Finanzderivate in deutschen Fonds
Aktuelle Bedeutung und Varianten ihrer Einsatzmöglichkeiten
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Andreas Treiber
- Abgabedatum: März 2004
- Umfang: 83 Seiten
- Dateigröße: 6,8 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule München Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8977-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8977-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8977-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Treiber, Andreas März 2004: Finanzderivate in deutschen Fonds, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Spezialfonds, Investment, Derivate, KAGG, Publikumsfonds
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Diplomarbeit von Andreas Treiber
Einleitung:
Diese Arbeit hat die Intention, dem Leder die Thematik des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten in deutschen Sondervermögen in rechtlicher sowie in praktischer Hinsicht näher zu bringen.
„Mit der Entstehung und der schnellen Fortentwicklung der Derivatemärkte werden derivative Finanzinstrumente in der modernen Portfolioverwaltung vermehrt als flexible und kostengünstige Instrumente der Ertrags- und Risikoprofilsteuerung eingesetzt.“ Diese einleitenden Worte zur Neuregelung des dritten Finanzmarktförderungsgesetz (im folgenden kurz: FMFG) geben bereits einen Hinweis auf die äußerst interessante Entwicklung bei der Anwendung von derivativen Produkten in den vergangenen Jahren.
Ein Ziel dieser Diplomarbeit wird es sein, diese Entwicklung in rechtlicher Hinsicht zu durchleuchten. Es besteht ein Spannungsfeld zwischen der Forderung nach möglichst weiten Spielräumen bei der Anwendung von derivativen Produkten zur Ergebnisoptimierung zum einen und dem Anlegerschutz unter Berücksichtigung der Risikodiversifizierung zum anderen. Hier wird die Schwierigkeit bei der grundlegenden Handhabung sowie dem Umgang mit derivativen Finanzinstrumenten in der globalen Investmentwelt deutlich.
Es muss eine gesetzliche Regelung gefunden werden, die beiden Forderungen gerecht wird. Dieser Thematik nimmt sich der erste Hauptteil dieser Arbeit an. Welche Finanzinstrumente sind überhaupt gesetzlich zugelassen und wie können sie sinnvoll eingesetzt werden? Dem dritten FMFG wird hierbei aufgrund seiner elementaren Bedeutung für den Einsatz von Derivaten in deutschen Sondervermögen ein eigenes Kapitel gewidmet.
Der vorangegangene Abschnitt deutet auf einen weiteren Schwerpunkt dieser Arbeit hin, der im zweiten Hauptteil zur Sprache kommt. Welche Bedeutung ist der Anlage von derivativen Finanzinstrumenten in deutschen Sondervermögen überhaupt beizumessen? Zur Bearbeitung dieser Frage werden Beispiele aus der Praxis erläutert und analysiert. Anhand von Rechenschaftsberichten deutscher Fondsgesellschaften soll die aktuelle Verwendung von Derivaten und deren Einfluss auf die Performance verdeutlicht werden.
Abschließend wird auf das Anfang dieses Jahres in Kraft getretene Investmentmodernisierungsgesetz eingegangen, da es bedeutende und weitreichende Veränderungen für die gesamte Fondsbranche beinhaltet. Der Fokus liegt auf der Kernnovelle Hedge-Fonds. Aller Voraussicht nach wird sich hier ein Milliardenmarkt für deutsche Fondsgesellschaften auftun.
Zusammenfassung:
Welche Rolle werden derivative Finanzinstrumente zukünftig in deutschen Fonds spielen? Die gesetzliche Entwicklung, beginnend mit dem ersten FMFG 1990 und endend mit der Verabschiedung des InvG Anfang diesen Jahres, gibt bereits eine Antwort darauf. Die Investmentidee wurde weiter vorangetrieben, und es fand eine laufende Ausweitung des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten in deutschen Fonds statt. Die wachsende Bedeutung dieser Anlageform findet ihren vorläufigen Höhepunkt in der Tatsache, dass im Zuge des InvGes erstmalig in Deutschland Hedge-Fonds zugelassen wurden.
Die Prognosen hinsichtlich der Absatzchancen dieses neuen Investmentproduktes sind eindeutig. Die Experten sehen in den nächsten Jahren eine stetig steigende Nachfrage. Lars Jäger vom Schweizer Hedge-Fonds-Anbieter Partners Group schätzt z.B., „dass in fünf Jahren in der Mehrzahl der Privatdepots Hedgefonds vertreten sind.“ Auch wenn aufgrund des negativen Images der Branche, die bei vielen Privatanlegern immer noch als riskant gilt, nicht mit einem Boom gerechnet wird, stehen die Anbieter bereits in den Startlöchern. Die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Start von Hedge-Fonds sind auf jeden Fall gegeben. Das InvG wird als eines der liberalsten in Europa angesehen.
