Finanzfachinformation in Print und Online
Neue Kommunikationswege für Fachzeitschriften
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Jeanette Schuppan
- Abgabedatum: September 2005
- Umfang: 127 Seiten
- Dateigröße: 1,5 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9493-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9493-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9493-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schuppan, Jeanette September 2005: Finanzfachinformation in Print und Online, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Special-Interest, Kundenzeitschrift, elektronisches Publizieren, Zeitschriften, Archiv
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Magisterarbeit von Jeanette Schuppan
Einleitung:
„Die neuen Kommunikationstechniken werden die Fachzeitschriften niemals ersetzen können, aber sie bieten Ansatzpunkte für Ergänzungen und neue Aktivitäten und eröffnen neue Märkte für Fachinformationen.“ Mit diesen Worten appellierte 1982 der damalige Vorsitzende der Fachgruppe Fachzeitschriften im Verband deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Horst Dreßel, auf einem Kongress der Deutschen Fachpresse an die Verleger, sich den neuen Medien anzuschließen. Das von ihm gewünschte Engagement für die „neuen“ Medien bezog sich damals jedoch auf das Kommunikationsmedium „Bildschirmtext“. Die Möglichkeit einer Publizierung über das World Wide Web (WWW) war zu dieser Zeit noch unbekannt. Doch bereits auf dem genannten Kongress 1982 erkannten die Fachleute den Trend, dass sich die Datenverarbeitung immer mehr zum Endbenutzer hinbewegt. Ein Prozess, der im wesentlichen unterstützt wurde durch die günstigen Preisentwicklungen der EDV-Technik, die den Computer für jedermann zugänglich werden ließen.
Nach inzwischen 23 Jahren ist die Feststellung von Horst Dreßel noch immer aktuell. Dass das Medium Internet die Fachzeitschriften jemals ersetzen könnte, ist auch heute mehr als unwahrscheinlich. Doch es ermöglicht durch die große Nutzerzahl eine Erweiterung des Rezipientenkreises. Fachzeitschriften zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine spezifische Zielgruppe ansprechen. Sie sind für professionelle Entscheider Hauptinformationsquelle. Der bisher sehr eingeschränkte Vertriebskanal dieser Fachinformationen gewinnt durch das Onlinemedium eine neue Form der Verbreitung. Im Hinblick auf die digitale Entwicklung ist es daher entscheidend, dass Fachverlage auch diesen Kommunikationsweg als Mittel zur Kundenbindung nutzen.
In der Diskussion zur Etablierung neuer Informationsmedien wird weiterhin die Frage nach dem komplementären oder substituierten Verhältnis der Medien zueinander aufgeworfen. In diesem Zusammenhang wird oftmals mit dem „Rieplschen Gesetz“ argumentiert. Es besagt kurz gefasst, dass „kein neues, höher entwickeltes Medium, ein als brauchbar befundenes Medium dauerhaft verdrängt“. Dennoch empfahl Wolfgang Riepl ein ergänzendes Verhalten. Damit die „alten“ neben den „neuen“ Medien8 erhalten bleiben, sind sie verpflichtet, „andere Aufgaben und Verwertungsgebiete aufzusuchen“. Das Internet dürfte unter der Prämisse kein Medium sein, das die Existenz des Printbereiches ernsthaft in Frage stellen kann.
Die klassische Fachzeitschrift wird auch zukünftig eine Orientierungs- und Entscheidungsfunktion für ihre Leser erfüllen und dürfte daher vom Internet keineswegs verdrängt werden. Trotzdem gibt es Bereiche, in denen das heutige Printabonnement möglicherweise entbehrlich ist, und sich demnach die Frage nach einer zumindest teilweisen Konkurrenz zwischen beiden Medien durchaus stellen kann. Aus der Perspektive des Rezipienten ist die Frage nach einer möglichen Verdrängung der Fachzeitschrift durch das Internet allerdings weitgehend irrelevant. Für den Lesernutzen ist hingegen die Frage wichtig, welche Funktionen von welchem Medium besser erfüllt werden und wie sich beide Medien möglichst optimal ergänzen können. Mit der Klärung dieser Fragen setzt sich die vorliegende Arbeit auseinander. Hierfür ist insbesondere zu untersuchen, in welchem Komplementär- oder Substitutionsverhältnis die beiden Informationsplattformen stehen.
