Frauen in Männerberufen
Vom kleinen zum großen Unterschied
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Beatrice Ortlepp
- Abgabedatum: August 1996
- Umfang: 109 Seiten
- Dateigröße: 6,7 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0085-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0085-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0085-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Ortlepp, Beatrice August 1996: Frauen in Männerberufen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Behandlung in Arbeitszusammenhängen, Bildung, Schutzparagraphen, Verantwortung
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Diplomarbeit von Beatrice Ortlepp
Zusammenfassung:
Was sind Männerberufe? Was hemmt Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung? Welche Verbesserungen der Rahmenbedingungen würden den Frauen eine Karriere erleichtern?
Männerberufe sind Berufe, in denen überproportional Männer oder ausschließlich Männer tätig sind. Hier fallen einem zuerst die althergebrachten, klassischen ein, z.B. Soldat an der Waffe, zur Verteidigung seines Hab und Gutes, wozu Haus, Hof und Frau gehören. Männerdomänen sind gleichzeitig oft Führungseliten, wie Politiker, Manager und Oberarzt, die allerdings im Aufbrechen sind. Das wird sichtbar durch partielle Öffnung einiger Berufe.
Übergreifend kann man sagen, daß Männerberufe oft mit einem höheren Prestige und Status, einem besseren Gehalt und scheinbar viel Verantwortung gekoppelt mit Macht verbunden sind, als viele Frauenberufe, z.B. im sozialen Bereich. Ein Unterschied zwischen stark von Frauen oder Männern frequentierten Berufen besteht "auch in der Wertschätzung ... und der Verfügung über materielle, personelle und symbolische Ressourcen" meint Wetterer.
Es ist davon auszugehen, daß Frauen in allen Berufen genauso geeignet sind, wie darin wirkende Männer. Noch gilt es nicht als allgemeingültig, daß sie als Soldatin, Baufacharbeiterin, Managerin, Politikerin, Professorin, Ärztin, Fahrlehrerin etc. geschätzt und gleich entlohnt werden. Es ist gewiß, daß jede Frau mit individuellen und frauenspezifischen Charakterzügen zu der Erfüllung in diesem Berufsbereich beiträgt. Bisher ist es nicht kommun und normal zu glauben, daß Frauen viele Talente, Stärken und Schwächen haben wie auch die Männer. Frauen sind genauso befähigt, bei entsprechender Ausbildung, jeden Beruf auszuüben.
Erläuterung meines Aufbaus:
In meiner Arbeit fange ich beim Vorhandenen an, beim Grundrecht. Hierbei beziehe ich mich auf die Beachtung und die Rolle der erwerbstätigen Frauen im männerdominierten Berufsprozeß. Rechte spielen eine große Bedeutung, weil sie die Frauen im Rahmen halten, den Frauen einen Platz in der Gesellschaft zuweisen. Sie billigen ihnen gesellschaftliche Freiheiten zu, wenn Männer und mit ihnen die Gesellschaft einen Nutzen davon hat. Frauen bekommen dort Rechte zugestanden, wo Männer kein eigenes Interesse haben bzw. wo Frauen sinnvoll Lücken schließen. Durch die Quotenregelung wurde versucht, diese auszugleichen. Aber weil auch diese Regelung nicht auf Kosten von Karrierewünschen der Männer durchgeführter ist, veränderte sie bisher nichts bedeutendes an den Männerdomänen.
Die Rechte und ihre Auslegungen waren in den beiden Teilen Deutschlands systembedingt oftmals grundlegend verschieden. Die Frauen, die in ihnen lebten, nahmen die Realität anders wahr. Deshalb unterteile ich in den Unterpunkten zwischen dem nicht mehr existierenden DDR-Recht und dem westdeutschen Rechtssystem. In diesem Kapitel, wie auch in den folgenden, arbeite ich das Spezielle an Unterschieden heraus. Ich fange immer damit an, zuerst die ehemalige DDR darzustellen und komme dann zum westdeutschen Demokratie- und Rechtssystem.
