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Förderung des geometrischen Denk- und Vorstellungsvermögens

Dargestellt am Beispiel einer Unterrichtseinheit zum Thema Achsensymmetrie in einem 2. Schuljahr, unter besonderer Berücksichtigung des aktiv-entdeckenden Lernens

Förderung des geometrischen Denk- und Vorstellungsvermögens
Über dieses Buch
  • Art: Staatsexamensarbeit
  • Autor: Benjamin Gill
  • Abgabedatum: Juli 2005
  • Umfang: 82 Seiten
  • Dateigröße: 2,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Studienseminar Hameln für das Lehramt an Gymnasien Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9091-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9091-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9091-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gill, Benjamin Juli 2005: Förderung des geometrischen Denk- und Vorstellungsvermögens, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wahrnehmungsfähigkeit, räumlich, visuell, Stufenmodell, Erkenntnistheorie

Staatsexamensarbeit von Benjamin Gill

Einleitung:

„Wie kann man es denn verantworten, Fähigkeiten des Kindes vier Jahre lang brach liegen zu lassen, die sich im Vorschulalter schon entwickelten? Das Kind hat gebaut, gelegt, experimentiert und auf diese Weise im Raum Erfahrungen gesammelt, die fortgesetzt werden müssen“ Genau diese Aussage von H. Besuden beschreibt in eindrücklicher Art und Weise meine Motivation, die Schüler mit geometrischen Inhalten zu konfrontieren. So konnte ich die Schüler meiner Lerngruppe beobachten, wie sie sich stets voller Begeisterung und Konzentration mit geometrischen Inhalten beschäftigten. Diese Begeisterung zeigte sich u.a. im Rahmen der zu Beginn des 2.Schuljahres durchgeführten Unterrichtseinheit zum Thema „Tangram“ (vgl. 5.4. Inhaltliche Lernvoraussetzungen). Ferner beschäftigten sich viele Schüler in den letzten Wochen mit dem Erstellen von Papierflugzeugen, wobei sie sehr viel wert darauf legten, ihre Arbeiten zunehmend exakter und präziser durchzuführen. An dieser Stelle konnten sie bereits die Bedeutung und Notwendigkeit der Symmetrie für die Erschließung ihrer unmittelbaren Lebensumwelt unbewusst erfahren. Diese gegebene Lernmotivation möchte ich nutzen um die Schüler für den geometrischen Inhaltsbereich der Achsensymmetrie zu sensibilisieren und ihnen eine fachliche geometrische Kompetenz zu ermöglichen. Dadurch erhalten sie die Chance, ihre natürliche Umgebung bewusst wahrzunehmen, indem sie Strukturen und Phänomene entdecken, diese analysieren und zueinander in Beziehung setzen.

Die Symmetrie gehört zu den fundamentalen geometrischen Ideen, die uns in unzähligen Stellen in der Natur, der Technik und der Kunst begegnen. Wie alle wichtigen mathematischen Ideen liegt ihre Wurzel nicht dort, wo mathematische Sätze formal hergeleitet werden, sondern in den konkreten Handlungserfahrungen. Den Schülern diese konkreten Handlungserfahrungen zu ermöglichen ist meine übergeordnete Intention.

Untersuchungen haben gezeigt, dass das Erkennen symmetrischer Eigenschaften ein Grundstein des räumlichen Vorstellungsvermögens ist. Diese Form des geometrischen Denk- und Vorstellungsvermögen ist für den Menschen und seine gesamte kognitive Entwicklung von entscheidender Bedeutung. „Nach Angaben von S. Bloom entwickeln sich bis zum 9./ 10.Lebensjahr 50% und bis zum 12./ 14.Lebensjahr rund 80% der Raumvorstellungsfähigkeit.“2 Schüler, die im Grundschulalter in diesem Bereich nicht gefördert und gefordert werden, weisen im Erwachsenenalter Defizite in der Raumvorstellung, die eng mit der menschlichen Intelligenz verbunden ist, auf.