An dieser Stelle lässt sich das in der Einleitung dieser Arbeit erwähnte Spannungsfeld zwischen Ergebnisoptimierung und Anlegerschutz aufgreifen. Der Erfolg von Hedge-Fonds wird sich nicht nur an Performance und Ergebnisoptimierung messen lassen, sondern auch davon abhängig sein, inwiefern die Branche der Forderung nach einem ausreichenden Anlegerschutz gerecht werden kann. Der Anbieter steht in der Pflicht, den potenziellen Anleger in ausreichender Form über die Chancen und Risiken dieser Anlageklasse aufzuklären. Es ist zu erwarten, dass sich die Investmentbranche gerade in der Anfangsphase auf diesen Punkt konzentrieren wird, um das Image von Hedge-Fonds-Produkten in der Öffentlichkeit zu verbessern und offensiv für sie zu werben. Die Kompetenz des Fondsmanagements ist ein weiterer entscheidender Erfolgsfaktor. Zum anderen wird sich zeigen, ob die Anleger aus den schwierigen Börsenjahren gelernt haben und erkennen, wie wichtig eine vernünftige Diversifikation ist. Da Hedge-Fonds-Produkte hinsichtlich ihrer Strategie im Vergleich zu traditionellen Anlagen weitaus komplexer sind, kann man potenziellen Anlegern nur empfehlen, sich intensiv mit dieser Produktklasse auseinandersetzen. Unerfahrene Anleger sollten von einer Investition absehen.
Man darf annehmen, dass mit der Zulassung von Hedge-Fonds derivative Finanzinstrumente generell mehr Beachtung in der Öffentlichkeit finden und auch als Anlageinstrument für deutsche Fonds an Bedeutung gewinnen werden. Mit zunehmender Aufgeklärtheit des Anlegers und Kenntnis der Vorzüge dieser Anlageklasse wird dieser mehr und mehr an deren Einsatz zur optimalen Ergebnisoptimierung interessiert sein.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass derivative Finanzinstrumente in der Zukunft aufgrund ihres kostengünstigen und flexiblen Einsatzes sowie ihrer niedrigen Korrelation zu der Marktentwicklung gerade in Zeiten fallender Märkte als strategisches Anlageinstrument in Publikums- und Spezialfonds nicht wegzudenken sein werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Tabellenverzeichnis | IV | |
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Abkürzungsverzeichnis | VI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Derivative Grundformen | 2 |
| 2.1 | Grundformen | 2 |
| 2.1.1 | Optionen | 2 |
| 2.1.2 | Futures | 3 |
| 2.1.3 | Swaps | 4 |
| 3. | Zulässige derivative Finanzinstrumente und deren Einsatz in deutschen Sondervermögen | 5 |
| 3.1 | Übersicht | 5 |
| 3.1.1 | Wertpapierbezogene Finanzinstrumente | 5 |
| 3.1.2 | Aktienindexbezogene Finanzinstrumente | 8 |
| 3.1.3 | Zinsbezogene Finanzinstrumente | 9 |
| 3.1.4 | Devisenbezogene Finanzinstrumente | 11 |
| 3.1.5 | Swaps | 12 |
| 3.2 | Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten | 14 |
| 3.2.1 | Absicherung | 14 |
| 3.2.2 | Ertragssteigerung | 16 |
| 3.2.3 | Risikobegrenzende Aktienfonds | 18 |
| 4. | Rechtliche Rahmenbedingungen | 21 |
| 4.1 | Situation nach Verabschiedung des dritten Finanzmarktförderungsgesetzes | 21 |
| 4.1.1 | Anlagemöglichkeiten | 21 |
| 4.1.2 | Risikobegrenzung | 22 |
| 4.1.3 | Beispiel zur Ermittlung des Markt- und Emittentenrisikos | 27 |
| 4.1.4 | Aufzeichnungspflichten | 29 |
| 4.1.5 | Anzeigepflichten | 30 |
| 5. | Aktuelle Bedeutung derivativer Finanzinstrumente in deutschen oder in Deutschland vertriebenen Sondervermögen | 31 |
| 5.1 | Publikumsfonds | 31 |
| 5.2 | Spezialfonds | 35 |
| 6. | Investmentmodernisierungsgesetz | 37 |
| 6.1 | Entstehung und Intention | 37 |
| 6.2 | Bedeutung für den deutschen Fondsmarkt | 39 |
| 6.3 | Hedge-Fonds | 41 |
| 6.3.1 | Definition | 41 |
| 6.3.2 | Rückblick | 43 |
| 6.3.3 | Handelsstrategien | 45 |
| 6.3.4 | Ausblick | 48 |
| 7. | Schlusswort | 52 |
| Literaturverzeichnis | 54 | |
| Anhang | 57 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832489779
Arbeit zitieren:
Treiber, Andreas März 2004: Finanzderivate in deutschen Fonds, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Spezialfonds, Investment, Derivate, KAGG, Publikumsfonds



