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Förderhilfen bei der Unternehmensbeteiligung / Unternehmensnachfolge durch Übernahme

Förderhilfen bei der Unternehmensbeteiligung / Unternehmensnachfolge durch Übernahme
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Oliver Kettner
  • Abgabedatum: November 2003
  • Umfang: 215 Seiten
  • Dateigröße: 906,2 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Kiel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7838-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7838-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7838-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kettner, Oliver November 2003: Förderhilfen bei der Unternehmensbeteiligung / Unternehmensnachfolge durch Übernahme, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Existenzgründung, Förderprogramm, Unternehmensübernahme, Unternehmensbewertung, Rechtsform

MA-Thesis / Master von Oliver Kettner

Zusammenfassung:

Jährlich entstehen volkswirtschaftliche Verluste in Milliardenhöhe, weil Kleine- und Mittelständische Unternehmen in Ermangelung eines qualifizierten Nachfolgers stillgelegt werden müssen. Unzureichende Vorbereitung des Wechsels an der Unternehmensspitze, mangelhafte Planung oder schlichtes Verdrängen von Nachfolgeproblemen sind die häufigsten Versäumnisse, die zur Liquidation durchaus fortführungswürdiger mittelständischer Unternehmen führen. Aber auch Informations-, Finanzierungs- und Qualifikationsmängel bei potenziellen Nachfolgern sind häufig die Ursache einer missglückten Unternehmensnachfolge. Um dies zu vermeiden und das Fortbestehen eines Unternehmens zu sichern, bedarf es deshalb einer sorgfältigen, gut vorbereiteten und frühzeitigen Planung, denn die Übergabe eines Unternehmens ist sowohl für den ausscheidenden Eigner als auch für den Nachfolger bzw. Existenzgründer immer ein Schritt mit weitreichenden Folgen.

Zu den häufigsten Übergabefehlern, die zu einem Scheitern eines Nachfolgeprojektes führen, gehören eine falsche Beurteilung zivilrechtlicher und gesellschaftsrechtlicher Fragen, die Unterschätzung der psychologischen Komponente, steuerliche Fehlentscheidungen und Finanzierungsfehler. Aus diesem Grund besteht die Grobgliederung der Arbeit aus zwei Teilen. Der erste Teil dient als eine Art Leitfaden, in dem auf die wesentlichen Gesichtspunkte hingewiesen wird, auf die ein potenzieller Nachfolger bei einer Unternehmensübernahme zu achten hat. Der zweite Teil beschäftigt sich mit den finanziellen Förderhilfen bei der Unternehmensnachfolge. Dabei werden im Wesentlichen die wichtigsten Förderprogramme des Bundes und des Landes Berlin vorgestellt und deren Kombinationsmöglichkeiten herausgearbeitet.

