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Förderung des ÖPNV durch den Ausbau der Stadtbahn am Beispiel von Neckarsulm

Förderung des ÖPNV durch den Ausbau der Stadtbahn am Beispiel von Neckarsulm
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thorsten Leis
  • Abgabedatum: Februar 2004
  • Umfang: 83 Seiten
  • Dateigröße: 2,7 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Ludwigsburg, Hochschule für öffentliche Verwaltung Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8427-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8427-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8427-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Leis, Thorsten Februar 2004: Förderung des ÖPNV durch den Ausbau der Stadtbahn am Beispiel von Neckarsulm, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Schienenpersonennahverkehr, Motorisierter Individualverkehr, öffentliche Verkehrsmittel, Freizeitverkehr, Mobilitätsmarketing

Diplomarbeit von Thorsten Leis

Einleitung:

Nach allen bekannten Prognosen wird der Straßenverkehr in Deutschland weiter zunehmen und dadurch die Gesamtverkehrssituation verschlechtern. Um diesem Trend entgegenzuwirken haben Stadt- und Landkreis Heilbronn gemeinsam ein ÖPNV-Leitbild entworfen. Mit dessen Hilfe soll die nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität gesichert und sogar noch weiter ausgebaut werden. Alle nachfolgenden Aktivitäten in der Entwicklung und Ausgestaltung des Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sind aufgrund dieses ÖPNV-Leitbildes aus dem Jahre 1992/93 aufgebaut.

Inhalt dieses Leitbildes ist die Einführung einer Stadtbahn nach „Karlsruher Modell“. In Karlsruhe wurden erstmals das Straßenbahnnetz in der Innenstadt und das Eisenbahnnetz des Umlandes mit Hilfe der Zweisystem-Stadtbahn verknüpft. Mit Hilfe dieses verbesserten Personennahverkehrssystems sollen neue Nachfragemärkte erschlossen und eine stärkere ÖPNV-Nutzung erreicht werden um gleichzeitig den motorisierten Individualverkehr mit seinen schädlichen Auswirkungen zu senken.

Um die rechtlichen, wirtschaftlichen und politischen Hintergründe beim Stadtbahnprojekt besser verstehen zu können, werden auf einige ausgewählte Zuständigkeitsträger und Beteiligte sowie deren Aufgaben und Interessen hingewiesen.

In dieser Diplomarbeit wird als Beispiel die Stadt Neckarsulm mit ihrem wirtschaftlichen, infrastrukturellen und städtebaulichen Umfeld sowie ihren potentiellen neuen Stadtbahnnutzern gewählt.

Es werden die bereits bestehenden und zukünftigen Verkehrswege sowie die Verkehrsbeziehungen der Stadtbahn zum Regionalbus- und dem herkömmlichen Eisenbahnverkehrs innerhalb des Untersuchungsgebietes analysiert.

Es ist noch nicht entschieden wohin genau die neuen Neckarsulmer Standorte errichtet werden, an denen die Haltepunkte entstehen sollen um bisher ungenutzte Fahrgastpotentiale zu erreichen und dadurch die Fahrgastzahlen zu erhöhen. Es gibt dafür fünf mögliche Neckarsulmer Standorte, die raumplanerisch und infrastrukturell sowie anhand der möglichen Pendlerbeziehungen aufgezeigt werden. Des Weiteren wird die mögliche Planung und Gestaltung des Projekts beleuchtet.

Die Finanzierung ist nach einer Wirtschaftlichkeitsberechnung durch Fördermittel gesichert. Hierzu gibt es eine kleine Projektfinanzierungsübersicht über Aufwendungen und Herkunft der Zuweisungen.

Da selbst das beste Konzept ohne eine Akzeptanz der Bevölkerung erfolglos bleibt, muss man das Zielpublikum direkt ansprechen und zu einem Umsteigen von ihrem Auto auf den ÖPNV ermutigen. Hierzu werden einige Mobilitätsmarketing- und weitere Fördermaßnahmen aufgezeigt und kritisch auf die Belange von Neckarsulm beurteilt.

Aufgezeigt werden sollen die noch möglichen finanziellen, angebots- und verkehrspolitischen Fördermaßnahmen und Auswirkungen bei einer zukünftigen Stadtbahnerschließung.

