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Finanzierungsmöglichkeiten für nicht börsennotierte Unternehmen und deren Auswirkungen auf den geschäftlichen Erfolg

Die Untersuchung der Einflüsse verschiedener Finanzierungsarten auf das Ratingurteil eines Unternehmens und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Finanzierungskosten

Finanzierungsmöglichkeiten für nicht börsennotierte Unternehmen und deren Auswirkungen auf den geschäftlichen Erfolg
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Manfred Waldrich
  • Abgabedatum: Mai 2007
  • Umfang: 89 Seiten
  • Dateigröße: 599,6 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Bergische Universität Wuppertal Deutschland
  • Bibliografie: ca. 28
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-1834-2
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Waldrich, Manfred Mai 2007: Finanzierungsmöglichkeiten für nicht börsennotierte Unternehmen und deren Auswirkungen auf den geschäftlichen Erfolg, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Rating, KMU, Finanzierungsformen, Mezzanine, Factoring

Studienarbeit von Manfred Waldrich

Einleitung:

Zielsetzung dieser Praxislaborarbeit Im Rahmen dieser Praxislaborarbeit sollen die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten für nicht börsennotierte Unternehmen sowie deren Auswirkung auf den unternehmerischen Erfolg aufgezeigt werden.

Ein Großteil der nicht börsennotierten Unternehmen sind mittelständische Unternehmen. Daher konzentriert sich diese Praxislaborarbeit speziell auf mittelständische deutsche Unternehmen. Dabei soll in der Untersuchung insbesondere der Einfluss auf das Rating des untersuchten Unternehmens dargestellt werden, sowie hieraus resultierende Änderungen der Finanzierungskosten für Folgeinvestitionen aufgezeigt werden. Je nach Art und Weise wie das Unternehmen die Finanzierung durchführen wird, ergeben sich unterschiedliche Einflüsse auf das Unternehmensrating. Im Sinne der Unternehmensplanung und Kostenreduktion sollte das Unternehmen die Finanzierungsalternative wählen, welche mögliche Folgeinvestitionen am wenigsten durch hohe Finanzierungskosten belastet. Darüber hinaus soll auch auf die Bilanzierung nach dem HGB und auf eventuelle Besonderheiten beim Erstellen der Steuerbilanz eingegangen werden.

In Folge eines erschwerten Kreditzugangs durch die Einführung von Basel II zum 01.01.2007 werden Alternativen zum klassischen Bankkredit an Bedeutung zunehmen. Die vorliegende Praxislaborarbeit verfolgt das Ziel, die wichtigsten Instrumente alternativer Finanzierungsformen vorzustellen und deren Eignung für mittelständische Unternehmen zu erörtern. Dabei soll auch eine Gegenüberstellung spezifischer Vor- und Nachteile der einzelnen Instrumente erfolgen.

Für ein Unternehmensrating unter Basel II ist insbesondere die Frage von Bedeutung, wie mit den später vorgestellten Finanzierungsoptionen positive Wirkungen in der Bilanzstruktur erzielt werden können, die zur Stärkung der Eigenkapitalbasis des zukünftigen Kreditzugangs beitragen können.

Den deutschen Mittelstand quälen Finanzierungssorgen. Der konventionelle Finanzierungsweg über Bankkredite wird schwieriger, denn die Kreditwirtschaft reagiert auf den weiterhin steigenden Kostendruck, indem sie vielfach die Konditionen für bonitätsschwache Kreditnehmer verschlechtert. Basel II - wonach die seit dem 01.01.2007 gültige Neuregelung der Eigenkapitalvorschriften für Kreditinstitute eine risikogewichtete Unterlegung von Unternehmenskrediten fordert - wird diese Entwicklung weiter verstärken.

