Bachelor + Master Publishing
875 Bachelorarbeiten, 0 Masterarbeiten, 10.108 Diplomarbeiten

Frauenhandel in Deutschland

Notwendigkeit und Potentiale angemessener Hilfsleistungen für den Menschenrechtsschutz betroffener Frauen

Frauenhandel in Deutschland
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kathrin Hausmann
  • Abgabedatum: April 2004
  • Umfang: 102 Seiten
  • Dateigröße: 5,1 MB
  • Note: 1,1
  • Institution / Hochschule: Universität Duisburg-Essen, Standort Essen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8867-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8867-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8867-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hausmann, Kathrin April 2004: Frauenhandel in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Menschenhandel, Zwangsprostitution, Prostitution, Migration, Sklaverei

Diplomarbeit von Kathrin Hausmann

Einleitung:

„Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen Formen verboten.“ Obgleich diesem Artikel der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte nach auf dieser Welt keine legale Form der Sklaverei existiert, diese darüber hinaus nach Vorstellungen der westlichen Welt einer entfernten Vergangenheit zugeordnet wird, leben gegenwärtig Millionen Frauen, Männer und Kinder in Verhältnissen, die als die moderne Form der Sklaverei oder als moderner Sklavenhandel bezeichnet werden. Menschen können auf die verschiedenste Weise die zum Kauf oder Verkauf stehende „Ware“ in gewinnbringenden Handelsgeschäften sein und erfahren durch die Degradierung ihrer Person zum Objekt massive Verletzungen ihrer Menschenwürde und ihrer durch international gültige Instrumente verbrieften Menschenrechte. Betroffen von diesem, im internationalen Kontext als „trafficking in persons“ bezeichneten Phänomen, sind insbesondere Frauen, die fremdbestimmt und unfreiwillig gehandelt und in verschiedensten Verhältnissen ausgebeutet werden.

Dieser „Frauenhandel“, der gegenwärtig auch in und nach Deutschland stattfindet und von dem überwiegend ausländische Migrantinnen aus nicht der EU angehörigen Ländern betroffen sind, ist Gegenstand vorliegender Arbeit.

Wie bereits kurz erörtert, ist das Phänomen des Handels mit Menschen unter anderem im Kontext der Menschenrechte zu betrachten und zu bewerten. In vorliegender Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, ob und welche in Deutschland an von „Frauenhandel“ betroffene Migrantinnen gerichteten Hilfsleistungen aus dem Bereich des sozialarbeiterischen Handelns notwendig für deren Menschenrechtsschutz sind, und was sie für diesen bewirken können.

Gang der Untersuchung:

Vorliegende Arbeit besteht zunächst aus drei inhaltlich aufeinander aufbauenden Kapiteln. Erstes dient der möglichst genauen und unmissverständlichen Bestimmung des Untersuchungsgegenstandes „Frauenhandel“, welcher im Rahmen einer Arbeitsdefinition eingegrenzt wird und als definitorische Grundlage für vorliegende Arbeit dient.

Im Rahmen des zweiten Kapitels wird die gegenwärtige Situation des in und nach Deutschland stattfindenden Frauenhandels auf Grundlage der Erkenntnisse aktuellster, frauen- und menschenrechtsorientierter Diskurse (besonders aus dem Bereich der nationalen NGO Arbeit ), exemplarisch aufgezeigt und im besonderen Hinblick auf die häufig und üblich bestehende Lebenssituation der betroffenen Migrantinnen erläutert. Bezug genommen ist hierbei auf die Situation betroffener Frauen, wie sie sich nach Erfahrung verschiedener, frauenrechtsorientiert arbeitender NGO am häufigsten darstellt - auf die Schilderung jedweder Einzelfälle wird bewusst verzichtet.

Im direkten inhaltlichen Rückbezug auf die im Rahmen des zweiten Kapitels erfolgte Darstellung der gegenwärtigen Situation des „Frauenhandels“ in der Bundesrepublik Deutschland wird diese im dritten Kapitel im Kontext der Menschenrechte betrachtet. Aufgezeigt werden soll, in welcher Weise das Phänomen des „Frauenhandels“ mit den, durch international gültige Instrumente verbrieften, Menschenrechten der betroffenen Frauen kollidiert und in welcher Weise „Frauenhandel“ als menschenrechtliches Problem aufzufassen ist.

