Flexibilisierung der Personal- und Beschäftigungsstruktur als Wettbewerbsfaktor
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sandra Dietrich
- Abgabedatum: Juli 2000
- Umfang: 66 Seiten
- Dateigröße: 474,1 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Euro-Business-College Jena Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2851-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2851-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2851-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Dietrich, Sandra Juli 2000: Flexibilisierung der Personal- und Beschäftigungsstruktur als Wettbewerbsfaktor, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Arbeitszeitmodelle, Wettbewerbsfähigkeit, Qualifikatorischer Strukturwandel, Gruppen- und Teamarbeit
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Diplomarbeit von Sandra Dietrich
Einleitung:
Der schnelle Wandel des Umfelds konfrontiert Unternehmen seit Jahren mit wachsenden Herausforderungen. Bestehende Rahmenbedingungen und Veränderungsprozesse haben gegenwärtig enorme Auswirkungen auf Beschäftigung, Beschäftigtenstruktur sowie unmittelbar auf das Qualifikationsgefüge. Gefragt ist eine schnelle Reaktionsfähigkeit auf die zunehmenden Anforderungen des Marktes, gepaart mit hoher Produkt- und Prozessqualität und ausgeprägter Kundenorientierung bei gleichzeitig niedrigen und konkurrenzfähigen Kosten. Mit einem Wort: Gefragt ist das flexible Unternehmen.
Bei verzögerter Anpassung an die neuen Bedingungen besteht die Gefahr, dass viele Unternehmen dem nationalen oder internationalen Konkurrenzdruck nicht gewachsen sind oder unter Umständen Produktionen in billiger produzierende Länder verlagert werden.
Neben einer Flexibilisierung des Betriebsablaufes ist nicht nur strategisches Denken entscheidend, sondern ebenso eine Grundeinstellung, die von Individualisierung, Öffnung und Dynamik als Kennzeichen einer bewussten Zukunftsorientierung geprägt wird. Während Flexibilisierung vor allem Ausdruck der betriebswirtschaftlichen Interessen des Unternehmens ist, repräsentiert Individualisierung in erster Linie die Interessen der Mitarbeiter. Beide Entwicklungen sind notwendig und resultieren aus den veränderten Umweltbedingungen. Sie zu berücksichtigen, trägt dem betriebswirtschaftlichen Erfolgstreben und der sozialen Verantwortung gegenüber den Beschäftigten Rechnung. Öffnung steht für die Bereitschaft, neue Rahmenbedingungen und Veränderungen zuzulassen und sie gezielt in die Entwicklungsüberlegungen einzubeziehen. Dynamik kennzeichnet die Fähigkeit, sich den gegebenen Herausforderungen zu stellen.
Flexibilisierung, Individualisierung, Öffnung und Dynamik sind als Bestandteile eines neuen Denkens und als Kennzeichen bewusster Zukunftsorientierung aufeinander angewiesen.
Unter Berücksichtigung dieser Aspekte sind Unternehmen gezwungen, über eine Anpassung der Personal- und Beschäftigungsstruktur an die gegenwärtigen Entwicklungen nachzudenken, um vor allem dem internationalen Wettbewerb, dem technischen Fortschritt und dem sozialen Wandel zu begegnen. In diesem Zusammenhang sollen im Rahmen dieser Arbeit Möglichkeiten vorgestellt werden, die eine schnelle Reaktionsfähigkeit des Unternehmens auf sich wandelnde betriebliche und außerbetriebliche Gegebenheiten ermöglichen, insbesondere:
die Rolle der Qualifizierung als Folge veränderter Rahmenbedingungen, d.h. eine bessere Nutzung des Faktors „Qualifikation“ sowie eine verbesserte Leistungsfähigkeit und –bereitschaft; die Veränderung arbeitsorganisatorischer Abläufe als Ansatz zur Flexibilisierung, d.h. mehr individuelle Gestaltungs- und Mitwirkungsspielräume für die Mitarbeiter; Arbeitszeit als Steuerungselement zur Erhöhung der Flexibilität, d.h. Einführung individueller Arbeitszeiten; Zusammenfassung dieser Aspekte zu ganzheitlichen Lösungsansätzen am Beispiel der Micro Compact Car AG (MCC).
