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Frauen in Führungsfunktionen von Polizei und Wirtschaft

Eine Bestandsaufnahme

Frauen in Führungsfunktionen von Polizei und Wirtschaft
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Katharina Pluta
  • Abgabedatum: Juni 2009
  • Umfang: 175 Seiten
  • Dateigröße: 2,3 MB
  • Note: 1,1
  • Institution / Hochschule: Universität Leipzig Deutschland
  • Bibliografie: ca. 145
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3343-7
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pluta, Katharina Juni 2009: Frauen in Führungsfunktionen von Polizei und Wirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Führungsfunktionen, Frauen, Polizei, Wirtschaft, Qualitative Studie

Diplomarbeit von Katharina Pluta

Einleitung:

Zum Frauentag, dem 08.03.2008, erschien in der Märkischen Zeitung ein Artikel mit dem Titel ‘Wir setzen uns selbst unter Druck’. Der Autor Ulrich Wangemann interviewte die Werder Kripo-Chefin Ines-Susanne Mirsch, die Michendorfer Bürgermeisterin Cornelia Jung (parteilos) und ihre Kollegin aus Schwielowsee, Kerstin Hoppe (CDU) zum Thema ‘Frauenkarrieren und ihr Preis’. Während des Interviews fand eine Art Erfahrungsaustausch zwischen den drei Frauen, die Führungspositionen in Männerberufen innehaben, statt. Auf die Frage, ob Frauen mehr unter Druck stehen würden als Männer, antwortete Frau Miersch, dass sich Frauen ‘selbst Druck’ machen, weil sie um ihre ‘nicht so selbstverständliche Stellung wissen’. Frauen müssten ‘in der Tat mehr leisten als ein Mann, um Anerkennung zu bekommen’.

In den letzten Jahren wird ein Aufwärtstrend deutlich erkennbar. Während im Jahre 1997 lediglich 3203 Frauen, dies entspricht einem Anteil von 23,8%, bei der sächsischen Polizei beschäftigt waren, waren es im Jahre 2004 3728 Frauen, d.h. 26,3%. Man erzielte also in 7 Jahren eine Anteilsteigerung von 2,5 Prozentpunkten. Trotzdem stellt die Polizei die Berufsgruppe im Öffentlichen Dienst dar, innerhalb derer Frauen speziell in höheren Führungsfunktionen am stärksten unterrepräsentiert sind. Alle Angaben sind dem 3. Frauenförderungsbericht des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales Referat Presse und Öffentlichkeitsarbeit, welcher im Januar 2007 erschienen ist, zu entnehmen.

Zielstellung:

Ziel der Arbeit ist eine Bestandsaufnahme speziell über Frauen in Führungsfunktionen der Polizei zu erstellen und Anregungen bzw. Verbesserungsvorschläge für mögliche Problemfelder zu generieren. Wichtig ist der Autorin dabei die Darstellung der Situation in Leipzig.

Spezifisch soll dabei auf die Bereiche Akzeptanz, Kompetenz, Karriereorientierung, Stressbelastung und Wohlbefinden der Polizistinnen eingegangen werden. Gleichzeitig sollen weibliche Führungspersonen der Wirtschaft, welche in einem männerdominierten Beruf tätig sind, befragt werden. Dadurch soll geklärt werden, inwieweit sich die Situation in der Wirtschaft ähnlich gestaltet und ob ‘das Unternehmen Polizei’ von der Wirtschaft lernen kann. Weiterhin soll verglichen werden, inwieweit sich bisherige Befunden aus Erhebungen anderer Bundesländer bestätigen lassen bzw. in welchen Bereichen bereits Verbesserungen eingetreten sind. Neben der Darstellung von Problembereichen stehen Verbesserungsvorschläge, Hinweise, Anregungen, Ideen und Möglichkeiten der Umsetzung im Mittelpunkt. Die Erhebungsmethode des halbstrukturierten Interviews bietet sich hier an, da die Befragten somit eigene Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge anbringen können.

