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Die Finanzierungsberatung

Ein Leitfaden zur erfolgreichen Abwicklung von Finanzierungen unter besonderer Berücksichtigung der Projektfinanzierung

Die Finanzierungsberatung
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Dieter Fischer
  • Abgabedatum: August 2003
  • Umfang: 141 Seiten
  • Dateigröße: 580,7 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: SMA Sales Manager Akademie Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8604-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8604-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8604-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fischer, Dieter August 2003: Die Finanzierungsberatung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kredit, Zins, Leasing, Hypothek, Bausparkasse

MA-Thesis / Master von Dieter Fischer

Einleitung:

Die Position des Vermögensberaters im Kreditgeschäft ist sehr entscheidend für das Resultat einer Finanzierung. Als Vertreter des Kunden sollte man gegenüber der Bank, einerseits durch fachliche Kompetenz, andererseits durch Verhandlungsgeschick das bestmögliche Resultat für den Kunden erwirken. Doch wie soll sich ein Brauchenneuling diese Kompetenz erarbeiten. Einen großen Teil stellt natürlich das „ Training on the job“ dar. Dennoch gibt es bis jetzt im deutschsprachigen Raum noch keinen schriftlich publizierten Leitfaden, der das Finanzierungsgeschäft in dieser Form wie es der Vermögensberater erfährt beschreibt.

Mit dieser Arbeit wird versucht ich das Procedere vom ersten Kundenkontakt bis zum Unterschriftstermin und der Nachbetreuung zu beschreiben. Weiteres stellt dieses Schriftstück ein kleines Nachschlagewerk dar, in der sich der Verbraucher als auch der Vermittler über fachliche Ausdrücke bzw. Charakteristika der jeweiligen Finanzierungsform informieren kann.

Im weiteren wird versucht den Begriff der Projektfinanzierung zu definieren. Dieser Bereich stellt aus ein bestimmten Grund einen großen Teil dieser wissenschaftlichen Arbeit dar. Einerseits ist der Verfasser seit einiger Zeit versucht in diesem Bereich der Vermögensberatung Fuß zu fassen, was keinen einfachen Schritt darstellt, da dieser Bereich von Vermittlern seiner Branche noch unversucht ist. Andererseits stellt die Projektfinanzierung einen Themenbereich dar, der aufgrund später genannter Fakten hochinteressant ist. In der qualifizierten Finanzberatung liegen für den gut ausgebildeten Vermögensberater etliche Chancen, die er für seine Kunden gegenüber den Banken und Bausparkassen nutzen kann. Einerseits bietet er dem Kunden eine unabhängige, fachliche kompetente und individuelle Beratung. Der Kunde hat einen Ansprechpartner, der ihm in vielen Fragen der Finanzierungsberatung beraten kann und ihm viel organisatorischen Aufwand abnimmt.

Der Vermögensberater stärkt die Position des Kunden gegenüber Banken und Bausparkassen durch seine Verhandlungsstärke. Nebengebühren und Spesen werden den Fachmann klar dargestellt. Durch seine unabhängige Verhandlungsmöglichkeit kann er diese Nebengebühren senken.

Auch als gut ausgebildeter und kompetenter Finanzierungsberater können Fehler in der Beratung passieren. Um Beratungsfehler möglichst auszuschließen, muss bei der Beratung sorgfältig vorgegangen werden und alle für die Entscheidung relevanten Informationen umfassend eingeholt werden. Wichtig ist eine intensive Analyse der individuellen Kundensituation wie, eine realistische Haushaltrechnungen(Einnahmen, laufende Ausgaben, besondere Belastungen, …), die Ziele und Wünsche des Kunden, die Familiensituation (Familienstand, Kinder, weitere Planung…), etwaige Doppelbelastungen (z.B. durch Zwischenfälle).

Ebenso sollten alle bestehenden Verträge analysiert werden. Auch, sollte eine Selektion der Marktangebote unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen des Kunden vorgenommen werden. Der Betreuer sollte eine umfassende Dokumentation aller Kosten und Nebenkosten für den Kunden erstellen, sowie Hinweise auf etwaige Zinsänderungen und die konkreten Auswirkungen auf die Ratenzahlungen. Es sollte mögliche Förderungen berücksichtig werden.

Der Vermögensberater sollte dem Kunden dokumentieren, wie sich Sondertilgungen auf den offenen Kreditsaldo auswirken. Gegenüber Banken und Bausparkassen nimmt der Vermögensberater die Position eines Vermittlers für den Kunden wahr. Diese Position sollte auch im Laufe einer Beratung für alle Beteiligten klar dargestellt werden. In der Funktion eines Vermittlers, die der Vermögensberater für den Kunden darstellt, sollte daher auch sämtliche Informationen im Zusammenhang mit der Finanzierung zwischen Banken und Kunden nur über den Finanzierungsberater ausgetauscht werden.

Inhaltsverzeichnis:

