Finanzinnovationen und Finanzderivate
Funktion und Besteuerung im Privatvermögen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Steffen Bremer
- Abgabedatum: September 1998
- Umfang: 177 Seiten
- Dateigröße: 4,5 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Pforzheim Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1202-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1202-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1202-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Bremer, Steffen September 1998: Finanzinnovationen und Finanzderivate, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kapitalanlagen, Kapitalvermögen, Finanzmärkte, Spekulationsgeschäfte, Geldanlage
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Diplomarbeit von Steffen Bremer
Einleitung:
Auch traditionell eher sicherheitsorientierte private Investoren lenken zunehmend ihren Blick weg von sparorientierten Kapitalanlagen hin zu besser rentierenden, komplexeren Anlageformen, die zusätzlich zu attraktiven Renditen oftmals noch ein "Sicherheitsnetz", also eine gleichzeitige Kapitalerhaltung, versprechen. Andererseits werden auch bereits aktiven Anlegern ständig eine Vielzahl neuer Produkte angeboten, die von den um neue Marktanteile kämpfenden Produktentwicklungsabteilungen großer Emissionshäuser in hoher Geschwindigkeit auf den Markt gebracht werden.
Gang der Untersuchung:
In vorliegender Diplomarbeit wird nun näher auf die Möglichkeiten neuer Finanztitel im Hinblick auf ein diversifiziertes Investment-Portfolio eingegangen. Vor- und Nachteile einzelner Finanzinnovationen (siehe auch Gliederung) werden diskutiert und insbesondere ihre einkommensteuerliche Bedeutung für den Privatanleger herausgestellt.
Hierzu werden die Begriffe "Finanzinnovation" und "Finanzderivat", die im Zentrum der Betrachtung stehen, untersucht, im weiteren Verlauf erfolgt dann eine Übersicht über Einteilungsmöglichkeiten und Stellung von Finanzinnovationen und Finanzderivaten innerhalb der Finanzmärkte. Grundbegriffe des Einkommensteuerrechts und ihre Bedeutung für die innovativen Finanzprodukte schließen sich an.
Nach dem steuerlichen Teil mit Fokussierung auf § 20 Abs. 1 Nr. 7 und Abs. 2 EStG werden ausgewählte Finanzinstrumente (wie beispielsweise Floating Rate Notes, Reverse Floating Rate Notes, Stripped Bonds, Zero-Bonds, Index-Anleihen sowie andere Anleihe-Variationen) vorgestellt und in bezug auf ihre Möglichkeiten und Einschränkungen für das Anleger-Portfolio unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet.
Da eine Darstellung von Finanzinnovationen ohne die Betrachtung von Derivaten unvollständig bliebe, werden wichtige, grundlegende Aspekte von Termingeschäften, insbesondere von Optionsgeschäften, wie z. B. ihre Funktionsweise, ihre Preisbildung, Kennzahlen zur Bewertung und Options-Strategien vorgestellt. Auf die einkommensteuerliche Behandlung von Optionen und Futures wird eingegangen (Besteuerung und Strategien).
Wichtige Anlagegrundsätze im Rahmen der privaten Kapitalanlage werden abschließend diskutiert.
