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Finanzierung kleiner und mittelständischer Unternehmen in Deutschland unter Berücksichtigung der Probleme der Neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II)

Finanzierung kleiner und mittelständischer Unternehmen in Deutschland unter Berücksichtigung der Probleme der Neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II)
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: André Maerz
  • Abgabedatum: September 2002
  • Umfang: 139 Seiten
  • Dateigröße: 4,9 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Bremen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6224-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6224-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6224-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Maerz, André September 2002: Finanzierung kleiner und mittelständischer Unternehmen in Deutschland unter Berücksichtigung der Probleme der Neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II), Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von André Maerz

Zusammenfassung:

Die vorliegende Arbeit mit dem Thema „Finanzierung kleiner und mittelständischer Unternehmen in Deutschland unter Berücksichtigung der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II)“ erörtert den Status quo der Anforderungen an und die Ausgestaltung der Finanzierung kleiner und mittelständischer Unternehmen in Deutschland, die grundlegenden Inhalten der Basler Eigenkapitalvereinbarung und ihren Auswirkungen auf die künftige Banken-Fremdfinanzierung dieser Unternehmen in Deutschland. Thema ist, ob und wie der deutsche Mittelstand betroffen sein wird und wie sich durch Basel II Risiken und Chancen ergeben können. Die schließlich zentralen Fragen dieser Arbeit lassen sich wie folgt formulieren:

-„Welche Inhalte stehen hinter der ab 2006 geltenden Baseler Eigenkapitalvereinbarungen?“ -„Welche Auswirkungen auf die Fremdkapitalfinanzierung haben kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland zu erwarten?“ -„Wie können sich Unternehmen auf die Auswirkungen von Basel II einstellen?“ Mit der vorliegenden Arbeit ist das Ziel verbunden, kleine und mittelständische Unternehmen über die Ursachen, Inhalten und mögliche Folgen der neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung für sie zu informieren und „Befürchtungen“ bezüglich der Verschlechterung der Situation der Unternehmensfinanzierung durch „Wissen“ zu ersetzen.

Neben der Vermittlung der grundlegenden Inhalte von Basel II sowie der damit zusammenhängenden Veränderungen im Kreditgeschäft der Banken soll mit der Zielsetzung aufgeklärt werden, wie sich Unternehmen, die sich vom Basel II betroffen sehen, auf den kommenden intensiven Ratingdialog mit einem Kreditinstitut als Fremdkapitalgeber vorbereiten können. Dazu werden einerseits in allgemeiner Form die sensiblen Punkte der Unternehmensanalyse eines Ratingprozesses beschriebenen und andererseits mehr pragmatisch Handlungsempfehlungen zur Vorbereitung auf das Rating gegeben.

Diese Arbeit soll also dem auf Basel II noch unvorbereiteten Unternehmen einen Handlungsrahmen aufzeigen, innerhalb dessen es „Rating-Fit“ gemacht werden kann. Es soll letztendlich ein kritisches Bewusstsein für die Risikoorientierung der Kreditinstitute als Kapitalgeber schaffen und es soll aufgezeigt werden, in welchen Analysefeldern sich dies im künftigen Kreditvergabeprozess äussern wird.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Überblick und Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung der Arbeit 3
2. Kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland 4
2.1 Wirtschaftliche Bedeutung 4
2.2 Abgrenzung 4
2.2.1 Merkmale und Nominaldefinition 4
2.2.2 Qualitative Abgrenzungsmerkmale 5
2.2.3 Quantitative Abgrenzungsmerkmale 8
2.2.4 Nominaldefinition 10
2.3 Typische Finanzierungsstrukturen 12
2.3.1 Finanzielle Charakterisierung 12
2.3.1.1 Eigenkapital 12
2.3.1.2 Verschuldung 13
2.3.1.3 Rückstellungen 14
2.3.2 Finanzieller Charakter des Mittelstands 14
3. Die Baseler Eigenkapitalvereinbarungen 17
3.1 Risiken im internationalen Bankensystem 17
3.2 Die Baseler Eigenkapitalvereinbarung von 1988 18
3.3 Die Neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung 19
3.3.1 Motive für Basel II 19
3.3.2 Aufbau und Inhalte 20
3.3.2.1 Mindestkapitalanforderungen 22
3.3.2.2 Aufsichtliches Überprüfungsverfahren 26
3.3.2.3 Marktdisziplin und Offenlegungspflichten 26
3.3.3 Chronologie 27
3.4 Stand August 2002 28
4. Das Spannungsfeld der Mittelstandsfinanzierung 29
4.1 Erfordernisse der Mittelstandsfinanzierung 29
4.1.1 Erfolgs- und Ertragsdeterminanten 29
4.1.2 Finanzierungsbedürfnisse 33
4.1.3 Anforderungen 35
4.2 Sphären der Fremdkapitalfinanzierung 35
4.2.1 Kostenaspekte 35
4.2.2 Kapitalmarktfinanzierung 37
4.2.3 Bankenfinanzierung 38
5. Mittelstandsfinanzierung unter Basel II 41
5.1 Auswirkungen von Basel II im Bankensektor 41
5.2 Konsequenzen im Kreditvergabeprozess 45
5.2.1 Traditionelle Bonitätsprüfung 45
5.2.2 Trends im Kreditrating 47
5.3 Folgen für den Mittelstand in Deutschland 50
5.3.1 Kreditrationierung 50
5.3.2 Kreditverteuerung 52
5.4 Chancen und Risiken 53
6. Neue Paradigmen der Kreditfinanzierung 55
6.1 Schwerpunkte und Anforderungen im Kreditrating 55
6.2 Bestandteile zukunftsorientierter Bonitätsprüfungen 57
6.3 Elemente im bankinternen Ratingprozess 61
6.3.1 Einschätzung des Finanzprofils 62
6.3.1.1 Qualität des Rechnungswesens 62
6.3.1.2 Finanzpolitik 63
6.3.1.3 Rentabilität 63
6.3.1.4 Kapitalstruktur 64
6.3.1.5 Cash-Flow-Absicherung 65
6.3.1.6 Finanzielle Flexibilität 66
6.3.1.7 Finanzkennzahlen 67
6.3.2 Einschätzung des Geschäftsprofils 76
6.3.2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 76
6.3.2.2 Wettbewerbsposition 76
6.3.2.3 Managementkompetenz 77
6.4 Vorbereitung des Kreditratings 77
6.4.1 Verbesserung der Transparenz 78
6.4.2 Systematische Reduzierung unternehmerischer Risiken 80
6.4.3 Steigerung des Unternehmenswertes 81
6.4.4 Intensivierung der Finanzplanung 82
6.5 Perspektiven 84
7. Schlussfolgerungen 85
7.1 Zusammenfassung der Arbeit 85
7.2 Ausblick: „Better be prepared!“ 87
Anhänge 89
Literaturverzeichnis 126
Erklärung 132
Curriculum Vitae 133