Anschließend gehe ich den Entwicklungsweg des Mädchens zur Frau entlang bis zum Hauptteil. Ich stelle ihre Entwicklungsmöglichkeiten in unserer Gesellschaft dar. Von den Bildungseinrichtungen der Schule über die Berufsschulbildung bis hin zum Studium arbeite ich hemmende und fördernde Merkmale heraus. Darauf folgend geht es um den sehr schwierigen Berufseintritt und um die Karrierechancen. Im Kapitel 5 werde ich ein gesellschaftliches Bild der Parteien- und Gewerkschaftsmeinungen darzustellen. Regierungsmitglieder, Gewerkschafter und die Männer in der Kirche an der Machtperipherie sind die führenden und leitenden, zum großen Teil meinungsbildenden Menschen und Gruppen in unserer Gesellschaft, ohne sie überbewerten zu wollen. Durch sie wird die Frauenförderung maßgeblich beeinflußt, was mein darauffolgendes Kapitel beinhaltet.
Daran anschließend kommt der Hauptteil meiner Arbeit. Diesen leite ich mit den Differenz- und Gleichheitsdebatten ein, was sich aus dem Titel "Vom kleinen zum großen Unterschied" ergibt. Darauf folgt das Kapitel 8 "Frauen in der Wirtschaft", adäquat zum Untertitel meiner Arbeit "Frauen in Männerberufen". Im nächsten Teil gehe ich gezielt auf Verantwortung in den Arbeitsfeldern ein, weil mir das als ein wichtiges Merkmal des Überbewertens der geleisteten Arbeit erscheint. An einigen Beispielen von Männer- und Frauenbildern verdeutliche ich im Kapitel 10 vorher geschriebenes und komme dann zum nächsten Kapitel, dem "Schlußwort". Hier habe ich nicht nur Schlüsse gezogen, sondern zeige Richtungen und ausbaufähige Hoffnungsüberlegungen für die Zukunft auf.
Die Geschichtsdaten runden die Arbeit ab. In der Erfassung von historischen Daten lege ich besonderen Wert auf die Frauengeschichte, wo Frauen Einfluß nahmen und wann Gesetze explizit für Frauen erlassen wurden etc. Damit Daten, Zeiten und Fakten nicht durcheinander purzeln, habe ich sie in chronologischer Reihenfolge im Anhang meiner Arbeit tabellarisch aufgeführt. Vergangenheit und Zukunft liegen nicht nur nah beieinander, sie beeinflussen sich und bauen aufeinander auf. Wie ein Spruch aus China besagt: "Beobachte, was früher geschah, dann wirst Du wissen, was kommen wird".
Inhaltsverzeichnis:
| 1 | EINLEITUNG | |
| 1.1 | MEIN WEG ZU DIESEM THEMA | 2 |
| 1.2 | WAS SIND MÄNNERBERUFE? | 3 |
| 1.3 | ERLÄUTERUNG MEINES AUFBAUS | 4 |
