuen Bundesländern, die sich insbesondere in Fragen des Wertewandels deutlich von der Situation in der Bundesrepublik unterscheidet, wird nicht vernachlässigt.
Im empirischen Teil der Arbeit werden Rohdaten aus Politbarometer-Umfragen des Jahres 1993 statistisch ausgewertet. Dabei ergeben sich nur wenige strukturelle Unterschiede zwischen Männer- und Frauenwahlverhalten; auffallend sind jedoch die größeren Altersdifferenzen bei Frauen: Frauen höheren Alters unterscheiden sich von jüngeren Frauen im Wahlverhalten deutlicher als Frauen von gleichaltrigen Männern.
Dieses Ergebnis führt zum zweiten Hauptteil der Arbeit - der Anwendung des Generationenkonzepts auf das Frauenwahlverhalten. Neu hierbei ist die Entwicklung von politischen Frauengenerationen, die sich durch jeweils spezifisches Wahlverhalten auszeichnen. Das Generationenkonzept, das von einer im Jugendalter erworbenen, stabilen politischen Grundeinstellung und einer daraus folgenden Persistenz des Wahlverhaltens ausgeht, ermöglicht eine Vorhersagbarkeit des Wahlverhaltens in der Zukunft. Die in der Arbeit aufgestellte These lautet hierbei, daß die Unterschiede zwischen den Generationen bei Frauen deutlicher zum Tragen kommen und sich daher auch deutlicher auf das Wahlverhalten auswirken als bei Männern. Diese Erkenntnisse ermöglichen demnach eine genauere Vorhersagbarkeit von zukünftigem Frauenwahlverhalten und können Wahlprognosen erleichtern.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 4 |
| 2. | Entwicklung des Frauenwahlverhaltens - historisch-statistische Darstellung | 8 |
| 2.1 | Frauenwahlverhalten in der Weimarer Republik | 8 |
| 2.2 | Frauenwahlverhalten in der Bundesrepublik | 10 |
| 3. | Theoretische Modelle zum Wahlverhalten | 24 |
| 3.1 | Der soziologische Gruppenansatz | 25 |
| 3.2 | Der sozialpsychologische Ansatz | 27 |
| 3.3 | Der "rational choice"-Ansatz | 29 |
| 3.4 | Die aktuelle Situation der Wahlforschung | 30 |
| 3.5 | Theoretische Ansätze zum Frauenwahlverhalten | 32 |
| 4. | Die Entwicklung des Frauenwahlverhaltens in der Bundesrepublik | 33 |
| 4.1 | Konservatives Wahlverhalten von Frauen | 33 |
| 4.2 | Die Angleichung des Männer- und Frauenwahlverhaltens | 36 |
| 5. | Sozialstruktureller Wandel und Wertewandel - Veränderung der sozialen Position der Frauen | 41 |
| 5.1 | Sozialer Wandel und Wertewandel | 41 |
| 5.2 | Änderung der sozialen Position von Frauen | 44 |
| 5.3 | Die soziale Situation von Frauen in der DDR/den neuen Bundesländern | 58 |
| 6. | Aktuelles Frauenwahlverhalten | 63 |
| 6.1 | Merkmale geschlechtsspezifischen Wahlverhaltens | 63 |
| 6.1.1 | Sozialfaktoren | 64 |
| 6.1.2 | Parteibindung | 68 |
| 6.1.3 | Kandidatenorientierung | 71 |
| 6.1.4 | Issueorientierung | 73 |
| 6.1.5 | Politisches Interesse | 80 |
| 6.2 | Altersunterschiede im Frauenwahlverhalten | 83 |
| 6.3 | Exkurs: Frauen und kleine Parteien | 88 |
| 6.3.1 | Die Republikaner | 88 |
| 6.3.2 | Die Grünen | 91 |
| 6.4 | Ein "gender gap" der Protestwahl? | 96 |
| 6.5 | Geschlecht als soziale Kategorie | 100 |
| 7. | Frauenwahlverhalten in den Generationen | 102 |
| 7.1 | Der Generationenbegriff | 103 |
| 7.2 | Das Konzept der politischen Generationen | 105 |
| 7.2.1 | Politische Generationen und Wahlverhalten | 110 |
| 7.3 | Die politischen Generationen in Deutschland - unter besonderer Berücksichtigung der Frauen | 111 |
| 7.3.1 | Die Generationen in der heutigen Bundesrepublik | 113 |
| 7.3.2 | Frauen und Generationenbildung | 118 |
| 7.4 | Das Wahlverhalten der politischen Generationen in Deutschland | 124 |
| 7.4.1 | Das Erstwahlverhalten der Generationen | 124 |
| 7.4.2 | Generationseffekte im Frauenwahlverhalten | 128 |
| 8. | Zusammenfassung und Ausblick | 132 |
| 9. | Literaturverzeichnis | 134 |
| 10. | Quellennachweis | 147 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832401184
Arbeit zitieren:
Zinterer, Tanja Januar 1996: Frauenwahlverhalten und Generationenwandel in der Bundesrepublik Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Änderung der sozialen Situation von Frauen, Entwicklung von Frauengenerationen, statistische Auswertung von Umfragedaten, Theorien des Wahlverhaltens