Die Fachzeitschrift ist gemessen an den Umsatzzahlen neben der Publikumszeitschrift die zweitstärkste Säule auf dem Zeitschriftenmarkt. Neben diesen beiden, inzwischen anerkannten, Gattungen gibt es weitere Differenzierungen, die noch immer erhebliche Abgrenzungsprobleme verursachen. Die Gründe dafür, dass Zeitungswissenschaftler bis heute noch keine allgemeingültige Typologie entwickeln konnten, liegen in den vielfältigen Erscheinungsformen von Zeitschriften sowie den verschiedenen Aspekten, die für eine typologische Betrachtung herangezogen werden können. Verstärkt wird die Problematik durch die ständige Entwicklung neuer Zeitschriftenkonzepte. Das Streben der Zeitschriftenverlage, in immer neue Leserzielgruppen vorzudringen, führt dazu, dass voraussichtlich auch in Zukunft keine einheitliche Zeitschriftentypologie Bestand haben wird.
Nicht zuletzt die Internationalisierung des Zeitschriftenmarkts hat den Trend zu spezielleren, allerdings in sich homogenen Zielgruppen mit einheitlichen soziologischen Charakteristiken begünstigt. Das Merkmal kleiner, hoch spezialisierter Zielgruppen, das bisher nur die Fachzeitschrift erfüllte, findet sich damit nun ebenfalls in der SpecialInterest-Presse wieder. Was also unterscheidet beide Zeitschriftentypen voneinander? Weitere Abgrenzungsschwierigkeiten zu Fachzeitschriften rufen Kundenzeitschriften hervor. Viele Unternehmen haben es sich zur Aufgabe gemacht, mittels hauseigener Publikationen direkt mit ihren Kunden zu kommunizieren. Oftmals erfüllen diese Magazine mehrere Funktionen, was ihre exakte Einordnung erschwert. Ein Überblick über die unterschiedlichen Profile dieser Zeitschriften und eine differenzierte Darstellung der Marktstrukturen in diesem Bereich sollen im Rahmen dieser Arbeit zu einer Klärung beitragen.
Der deutsche Fachzeitschriftenmarkt hält mit mehr als 3.600 Titeln weltweit den Rekord. Die Fachtitel decken das gesamte Spektrum der unterschiedlichsten Wissensbereiche ab. Die inhaltliche Bandbreite erstreckt sich von einer sehr wissenschaftlichen bis hin zu einer allgemeinverständlichen Themenaufbereitung aus den Bereichen Industrie, Handel, Bildung, Gesundheit usw. Den gesamten Markt der Fachzeitschriften zu erfassen, ist jedoch nicht Ziel der Arbeit. Hinsichtlich der Vielzahl und Unterschiedlichkeit der Medienprodukte kann sich die vorliegende Arbeit nur auf ein ausgewähltes Teilsegment des Gesamtmarktes beschränken. Als Selektionshilfe dienen die „Media-Daten Fachzeitschriften“ 1/2005, die Fachjournale nach Inhalten differenzieren und eventuelle Überschneidungen mit anderen Gruppierungen berücksichtigen. Als Basis für die Funktionsuntersuchung im Print- und Onlinesektor soll im Rahmen dieser Arbeit der Bereich Kredit- und Finanzwesen dienen. Eine Sparte, die in den letzten Jahren einen stetigen Titelzuwachs verzeichnen konnte.
Die Mehrzahl der Fachverlage bietet Informationen und Beiträge auch im Internet. Allerdings gibt es große Unterschiede in der Art der Internetpräsentationen der verschiedenen Fachzeitschriften. Für eine bessere Differenzierung werden in dieser Arbeit die Onlineaktivitäten der Finanzfachzeitschriften gruppiert. Diese Unterteilung orientiert sich an der unterschiedlichen Nutzungsweise des Internets durch die Verlage. Es gibt einerseits Verlage, die den Onlineauftritt lediglich als Public-Relations-/Werbeinstrument nutzen. Andererseits ermöglicht das Internet Stammlesern ein ergänzendes Angebot, um ihnen Einblicke in Artikel der jeweils aktuellen Ausgabe zu gewähren. Darüber hinaus gibt es schließlich Verleger, die das Internet bereits als neue Plattform der Wissens- und Informationsvermittlung erkannt und etabliert haben. Wie ergänzende Funktionen zum Printmedium zukünftig Anwendung in Onlineauftritten finden können, soll am Ende der Arbeit verdeutlicht werden.
