Firmenkunden - ungenutztes Potenzial für das Privatkundengeschäft?
- Art: Studienarbeit
- Autor: Stefan Leitsch, Mario Wehner, Andreas Rippert, Stefanie Fink
- Abgabedatum: September 2002
- Umfang: 98 Seiten
- Dateigröße: 588,2 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Bankakademie e.V. Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7940-4
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Stefan Leitsch, Mario Wehner, Andreas Rippert, Stefanie Fink September 2002: Firmenkunden - ungenutztes Potenzial für das Privatkundengeschäft?, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: CRM, Firmenkundengeschäft, cross-selling, Privatkundengeschäft, Ertragssteigerung
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Studienarbeit von Stefan Leitsch, Mario Wehner, Andreas Rippert, Stefanie Fink
Problemstellung:
In der vorliegenden Studienarbeit wird auf der Basis einer Unternehmerbefragung analysiert, ob Geschäftsleiter mittelständischer Unternehmen Potenzial für das Privatkundengeschäft darstellen und inwieweit dieses derzeit ungenutzt ist. Des Weiteren gilt es zu zeigen, ob Firmenkundenbeziehungen zum Mittelstand die Akquisition von Geschäftsleitern erleichtern.
Eine Bankenbefragung gibt Aufschluss darüber, ob dies überhaupt Ziel der Kreditinstitute ist und durch welchen Geschäftsbereich derzeit eine aktive Ansprache dieser Personen erfolgt. Ein Vergleich der Kreditinstitute ermöglicht es, auf institutsspezifische Unterschiede einzugehen. Hierauf aufbauend werden Handlungsempfehlungen erarbeitet, wie bisher ungenutztes Potenzial einer Firmenkundenbeziehung erfolgreich genutzt oder aber bereits genutztes Potenzial gesichert werden kann.
Nach der im ersten Kapitel vorgenommenen Einführung in den Themenkomplex wird im zweiten Kapitel die theoretische Basis für die Untersuchung geschaffen. Es werden Begriffsklärungen sowie -abgrenzungen vorgenommen, die für das Verständnis der folgenden Kapitel unerlässlich sind. Das dritte Kapitel behandelt die empirische Untersuchung, zu der zwei standardisierte Fragebögen entwickelt werden. Zum einen wird eine Befragung von Geschäftsleitern mittelständischer Unternehmen in Hessen durchgeführt. Von 1.115 angeschriebenen Geschäftsleitern nehmen 26 Prozent an der Befragung teil. Diese Unternehmeruntersuchung erfolgt auf Grundlage von Hypothesen, die durch die Untersuchungsergebnisse bestätigt oder falsifiziert werden.
Zum anderen erfolgt eine Befragung leitender Bankmitarbeiter des Geschäftsbereiches Firmenkunden. Hierzu werden 196 Fragebögen versandt. Der Rücklauf von 33 Prozent gewährleistet die Aussagefähigkeit der Ergebnisse. Im vierten Kapitel werden darauf aufbauend institutsspezifische Handlungsempfehlungen gegeben. Den Abschluss der Arbeit bildet ein Fazit aus den zuvor dargelegten Ergebnissen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| 1. | Problemstellung | 1 |
| 1.1 | Einleitung | 1 |
| 1.2 | Ziele der Studienarbeit | 2 |
| 1.3 | Aufbau der Studienarbeit | 2 |
| 2. | Theoretische Basis der Untersuchung | 3 |
| 2.1 | Zeitliche Entwicklung und Überblick über die Aufbauorganisation von Großbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken | 3 |
| 2.2 | Begriffsabgrenzung mittelständisches Firmenkundengeschäft | 6 |
| 2.3 | Geschäftsleiter mittelständischer Firmenkunden als Zielgruppe für das Privatkundengeschäft | 8 |
| 2.4 | Der Firmenkundenbetreuer als zentrales Element der Geschäftsleiter-Bank-Beziehung | 9 |
| 2.5 | Begriffserklärung Kundenzufriedenheit, Kundenbindung und Customer Relationship Management | 11 |
| 3. | Empirische Untersuchung | 14 |
| 3.1 | Methodik der Untersuchung | 14 |
| 3.2 | Unternehmerbefragung | 15 |
| 3.2.1 | Zielsetzung und Durchführung | 15 |
| 3.2.2 | Auswertung und Interpretation | 16 |
| 3.3 | Bankenbefragung | 24 |
| 3.3.1 | Zielsetzung und Durchführung | 24 |