Die schwerpunktmäßig auf Bankkredite ausgerichtete Unternehmensfinanzierung steht vor einem Umbruch, der die Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Ein zentrales Problem auf Seiten des deutschen Mittelstands ist die sehr geringe Eigenkapitalquote. Darüber hinaus sind oft auch beleihungsfähige Sicherheiten nur in geringem Maße vorhanden. Beides schlägt bei der Bonitätsbeurteilung durch die Bank, dem Rating, negativ zu Buche und kann den gewünschten Kredit verteuern. Ungeachtet dieser Tatsache messen viele mittelständische Unternehmen den vorhandenen Alternativen zum Bankkredit noch wenig Bedeutung bei. Vielfach sind die bestehenden Instrumente oder deren konkrete Anwendungsvoraussetzungen dem Mittelstand zu wenig bekannt. Chancen einer ausgewogeneren Finanzierungsstruktur in den Unternehmen bleiben daher oftmals ungenutzt.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Zielsetzung dieser Praxislaborarbeit 1
2. Der Begriff der Finanzierung 2
3. Definition des Mittelstandes 3
4. Veränderungen der Finanzierungsmöglichkeiten des Mittelstandes durch Basel II 4
4.1. Der Standardansatz 4
4.2. Der IRB-Ansatz 5
5. Rating und dessen Einfluss auf die Finanzierungskosten 7
5.1. Externes oder internes Rating 8
5.2. Was und wie wird bewertet 9
6. Grundsätzliche Finanzierungsmöglichkeiten für mittelständige Unternehmen 11
6.1. Bankkredit 12
6.1.1. Vorteile des Bankkredits 13
6.1.2. Nachteile des Bankkredits 14
6.2. Finanzierung durch Leasing 14
6.2.1. Vorteile des Leasing 15
6.2.2. Nachteile des Leasing 16
6.3. Private Equity 17
6.3.1. Vorteile von Private Equity 19
6.3.2. Nachteile von Private Equity 19
6.4. Mezzanine-Kapital 20
6.4.1. Vorteile von Mezzanine-Kapital 23
6.4.2. Nachteile von Mezzanine-Kapital 23
6.5. Factoring 24
6.5.1. Vorteile des Factoring 25
6.5.2. Nachteile des Factoring 26
6.6. Forfaitierung 27
6.6.1. Vorteile der Forfaitierung 27
6.6.2. Nachteile der Forfaitierung 28
6.7. Asset-Backed Securities 28
6.7.1. Vorteile von ABS 29
6.7.2. Nachteile von ABS 30
7. Untersuchung der Auswirkungen ausgewählter Finanzierungsarten im Rahmen einer Fallstudie 31
7.1. Vorstellung der Musterunternehmen 33
7.1.1. Das Z-Score-Modell nach Altman 36
7.1.2. Ermittlung der Ausgangsratings für die Musterunternehmen 38
7.2. Auswirkungen bei Leasing-Finanzierungen 39
7.2.1. Szenario A - Zurechnung beim Leasinggeber 39
7.2.2. Szenario B - Zurechnung beim Leasingnehmer 40
7.2.3. Berücksichtigung in der Handelsbilanz 41
7.2.3.1. Szenario A 41
7.2.3.2. Szenario B 42
7.2.4. Berücksichtigung in der Steuerbilanz 44
7.2.4.1. Szenario A 46
7.2.4.2. Szenario B 46
7.2.5. Einfluss des Leasings auf das Unternehmensrating 47
7.2.5.1. Szenario A 47
7.2.5.2. Szenario B 49
7.3. Auswirkungen bei der klassischen Kreditfinanzierung 51
7.3.1. Berücksichtigung in der Handelsbilanz 52
7.3.2. Berücksichtigung in der Steuerbilanz 53
7.3.3. Einfluss des klassischen Kredits auf das Unternehmensrating 54
7.4. Auswirkungen durch Private Equity-Finanzierungen 56
7.4.1. Berücksichtigung in der Handelsbilanz 57
7.4.2. Berücksichtigung in der Steuerbilanz 59
7.4.3. Einfluss der Private Equity-Finanzierung auf das Unternehmensrating 60
7.5. Auswirkungen bei Mezzanine-Finanzierungen 62
7.5.1. Berücksichtigung in der Handelsbilanz 62
7.5.2. Berücksichtigung in der Steuerbilanz 64
7.5.3. Einfluss der Mezzanine-Finanzierung auf das Unternehmensrating 65
8. Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse 67
8.1. Einfluss auf das Z-Score-Modell nach Altman 67
8.2. Der Einfluss auf wichtige Bilanzkennzahlen 69
9. Fazit und Ausblick auf innovative Neuerungen der Mittelstandsfinanzierung 72
Anhang I: Anpassungsrechnung für die Finanzierung über Leasing 74
Anhang II: Bilanzkennzahlenveränderung bei Finanzierung über Leasing 75
Anhang III: Anpassungsrechnung für die Finanzierung über einen Kredit 76
Anhang IV: Bilanzkennzahlenveränderung bei Finanzierung über einen Kredit 77
Anhang V: Anpassungsrechnung für die Finanzierung über Mezzanine-Kapital 78
Anhang VI: Bilanzkennzahlenveränderung bei Finanzierung über Mezzanine 79
Anhang VII: Anpassungsrechnung für die Finanzierung über Private Equity 80
Anhang VIII: Bilanzkennzahlenveränderung bei Finanzierung über Private Equity 81

Textprobe:

Kapitel 6, Grundsätzliche Finanzierungsmöglichkeiten für mittelständige Unternehmen:

In der Literatur werden zahlreiche verschiedene Möglichkeiten für die Einteilung bzw. Aufgliederung von Finanzierungsarten vorgestellt. Die zwei geläufigsten Einteilungen sind die nach Art des Kapitals und die nach Herkunft des Kapitals.