Ziel der Ausarbeitung ist es, interessierten Lesern das Thema Unternehmensnachfolge aus Sicht eines Nachfolgers näher zu bringen, sie gegebenenfalls zu ermutigen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und ihnen zur Unterstützung ihres Vorhabens über ein breites Spektrum von Problemfeldern eine Hilfestellung in vielfacher Hinsicht zu gewähren. Um eine möglichst praxisnahe Darstellung der Ausarbeitung zu erlangen, wird anhand eines Beispielsfalls in Berlin eine mögliche Variante der Unternehmensübernahme veranschaulicht.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Aktualität des Themas 2
1.2 Zielsetzung der Ausarbeitung 4
2. Unternehmensbeschreibung (Beispielfall) 6
2.1 Das Unternehmen 6
2.2 Die betriebliche Situation 10
2.3 Der Nachfolger (Existenzgründer) 10
3. Theoretische Grundlagen der Unternehmensnachfolge 11
3.1 Begriff der Unternehmensnachfolge 11
3.2 Unterschied zwischen Neugründung und Nachfolge 12
3.3 Vor- und Nachteile bei der Unternehmensnachfolge 14
3.4 Interessensabwägung 16
3.5 Persönliche und fachliche Voraussetzungen des Nachfolgers 17
3.6 Planung und Beratung 18
3.6.1 Vorgehensweise in der Suchphase 18
3.6.2 Unternehmensbörsen 20
3.6.3 Beratungsinstitutionen 22
3.7 Sonstige Faktoren 25
4. Unternehmensübernahmemodelle 27
4.1 Kauf des Unternehmens 29
4.1.1 Kauf durch einen „Externen Dritten“ (Management Buy In) 32
4.1.2 Kauf durch das Management (Management Buy Out) 33
4.1.3 Kauf gegen Einmalzahlung 35
4.1.4 Kauf gegen wiederkehrende Zahlungen 36
4.1.4.1 Kauf gegen Kaufpreisraten 37
4.1.4.2 Kauf gegen Rentenzahlungen 38
4.1.4.3 Kauf gegen dauernde Last 39
4.2 Schrittweise Übernahme durch tätige Beteiligung 40
4.3 Zwischenergebnis 44
4.4 Anwendung auf den Beispielsfall 45
5. Wahl der Rechtsform 46
5.1 Allgemeine Erläuterungen 47
5.2 Entscheidungsrelevante Gesichtspunkte 51
5.3 Zwischenergebnis 57
5.4 Anwendung auf den Beispielsfall 58
6. Rechtsfragen beim Kauf eines Unternehmens 62
6.1 Der Kaufvertrag 63
6.2 Die Firmenfortführung 65
6.3 Haftung 67
6.3.1 Haftung gegenüber Altgläubigern 68
6.3.2 Haftung bei Firmenfortführung 68
6.3.3 Haftung für Steuerschulden 70
6.3.4 Haftung für Löhne und Gehälter 71
6.3.5 Haftung für Garantieleistungen 71
6.3.6 Haftung bei Kauf eines Grundstücks (Altlasten) 71
6.4 Rechte und Pflichten 72
6.4.1 Pflicht zur Übernahme aller Arbeitsverträge und Anwartschaften 72
6.4.2 Eintritt in bestehende Verträge 73
6.4.3 Konkurrenzverbot 74
6.5 Zwischenergebnis 74
6.6 Anwendung auf den Beispielsfall 75
7. Finanzierung der Unternehmensnachfolge 76
7.1 Die Unternehmensbewertung 76
7.2 Der Finanzplan 81
7.2.1 Kapitalbedarf 81
7.2.2 Rentabilitätsplan 82
7.2.3 Liquiditätsplanung 83
7.2.4 Finanzierung 83
7.2.4.1 Eigenkapital 84
7.2.4.2 Fremdkapital 84
7.2.4.3 Öffentliche Fördermittel 86
7.3 Zwischenergebnis 88
7.4 Anwendung auf den Beispielsfall 89
8. Förderhilfen für kleine und mittelständische Unternehmen 94
8.1 Fördersituation in Deutschland 94
8.2 Arten der Förderhilfen 95
8.3 Fördermaßnahmen des Bundes 96
8.3.1 Finanzierungshilfen aus dem ERP- Sondervermögen 98
8.3.1.1 Allgemeine Vergabebedingungen für Mittel aus dem ERP – Sondervermögen 98
8.3.1.2 ERP Förderprogramme für Existenzgründer/ Unternehmensnachfolger 101
8.3.1.2.1 ERP-Eigenkapitalhilfe 101
8.3.1.2.2 ERP-Existenzgründungsprogramm 104
8.3.1.2.3 ERP-Regionalförderprogramm 106
8.3.1.2.4 ERP-BTU-Programm 108
8.3.2 Finanzierungshilfen der KfW – Mittelstandsbank 110
8.3.2.1 Der Unternehmerkredit 110
8.3.2.2 Das Mikro-Darlehen 113
8.3.2.3 Das Start-Geld 115
8.3.2.4 KfW-Gründercoaching 116
8.3.3 sonstige finanzielle Förderhilfen des Bundes 118
8.3.3.1 Förderung von Unternehmensberatung für kleine und mittlere Unternehmen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 118
8.3.3.2 Sonderabschreibungen und Ansparabschreibungen für kleine und mittlere Unternehmen 119
8.3.3.3 Investitionszulage 120
8.4 Fördermaßnahmen des Landes Berlin 121
8.4.1 Zukunftsfonds der Investitionsbank Berlin 122
8.4.2 Innovationsfonds des Landes Berlin 124
8.4.3 Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GA) 125
8.4.4 Meisterprüfungsprämie für Existenzgründer 128
8.4.5 Beratung und Coaching für technologieorientierteUnternehmen und Existenzgründer 129
8.5 Bürgschaften 129
8.5.1 KfW - Mittelstandsbank-Bürgschaftsprogramm 130
8.5.2 Ausfallbürgschaften der Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg GmbH 132
8.5.3 Bürgschaften zur Förderung der Berliner Wirtschaft 134
8.5.4 Garantien für Arbeitnehmerbeteiligungen 135
8.6 Fördermittel für Existenzgründerinnen 137
8.7 Hinweis auf sonstige Förderprogramme 138
8.8 Weitere nicht finanzielle Förderhilfen 140
8.9 Finanzierungsplan für den Beispielsfall 142
9. Ergebnis für den Beispielsfall 144
9.1 Zusammenfassung 144
9.2 Übernahmeorganisation 146
9.3 Weitere Formalitäten 146
10. Schlussbemerkung 147