Daraus schließe ich, dass eine unterrichtliche Begegnung mit der Symmetrie so früh wie möglich geschaffen werden sollte. Diese Erkenntnisse spiegeln sich auch in nahezu allen Rahmenrichtlinien wieder, welche der Geometrie im Allgemeinen eine wichtige Rolle im mathematischen Grundschulcurriculum zuweisen. Trotz dieser Einsichten konnte ich in meiner bisherigen Unterrichtspraxis beobachten, dass geometrische Unterrichtsinhalte eher peripher behandelt werden. Dies offenbarte sich mir u.a. durch einen Blick auf den schulinternen Stoffverteilungsplan, dessen Fokus eindeutig auf der Behandlung arithmetischer Inhalte liegt. Gleiches lässt sich für den Aufbau der Inhalte des mathematischen Schulbuches „Welt der Zahl“ sagen, mit dem die Schüler meiner Lerngruppe arbeiten. Hier werden geometrische Inhalte auf wenigen Seiten isoliert und zusammenhanglos abgehandelt. Außerdem erscheinen mir die angebotenen Aufgaben zum Thema Achsensymmetrie wenig ergiebig für eine angemessene Auseinandersetzung.

So wird es eines meiner Ziele sein, anspruchsvolle sowie kindgerechte Arbeitsmaterialien zu erstellen und den Schülern anzubieten, damit sie in angemessener und effektiver Form ihre Fähigkeiten im Bereich des geometrischen Denk- und Vorstellungsvermögens ausbilden können. Dabei ist es mein besonderes Anliegen, die Materialien so zu gestalten, dass die Schüler vielfältige Gelegenheiten zum Forschen und Fragen, Untersuchen und Entdecken, Ordnen, Vergleichen, Analysieren sowie Dokumentieren erhalten. Im Zentrum der Einheit stehen demnach konkrete Handlungserfahrungen, auf deren Grundlage die Schüler ihr räumliches Denken abstrahieren und ausbilden können.

Um den Aufbau der Inhalte sowie der Methoden dieser Unterrichtseinheit zielgerichtet auf meine Lerngruppe abzustimmen, werde ich mich im ersten Teil dieser Hausarbeit mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen zum geometrischen Denk- und Vorstellungsvermögen auseinandersetzen.

Dazu möchte ich in Kapitel 2 zunächst der Frage nachgehen, aus welchen Komponenten sich das geometrische Denk- und Vorstellungsvermögen zusammensetzt. In diesem Zusammenhang werde ich einige Forschungsergebnisse zum räumlichen Vorstellungsvermögen sowie der visuellen Wahrnehmungsfähigkeit darstellen.

In Kapitel 3 werde ich spezielle Erkenntnisse der Lern- und Entwicklungspsychologie beleuchten. Hierzu stelle ich zunächst J. Piagets Erkenntnistheorie zur Entwicklung des räumlichen Denkens vor. Daran anschließend werde ich mich mit den Forschungen J. Bruners, der Piagets Ansatz aufgenommen und weitergeführt hat, auseinandersetzen. Abschließen werde ich dieses Kapitel mit der Präsentation eines Stufenmodells, welches vielen Ländern als Grundlage für die Gestaltung eines schulischen Geometrie-Curriculums dient. Das Ehepaar van Hiele entwickelte ein Modell, welches in eindrucksvoller Art und Weise die verschiedenen Entwicklungsstufen des geometrischen Denkens veranschaulicht.

Im 4.Kapitel werde ich dann der Frage nachgehen, welche praktische Konsequenzen sich für die Planung der Unterrichtseinheit ergeben. Dazu werde ich zunächst grundlegende Prinzipien zur Gestaltung des Geometrieunterrichts in der Grundschule vorstellen. Auf der Basis dieser Erkenntnisse möchte ich das 4.Kapitel mit der Analyse eines konkreten didaktischen Unterrichtsprinzips abschließen, welches sich meiner Meinung nach ausgezeichnet dazu eignet, die theoretischen Erkenntnisse der Wissenschaft mit den praktischen Möglichkeiten des Schulunterrichtes zu verbinden. Meine Intention ist es, herauszuarbeiten, welche Möglichkeiten das Prinzip des aktiv-entdeckenden Lernens bietet, um das geometrische Denk- und Vorstellungsvermögen der Schüler meiner Lerngruppe effektiv auszubilden.