Auf solche Einteilungen soll hier gänzlich verzichtet werden, da diese in der Standardliteratur zum Thema Unternehmensfinanzierung ausführlich aufgezeigt und erläutert werden. Im Rahmen dieser Praxislaborarbeit werden die Auswirkungen spezieller Finanzierungsarten untersucht, welche auch grundsätzlich in der Praxis für mittelständige Unternehmen durchführbar sind. Solche Finanzierungsmöglichkeiten, welche aufgrund gewisser Mindestvolumina nicht für den Mittelstand in Frage kommen, werden nicht näher betrachtet.

Bankkredit:

Diese Form der Finanzierung stellt im Wirtschaftsleben und im unter-nehmerischen Handeln gerade bei mittleren und Kleinstunternehmen die dominante Wahl der Finanzierungsart dar. Viele KMU nutzen den Bankkredit trotz steigender Finanzierungskosten und in einem gleichbleibenden Umfang weiter, da ihnen die Alternativen nicht bekannt sind oder sie diesen skeptisch gegenüberstehen. Ebenso können sie bilanzielle Einflüsse nicht abschätzen. Es existieren zahlreiche Varianten des Bankkredits bedingt durch die vielen Ausgestaltungsmöglichkeiten der Kreditverträge auf Seiten der Bankhäuser selber. Beispielhaft können dies Kontokorrentkredite, Lieferantenkredite und Darlehen sein.17 In einem Punkt jedoch stimmen Kredite grundsätzlich überein: Die Bank bzw. der Gläubiger gewährt dem Unternehmen einen vereinbarten Geldbetrag für eine bestimmte Laufzeit. Am Ende dieser Laufzeit muss das Unternehmen diesen Betrag zurückgezahlt haben, entweder per laufender Tilgung, oder alternativ per Einmaltilgung am Ende der Laufzeit. Abhängig vom Ausfallrisiko des Unternehmens, vgl. Kapitel 5. Rating und dessen Einfluss auf die Finanzierungskosten, verlangt die Bank im Gegenzug zur Bereitstellung des Geldbetrags ein Entgelt, den sog. Zins. Für mittelständische Unternehmen liegt dieser Zins meistens zwischen 7%-12%. Es wird weiterhin zwischen Krediten mit Fixzinssatz, also einem festen Zinssatz und Krediten mit variabler Verzinsung unterschieden.

Gerade diese hohe Flexibilität und Individualität machen den klassischen Bank-kredit sehr interessant und brauchbar für KMU. Grundsätzlich sind die meisten Eckpunkte des Kreditvertrages frei verhandelbar, jedoch liegt beim Kreditgeber, also der Bank, die größere Verhandlungsmacht. Die hohe Flexibilität zeichnet sich durch die zügige und einfache Einsetzbarkeit aus, welche durch die Standardisierung noch beschleunigt wird.

Vorteile des Bankkredits:

Steuerliche Vorteile:

Die Aufwendungen für Zinsen sind nach dem HGB erfolgswirksam zu be-handeln. Sie mindern den Jahresüberschuss eines Unternehmens und nehmen somit auch Einfluss auf die Bemessungsgrundlage für Steuern vom Einkommen und Ertrag.

Individualität und Flexibilität:

Die Möglichkeiten zur freien Vertragsgestaltung gewährleisten einen uni-versellen Einsatz dieser Finanzierungsart. Sie kann für fast alle Finanzierungs-vorhaben des Unternehmens passend zugeschnitten werden. Planungssicherheit und Kalkulationsgrundlage: Durch die hohe Individualität und Flexibilität können auch eine große Planungssicherheit und somit eine feste und sichere Kalkulationsgrundlage erreicht werden. Als Beispiel seien hier nur die Festzinssatzkredite erwähnt.

Schnelle Abwicklung:

Kreditverträge können schnell geschlossen werden. Das sichert eine Zuführung von liquiden Mitteln in kürzester Zeit.

Kapitalkostenoptimierung:

Ein gezielter und geplanter Einsatz von Fremdkapital kann zur Verbesserung der Kapitalkosten durch den sog. Leverage-Effekt führen. Ein positiver Leverage-Effekt tritt ein, wenn die Rentabilität des Gesamtkapitals größer ist als der Fremdkapitalzins. Mit Hilfe des Leverage erhöht sich die Eigenkapital-rendite bei steigender Verschuldung. Geht diese Kalkulation nicht auf, endet das Engagement mit einem Verlust.

Arbeit zitieren:
Waldrich, Manfred Mai 2007: Finanzierungsmöglichkeiten für nicht börsennotierte Unternehmen und deren Auswirkungen auf den geschäftlichen Erfolg, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Rating, KMU, Finanzierungsformen, Mezzanine, Factoring

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