Das Medium Internet als ein Instrument der digitalen Vermittlung von Fachwissen wird zukünftig eine noch größere Bedeutung im Verlagswesen erlangen. Dennoch hängt die Zukunft der Vermittlung von Fachinformationen weniger von der jeweils genutzten Technologie als viel mehr davon ab, dass der spezielle Informationsbedarf des Lesers entsprechend seiner Präferenzen möglichst schnell und umfassend gedeckt wird. Daher ist die Verbreitung von Finanzinformationen an ein fachliches und zuletzt auch glaubwürdiges fundiertes Wissen geknüpft. Das Publikationsmedium Internet eröffnet für jedermann die Möglichkeit, sein Wissen der Öffentlichkeit zu vermitteln. Die Glaubwürdigkeit der angebotenen Informationen ist demzufolge stark eingeschränkt. Mit der Publikation „Fachzeitschrift“ hingegen verbindet der Leser ein hohes Vertrauen in die dargebotenen Auskünfte. Das Internet bietet demnach eine neue Herausforderung für Fachverlage, nämlich die Verknüpfung von verlässlichem Fachwissen mit der Möglichkeit, ein größeres interessiertes Publikum zu erreichen.
Der Fokus der Fachverlage sollte daher unabhängig von der jeweiligen Technologie auf den Leser gerichtet bleiben. Mehr noch als in anderen Bereichen sind Erfolg und Glaubwürdigkeit in der Verbreitung von Finanzfachinformationen an die fachliche Präzision und qualitative Hochwertigkeit der vermittelten Informationen geknüpft.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| 1. | Einleitung: Thema und Ziele der Arbeit | 1 |
| 2. | Die Zeitschriftenlandschaft in Deutschland | 5 |
| 2.1 | Die Zeitschrift | 5 |
| 2.1.1 | Die Geschichte der Zeitschrift | 5 |
| 2.1.2 | Die Definition der Zeitschrift | 7 |
| 2.1.3 | Die Struktur des Zeitschriftenmarktes | 10 |
| 2.2 | Die Fachzeitschrift | 14 |
| 2.2.1 | Die Geschichte der Fachzeitschrift | 14 |
| 2.2.2 | Die Definition der Fachzeitschrift | 16 |
| 2.2.3 | Die Struktur des Fachzeitschriftenmarktes | 17 |
| 2.2.4 | Die Leser von Fachzeitschriften | 24 |
| 2.3 | Fachzeitschriftenähnliche Zeitschriftentypen | 27 |
| 2.3.1 | Die Special-Interest-Zeitschrift | 27 |
| 2.3.2 | Die Kundenzeitschrift | 29 |
| 2.4 | Andere Medien für Fachinformationen | 34 |
| 3. | Deutsche Fachzeitschriften des Kredit- und Finanzwesens | 35 |
| 3.1 | Historische Entwicklung der Finanzfachzeitschrift | 35 |
| 3.2 | Profile der untersuchten Publikationen | 37 |
| 3.3 | Finanzfachinformationen | 57 |
| 3.3.1 | Darstellung im Printmedium | 57 |
| 3.3.2 | Darstellung im Onlinebereich | 58 |
| 3.4 | Neue Formen und Formate des Publizierens | 60 |
| 3.4.1 | Elektronisches Publizieren | 60 |
| 3.4.2 | Elektronisches Archivieren | 66 |
| 4. | Finanzfachinformationen: Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen print und online | 68 |
| 4.1 | Vorgehensweise | 68 |
| 4.2 | Das Onlineangebot der Finanzfachzeitschriften | 69 |
| 4.2.1 | Aufbau der Onlineseiten | 69 |
| 4.2.2 | Zweitverwertung der Printartikel | 70 |
| 4.2.3 | Zusätzlicher Onlineservice | 70 |
| 4.2.4 | „Electronic Publishing“ | 71 |
| 4.2.5 | Archivdatenbanken | 73 |
| 4.3 | Typologie der Finanzfachwebseiten | 75 |