1. Die Einleitung 5
1.2 Die Chancen der qualifizierten Finanzierungsberatung 6
1.3 Die Risiken der Finanzierungsberatung 7
1.4 Die Position des Vermögensberaters 8
1.5 Die Vorgangsweise in der Praxis 9
1.6 Die Analyse und Dokumentation des Finanzierungsbedarf 11
1.7 Die Dokumentation 14
2. Das Kreditgeschäft 15
2.1 Die geldpolitischen Instrumente der ESZB 16
2.2 Ein Überblick der verschiedenen Finanzierungsformen 18
2.3 Die Kreditprüfung 24
2.4 Die Kreditbesicherung 26
2.5 Die Realhaftung 29
2.6 Die Hypothek 35
2.7 Das Pfandrecht 39
2.8 Die Zession 43
2.9 Der Eigentumsvorbehalt 45
2.10 Die gesetzlichen Formen des Kreditvertrages 46
2.11 Das Hypothekardarlehen 54
2.12 Die Zwischenfinanzierung 57
2.13 Die Bausparkassenfinanzierung 59
2.14 Die Fremdwährungsfinanzierung 62
2.15 Das Leasing 68
3. Das professionelle Gesamtkonzept mit für den Kunden 70
3.1 Die Inhalte 70
3.2 Die Zusammenfassung 74
4. Die Projektfinanzierung 75
4.1 Welchen Nutzen bietet die Projektfinanzierung 76
4.2 Allgemeines zur Projektfinanzierung 78
5. Der Projektablauf 105
5.1 Die Entwicklung der Projektfinanzierung 105
5.2 Die Errichtung der Projektfinanzierung 111
5.3 Die Betriebsphase 112
5.4 Die Projektverträge 114
6. Die Sonderformen der Projektfinanzierung 126
6.1 Die Gegengeschäftsvereinbarung 126
6.2 Die Betreibermodelle 128
6.3 Die Drittfinanzierung 129
6.4 Die Grenzfälle der Projektfinanzierung 131
6.5 Die Begriffserklärungen 133
7. Literaturliste 137

Automatisiert erstellter Textauszug:

Strukturen und von den Außenbeziehungen (Kriegsgefahr, Boykottmaßnahmen) Die politische Stabilität eines Staates ist umso höher einzuschätzen, je weniger Regierungswechsel erfolgen und je kontinuierlicher der politische Kurs der Regierung ist. Bei der Analyse der volkswirtschaftlichen Situation, des wirtschaftspolitischen Umfeldes und wirtschaft der wirtschaftlichen Verflechtungen mit dem Ausland fließen in der Regel neben traditionellen makroökonomischen Indikatoren wie Wirtschaftswachstum, Inflationsrate, Staatshaushalt, Investition- und Sparquote, Zins- und Wechselkursentwicklung, die Struktur und der Entwicklungsstand der Volkswirtschaft, die Struktur der Zahlungsbilanz, die Höhe der Währungsreserven bzw. die Struktur der Auslandsverschuldung, die Höhe des Pro-Kopf-Einkommens sowie die allgemeine Wirtschaftspolitik des Projektgastlandes in die Beurteilung ein. Allgemeine rechtliche Rahmenbedingungen Stabile und geeignete rechtliche Rahmenbedingungen sind für Projektfinanzierungen zumeist Bedingungen unabdingbar. Unerwartete Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen im Projektland können die Durchführung des Projektes schwer beeinträchtigen und im Extremfall sogar zur Beendigung des Projektes führen, wenn beispielsweise durch einen politischen Kurswechsel die Konzession entzogen wird oder es zu einer Enteignung bzw. Verstaatlichung der Projektgesellschaft kommt. Für Projektfinanzierungen sind insbesondere Bestimmungen des Insolvenzrechts, Gesellschaftsrechtes, Kartellrechtes, des Vertragsrechtes und von speziellen Gesetzen betreffend die Durchführung von privaten Infrastrukturprojekten (z.B. B.O.T.) sowie die Häufigkeit von Gesetzesänderungen von Relevanz. [...]

Der Absatz der Projektleistungen oder –produkte ist entscheidend für die Generierung eines Abnehmer adäquaten Cash Flows, der für die Tilgung des Schuldendienstes herangezogen wird. Abnehmer, die demnach eine entscheidende Rolle bei Projektfinanzierungen spielen, können der Staat bzw. staatliche Institutionen, industrielle Kunden oder private Benützer (also eine Vielzahl von Konsumenten) sein. Je nach Art des Projektes werden in manchen Fällen mit den Abnehmern Abnahme-Verträge (off-take agreements) geschlossen, um möglichst konstante Einnahmeströme für das Projekt zu sichern. Je besser der Einnahmestrom prognostiziert werden kann, desto eher ist es möglich, den Schuldendienst darauf abzustimmen. Falls das Produkt der Projektgesellschaft nur für einen oder eine sehr begrenzte Zahl von Kunden interessant ist, empfiehlt es sich, den (potentiellen) Käufer risikomäßig, d.h. mit Eigenkapital in die Projektgesellschaft einzubinden. [...]

Ein kompetenter Betrieb der Projektgesellschaft ist zum Erzielen des nötigen Cash Flows unumgänglich. Um dies sicherzustellen, wird in jenen Fällen, wo nicht bereits derartige Funktionen durch Sponsoren oder Errichter eingebracht werden, diese Aufgabe mittels eines Betriebs- und Managementvertrages (operation and maintenance agreement) an ein auf diese Tätigkeit spezialisiertes Unternehmen übertragen. Der Betreiber ist auch für die Instandhaltung und Wartung der Projektanlage verantwortlich. Nationale Rechtsvorschriften können vorschreiben, dass als Betreiber nur lokal ansässige Unternehmen fungieren können. In diesem Fall benötigt die Betreibergesellschaft – oft eine Lokale 100%-Tochter eines internationalen Konzerns – sowohl den Zugriff auf das technische Know-how des Mutterhauses, als auch dessen finanzielle Unterstützung in Form von Garantien oder Bürgschaften für die Verpflichtungen aus dem Betreibervertrag (z.B. für Pönalien bei Fehlern im Betrieb, zur Vorfinanzierung des Personals, etc.). Der Auswahl eines geeigneten Betreibers sollte größtes Augenmerk geschenkt werden, da im Betrieb maßgeblich der Erfolg des Projektes beeinflusst wird. Aus [...]

Arbeit zitieren:
Fischer, Dieter August 2003: Die Finanzierungsberatung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kredit, Zins, Leasing, Hypothek, Bausparkasse

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