Die Funktion und Besteuerung von Finanzinnovationen und Finanzderivaten im betrieblichen Bereich wird nicht näher betrachtet. Es wird unterstellt, daß sich alle Finanzanlagen im Privatvermögen befinden und aus einkommensteuerlicher Sicht zu Einkünften aus Kapitalvermögen i.S.v. § 20 EStG führen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Abbildungsverzeichnis | VII | |
| Tabellenverzeichnis | VIII | |
| 1. | Vorbemerkung | 1 |
| 2. | Begriffsbestimmungen | 3 |
| 2.1. | Der Begriff der Finanzinnovation | 3 |
| 2.2. | Der Begriff des Finanzderivats | 4 |
| 3. | Gang der Untersuchung | 5 |
| 4. | Einteilung von Finanzinnovationen und Finanzderivaten | 6 |
| 4.1. | Teilgebiete der Finanzinnovationen | 6 |
| 4.1.1. | Finanzmarktinnovationen | 7 |
| 4.1.2. | Finanzproduktinnovationen | 8 |
| 4.1.3. | Finanzprozeßinnovationen | 8 |
| 4.2. | Stellung innerhalb der Finanzmärkte | 9 |
| 4.3. | Chancen und Risiken | 11 |
| 5. | Besteuerungsgrundsätze | 11 |
| 5.1. | Einkünfte aus Kapitalvermögen | 13 |
| 5.1.1. | Begriff des Kapitalvermögens | 13 |
| 5.1.2. | Umfang der Besteuerung | 13 |
| 5.1.2.1. | Einnahmen, Einkünfte, Erträge | 13 |
| 5.1.2.2. | Wertveränderungen des Kapitalstamms | 15 |
| 5.1.2.3. | Abgrenzung von Ertrags- und Vermögensebene | 16 |
| 5.1.3. | Subsidiarität | 17 |
| 5.1.4. | Nominalwertprinzip | 18 |
| 5.1.5. | Zurechnung | 18 |
| 5.1.6. | Zufluß | 19 |
| 5.1.7. | Werbungskosten | 19 |
| 5.1.8. | Sparerfreibetrag | 21 |
| 5.2. | Systematik des § 20 EStG | 22 |
| 5.3. | Bedeutung für Finanzinnovationen | 24 |
| 5.3.1. | Besteuerung laufender Erträge | 24 |
| 5.3.2. | Besteuerung bei Veräußerung | 28 |
| 5.3.2.1. | Sonstige Entgelte | 28 |
| 5.3.2.2. | Zins- und Dividendenscheine | 29 |
| 5.3.2.3. | Stückzinsen | 30 |
| 5.3.2.4. | Ab- und aufgezinste Kapitalforderungen | 32 |
| 5.3.2.5. | Abgetrennte Kapitalforderungen | 35 |
| 5.3.2.6. | "Flat" gehandelte Kapitalforderungen | 37 |
| 5.3.2.7. | Kapitalforderungen mit variabler Verzinsung | 38 |
| 5.3.3. | Synthetisierung von Kapitalstämmen | 41 |
| 5.3.3.1. | Emissionsrendite | 44 |
| 5.3.3.2. | Marktrendite | 49 |
| 5.4. | Bedeutung für Finanzderivate | 52 |
| 5.5. | Besteuerung von Spekulationsgeschäften | 56 |
| 6. | Betrachtung ausgewählter Kapitalanlagen | 60 |
| 6.1. | Festverzinsliche Kapitalanlagen mit garantierter Rückzahlung | 62 |
| 6.1.1. | Kombizins-Anleihen | 62 |
| 6.1.2. | Step-Up-Anleihen | 63 |
| 6.1.3. | Gleitzins-Anleihen | 64 |
| 6.2. | Garantieanlagen mit ungewissem Kapitalertrag | 65 |
| 6.2.1. | Floating Rate Notes | 65 |
| 6.2.2. | Reverse Floater | 67 |
| 6.2.3. | Capped Floater | 68 |
| 6.2.4. | Bandbreiten-Floater | 69 |
| 6.2.5. | Index-Anleihen | 70 |
| 6.3. | Auf- und abgezinste Kapitalanlagen | 72 |
| 6.3.1. | Zero-Bonds | 73 |
| 6.3.2. | Stripped Bonds | 75 |
| 6.3.3. | Disagio-Anleihen | 77 |
| 6.3.4. | Optionsanleihen | 78 |
| 6.4. | Spezielle Konstruktionen (Garantie-Zertifikate) | 80 |
| 6.5. | Range Warrants | 82 |
| 6.6. | Capped Warrants | 83 |
| 7. | Optionsgeschäfte | 86 |
| 7.1. | Stellung im Finanz- und Risikomanagement | 87 |
| 7.2. | Grundpositionen | 89 |