| 4.3.1 | Überblick der Gruppierung | 75 |
| 4.3.2 | Gruppe I – Verlagsdarsteller | 75 |
| 4.3.3 | Gruppe II – Stammkundenbinder | 76 |
| 4.3.4 | Gruppe III – Wissensvermittler | 76 |
| 4.4 | Mögliche Ursachen für die Auflageneinbrüche | 78 |
| 4.4.1 | Onlineschaltung der Fachzeitschriften | 78 |
| 4.4.2 | Onlineschaltung der Fachartikel | 80 |
| 4.4.3 | Beschäftigtenzahlen der Kreditwirtschaft | 83 |
| 5. | Onlinestrategien | 85 |
| 5.1 | Potentiale der Onlineausgabe | 85 |
| 5.1.1 | Besonderheiten des Internets | 85 |
| 5.1.2 | Zusatz- und Serviceangebote als strategische Vorteile des Onlineauftritts | 90 |
| 5.1.3 | Finanzierung: Einnahmequellen durch den Webauftritt | 93 |
| 5.2 | Komplementarität: print und online müssen keine Konkurrenten sein | 95 |
| 6. | Zusammenfassung | 98 |
| Literaturverzeichnis | 101 | |
| Anhang | 109 |
„Performance“ Die Performance Verlag GmbH wurde im Jahr 1999 gegründet und publiziert seither die gleichnamige Zeitschrift „Performance – Finanzinformationen auf den Punkt gebracht“.252 Die Berichterstattung richtet sich nach dem Informationsgehalt für den erfolgsorientierten Finanzdienstleister, so daß vorrangig Fragen zu Versicherungen, Immobilien und Investmentfonds im Mittelpunkt der Zeitschrift stehen.253 Das zehnmal im Jahr erscheinende Fachmagazin ist nur im Abonnement erhältlich und verfügt über eine Auflagenhöhe von 11.500 Exemplaren254. Das Onlinemedium informiert den Nutzer über die aktuelle Printausgabe mit einem Inhaltsüberblick, der aus der Nennung der Rubrik, der Artikelüberschrift und einer jeweils kurzen Zusammenfassung besteht. Ältere Artikel können ab dem Jahr 2003 entweder nach Ausgabe oder Stichwort online recherchiert werden. Das Rechercheergebnis beinhaltet eine Zusammenfassung des Artikels und einen Verweis auf die gedruckte Zeitschrift. Die Möglichkeit des Downloads von der Webseite besteht für den Nutzer nicht. „Portfolio Institutionell“ Der Verlag HBS International GmbH widmet sich der Finanzdienstleistungsbranche in zwei sehr ähnlich benannten Zeitschriften. Das jüngere Magazin „Portfolio Institutionell“ ist erst seit 2002 auf dem Markt verfügbar. Die Auflagenzahlen werden von den Media-Daten Fachzeitschriften erst ab 2004 erfaßt. Das sechsmal jährlich erscheinende Fachblatt hat danach eine Druckauflage von 8.500 Exemplaren255. Mit Blick auf Branchen- und Finanzinformationen spricht das Finanzmagazin speziell institutionelle Investoren an. Der Inhalt besteht vorrangig aus Unternehmensnachrichten, Meinungen und Analysen von Managementkonzepten sowie Interviews mit Investoren. Seit 2004 sind der Verlag und „Portfolio Institutionell“ im Internet vertreten. Die Webseitengestaltung dient als Überblicks- und Informationsportal der Zeitschrift. Neben dem Einblick in Themen der aktuellen Ausgabe hat der Internetnutzer256 online die Möglichkeit, das gedruckte Fachmagazin zu bestellen. Dem Abonnenten steht ein gesonderter Onlinebereich zur Verfügung. Die Recherche nach älteren Artikeln und der Download aller Fachbeiträge sind für die Abonnenten kostenfrei. [...]