Abschließend stelle ich meine persönliche Meinung zum Stadtbahnprojekt vor. Eine Beurteilung und Betrachtung des Gesamtsachverhalts mit Hilfe von Fahrgastzahlen anderer Stadtbahnstrecken sowie anhand Verkehrsmitteluntersuchungen runden diese Diplomarbeit ab.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
Verzeichnis der Anlagen VI
1. Einleitung .1
2. ÖPNV-Leitbild für Stadt und Landkreis Heilbronn 3
2.1 Gründe für ein ÖPNV-Leitbild 3
2.2 Ziel des ÖPNV-Leitbildes für Stadt und Landkreis Heilbronn 4
2.2.1 Leitbild 1992/1993 4
2.2.2 Leitbild 1999/2000 5
2.3 Stadtbahnstrecken 6
2.3.1 Bestehende Stadtbahnstrecken 6
2.3.2 Geplante Stadtbahnstrecken 7
3. Beteiligte am Stadtbahnprojekt .10
3.1 Bund 10
3.2 Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) 10
3.3 DB AG 11
3.3.1 DB Netz AG 11
3.3.2 DB Station & Service AG 12
3.4 Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG) 12
3.5 Heilbronner Verkehrsverbund GmbH (HNV) 13
3.6 Landkreis Heilbronn 14
3.6.1 Landratsamt Heilbronn 15
3.6.2 Untere Naturschutzbehörde 16
4. Neckarsulmer Beteiligte und Interessenten am Ausbau der Stadtbahn 17
4.1 Stadt Neckarsulm 17
4.1.1 Geographische Lage, Raum- und Siedlungsstruktur 17
4.1.2 Arbeitsstätten und Pendlerströme 17
4.1.3 Schulen 18
4.1.4 Sonstiges Nachfragepotential 20
4.1.5 Verkehrswegeinfrastruktur 21
4.1.6 Infrastrukturelle/Stadtplanerische Maßnahmen 22
4.1.7 Parkraumsituation 24
4.2 AUDI AG 25
4.2.1 Themabezogene Informationen zur AUDI AG 25
4.2.2 AUDI Tor 1 Umfeld 26
4.2.3 AUDI Tor 6 Umfeld 27
4.3 Stadtbus Neckarsulm 28
4.3.1 Betreiber und Ursprung 28
4.3.2 Stadtbuslinienführung 29
4.3.3 Nachfragepotential nach Betrieb der Stadtbahn 30
5. Planung .31
5.1 Standardisierte Bewertung 31
5.2 Standortfrage der Haltepunkte in Neckarsulm 32
5.2.1 Haltepunkt Kaufland 32
5.2.2 Haltepunkt Klauenfuß 32
5.2.3 Haltepunkt Bahnhof 33
5.2.4 Haltepunkt Nördliche Innenstadt / Audi Tor 1 33
5.2.5 Haltepunkt Viktorshöhe / Audi Tor 6 34
5.3 Vorgezogener Bau eines Haltepunktes 35
5.4 Gestaltung der Haltepunkte 35
5.4.1 Standard Haltepunkte 35
5.4.2 Höhe der Bahnsteige 36
5.5 Planfeststellungsverfahren 37
5.6 Besitzverhältnisse 38
6. Finanzierung 39
6.1 Wirtschaftlichkeitsberechnung anhand der Nutzen/Kosten-Analyse 39
6.2 Regionalisierungsgesetz (RegG) 40
6.3 Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) 41
6.4 Kreisumlage 42
6.5 Finanzierungsübersicht 42
6.6 Finanzierungsträger 44
7. Maßnahmen zur Förderung der Stadtbahn 45
7.1 Mobilitätsmarketing 45
7.1.1 Direktmarketing 45
7.1.2 Weitere Aktionen 47
7.1.3 Streckenmarketing 47
7.1.4 Beschwerde- und Informationsmanagement 49
7.1.5 Wiedererkennungseffekt durch Schaffung einer Marke 49
7.2 Finanzielle Verbesserungsmaßnahmen 50
7.2.1 Finanzförderung 50
7.2.2 Preispolitik 51
7.3 Angebotspolitische Maßnahmen 53
7.3.1 Erhöhung der Mobilitätsmöglichkeiten 53
7.3.2 Verbesserung des Fahrkartenangebotes 53
7.4 Verkehrsordnungspolitische Maßnahmen 55
7.5 Verlagerung des Freizeitverkehrs auf die Stadtbahn 56
8. Abschließende Beurteilung und Betrachtung des Sachverhalts 59
8.1 Positive Erfahrung mit Fahrgastzahlen 59
8.2 Die Stadtbahn im Vergleich mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln 61
8.2.1 Vergleich Stadtbahn mit RB-Zug 61
8.2.2 Vergleich Stadtbahn mit Regionalbus 62
8.3 Schlussfolgerungen 63
Anlagen VII
Literaturverzeichnis XI
Erklärung nach § 36 III APrOVwgD XV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der fünfte und letzte mögliche HP könnte im Bereich von AUDI Tor 6 und der Hermann-Greiner-Realschule liegen. Etwas problematisch erscheint die Überbrückung des HP von Tor 6 aus zum Wohngebiet Viktorshöhe im Bereich Hezenbergstraße/Elsternweg oder Plattenwaldhag da es einen großen Höhenunterschied zu diesem Wohngebiet gibt. Es ist aber technisch möglich einen Fußgängersteg vom Wohngebiet über die elektrifizierte Bahnstrecke waagerecht auf die andere Audi-Seite zu legen, da die Viktorshöhe über den Oberleitungen liegt. Auf der anderen Seite müsste eine lange Rampe gebaut werden. Denkbar wäre auch eine Art Rondell. Wünschenswert wäre ein behindertengerechter Zugang in Form eines Aufzuges. Geschickt wäre es, wenn man eine Bushaltestelle in diesem Bereich der NSU-Straße errichten würde. Dann könnte man den Stadtbuspassagieren aus Amorbach, Plattenwald (BFH) und Dahenfeld bereits an diesem HP ein Umsteigen auf die Stadtbahn in die Nord- und Südrichtung ermöglichen.61 Dadurch könnte sich die Fahrzeit für die Passagiere dank der Stadtbahn reduzieren, da der Weg zum Umsteigepunkt am ZOB entfällt. Zusätzlich könnten neue Taktmöglichkeiten für Amorbacher und Dahenfelder Fahrgäste entstehen. [...]

