Finanzwirtschaftliche Auswirkungen des Basler II Abkommens auf Banken und mittelständische Unternehmen
Unter besonderer Berücksichtigung interner und externer Ratingverfahren
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christian Pabst
- Abgabedatum: September 2002
- Umfang: 105 Seiten
- Dateigröße: 921,1 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6700-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6700-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6700-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Pabst, Christian September 2002: Finanzwirtschaftliche Auswirkungen des Basler II Abkommens auf Banken und mittelständische Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Rating, Bank für internationalen Zahlungsausgleich, Basler Eigenkapitalvereinbarung, 3 Säulen, Mindesteigenkapitalanforderungen
In den Warenkorb
68,00 €
Diplomarbeit von Christian Pabst
Gang der Untersuchung:
In der Diplomarbeit wird untersucht, welche Vorteile, Probleme oder Änderungen für Banken und Unternehmen durch die Neuen Basler Eigenkapitalrichtlinien entstehen können. Weiters wird die häufig diskutierte Frage erörtert, ob die Kreditversorgung des Mittelstandes durch Basel II auch wirklich gefährdet ist. Das Rating ist dabei der entscheidende Begriff des heutzutage viel diskutierten Themas und hat eine weitreichende Bedeutung bei Finanzierungsvorgängen.
Nach der Einführung im Kapitel 1 wird im Kapitel 2 wird zunächst die Definition und eine Abgrenzung des Begriffes „Rating“ im Bankwesen und der Versicherungswirtschaft vorgenommen. Weitere Gegenstände der Abgrenzung des Begriffes „Rating“ sind die Rating Symbole, verschiedene Arten und Komponenten des Ratings, sowie die, im Zusammenhang mit Basel II, wichtige Unterscheidung: „interne Ratings“ und „externe Ratings“.
Nach den ersten beiden Kapiteln der Diplomarbeit folgt im Kapitel 3 neben der Erklärung des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht eine kurze Vorstellung der Ersten Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel I).
Kapitel 4 beschäftigt sich mit den Neuen Basler Eigenkapitalvorschriften (Basel II) und einer Abhandlung der drei Konsultationspapiere. Nach dem Willen des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht sollen Kredite (nach der Bonität des Kunden) künftig unterschiedlich hoch mit Eigenkapital unterlegt werden. Da Eigenkapital für die Banken teurer ist als Fremdkapital, haben Änderungen in den Unterlegungsvorschriften unmittelbare Konsequenzen für die Kreditkonditionen. Die unterschiedlich hohe Eigenkapitalunterlegung könnte sich auf die Kreditbereitschaft und die Kreditkosten niederschlagen. Beweggründe, Ziele und Anwendungsbereiche vervollständigen das Kapitel der Neuen Basler Eigenkapitalrichtlinien.
Im 5. und wichtigsten Kapitel dieser Arbeit folgt eine Beschreibung der drei Säulen der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung. Bei den Mindestkapitalanforderungen werden die internen Ratings der Banken in zwei Kategorien aufgeteilt, d.h. in den Foundation Approach und den Advanced Approach Ansatz. Der Unterschied der beiden Ansätze besteht darin, dass im einfachen Ansatz einfache Standardwerte vorgegeben werden, während im entwickelten Ansatz die Banken eigene bankinterne Schätzungen ansetzen können. Die Überprüfung durch die Aufsicht und die Marktdisziplin als zweite und dritte Säule ergänzen den neuen Basler Eigenkapitalakkord, um die Stabilität des nationalen und internationalen Bankensystems besser abzusichern.
Im 6. und zugleich abschließenden Kapitel der Diplomarbeit werden die Folgen und die Bedeutung von Basel II auf verschiedene und ausgewählte Bereiche analysiert. Hierzu werden die Kreditgeber, die Kapitalmarkt- und Leasingfinanzierung, die (Kredit-) versicherung und der Mittelstand mit seinen Chancen und Risiken herausgegriffen. Mit diesem Kapitel kann das Ziel einer ausgeglichenen und ebenso objektiven Betrachtungsweise im Sinne des Autors erfüllt werden.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINFÜHRUNG | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 3 |
| 1.2 | Zielsetzung und Verlauf der Arbeit | 4 |
| 2. | ABGRENZUNGEN DES BEGRIFFS „RATING“ | 6 |
| 2.1 | Ratings im Bankwesen | 8 |
| 2.2 | Ratings in der Versicherungswirtschaft | 9 |
| 2.3 | Rating Symbole und ihre Bedeutung | 11 |
| 2.4 | Arten von Ratings | 14 |
| 2.5 | Komponenten des Rating,Ratingskalen und Ratingysteme | 16 |
| 2.5.1 | Ratinganalysen | 19 |
| 2.5.2 | Der Ratingprozess | 20 |
| 2.6 | Bankinternes versus externes Rating | 22 |
| 2.6.1 | Interne Ratings | 22 |
| 2.6.2 | Externe Ratings | 23 |
| 2.7 | Kriterien zur Bewertung von Ratings | 26 |
| 2.8 | Rating versus Ranking | 28 |
| 2.9 | Ratings für kleinere und mittlere Unternehmen | 29 |
| 3. | DIE BIZ UND DIE ERSTE BASLER EIGENKAPITALVEREINBARUNG | 31 |
| 3.1 | Basler Ausschuss für Bankenaufsicht | 31 |
| 3.2 | Erste Basler Eigenkapitalvereinbarung | 32 |
| 4. | DIE NEUEN BASLER EIGENKAPITALVEREINBARUNGEN | 34 |