„IT-Banken & Versicherungen“ Diese weitere Publikation des BAUVE Verlages in der Rubrik Kredit- und Finanzwesen unterscheidet sich von der ebenfalls angebotenen Fachzeitschrift „Banken & Sparkassen“ durch einen erweiterten Leserkreis im Bereich der Versicherungsbranche. Mit einer ausführlichen und detaillierten Berichterstattung zur Informations- und Kommunikationstechnik in Banken und Versicherungen hinsichtlich neuer Technologien und Trends möchte die Fachpublikation IT-Verantwortliche und IT-Profis ansprechen.247 Das Magazin erscheint seit sechs Jahren mit einer gleichbleibenden Auflagenstärke von 7.000 Exemplaren248. Der Verlag präsentiert sich seit 1996 im Internet, und die Fachzeitschrift wird seit 2000 auf den Webseiten erwähnt. In einer kurzen Darstellung erhält der Nutzer einen Überblick zur inhaltlichen Thematik, und hat die Möglichkeit, eine Musterseite der Zeitschrift einzusehen. „Kurs“ Die monatlich erscheinende Zeitschrift für Finanzdienstleister wird von der Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH herausgegeben. Auf 54 Seiten werden Themen der Versicherungs- und Kreditbranche angesprochen. Seit Mitte der 90er Jahre wird die Auflagenhöhe in den Media-Daten für Fachzeitschriften aufgeführt. Nach einer Erstregistrierung von 5.000 Exemplaren249 hat sich die Druckauflage der Monatszeitschrift innerhalb von fünf Jahren verdoppelt. Inzwischen hat das Magazin die Druckauflage um weitere 7.000 Exemplare erhöht, so daß die derzeitige Auflage bei 17.142 Exemplaren250 liegt. Spürbare Auflageneinbrüche wie bei anderen Fachzeitschriften dieser Rubrik sind bei „Kurs“ nicht zu verzeichnen. Auch „Kurs“ bietet den Nutzern eine Onlineplattform. Die inhaltliche Verbindung zum Printprodukt ist allerdings wenig ausgeprägt. Die Suche nach älteren Artikeln wird dem User über die GENIOS Wirtschaftsdatenbank ermöglicht. Die Volltextrecherche der Datenbank beinhaltet das kostenpflichtige Herunterladen der jeweiligen Artikel.251 [...]
„Going-Public-Magazin“ Der gleichnamige Verlag, Going-Public-Media AG, veröffentlicht neben diesem Magazin noch zwei weitere Fachzeitschriften in der Rubrik Kredit- und Finanzwesen. Als Deutschlands erstes Journal zur Thematik Neuemissionen und Neuer Markt startete „Going-Public-Magazin“ 1997.241 Die höchsten Auflagenzahlen konnte das Blatt in den IPO-Boom-Jahren242 (2001: 14.508)243 verzeichnen. Inzwischen erscheint das Magazin mit einer Auflagenhöhe von 4.500 Exemplaren244. Die Zeitschrift deckt eine breite Palette von Schwerpunktthemen für professionelle Anleger wie Fondsmanager, Anlageund Vermögensberater ab. Der Onlineauftritt der Zeitschrift enthält zusätzlich zur Printausgabe aktuelle Kurzmeldungen sowie Spezial- und Servicethemen. Print- und Onlinemagazin ergänzen sich in der Verbreitung von Fachinformationen. Mit Hilfe von externen Datenbanken können Artikel seit 1998 kostenpflichtig abgerufen werden. „Immobilien & Finanzierung“ Das Fachmagazin der Verlagsgruppe Knapp/Richardi wird seit 1949 veröffentlicht. In ausführlichen Fachaufsätzen äußern sich Experten auf 62 Seiten zu aktuellen Markttrends, den jüngsten Unternehmensergebnissen und aktuellen Gesetzen auf dem Gebiet der Immobilienwirtschaft.245 Alle vierzehn Tage erscheint das Magazin mit einer Druckauflage von ca. 1.700 Exemplaren246. Genaue Aussagen zur Auflagenentwicklung können nicht gegeben werden, da die Auflagenerfassung erst seit 2002 in den MediaDaten erfolgt. Die Fachzeitschrift ist mit der Verlagsgruppe seit 2003 online. Die Artikel hingegen sind seit 1998 über die GENIOS-Datenbank und ab 2001 über die ECONDOC- und GIB-Datenbank verfügbar. Außerdem gibt es seit der Zeitschriftenpräsenz im Internet auch die Möglichkeit der Volltextrecherche auf den eigenen Seiten. Die Nutzung der Recherche steht jedem offen, der Download von Dokumenten ist allerdings nur für Abonnenten kostenfrei. Für andere Interessenten wird die Bezahlung der gewünschten Artikel über ein Internet-Zahlungssystem angeboten. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832494933
Arbeit zitieren:
Schuppan, Jeanette September 2005: Finanzfachinformation in Print und Online, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Special-Interest, Kundenzeitschrift, elektronisches Publizieren, Zeitschriften, Archiv