| 1.4 | THEMENEINGRENZUNG | 6 |
| 1.5 | DAS THEMA IN DER GESELLSCHAFT | 7 |
| 1.6 | LEXIKA - SICHTWEISEN | 7 |
| 1.7 | WAS LASSE ICH AUßEN VOR? | 8 |
| 2 | GRUNDRECHTE - RECHTE FÜR ALLE? | 9 |
| 2.1 | VERFASSUNG DER DDR | |
| VERANKERUNG UND GESCHICHTLICHE ANNÄHERUNG AN DIE SOZIALISTISCHEN GESETZE IM HINBLICK FÜR ERWERBSTÄTIGE FRAUEN | 10 | |
| 2.1.1 | OSTDEUTSCHES RECHT GLEICH SOZIALISTISCHES RECHT? | 10 |
| 2.1.2 | ARBEITSSCHUTZGESETZE IN DER DDR | 11 |
| 2.1.3 | "MUTTI-STAAT" DDR | 12 |
| 2.2 | VERFASSUNGSINHALT IN DER BRD IN FRAUENFRAGEN | 13 |
| 2.2.1 | WESTDEUTSCHES RECHT IM GESETZ | 14 |
| 2.2.2 | DISKRIMINIERUNG UND IHRE GEGENSTEUERUNG DURCH GESETZESAUFLAGEN AM BEISPIEL DER QUOTENREGELUNG | 15 |
| 2.3 | SCHUTZPARAGRAPHEN FÜR (ODER GEGEN?) FRAUEN | 17 |
| 2.4 | NUTZUNG DER RECHTE | 18 |
| 2.5 | DARAUS RESULTIERENDE FORDERUNGEN | 20 |
| 3 | BILDUNG | 21 |
| 3.1 | CHANCEN UND MÖGLICHKEITEN | 21 |
| 3.1.1 | IN DER EHEMALIGEN DDR | 22 |
| 3.1.2 | IN DER BRD | 24 |
| 3.3 | ZUSAMMENFASSUNG | 25 |
| 4 | ÜBERGANG VON DER LEHREINRICHTUNG ZUM BERUF | 26 |
| 4.1 | AUF DEM WEG ZU EINEM TITEL | 26 |
| 4.2 | BERUFSVORBEREITUNG | 27 |
| 4.3 | PFLICHTPRAKTIKA | 28 |
| 4.4 | BERUFSEINSTIEG IN MÄNNERBRANCHEN | 29 |
| 4.5 | GLEICHWERTIGE UND UNGLEICHWERTIGE BEHANDLUNG BEI EINSTELLUNGSVERFAHREN | 30 |
| 4.6 | EINSTELLUNGSGEBAREN | 30 |
| 4.6.1 | IN DER EHEMALIGEN DDR | 31 |
| 4.6.2 | INDER BRD | 31 |
| 4.7 | ZUSAMMENFASSUNG | 32 |
| 5 | MEINUNGSBILDER FÜHRENDER GESELLSCHAFTLICHER ORGANISATIONEN | 32 |
| 5.1 | MEINUNGSÄUßERUNGEN VON PARTEIMITGLIEDERN | 33 |
| 5.1.1 | PARTEIEN AUF DEM GEBIET DER EHEMALIGEN DDR | 33 |
| 5.1.2 | WESTDEUTSCHE PARTEIEN | 34 |
| 5.2 | GEWERKSCHAFTSMEINUNGEN | 36 |
| 5.3. | ZUSAMMENFASSUNG | 37 |
| 6 | FRAUENFÖRDERUNG FÜR ERWERBSTÄTIGE | 38 |
| 6.1 | FRAUENFÖRDERUNG FÜR FRAUEN IN DER UNIVERSITÄT | 40 |
| 6.1.1 | IN DER EHEMALIGEN DDR | 41 |
| 6.1.2 | IN DER BRD | 41 |
| 6.1.3 | QUOTEN ALS FRAUENFÖRDERNDE MAßNAHME? | 42 |
| 6.2 | STAATLICHE FRAUENFÖRDERUNG | 43 |
| 6.2.1 | IN DER EHEMALIGEN DDR | 44 |
| 6.2.2 | IN DER BRD | 45 |
| 6.4 | ZUSAMMENFASSUNG | 46 |
| 7 | DIFFERENZDEBATTE UND GLEICHHEITSANSPRUCH BEZOGEN AUF DIE GLEICHBERECHTIGUNGSFORDERUNGEN DER FRAUEN | 47 |
| 7.1 | DIFFERENZMODELL | 48 |
| 7.2 | GLEICHHEITSMODELL | 49 |
| 7.3 | DIFFERENZIERUNG UND CHANCENGLEICHHEIT IM ERWERBSLEBEN | 49 |