| 4.1 | Das erste Konsultationspapier zur Neuen Eigenkapitalvereinbarung | 35 |
| 4.2 | Das zweite Konsultationspapier | 36 |
| 4.3 | Dasdritte Konsultationspapier | 38 |
| 4.4 | Beweggründe für eine Neue Eigenkapitalvereinbarung | 39 |
| 4.5 | Ziele der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung | 42 |
| 4.6 | Anwendungsbereich der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung | 43 |
| 4.7 | Das Eigenkapital | 45 |
| 4.8 | Erläuternde Angaben zur neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung | 49 |
| 5. | DIE DREI SÄULEN DER NEUEN BASLER EIGENKAPITALVEREINBARUNG | 50 |
| 5.1 | Die erste Säule: Mindesteigenkapitalanforderungen | 52 |
| 5.1.1 | Die Standardmethode zu Bemessung für das Kreditrisiko | 56 |
| 5.1.2 | Der auf internen Ratings basierende Ansatz (IRB-Ansatz) | 60 |
| 5.1.3 | Operationelles Risiko | 67 |
| 5.1.4 | Gesamtkapital | 71 |
| 5.2 | Die zweite Säule: Überprüfung durch die Aufsicht | 72 |
| 5.3 | Die dritte Säule: Marktdisziplin | 74 |
| 6. | FOLGEN VON BASEL II | 76 |
| 6.1 | Bedeutung für die Banken | 79 |
| 6.2 | Bedeutung für die Kapitalmarkt- und Leasingfinanzierung | 80 |
| 6.3 | Bedeutung für die (Kredit-)versicherung | 81 |
| 6.4 | Bedeutung für den Mittelstand | 82 |
| 6.4.1 | Chancen und Risiken für den Mittelstand | 84 |
| 6.4.2 | Neuerungen über Auswirkungen auf den Mittelstand | 85 |
| 6.5 | Schlussbemerkungen | 87 |
| 6.6 | Anhang (Studie von KPMG) | 89 |
| 7. | ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | 91 |
| 8. | ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 93 |
| 9. | LITERATURVERZEICHNIS | 94 |
| 9.1 | Monographien, Bücher und Zeitschriften | 94 |
| 9.2 | Weiterführende Literatur | 101 |
| 9.3 | Elektronische Quellen | 102 |
Bei der Berechnung der Eigenkapitalquote wird der Nenner, oder die Summe aller risikogewichteten Aktiva, ermittelt, indem die Eigenkapitalanforderungen für Marktrisiken und operationelle Risiken mit 12,5 (dem Kehrwert von 8%) multipliziert werden und zur Summe der risikogewichteten Aktiva, hinzu addiert wird. Die Quote wird ermittelt, indem das aufsichtsrechtliche Eigenkapital als Zähler zu diesem Nenner ins Verhältnis gesetzt wird. Die Definition des verfügbaren aufsichtsrechtlichen Eigenkapitals bleibt dieselbe wie 1988. Die Quote für das Gesamtkapital darf nicht geringer sein als 8%. Das Ergänzungskapital ist weiterhin auf 100% es Kernkapitals begrenzt.139 In Abbildung 11 werden die Neuregelungen der Basel II Reform in graphischer Form dargelegt. [...]
Im dynamischen und komplexen Finanzsystem von heute kann Sicherheit und Solidität nur durch das Zusammenspiel von effizienter Geschäftsführung der Banken, Marktdisziplin und wirksamer Aufsicht erreicht werden. Die Eigenkapitalvereinbarung von 1988 konzentrierte sich auf das gesamte Eigenkapital einer Bank, das für die Begrenzung des Insolvenzrisikos einer Bank und der möglichen Kosten für die Einleger beim Konkurs der Bank entscheidend ist.108 Nach einer Übergangsfrist von drei Jahren, also 1992, wurde Basel I auch wirklich umgesetzt. Obwohl der alte Baseler Akkord von 1992 zur damaligen Zeit in seinen Ansätzen sehr fortschrittlich war, ist er nach heutiger Ansicht, vor allem, was die Beurteilung der Kreditrisiken und in der Folge die Hinterlegung mit gebundenen Eigenkapital betrifft, die wieder als Kreditkosten weitergegeben werden, viel zu wenig risikogerecht.109 [...]
Der Vorschlag vom Juni 1999 enthielt drei grundlegende Neuerungen, die alle auf eine risikogerechtere Ausrichtung der Eigenkapitalvereinbarung abzielten. Die erste Vereinbarung bestand in der Klärung und Erweitung des Geltungsbereichs der bisherigen Eigenkapitalvereinbarungen. Dies sollte bedeuten, dass keine pauschale Unterlegung von Bankkrediten mit einem bestimmten Prozentsatz an Eigenkapital vorgenommen wird. Es soll eine unterschiedliche Unterlegung je nach Bonität des Schuldners erfolgen. Die zweite Neuerung war, dass es einigen hochentwickelten Banken gestattet werden sollte, als Grundlage für die Bemessung der Eigenkapitalforderung ein internes Ratingsystem einzubeziehen. Die dritte Änderung letztendlich betraf externe Ratingagenturen. Banken sollte es gestattet werden, die Ratings anerkannter externer Bonitätsbeurteilungsinstitute zu verwenden, um ihre Forderungen gegenüber Wirtschaftsunternehmen und Banken anhand von drei Risikogewichten zu klassifizieren. In den zahlreichen Stellungnahmen zu diesem Papier vom Juni 1999 zeigte sich deutlich, dass die Banken das Ratingfeld nicht nur den Agenturen überlassen wollten.98 [...]
In den Warenkorb
68,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832467005
Arbeit zitieren:
Pabst, Christian September 2002: Finanzwirtschaftliche Auswirkungen des Basler II Abkommens auf Banken und mittelständische Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Rating, Bank für internationalen Zahlungsausgleich, Basler Eigenkapitalvereinbarung, 3 Säulen, Mindesteigenkapitalanforderungen