Aus diesen Intentionen heraus ergeben sich für mich zwei zentrale erkenntnisleitende Fragen, die ich im Rahmen einer praktischen Auseinandersetzung mit diesem Thema versuchen möchte, zu beantworten.

1. Wie lassen sich zum Thema Achsensymmetrie in einem 2.Schuljahr geometrische Denk- und Vorstellungsprozesse der Schüler fördern? bzw. Inwiefern sind die von mir gewählten Methoden, didaktischen Prinzipien sowie Unterrichtsinhalte für die Entwicklung des geometrischen Denk- und Vorstellungsvermögen der Schüler förderlich?

2. Wie vollzieht sich beim Schüler der Übergang vom praktischen Handeln mit konkreten Materialien zum theoretischen Handeln in der abstrakten Vorstellung?

Kapitel 5 leitet dann den praktischen Teil meiner Hausarbeit ein. An dieser Stelle dokumentiere ich die konkrete Planung sowie den Aufbau der Unterrichtseinheit zum Thema Achsensymmetrie unter Beachtung methodischer sowie didaktischer Aspekte.

Das 6.Kapitel dient der ausführlichen Dokumentation der Unterrichtseinheit. Hierzu erfolgen Kurzbeschreibungen der einzelnen Unterrichtsstunden, indem die jeweiligen Lernziele sowie Unterrichtsinhalte dargestellt werden. Am Beispiel von drei ausgewählten Unterrichtsstunden werde ich in detaillierter Art und Weise in Form eines ausführlichen Unterrichtsentwurfes verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, wie man das geometrische Denk- und Vorstellungsvermögen der Schüler im Unterricht gezielt fördern kann. Darüber hinaus wird jede Stunde unter Berücksichtigung der eingangs formulierten Frage- und Problemstellungen analysiert und reflektiert.

In der Schlussreflexion in Kapitel 7 möchte ich eine zusammenfassende Einschätzung der Unterrichtseinheit abgeben und die Lernergebnisse der Schüler unter Berücksichtigung der Zielsetzung dieser Hausarbeit kritisch auswerten.