Hier soll einerseits auf theoretische Grundlagen eingegangen werden, anderseits sollen auch Ansätze aufgezeigt werden, die sich bereits in der Praxis bewährt haben. Um eine hohe Aktualität der Lösungsvorschläge zu gewährleisten, werden im hohen Maße Zeitschriftenartikel und Onlinedokumente in die Ausarbeitung einbezogen, da diese gegenwärtige Entwicklungen im stärkeren Maße berücksichtigen als betriebswirtschaftliche Standardwerke.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Hinführung und inhaltliche Abgrenzung | 6 |
| 1.1 | Notwendigkeit ökonomischen Agierens als Folge veränderter Rahmenbedingungen | 6 |
| 1.1.1 | Aktuelle außerbetriebliche Gegebenheiten | 6 |
| 1.1.2 | Innerbetriebliche Gegebenheiten | 7 |
| 1.2 | Flexibilität als Voraussetzung zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit | 8 |
| 2. | Die Rolle der Qualifizierung als Folge veränderter Rahmenbedingungen | 10 |
| 2.1 | Der qualifikatorische Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt | 10 |
| 2.2 | Systematische Weiterbildung als Wettbewerbsfaktor | 11 |
| 2.2.1 | Qualifizierung für Globalisierung und Europäisierung | 12 |
| 2.2.2 | Anforderungen durch neue Technologien | 12 |
| 2.3 | Das Unternehmen als lernende Organisation | 12 |
| 2.4 | Strategischer Bedeutungsgewinn innerbetrieblicher Weiterbildung | 13 |
| 2.5 | Neue Formen der betrieblichen Weiterbildung | 14 |
| 2.5.1 | Lernen im Team | 14 |
| 2.5.2 | Selbstgesteuertes Lernen: Eigenverantwortlich arbeiten | 15 |
| 2.5.3 | Action Learning: Aus eigenen Erfahrungen lernen | 17 |
| 2.5.4 | Distributed Learning am Beispiel von IBM | 19 |
| 2.6 | Bedeutung der Eigenverantwortung der Mitarbeiter für ihren Qualifikationsbedarf | 20 |
| 2.7 | Zusammenfassung Kapitel 2 | 21 |
| 3. | Veränderung arbeitsorganisatorischer Abläufe als Ansatz zur Flexibilisierung | 22 |
| 3.1 | Bedeutungsgewinn neuer Formen der Arbeitsorganisation | 22 |
| 3.2 | Gruppen und Teamarbeit | 23 |
| 3.2.1 | Begriffliche Grundlagen | 23 |
| 3.2.2 | Einsatzorte für Teams und Gruppen | 23 |
| 3.2.3 | Rahmenbedingungen für effiziente Team- und Gruppenarbeit | 24 |
| 3.2.4 | Machbarkeitsstudie vor der Einführung von Gruppenarbeit | 24 |
| 3.2.5 | Einigungskriterien für Gruppenarbeit | 25 |
| 3.2.6 | Ziele und Vorteile der Einführung von Gruppen und- Teamarbeit | 27 |
| 3.2.7 | Gruppenarbeit bei Mannesmann Rexroth | 27 |
| 3.2.7.1 | Das Unternehmen | 27 |
| 3.2.7.2 | Kennzeichen der Gruppen bei Mannesmann Rexroth | 27 |
| 3.2.7.2.1 | Ausgangsituation | 28 |
| 3.2.7.2.2 | Ziele | 29 |
| 3.2.7.2.3 | Lösung | 29 |
| 3.2.7.2.4 | Ergebnisse | 30 |
| 3.3 | Projektmanagement | 30 |
| 3.3.1 | Zum Begriff Projektmanagement | 30 |
| 3.3.2 | Arbeit im Projektteam | 31 |
| 3.3.3 | Ziele und Vorteile des Projektmanagements | 32 |
| 3.3.4 | Projektmanagement bei Nokia | 32 |
| 3.3.4.1 | Das Unternehmen | 32 |
| 3.3.4.2 | Projektmanagement als einzige Arbeitsform im Bereich Forschung und Entwicklung | 33 |
| 3.3.4.3 | Rationelle Vorgehensweise | 33 |
| 3.3.4.4 | Herausforderung Personalentwicklung | 35 |
| 3.4 | Zusammenfassung Kapitel 3 | 35 |
| 4. | Arbeitszeit als Steuerungselement zur Erhöhung der Flexibilität | 37 |
| 4.1 | Bedeutung flexibler Arbeitszeit für Unternehmen | 37 |
| 4.2 | Gründe für die Einführung flexibler Arbeitszeiten | 38 |
| 4.3 | Rahmenbedingungen zur Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle | 39 |
| 4.3.1 | Innerbetriebliche Rahmenbedingungen | 39 |
| 4.3.2 | Außerbetriebliche Rahmenbedingungen | 40 |
| 4.3.3 | Analyse der Rahmenbedingungen | 41 |
| 4.4 | Flexible Arbeitszeitmodelle im Überblick | 42 |
| 4.4.1 | Zeitkontenmodelle | 42 |
| 4.4.2 | Teilzeitmodelle | 43 |
| 4.4.2.1 | Job-Sharing | 43 |
| 4.4.2.2 | Altersteilzeit | 43 |
| 4.5 | Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle in der Praxis am Beispiel der Dresdner Bank | 44 |
| 4.5.1 | Ausgangssituation | 44 |
| 4.5.2 | Ziele der Einführung flexibler Arbeitszeiten im Team | 45 |
| 4.5.3 | Der Einführungsprozess von VAZIT | 45 |