| 7.2.1. | Long Call | 89 |
| 7.2.2. | Short Call | 91 |
| 7.2.3. | Long Put | 92 |
| 7.2.4. | Short Put | 93 |
| 7.2.5. | Basisstrategien - Übersicht | 95 |
| 7.3. | Preisbildung | 97 |
| 7.4. | Kennzahlen | 98 |
| 7.5. | Weitere Strategien | 100 |
| 8. | Financial Futures | 102 |
| 9. | Anlagegrundsätze | 104 |
| 10. | Ausblick | 106 |
| Literaturverzeichnis | 107 | |
| Verzeichnis der Urteile | 118 | |
| Anhangsverzeichnis | 120 | |
| Anhang | 121 |
Übersteigt das Disagio die genannten Grenzen, liegen bei Endeinlösung durch den Ersterwerber Einnahmen i.S.v. § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG in Höhe des Disagios vor. Werden bei der Zwischenveräußerung Stückzinsen berechnet, wovon auszugehen ist, unterliegen diese beim Veräußerer nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 EStG der Besteuerung. Der Erwerber kann dann andererseits, wie bereits ausgeführt, gezahlte Stückzinsen im Jahr der Zahlung abziehen. Das steuerpflichtige Disagio ist besitzanteilig beim Veräußerer zu erfassen (§ 20 Abs. 2 S. 1 Nr. 4 a EStG). Die Ermittlung der steuerpflichtigen Einnahmen erfolgt in schon bekannter Weise anhand der Emissions- oder Marktrendite. [...]
Eine Anlage in Zero-Bonds sollte daher nur bei langfristig fallenden Zinsen erwogen werden. Bei ungewisser Zinsentwicklung ist das Kursrisiko gerade bei langen Laufzeiten sehr hoch, eine Anlage also spekulativ. Andererseits eignen sich Zero-Bonds geradezu hervorragend für besagte Spekulation auf fallende Zinsen: nicht nur, daß die Kursausschläge durch den Hebel sehr hoch ausfallen, bei Ansatz der Emissionsrendite können Kursgewinne nach Ablauf der Spekulationsfrist zudem steuerfrei kassiert werden. Zero-Bonds haben jedoch auch einen konservativen Aspekt. Betrachtet man sie als Investment, das bis zur Fälligkeit gehalten wird, sind sie sehr unkompliziert: sie müssen nicht ständig überwacht werden und ihr Ertrag ist in jedem Fall in Höhe der Emissionsrendite gesichert [...]
Eine Systematisierung ab- bzw. aufgezinster Kapitalforderungen anhand ihrer steuerrechtlichen Einteilung vorgenommen werden Demzufolge ergibt sich eine Unterteilung in Kapitalforderungen • die völlig ohne Zinsscheine begeben werden (Zero-Bonds) • die durch die Zerlegung einer herkömmlichen Anleihe oder einer zusammengesetzten ab- oder aufgezinsten Kapitalforderung und die Veräußerung der einzelnen Elemente zu einem abgezinsten Preis entstehen (Stripped Bonds) • die relativ niedrig verzinst werden und daher neben den Zinsscheinen zusätzlich mit einem Abschlag vom Nennwert begeben werden (Disagio-Anleihen) oder zusätzlich noch mit einem Optionsrecht ausgestattet sind (Options-Anleihen) oder • die aus mehreren sich gegenseitig ergänzenden Elementen bestehen und die man daher als „zusammengesetzt“ betrachten kann (Capped und Range Warrants) [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832412029
Arbeit zitieren:
Bremer, Steffen September 1998: Finanzinnovationen und Finanzderivate, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Kapitalanlagen, Kapitalvermögen, Finanzmärkte, Spekulationsgeschäfte, Geldanlage