Der Anhang der Arbeit dient einer transparenten sowie bildhaften Dokumentation des Unterrichtsgeschehens. Hierzu liegen zu jeder Unterrichtsstunde aussagekräftige sowie prägnante Dokumente in Form von Fotos sowie Arbeitsblättern vor.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
2. ZUM KONZEPT DES GEOMETRISCHEN DENK- UND VORSTELLUNGSVERMÖGENS 4
2.1 Räumliches Vorstellungsvermögen 4
2.1.1 Definition 4
2.1.2 Räumliches Vorstellungsvermögen und Intelligenz 4
2.1.3 Teilkomponenten des räumlichen Vorstellungsvermögens 5
2.2 Visuelle Wahrnehmungsfähigkeit 5
3. ENTWICKLUNG DES GEOMETRISCHEN DENK- UND VORSTELLUNGSVERMÖGENS 8
3.1 Erkenntnistheorie nach Piaget 8
3.1.1 Entwicklungsstufen nach Piaget 9
3.1.2 Kritik an Piaget 10
3.1.3 Folgerungen für die Unterrichtsplanung 10
3.2 Repräsentionsformen nach Bruner 11
3.2.1 Folgerungen für die Unterrichtsplanung 12
3.3 Stufenmodell nach van Hiele 12
3.3.1 Folgerungen für die Unterrichtsplanung 14
4. KONSEQUENZEN FÜR DIE UNTERRICHTSPRAXIS 15
4.1 Prinzipien zur Gestaltung des Geometrieunterrichts 15
4.2 Prinzip des aktiv-entdeckenden Lernens 16
5. PLANUNG DER UNTERRICHTSEINHEIT ZUM THEMA ACHSENSYMMETRIE 19
5.1 Planung und Aufbau der Einheit 19
5.2 Intentionen und Lernziele der Einheit 20
5.3 Situation der Lerngruppe 20
5.4 Inhaltliche Lernvoraussetzungen 22
5.5 Sachinformationen 24
5.6 Didaktische Begründungen 27
5.7 Methodische Begründungen 30
5.7.1 Arbeits- und Sozialform 35
5.7.2 Medien 35
5.7.3 Differenzierung 36
6. DOKUMENTATION DER UNTERRICHTSEINHEIT 37
6.1 Die 1. Unterrichtsstunde 37
6.1.1 Thema der Stunde 37
6.1.2 Lernziel der Stunde 37
6.1.3 Inhaltliche Lernvoraussetzungen 38
6.1.4 Sachinformationen 38
6.1.5 Didaktische Begründungen 39
6.1.6 Methodische Begründungen 40
6.1.7 Verlaufsplanung 43
6.1.8 Reflexion der Stunde 44
6.2 Die 2. Unterrichtsstunde 47
6.2.1 Thema der Stunde 47
6.2.2 Lernziel der Stunde 47
6.2.3 Verlaufsplanung 47
6.2.4 Reflexion der Stunde 47
6.3 Die 3. Unterrichtsstunde 48
6.3.1 Thema der Stunde 48
6.3.2 Lernziel der Stunde 48
6.3.3 Inhaltliche Lernvoraussetzungen 48
6.3.4 Sachinformationen 49
6.3.5 Didaktische Begründungen 50
6.3.6 Methodische Begründungen 51
6.3.7 Verlaufsplanung 54
6.3.8 Reflexion 54
6.4 Die 4. Unterrichtsstunde 58
6.4.1 Thema der Stunde 58
6.4.2 Lernziel der Stunde 58
6.4.3 Verlaufsplanung 58
6.4.4 Reflexion der Stunde 58
6.5 Die 5. Unterrichtsstunde 61
6.5.1 Thema der Stunde 61
6.5.2 Lernziel der Stunde 61
6.5.3 Inhaltliche Lernvoraussetzungen 61
6.5.4 Sachinformationen 62
6.5.5 Didaktische Begründungen 63
6.5.6 Methodische Begründungen 64
6.5.7 Verlaufsplanung 67
6.5.8 Reflexion der Stunde 67
6.6 Die 6. Unterrichtsstunde 70
6.6.1 Thema der Stunde 70
6.6.2 Lernziel der Stunde 70
6.6.3 Verlaufsplanung 70
6.6.4 Reflexion der Stunde 71
6.7 Die 7. Unterrichtsstunde 73
6.7.1 Thema der Stunde 73
6.7.2 Lernziel der Stunde 73
6.7.3 Verlaufsplanung 73
6.7.4 Reflexion der Stunde 74
7. SCHLUSSREFLEXION 76
8. LITERATURVERZEICHNIS 80
VERSICHERUNG 82

Automatisiert erstellter Textauszug:

6.2.4. Reflexion der Stunde Das Lernziel der Stunde wurde von dem Großteil der Schüler erreicht. Die Schüler sollten erkennen, dass achsensymmetrische Figuren aus zwei deckungsgleichen Hälften bestehen. Das Erfahren der Deckungsgleichheit hätte ich durch eine bessere methodische Planung eventuell noch einsichtiger machen können. Die meisten Schüler legten zunächst passende Hälften nebeneinander und fügten diese zu ganzen Formen zusammen, indem sie beide Hälften auf ein Stück Papier klebten (siehe A4, Foto6). Zum Schluss schnitten sie die komplette Form aus (siehe A4, Foto7) und überprüften mittels Faltmethode, inwiefern die Figur faltgleich war oder nicht. Diese Methode erwies sich als relativ aufwändig. Außerdem führte sie zu Ungenauigkeiten beim Schneiden, so dass viele Figuren nicht mehr ihre ursprüngliche Form bewahrten und eine saubere Überprüfung auf Achsensymmetrie nicht mehr gewährleistet war Einige Schüler arbeiteten auch beim Kleben unsauber, indem sie die Figurenhälften nicht ganz exakt an der Faltlinie positionierten (siehe A5, Arbeitsblatt 4). Dies wiederum behinderte ein exaktes Ausführen der Faltmethode. Einige Schüler verzichteten auf den letzten Arbeitsschritt, indem sie die Figuren nach Aufkleben gar nicht mehr ausschnitten [...]