Der vierte HP könnte im Bereich der nördlichen Innenstadt bei AUDI Tor 1 entstehen. Hier gibt es unter den Gleisen an der M.-Fischel-Straße eine Radfahrerunterführung die gerne von „Audianern“ benutzt wird, wie ich selbst beobachten konnte. An diesem Punkt könnte die Stadt Neckarsulm auf den Bau einer teuren Verbindung auf die andere Seite hinüber verzichten und viel Geld sparen. Es gibt an diesem Punkt an der NSUStraße bereits eine Fußgängerampelanlage, die die Audi-Beschäftigen sicher über die vielbefahrene Straße begleiten kann. Wenige Meter weiter gibt es auch eine Bushaltestelle. Die Unterführung bindet die AUDI fußläufig an die Innenstadt Neckarsulm im Bereich der Großveranstaltungshalle Ballei an. Zudem soll hier noch ein großer „Plus“Supermarkt entstehen. Für diese oben genannten Innenstadtobjekte wird bereits ein Parkhaus gebaut. Ob dieses auch als Park-and-ride- [...]

Die Linie 32 ist die eigentliche Innerstadtbuslinie. Sie verläuft vom Neuberg (Friedhof am Wald) über den Marktplatz und die Südstadt bis zum Freizeitbad „Aquatoll“ (teilweise auch noch weiter bis zum Trendpark). Beide Linien steuern den Bahnhof an. Hier wäre also ein Umsteigepunkt für die Stadtbahn möglich. Es ist von der Stadt Neckarsulm mittelfristig auch der Bau eines Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) angedacht. Hier sollte es wie in der Stadt Lemgo59 einen strickten Taktfahrplan geben, damit sich die Stadtbusse am ZOB alle 30 Minuten treffen um ein reibungsloses Umsteigen zwischen den ÖPNV-Mitteln zu ermöglichen. Dies ist im Stadtbusverkehr bereits weitgehend der Fall. Zusätzlich fährt die Linie 31/624 werktags zwei bis dreimal Audi Tor 6 an. Bei einem Stadtbahnhaltepunkt an Tor 6 könnte man also eine zusätzliche [...]

Arbeit zitieren:
Leis, Thorsten Februar 2004: Förderung des ÖPNV durch den Ausbau der Stadtbahn am Beispiel von Neckarsulm, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Schienenpersonennahverkehr, Motorisierter Individualverkehr, öffentliche Verkehrsmittel, Freizeitverkehr, Mobilitätsmarketing

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