| 3.3.2 | Auswertung und Interpretation | 25 |
| 3.4 | Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse | 33 |
| 4. | Handlungsempfehlungen | 35 |
| 4.1 | Großbanken | 36 |
| 4.2 | Sparkassen | 38 |
| 4.3 | Genossenschaftsbanken | 39 |
| 5. | Fazit | 40 |
| Literaturverzeichnis | VI | |
| Anhang | XII | |
| Anlagenverzeichnis | XIII | |
| Persönliche Erklärung | LVI |
Die Großbanken betreuen die Geschäftsleiter privat überwiegend im Geschäftsbereich Privatkunden. Dies bestätigt sich auch im Hinblick auf die Antworten der Geschäftsleiter zu dieser Frage. Ein markanter Unterschied besteht in der angeblich durchgeführten Ansprache durch die Fkb im Vergleich zu der empfundenen Ansprache seitens der Geschäftsleiter. Dass noch keine optimale Potenzialausnutzung erfolgt, zeigt sich in diesem Zusammenhang in der zu den anderen Instituten vergleichsweise geringen Anzahl der bereits bestehenden privaten Bankverbindungen der Geschäftsleiter. Ein großer Teil der Geschäftsleiter hat Vertrauen zum Fkb und kann sich durchaus vorstellen eine private Bankverbindung aufzunehmen. Die fehlende Ansprache der Geschäftsleiter ist somit der Grund für die geringe Potenzialausnutzung. Die Ursache dafür ist in der bei Großbanken bestehenden divisionalen Organisation nach Profit-Centern der Geschäftsbereiche Firmenkunden und Privatkunden zu sehen. Das Unternehmer- und Wettbewerbsdenken der einzelnen Bereiche, dass sich auf jeden Mitarbeiter überträgt, hat zur Folge, dass die Ziele der Gesamtbank in den Hintergrund rücken und sich die einzelnen Bereiche zunächst einmal auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Da die Akquisition und Betreuung [...]
Nahezu alle Kreditinstitute geben an, dieses Kundenklientel aktiv anzusprechen. Die Ansprache der Geschäftsleiter wird überwiegend durch den Fkb durchgeführt. Somit kann dieser seine bereits bestehende Vertrauensbasis zum Geschäftsleiter nutzen, um eine erfolgreiche Akquisition durchzuführen. Anzumerken ist, dass die Fkb der Großbanken die Geschäftsleiter zwar auf die Aufnahme einer privaten Bankverbindung ansprechen, dann aber die Geschäftsleiter bei Interesse an einen Pkb überleiten. Betreut wird der private Neukunde dann, wie Frage 2 zeigt, im Geschäftsbereich Privatkunden. Geschäftsleiter, die den Fkb als Ansprechpartner ablehnen, erhalten so die Möglichkeit, eine Geschäftsverbindung zu einem anderen Betreuer innerhalb der Bank aufzunehmen. Andererseits besteht die Gefahr, dass durch negative Erfahrungen des Kunden im Privatkundenbereich die geschäftliche Kundenbeziehung Schaden nimmt. [...]
Deutsche Bank, Dresdner Bank, Commerzbank und HypoVereinsbank werden unter dem Begriff Großbanken zusammengefasst. Hier werden jeweils die Zentrale sowie die Niederlassungen in den Hauptstädten der Bundesländer angeschrieben. Aus 102 Sparkassen mit mehr als 50 Zweigstellen werden 68 ausgewählt. Bei Kreditgenossenschaften handelt es sich um 39 Primärgenossenschaften mit mehr als 30 Zweigstellen, die aus 77 in Frage kommenden ausgewählt werden.97 In beiden Fällen erfolgt die endgültige Auswahl aus den in Frage kommenden Kreditinstituten per Zufallsgenerator. Des Weiteren werden alle Kreditbanken angeschrieben, die nach dem Verzeichnis der Kreditinstitute der Deutschen Bundesbank mehr als 50 Filialen aufweisen (15 Kreditbanken), sowie die Zentrale und fünf Niederlassungen der Deutschen Postbank. Von den Mitarbeitern der Kreditinstitute werden 64 Fragebögen zurückgesandt. Dies entspricht einer Quote von 33 Prozent. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832479404
Arbeit zitieren:
Stefan Leitsch, Mario Wehner, Andreas Rippert, Stefanie Fink September 2002: Firmenkunden - ungenutztes Potenzial für das Privatkundengeschäft?, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
CRM, Firmenkundengeschäft, cross-selling, Privatkundengeschäft, Ertragssteigerung