Automatisiert erstellter Textauszug:

können. Darüber hinaus werden die Unternehmen auch zwischen den Ratingterminen wichtige Informationen an die Bank weitergeben müssen. Aber - und das ist besonders wichtig - Informationsaustausch führt nicht nur vom Unternehmen in die Bank. Die Banken werden ihren Kunden künftig ausführlich erklären müssen, wie sie deren Bonität einschätzen und warum. Die Beratungskomponente in der Kunde-Bank-Beziehung wird an Gewicht gewinnen. Hierin liegen für die Bank und ihre Kunden grosse Chancen: Die Bank kann sich über ihre Beratungskompetenz gegenüber ihren Wettbewerbern positionieren. Im Interesse des Kunden und der Bank ist, dass eventuelle Schwachpunkte im Unternehmen im Dialog mit der Bank ermittelt und Strategien zu ihrer Beseitigung gemeinsam entwickelt werden können. [...]

Branchenbeurteilung. Besonderes Augenmerk wird auf die Prognose der zukünftigen Ertragskraft gelegt, welche die Basis einer vertragsgerechten Zins- und Kreditbedienung sein wird. Als Ergebnis dieses Konsultationsprozesses werden für das geratete Unternehmen in Form einer Kennzahl die komplexen Zusammenhänge der Bonitätsbeurteilung verdichtet.116 Auf Grundlage dieser Bonitätskennzahl wird das Unternehmen in eine Risikoklasse eingeteilt, auf der wiederum aufgrund der hier zugeordneten Risikogewichte die Eigenkapitalhinterlegungspflicht der Bank basiert. Wenngleich Standard- und IRB-Ansatz gleichberechtigt117 zur Bemessung des Kreditrisikos eingesetzt werden können, stellt das Zweite Konsultationspapier zu Basel II klar, dass beim bankinternen IRB-Ansatz die Palette der Risikogewichte viel breiter ist als beim auf externen Bonitätsurteilen Standardansatz, wodurch der IRB-Ansatz risikogerechter ist. Abschliessend ist zu nennen, dass ein höheres Risikogewichte einen Schuldner zu einer höheren notwendigen Eigenkapitalhinterlegung seitens der Bank118 und damit zu höheren Kosten für die Bank für dieses Kreditengagements führt. Bei bestimmten Konstellation des Kreditportfolio seiner Banken kann ein ungünstiges Rating sogar dazuführen, dass dieser Kredit versagt wird. Zu betonen ist auch, dass dieser Prozess nicht mit dem erstmaligen Rating abgeschlossen ist. Das Rating muss regelmässig wiederholt werden, um die Ausfallwahrscheinlichkeit eines kreditnehmenden Unternehmens stets aktuell beurteilen zu [...]

Zusammenfassend lässt sich hier also sagen, dass es im Zuge der Kreditverhandlungen zu einem Ratingprozess kommen wird, bei dem in erster Linie die Bank als potenzieller Kreditgeber eine Fülle von Informationen anfordern wird. Absehbar ist, dass die benötigten Informationen in vielen Fällen über das hinausgehen werden, was die Kreditnehmer bislang im Rahmen der traditionellen Kreditwürdigkeitsprüfung liefern mussten. Die erforderlichen Informationen sollen dabei nicht nur vergangenheitsbezogen dargestellt werden, sondern insbesondere auch einen Blick in die Zukunft des Unternehmens ermöglichen. Dies erfordert natürlich auf der einen Seite von den Unternehmen noch mehr Transparenz gegenüber der kreditgebenden Bank. Sie werden künftig durch die aufsichtlichen Vorgaben gezwungen sein, ihrer Bank zeitnah Informationen in grösserem Umfang zur Verfügung zu stellen. In der Regel wird in einem solchen Beurteilungssystem (dem „Ratingprozess“) der Banken zwischen zwei Überkriterien unterschieden:115 Quantitativen Grössen, als sogenannte „hard facts“, mit massgeblicher Gewichtung und qualitativen Kriterien, als sogenannte „soft facts“, mit untergeordneter Gewichtung. Zum ersteren zählt die aus dem Jahresabschluss ermittelte Bilanzbonität mit der Bewertung von Ertragslage, Vermögenslage und Finanzlage eines Unternehmens anhand entsprechender [...]

Arbeit zitieren:
Maerz, André September 2002: Finanzierung kleiner und mittelständischer Unternehmen in Deutschland unter Berücksichtigung der Probleme der Neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II), Hamburg: Diplomica Verlag

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