Die Ergebnisse könnten Ansatzpunkt für weitere Förderungsmaßnahmen sein, die bspw. im Rahmen von Diplomarbeiten/Dissertationen entwickelt und evaluiert werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit Fördermaßnahmen, die sich in der Wirtschaft als erfolgreich herausgestellt haben, für die Polizei zu modifizieren und anzuwenden. Wichtig ist der Autorin nicht nur die Darstellung von Problembereichen, sondern auch aufzuzeigen, dass sich vieles verbessert hat und welche weiteren Förderungsmöglichkeiten diesen Prozess noch verstärken könnten.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 5
1.1 ZIELSTELLUNG 5
2. THEORETISCHER HINTERGRUND 7
2.1 FRAUEN IN DER POLIZEI 7
2.1.1 Historischer Rückblick 7
2.1.1.1 Die Pionierinnen 7
2.1.1.2 Von der Polizeifürsorge zur ‘weiblichen Polizei’ 9
2.1.1.3 Öffnung der Männerdomäne Schutzpolizei für Frauen 11
2.1.1.4 Polizeibeamtinnen in den neuen Bundesländern 13
2.1.1.5 Ausblick 14
2.1.2 Bisheriger Forschungsstand 15
2.1.2.1 ‘Frauen im Vollzugsdienst der Schutzpolizei’ - Jochen Würz, 1993 15
2.1.2.2 ‘Was Polizisten über Polizistinnen denken’ - Bettina Franzke, 1997 17
2.1.2.3 ‘Polizistinnen vor und nach der Wende, ein Vergleich’ - Karina Gütges, 1997 18
2.1.2.4 ‘Frauen in der uniformierten Polizei’ - Zentraler Psychologischer Dienst Polizeipräsidium München, 1997 22
2.1.2.5 ‘Frauen unter interaktionistischem und soziologischen Aspekt - Dirk Babatz, 2001 23
2.1.2.6 ‘Alles eine Frage der Zeit? Zur Situation von Frauen und Männer in der Polizei’ - Ursula Müller, Waltraud Müller-Franke, Patricia Pfeil und Sylvia Wilz 26
2.1.3 Statistische Angaben - Situation in Sachsen 28
2.1.4 Zusammenfassung 29
2.2 FRAUEN IN FÜHRUNGSFUNKTIONEN 30
2.2.1 Führung 30
2.2.1.1 Definition 30
2.2.1.2 Anforderungen an Führungskräfte 30
2.2.1.3 Der aktuelle Forschungsstand 32
2.2.2 Frauen und Führung 33
2.2.2.1 Die Gleichheitstheorie 33
2.2.2.2 Die Differenztheorie 35
2.2.2.3 Frau und Mann als soziale Konstrukte 39
2.2.3 Zusammenfassung 43
2.2.4 Ausblick 44
2.3 RELEVANTE KONSTRUKTE 45
2.3.1 Akzeptanz 45
2.3.1.1 Definition 45
2.3.1.2 Ausgewählte Befunde im polizeilichen Kontext 45
2.3.2 Kompetenz 49
2.3.2.1 Definition 49
2.3.2.2 Ausgewählte Befunde aus dem polizeilichen Kontext 50
2.3.3 Leistungsorientierung / Erfolg / Gleichberechtigung 52
2.3.3.1 Definition 52
2.3.3.2 Ausgewählte empirische Befunde aus dem polizeilichen Kontext 52
2.3.4 Stress 56
2.3.4.1 Definition 56
2.3.4.2 Ausgewählte empirische Befunde aus dem polizeilichen Kontext 58
2.3.5 Wohlbefinden 59
2.3.5.1 Definition 59
2.3.5.2 Ausgewählte empirische Befunde aus dem polizeilichen Kontext 60
2.3.6 Zusammenfassung 61
3. EMPIRIE
3.1 METHODE UND FORSCHUNGSDESIGN 63
3.1.1 Idealdesign 63
3.1.1.1 Ideale Stichprobe 63
3.1.1.2 Ideale Durchführung 63
3.1.1.3 Ideale Auswertung 64
3.1.2 Realdesign 64
3.1.2.1 Reale Stichprobe 64
3.1.2.2 Reale Durchführung 65
3.1.2.3 Reale Auswertung 65
3.1.3 Kritische Bewertung 66
3.2 ERHEBUNGSINSTRUMENTE 67
3.3 FRAGESTELLUNG & HYPOTHESEN 72
3.3.1 Fragestellung 72
3.3.2 Hypothesen 73
3.4 ERGEBNISDARSTELLUNG 74
3.4.1 Stichprobenbeschreibung 75
3.4.2 Interviewkonstrukt Akzeptanz 76
3.4.2.1 Akzeptanz durch Kollegen und Vorgesetzte 76
3.4.2.2 Geschlechtsrollenorientierung 80
3.4.3 Interviewkonstrukt Kompetenz 81
3.4.3.1 Erfahrungen und Ängste im Berufsalltag 81
3.4.3.2 Geschlechtsspezifische Kompetenzen in Konfliktsituationen 83
3.4.3.3 Zusammenhang zwischen Geschlechtsrollenorientierung und Kompetenzempfinden 85
3.4.4 Interviewkonstrukt Leistung / Erfolg / Gleichberechtigung 87
3.4.4.1 Weiblicher Führungsstil 87
3.4.4.2 Aufstiegschancen 88
3.4.4.3 Gleichstellungssituation 89
3.4.5 Stressbelastung und -bewältigung 91
3.4.5.1 Zusammenhang zwischen Leistungsstreben und Work-Family-Conflict 91
3.4.6 Wohlbefinden 94
3.4.6.1 Arbeitszufriedenheit 94
3.4.6.2 Berufszufriedenheit 95
3.4.7 Zusammenhänge aller Konstrukte 96
3.5 DISKUSSION UND METHODISCHE EINSCHRÄNKUNGEN 99
3.5.1 Diskussion der Hypothesen 99
3.5.1.1 Hypothese 1 99
3.5.1.2 Hypothese 2 101
3.5.1.3 Hypothese 3 102
3.5.1.4 Hypothese 4 102
3.5.1.5 Hypothese 5 104
3.5.1.6 Hypothese 6 105
3.5.1.7 Hypothese 7 106
3.5.1.8 Hypothese 8 106
3.5.1.9 Zusammenfassung 107
3.5.2 Diskussion weiterer dargestellter Ergebnisse 108
3.5.2.1 Erfahrungen im Berufsalltag 108
3.5.2.2 Geschlechtsspezifische Kompetenzen im Lösen von Konfliktsituationen 109
3.5.2.3 Weiblicher Führungsstil 109
3.5.2.4 Arbeitszufriedenheit 110
3.5.2.5 Zusammenhänger aller erhobenen Skalen auf Gesamtstichproben-Ebene 110
3.5.3 Methodische Einschränkungen 113
4. IMPLIKATIONEN 115
4.1. IMPLIKATIONEN FÜR DIE FORSCHUNG 115
4.2. IMPLIKATIONEN FÜR DIE PRAXIS 118
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 120
TABELLENVERZEICHNIS 121
LITERATURVERZEICHNIS 123
ANHANG

Arbeit zitieren:
Pluta, Katharina Juni 2009: Frauen in Führungsfunktionen von Polizei und Wirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Führungsfunktionen, Frauen, Polizei, Wirtschaft, Qualitative Studie

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