| 7.3 | ZUSAMMENFASSUNG | 51 |
| 8 | DIE FRAU ALS PRODUKT IM WIRTSCHAFTSPROZEß | 52 |
| 8.1 | AUSGRENZUNG DER FRAUEN AUS DEN VON MÄNNERN DOMINIERTEN BERUFEN | 53 |
| 8.1.1 | ABWERTUNG DER VON FRAUEN VERRICHTETEN ARBEIT UND DADURCH BEDINGTE ABSPALTUNG DER FRAUENDOMINIERTEN BERUFSZWEIGE | 56 |
| 8.2 | STELLUNG DER FRAU IM MÄNNLICHEM BERUFSFELD | 58 |
| 8.2.1 | SITUATION DER FRAUEN IN MÄNNERDOMINIERTEN ARBEITSFELDERN | 58 |
| 8.2.2 | FRAUEN IN MÄNNERBERUFEN = MÄNNLICHE BERUFSBEZEICHNUNG | 59 |
| 8.2.3 | ENTWICKLUNG ZU MÄNNERDOMINIERTEN BERUFSZWEIGEN | 60 |
| 8.2.4 | ERWERBSTÄTIGE FRAUEN IN DER EHEMALIGEN DDR | 61 |
| 8.2.5 | FRAUEN-POSITIONEN IN DEN WESTDEUTSCHEN LÄNDERN | 62 |
| 8.3 | WORUM GEHT ES IM KAMPF DER GESCHLECHTER AUF DEM ARBEITSMARKT | 62 |
| 8.4 | VERDIENSTMOGLICHKEITEN ODER ARBEITSARTEN DER ERWERBSARBEIT | 63 |
| 8.4.1 | FRAUEN ALS STILLE RESERVE IM ARBEITSPROZEß | 64 |
| 8.4.2 | NEBENJOB | 64 |
| 8.4.3 | ZEITARBEIT | 65 |
| 8.4.4 | TEILZEITARBEIT | 65 |
| 8.4.5 | JOB-SHARING ODER ARBEITSPLATZTEILUNG | 66 |
| 8.4.5 | VOLLZEITARBEIT | 66 |
| 8.5 | WAS KANN EINE FRAU UNTERNEHMEN? | 67 |
| 9 | VERANTWORTUNG - ALS BERUFSINHALT | 67 |
| 9.1 | VERANTWORTUNG UND MACHTMIßBRAUCH ODER "IM NAMEN DES VOLKES" | 69 |
| 9.2 | IST VERANTWORTLICHES HANDELN, OHNE DAß EIN BEZUG ZU DESSEN REALITÄT BESTEHT, MÖGLICH? | 71 |
| 9.3 | GEWACHSENE ENTWICKLUNG DER VERANTWORTUNG DURCH MACHT | 72 |
| 9.4 | WAS SIND DIE STEINE IM WEG ZU EINER BERUFLICHEN VERANTWORTUNG? | 74 |
| 9.5 | ZUSAMMENFASSUNG | 75 |
| 10 | BEISPIELE VON FRAUENBILDERN | 76 |
| 10.1 | FRAU - MANN GEGENÜBERSTELLUNG | 77 |
| 10.2 | FRAUEN UND MÄNNLICHE ARBEITEN SOWIE DER WANDEL DIESER ZUSCHREIBUNGEN | 80 |
| 10.3 | ZUSAMMENFASSUNG | 83 |
| 11.1 | OFFENE FRAGEN UND ZWEIFEL | 84 |
| 11.2 | TRÄUME | 84 |
| 11.3 | MEHR FRAUENBILDUNG, ALSO EINE FRAUENUNIVERSITÄT! | 86 |
| 11.4 | PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME | 87 |
| 12 | LITERATURVERZEICHNIS | 88 |
| ANHANG | 93 | |
| 13 | TABELLARISCHE WEIBLICHE GESCHICHTSDARSTELLUNG | 93 |
| LANDESGLEICHSTELLUNGSGESETZT VON BERLIN UND VOM BUND | 105 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832400859
Arbeit zitieren:
Ortlepp, Beatrice August 1996: Frauen in Männerberufen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Behandlung in Arbeitszusammenhängen, Bildung, Schutzparagraphen, Verantwortung