Automatisiert erstellter Textauszug:

Kreditverhandlungen zwischen Antragsteller und der Hausbank vereinbart. Eine Haftungsfreistellung durch die Hausbank bis zu 80 % ist möglich. 5. Wie sieht die Förderung aus ? •= Kredithöchstbetrag: max. 50.000 EUR. •= Laufzeit max. 10 Jahre, davon höchstens 2 Jahre tilgungsfrei. •= Zinssatz: Der Programmzinssatz (orientiert sich am Kapitalmarkt, derzeit: 6,95 % Nominalzinssatz) der am Tag der Zusage gilt. Der Zinssatz ist fest für die gesamte Laufzeit. •= Auszahlung 96 %. •= Tilgung: nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit in gleich hohen halbjährlichen Raten. 6. Antragsstellung •= Vor Beginn des Vorhabens muss ein formgebundener Antrag bei der Hausbank (Hausbankprinzip) gestellt werden. •= Eine Beteiligung am Investitionsvorhaben mit Eigenkapital sollte vorliegen. •= Notwendige (Businessplan). •= Eine Kombination mit anderen KfW Förderprogrammen ist nicht möglich. 8.3.2.4 KfW – Gründercoaching271 Unterlagen: vollständiges Unternehmenskonzept [...]

Entscheidungsfreiheit vorliegen. •= Vom Kreditnehmer sind bankübliche Sicherheiten zu stellen. •= In den neuen Bundesländern und Berlin (Ost) ist eine 50 %-ige Haftungsfreistellung für Kredite möglich, deren Betrag von 2 Mio. EUR nicht übersteigen darf. In den alten Bundesländern und Berlin (West) ist eine 40 %-ige Haftungsfreistellung innerhalb von 5 Jahren nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit möglich. Der Kredithöchstbetrag beträgt ebenfalls 2 Mio. EUR. Die Haftungsfreistellung gilt nicht für endfällige Darlehen. Die Haftungsfreistellung gilt für die gesamte Laufzeit, der Zinssatz erhöht sich aber um 0.90 % - Punkte. 5 Wie sieht die Förderung aus ? •= Kredithöchstbetrag: max. 5 Mio. EUR; von Unternehmen mit einem Gruppenumsatz bis 50 Mio. EUR kann diese Grenze überschritten werden. •= Kreditlaufzeit (wahlweise): bis 10 Jahre, davon max. 2 Jahre tilgungsfrei, bis max. 12 Jahre mit endfällige Tilgung; dies gilt für alle Vorhaben. Für Investitionsvorhaben, bei denen mindestens 2/3 der förderfähigen Kosten auf Grunderwerb, gewerbliche Baukosten oder den Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen entfallen, gibt es die Möglichkeit, eine Laufzeit zwischen 10 und 20 Jahren zu vereinbaren, davon sind max. 3 Jahre tilgungsfrei. •= Der Zinssatz orientiert sich an der Entwicklung des Kapitalmarktes. Bei Krediten bis zu 10 Jahren Laufzeit bzw. endfälligen Krediten ist der Zinssatz über die gesamte Laufzeit fest. Bei Krediten mit mehr als 10 Jahren Laufzeit kann der Zinssatz für 10 Jahre oder die gesamte Laufzeit festgeschrieben werden. Die derzeit geltenden Zinssätze sind der [...]

Der Gruppenumsatz beinhaltet den Umsatz von Unternehmen, an denen der Antragsteller direkt oder indirekt mit mehr als 50 % beteiligt ist; Unternehmen, die am Antragsteller direkt oder indirekt mit mehr als 50 % beteiligt sind sowie alle Unternehmen, zwischen denen formelle und faktische Konzernverhältnisse (z.B. Gesellschafteridentität) bestehen. 266 Unternehmerkredit – Betriebsmittel: Die Antragssteller müssen grundsätzlich wettbewerbsfähig sein und positive Zukunftsaussichten haben. Dies ist von der Hausbank ausdrücklich zu bestätigen. Der Finanzierungsanteil beträgt bis zu 100 %, die Kredithöhe ist max. 5 Mio. EUR, die Kreditlaufzeit beträgt bis zu 6 Jahre, davon 1 Jahr tilgungsfrei bei einer Kreditauszahlung von 96 %. Im Übrigen gelten die gleichen Voraussetzungen wie beim Unternehmerkredit. [...]

Arbeit zitieren:
Kettner, Oliver November 2003: Förderhilfen bei der Unternehmensbeteiligung / Unternehmensnachfolge durch Übernahme, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Existenzgründung, Förderprogramm, Unternehmensübernahme, Unternehmensbewertung, Rechtsform

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