Zeit/ Phase 7.50 - 7.53 Begrüßung 7.53 - 8.00 Einstieg Unterrichtsgeschehen Begrüßung der Klasse. LA. heftet Symbolkarten zu Unterrichtsphasen dieser Stunde an die Tafel. LA. liest Einstiegsgeschichte vor. Gleichzeitig legt er zerschnittene Figurenhälften in die Mitte. Die Sch. fügen nun einige Formen zusammen und begründen ihre Annahme. LA. erläutert den Arbeitsauftrag. 8.00 - 8.25 Erarbeitung Sch. nehmen sich ein Arbeitsblatt. Sie schneiden zunächst acht Karten aus. Im Anschluss daran sollen sie immer zwei Karten zusammenfügen, die jeweils ein Faltbild ergeben. Zur Überprüfung können sie die Figurenhälften aufeinander legen. Jeweils zwei Figurenhälften kleben sie nun auf ein Quadrat, schneiden die Figur aus und überprüfen durch Falten, ob es sich um eine Faltfigur handelt. Abschließend sollen sie sich ein weiteres Arbeitsblatt nehmen und dort sowohl eine faltgleiche als auch eine nicht faltgleiche Figur aufkleben. Als differenzierende Maßnahme wählen die Schüler zwischen zwei Arbeitsblättern mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. 8.25 - 8.35 Auswertung Sch. stellen ihre Arbeitsergebnisse vor, indem sie weitere Figurenhälften zu vollständigen Faltfiguren ergänzen. Abschließend werden jeweils zwei nicht-faltgleiche sowie zwei faltgleiche Figuren gegenübergestellt, indem sie auf ein Poster geklebt werden. An diesen Beispielen sollen die Sch. die Besonderheiten faltgleicher Figuren erläutern. LA. zieht Fazit und gibt Ausblick. Stuhlkreis Klassengespräch Figurenhälften, Poster (siehe A17, Foto 43) Verstehen von Einzelheiten im Zusammenhang Arbeits- und Sozialform Frontal Medien Symbolkarten Meth.-did. Kommentar Transparenz d. Unterrichtsgeschehens Zentrierung der Aufmerksamkeit sowie Aktivierung der Motivation Durchdringung des Sachverhaltes durch Durchführung verschiedener Operationen. Transparenz des Lernprozesses [...]

Sch. nehmen sich buntes Papier und erstellen weitere Figuren mittels Faltmethode. Am Ende dieser Phase dürfen sie ihre „schönste“ Figur auf das Arbeitsblatt kleben. Außerdem erhalten sie ein Deckblatt sowie eine Heftklammer für ihr eigenes Symmetriebuch. Sch. nehmen eine Figur mit in den Halbkreis und legen diese in die Mitte des Stuhlkreises. LA. legt einige „unschöne“ (nicht symmetrische) Figuren in die Mitte und fragt nach Gemeinsamkeiten zwischen den „schönen“ sowie Unterschieden zu den „unschönen“ Figuren. Sch. erläutern ihre Gedankengänge. Sie erkennen, dass sich alle „schönen“ Figuren in der Mitte falten lassen, sodass man die eine Hälfte der Figur deckungsgleich auf die andere legen kann. LA. führt in diesem Zusammenhang die Begriffe Faltfigur sowie faltgleich ein. LA. erklärt, dass alle Figuren, die die Schüler hergestellt haben, eine Faltlinie besitzen. Er demonstriert die Faltlinie an einer großen Figur. Anschließend erfühlen alle Sch. die Faltlinie an ihrer eigenen Figur. Zur Visualisierung werden alle Figuren auf ein Plakat geklebt. Abschließend zieht LA. Das Stundenfazit und gibt einen Ausblick auf die folgende Unterrichtsstunde. [...]

Arbeit zitieren:
Gill, Benjamin Juli 2005: Förderung des geometrischen Denk- und Vorstellungsvermögens, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wahrnehmungsfähigkeit, räumlich, visuell, Stufenmodell, Erkenntnistheorie

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