| 4.5.4 | Hauptbestandteile der variablen Arbeitszeit im Team | 46 |
| 4.5.4.1 | Allgemeine Bausteine der VAZIT | 46 |
| 4.5.4.2 | Auszugestaltende Bausteine der VAZIT | 47 |
| 4.5.5 | Evaluierung der VAZIT | 48 |
| 4.5.6 | Ergebnisse der Evaluierung | 48 |
| 4.5.7 | Ausblick | 49 |
| 4.6 | Zusammenfassung Kapitel 4 | 50 |
| 5. | Ganzheitliche Lösungsansätze am Beipiel der MICRO COMPACT CAR AG (MCC) | 51 |
| 5.1 | Notwendigkeit zur Einführung ganzheitlicher Lösungsansätze | 51 |
| 5.2 | Das Unternehmen MCC | 51 |
| 5.3 | Selbstorganisation in Form teilautonomer Arbeitsgruppen | 51 |
| 5.4 | Atmende Fabrik durch Flexibilisierung der Arbeitszeit | 52 |
| 5.5 | Die Rolle der Qualifizierung bei MCC | 53 |
| 6. | Zusammenfassung, Erkenntnisse, Schlussbemerkung | 54 |
| 6.1 | Zusammenfassung | 54 |
| 6.2 | Erkenntnisse der Arbeit | 54 |
| 6.3 | Schlussbemerkung | 56 |
| Literaturverzeichnis |
3.3.4.3 Rationelle Vorgehensweise Abbildung 3 zeigt die Phasen einer rationellen, systematischen Vorgehensweise, die bei Nokia im Rahmen aller Projekte zur Anwendung kommt. In der Definitionsphase wird zunächst der gewünschte Projektrahmen (Zeit- und Budgetvorgaben) abgesteckt und mit dem Auftraggeber des Projektes abgestimmt, anschließend erfolgt die Identifikation der Projektbeteiligten. Zur Erreichung der aufgestellten Ziele wird ein Projektstrukturplan erstellt, der alle notwendigen Aufgaben berücksichtigt. Daraus resultieren die Erarbeitung des Ressourcenbedarfs (Personen, Maschinen, Material etc.) sowie eine möglichst akkurate Kostenschätzung. Am Ende der Definitionsphase sollte eine vorläufige Entscheidung über die weitere Bearbeitung des Projektes erfolgen, da jetzt der Nutzen des Projektes den Kosten gegenübergestellt werden kann. [...]
3.3.4.2 Projektmanagement als einzige Arbeitsform im Bereich Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung hat sich das Projektmanagement als einzige Arbeitsform durchgesetzt, da diese es ermöglicht, den Ansprüchen der schnellen Produktlebenszyklen und der Adaptationen an die Markt- und Kundenwünsche gerecht zu werden. Für die verantwortliche Arbeit an diesen Projekten hat sich die Position des Projektmanagers herausgebildet. Das Anforderungsprofil eines Projektleiters orientiert sich an den Kompetenzerfordernissen der Entwicklungsaufträge im Unternehmen. Einerseits ist das Profil sehr stark auf die fachlichen Kompetenzen ausgerichtet, andererseits verlangt es auch ein sehr hohes Maß an sozialer Geschicklichkeit. Daneben sind Prozesskenntnisse über die Fertigung, gute technische Kenntnisse sowie die Fähigkeit des konzeptionellen Denkens erforderlich. Die gewünschte Kompetenz erhalten die Projektmanager durch eine fundierte Ausbildung in einem systematischen Prozess zum Projektmanagement. [...]
3.2.7.2.3 Lösung Bei Rexroth wurde zusätzlich zur bestehenden Struktur der zentralen Instandhaltung ein Gruppenarbeitskonzept entwickelt (siehe Abbildung 2). Die Räumlichkeiten der zentralen Instandhaltung dienen der Kommunikation der drei Instandhaltungsgruppen, sie werden für Qualifikations- und Schulungsmaßnahmen genutzt. Zudem befindet sich hier neben der Leitung, der zentralen Arbeitsvorbereitung und der Werkstattarbeitsplätze ein zentrales Ersatzteillager. Die aus Elektrikern und Mechanikern bestehenden Gruppen betreuen fest definierte Hallenabschnitte. Durch ständige Präsens der Instandhaltungsmitarbeiter in der Produktion wird der Dialog zwischen Instandhaltung und den Produktionsbereichen intensiviert. So können kleinere Störungen bei gleichzeitiger Schulung des Maschinenbedieners schneller behoben werden. Der Meister verlässt zunehmend den Schreibtisch in der zentralen Instandhaltung und koordiniert vor Ort die Ab- [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832428518
Arbeit zitieren:
Dietrich, Sandra Juli 2000: Flexibilisierung der Personal- und Beschäftigungsstruktur als Wettbewerbsfaktor, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Arbeitszeitmodelle, Wettbewerbsfähigkeit, Qualifikatorischer Strukturwandel, Gruppen- und Teamarbeit