Sich für den Menschenrechtsschutz der betroffenen Frauen ergebende Handlungsmöglichkeiten aus dem Bereich des sozialarbeiterischen Handelns, sollen schwerpunktmäßig im Rahmen des dritten Kapitel auf ihre Notwendigkeit, als auch auf ihre Potentiale und weiterhin, abschließend, auf ihre gegenwärtige Verfügbarkeit und derzeit in Deutschland vorliegende Hindernisse untersucht und bewertet werden.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 6
0. Einleitung 8
1. Bestimmung des Untersuchungsgegenstandes 10
1.1 Begriffsdefinitionen von „Frauenhandel“/“Handel mit Personen“ 10
1.1.1 „Frauenhandel“ nach juristischer Definition des deutschen Strafrechtes 11
1.1.2 „Frauenhandel“ nach neuer UN-Definition 14
1.1.3 Handel mit Personen nach Definition der HRS 16
1.2 Systematisierung der Definitionen 17
1.2.1 Tendenzen der Definitionen 18
1.2.2 Charakteristika des Phänomens 21
1.2.2.1 Kernelemente des „Handels mit Menschen“ 22
1.2.2.1 Der geschlechtsspezifische Aspekt des Handels mit Menschen 24
1.2.3 Abgrenzung von Frauenhandel zu ähnlichen Phänomenen 25
2. Die gegenwärtige Situation des modernen Frauenhandels in Deutschland 29
2.1 Der Ablauf des Frauenhandels 29
2.1.1 Frauenmigration und Frauenhandel 30
2.1.1.1 Ursachen der Frauenmigration 30
2.1.1.2 Möglichkeiten der Frauenmigration 33
2.1.2 Von der Frauenmigration zum Frauenhandel: Einflussnahme der Täterschaft auf betroffene Frauen 34
2.1.2.1 Anwerbung in den Frauenhandel 35
2.1.2.2 Arbeitsbereiche und -bedingungen des modernen Frauenhandels in Deutschland 36
2.1.2.3 Verhinderung der Loslösung aus Arbeits- und Abhängigkeitsverhältnissen 39
2.2 Ausmaß des modernen Frauenhandels in Deutschland 41
2.2.1 Aktuelle Zahlen 41
2.2.2 Herkunftsländer 42
2.3 Ursachen des Frauenhandels 44
2.3.1 Hauptursachen des Frauenhandels 44
2.3.1.1 Kausale Bedingungen in den Herkunftsländern 44
2.3.1.2 Kausale Bedingungen in den Zielländern 45
2.3.2 Verstärkende Faktoren 46
2.3.2.1 Restriktive Einwanderungsbestimmungen 46
2.3.2.1 Geringes Täterrisiko bei hohen Profitmöglichkeiten 47
2.4 Lebenssituation ausländischer Frauenhandelsopfer in Deutschland 49
2.4.1 Rechtliche Situation 50
2.4.2 Ökonomische Situation 51
2.4.3 Soziale Situation 53
2.4.4 Gesundheitliche Situation 55
3. Frauenhandel im Kontext der Menschenrechte 58
3.1 Frauenhandel und Menschenrechte 58
3.1.1 Exkurs Menschenrechte 59
3.1.1.1 Bedeutung und Intention der Menschenrechte 59
3.1.1.2 Rechtsverbindlichkeit der Menschenrechte 60
3.1.2 Frauenhandel als menschenrechtliches Problem 60
3.1.2.1 Frauenhandel als manifeste und akute Menschenrechtsverletzung 61
3.1.2.2 Menschenrechtliche Konsequenzen des Frauenhandels 63
3.2 Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen für von Frauenhandel betroffene Migrantinnen - Nationale NGO-Tätigkeit und ihr menschenrechtliches Potential 65
3.2.1 Tätigkeitsfelder und Leistungen nationaler NGO-Arbeit 66
3.2.1.1 Tätigkeitsfeld Beratung 66
3.2.1.2 Tätigkeitsfeld Betreuung 67
3.2.1.3 Tätigkeitsfeld Rückkehrhilfe 69
3.2.2 Potential sozialarbeiterischer Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen für den Menschenrechtsschutz betroffener Frauen 70
3.2.3 Gegenwärtige Verfügbarkeit und Hindernisse sozialarbeiterischer Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen 73
3.2.3.1 Gegenwärtige Hindernisse und Einschränkungen 73
3.2.3.2 Gegenwärtige Verfügbarkeit und Zielgruppe 77
3.2.4 Defizite im Menschenrechtsschutz ausländischer Frauen-Handelsopfer durch die staatliche Betrachtungsweise des Frauenhandels 81
3.2.4.1 Bewertung des Frauenhandel als ausländerrechtliches Problem 81
3.2.4.2 Bewertung des Menschenhandels als Strafverfolgungsproblem 83
4. Zusammenfassung und Ergebnis 87
5. Ausblick 92
Literaturverzeichnis 93

Arbeit zitieren:
Hausmann, Kathrin April 2004: Frauenhandel in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Menschenhandel, Zwangsprostitution, Prostitution, Migration, Sklaverei

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2013, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren