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Das Finanz-Controlling als Teil der Unternehmenssteuerung am Beispiel eines Baudienstleisters

Das Finanz-Controlling als Teil der Unternehmenssteuerung am Beispiel eines Baudienstleisters
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Raphael Kowalczykowski
  • Abgabedatum: August 2007
  • Umfang: 91 Seiten
  • Dateigröße: 1,4 MB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Lippe und Höxter Deutschland
  • Bibliografie: ca. 22
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0506-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8366-0506-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0506-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kowalczykowski, Raphael August 2007: Das Finanz-Controlling als Teil der Unternehmenssteuerung am Beispiel eines Baudienstleisters, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Finanz-Controlling, Unternehmenssteuerung, Informationsversorgung, Wirtschaftsingenieurwesen, Bauwesen

Diplomarbeit von Raphael Kowalczykowski

Einleitung:

Die Bauwirtschaft in Deutschland befand sich seit Mitte der 90er Jahre bis ins Jahr 2005 in einer schweren ökonomischen Krise. Seither sind es vor allem der globale Wirtschaftsaufschwung sowie die kräftigen Gewinneinnahmen der deutschen Unternehmen, die für höhere Investitionen im Bausektors sorgen. Zudem begünstigen steigende Steuereinnahmen die Finanzlage der Kommunen, die zur Zunahme der öffentlichen Bauinvestitionen führen.

Trotz des sich derzeit abzeichnenden Aufschwungs in der Bauwirtschaft, aber auch gerade aus diesem Grund heraus, ist es doch für jedes Bauunternehmen existenzsichernd und gewinnbringend, sich in Zeiten ändernder Marktbedingungen über die eigene Kapazitäts-, Kapital-, und Finanzlage sowie den jeweiligen Strukturen und Abhängigkeiten untereinander bewusst zu werden. Speziell auf den Wandel in der Unternehmensumwelt, der unter anderem auf die Globalisierung der Weltwirtschaft sowie auf die Liberalisierung und Deregulierung der Märkte zurückzuführen ist, sollten sich Bauunternehmen einstellen. Zudem sind es der Hyperwettbewerb, die Entmaterialisierung und Digitalisierung der Produkte im Zusammenhang mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien sowie der demografische und ökologische Wandel, die auch die Finanzlage eines Bauunternehmens beeinflussen können.

Die Anpassung und gezielte Steuerung dieser Faktoren wird es ermöglichen, Konjunkturzyklen effizient zu nutzen, um Wettbewerbsfähigkeit zu generieren. Betrachtet man jedoch den mittelständisch geprägten Bausektor, so stellt man fest, dass das Management über eine unterentwickelte Planung verfügt, eine informelle Steuerung und Kontrolle besitzt und die Verbreitung von Kostenrechnung und Budgetierung unterdurchschnittlich Anwendung findet.

Entweder werden wichtige Daten gar nicht erhoben oder mit erhobenen Daten wird nicht konsequent gesteuert. Aufgrund der hohen Finanzierungsaufwendungen im Baugewerbe sind es weiterhin die finanztechnischen Kriterien wie geringe Eigenkapitalquoten und Liquiditätsengpässe, die die Unternehmensexistenz bedrohen. Zudem sind es die unzureichenden bzw. nicht vorhandenen Arbeitskalkulationen und Terminpläne der Bauprojekte, die mangelnde Zuverlässigkeit von Bauleistungsmeldungen, fehlende Soll/Ist-Vergleiche sowie das lückenhafte Nachtragsmanagement, die zu einem unbefriedigenden Zustand führen. Jene Tatsachen unterstützten zahlreiche Insolvenzen im Bausektor in den letzten Jahren.

Weiterhin bestätigen sie die These, dass ein Controllingsystem, welches die Planung, Steuerung, Kontrolle und Informationsversorgung eines Unternehmens sicher stellen soll, unentbehrlich ist. Speziell das Finanzcontrolling, welches im finanzwirtschaftlichen Bereich eines Unternehmens das finanzielle Gleichgewicht zur Aufgabe hat, ist und bleibt ein existenzieller Bestandteil des Gesamtcontrollings zur Erzielung unternehmensrelevanter und finanztechnischer Ziele. Ziel dieser Arbeit wird es daher sein, die einzelnen Bestandteile eines solchen Finanzcontrollings wiederzugeben, die Abhängigkeiten dieser Bestandteile untereinander darzustellen sowie jene an einzelnen Beispielen zu verdeutlichen. Dazu werden innerhalb der Kapitel Finanzkontrolle und Finanzsteuerung einzelne Beispiele auf die Jahresabschlüsse eines Baudienstleisters übertragen, um den Bezug zur aktuellen Finanzlage der Bauwirtschaft zu erlangen.

Als Bezugspunkt wird hier die Hochtief AG gewählt, da diese als Global Player sehr erfolgreich wirtschaftet. Als internationaler Baudienstleister bietet Hochtief für komplexe Projekte aller Art eine breite Leistungspalette. Diese reicht von Entwicklung und Bau über Dienstleistungen bis hin zu Konzessionen und Betrieb.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Das Controlling als essentielle Instanz 2
1.3 Das Finanzcontrolling als Teil der Unternehmenssteuerung 4
2. Finanzplanung
2.1 Definition 6
2.2 Der Finanzplan / Liquiditätsplan 7
2.3 Der Investitionsplan 11
2.3.1 Investitionsrechnungen 12
2.4 Kapitalbedarf 16
3. Finanzkontrolle 19
3.1 Definition 19
3.2 Kennzahlenanalyse 20
3.2.1 Definition 20
3.2.2 Bestandsorientierte Kennzahlenanalyse 22
3.2.2.1 Vertikale Bilanzstruktur 23
3.2.2.1.1 Analyse der Vermögensstruktur 23
3.2.2.1.2 Analyse der Kapitalstruktur 31
3.2.2.2 Horizontale Bilanzstruktur 41
3.2.2.2.1 Horizontale Finanzierungsregeln 41
3.2.2.2.2 Liquiditätsregeln und –kennzahlen 46
3.2.3 Stromgrößenorientierte Kennzahlenanalyse 52
3.2.3.1 Erfolgskennzahlen 53
3.2.3.1.1 Absolute Erfolgskennzahlen 53
3.2.3.1.2 Relative Erfolgskennzahlen 62
3.2.3.2 Aktivitätskennzahlen 67
4. Finanzsteuerung 68
4.1 Definition 68
4.2 Kennzahlensysteme 68
4.2.1 Logisch-deduktive Kennzahlensysteme 69
4.2.2 Empirisch-induktive Kennzahlensysteme 74
5. Informationsversorgung 77
5.1 Definition 77
5.2 Informationssysteme 79
6. Zusammenfassung 81
7. Fazit und Ausblick Hochtief AG 82
Anlage 1: Konzernbilanzen 2005/2006 der Hochtief AG 83
Anlage 2: Konzernbilanzen 2005/2006 der Bilfinger Berger AG 84
Anlage 3: Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen 2005/2006 der Hochtief AG 85
Anlage 4: Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen 2005/2006 der Bilfinger Berger AG 86
Literaturverzeichnis 87

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Das Controlling als essentielle Instanz 2
1.3 Das Finanzcontrolling als Teil der Unternehmenssteuerung 4
2. Finanzplanung
2.1 Definition 6
2.2 Der Finanzplan / Liquiditätsplan 7
2.3 Der Investitionsplan 11
2.3.1 Investitionsrechnungen 12
2.4 Kapitalbedarf 16
3. Finanzkontrolle 19
3.1 Definition 19
3.2 Kennzahlenanalyse 20
3.2.1 Definition 20
3.2.2 Bestandsorientierte Kennzahlenanalyse 22
3.2.2.1 Vertikale Bilanzstruktur 23
3.2.2.1.1 Analyse der Vermögensstruktur 23
3.2.2.1.2 Analyse der Kapitalstruktur 31
3.2.2.2 Horizontale Bilanzstruktur 41
3.2.2.2.1 Horizontale Finanzierungsregeln 41
3.2.2.2.2 Liquiditätsregeln und –kennzahlen 46
3.2.3 Stromgrößenorientierte Kennzahlenanalyse 52
3.2.3.1 Erfolgskennzahlen 53
3.2.3.1.1 Absolute Erfolgskennzahlen 53
3.2.3.1.2 Relative Erfolgskennzahlen 62
3.2.3.2 Aktivitätskennzahlen 67
4. Finanzsteuerung 68
4.1 Definition 68
4.2 Kennzahlensysteme 68
4.2.1 Logisch-deduktive Kennzahlensysteme 69
4.2.2 Empirisch-induktive Kennzahlensysteme 74
5. Informationsversorgung 77
5.1 Definition 77
5.2 Informationssysteme 79
6. Zusammenfassung 81
7. Fazit und Ausblick Hochtief AG 82
Anlage 1: Konzernbilanzen 2005/2006 der Hochtief AG 83
Anlage 2: Konzernbilanzen 2005/2006 der Bilfinger Berger AG 84
Anlage 3: Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen 2005/2006 der Hochtief AG 85
Anlage 4: Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen 2005/2006 der Bilfinger Berger AG 86
Literaturverzeichnis 87

Textprobe:

Kapitel 3.2.1,Definition Kennzahlenanalyse: Nach Mensch werden Finanz-Kennzahlen als Kennzahlen zur Darstellung und Analyse der gegenwärtigen oder zukünftigen Finanzsituation eines Unternehmens auf der Basis von Jahresabschluss-Größen definiert.

Mit Hilfe der Finanzkennzahlen soll die Unternehmensleitung Entscheidungen treffen, um dem obersten Ziel der Finanzkontrolle, nämlich der Aufrechterhaltung des finanziellen Gleichgewichtes, entgegenzukommen. Kennzahlen lassen sich auf der einen Seite nach den Einzelkennzahlen, bestehend aus den Grundzahlen und den Verhältniszahlen, sowie den Kennzahlensystemen auf der anderen Seite, unterscheiden.

Letztere werden in Kapitel 4. behandelt. Bezüglich der Charaktereigenschaften der Einzelkennzahlen lässt sich sagen, dass diese sowohl beschreibend, wenn sie die Sachverhalte lediglich aufzeigen, erklärend, um Ursachen- und Wirkungszusammenhänge klarzustellen, sowie vorhersagend sind, wenn sie sich auf Prognosen beziehen. Bezüglich der Verwendung lassen sich Einzelkennzahlen nach dem Informationszweck, wenn diese zur Analyse der Finanzsituation eingesetzt werden, sowie dem Steuerungszweck, wenn man diese zur Planung für zukünftige Aktivitäten oder lediglich zur Reaktion auf Abweichungen innerhalb der Finanzsteuerung einsetzt, unterscheiden.

Anders als die absoluten Grundzahlen wie z.B das Betriebsergebnis, werden Verhältniszahlen, beide Bestandteile der Einzelkennzahlen, in Beziehung zueinander gesetzt, zwischen denen ein sachlicher Zusammenhang besteht. Innerhalb dieser Durchführung von Vergleichen, durch die eine Kennzahl erst seine Aussagekraft erlangt, werden nach Perridon/Steiner folgende Vergleichstypen unterschieden:

So werden bei einem Zeitvergleich Kennzahlen in periodischer Abfolge miteinander verglichen, um vor allem auf die Trendentwicklung schließen zu können. Weiterhin können auch Kennzahlen branchengleicher Unternehmen verglichen werden, um innerhalb der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung seinen eigenen Standpunkt sowie den der Konkurrenz darzustellen.

Abschließend sei noch der Soll-Ist-Vergleich innerhalb der internen Analyse zu nennen, mit deren Hilfe die Plandaten aus der Finanzplanung durch den Vergleich mit den tatsächlich erreichten Kennziffern kontrolliert werden können. Aus den Unterzielen der Finanzkontrolle, nämlich der dispositiven und strukturellen Liquidität sowie der Rentabilität, lässt sich eine Vielzahl an Kennzahlen herausbilden.

Nach Olfert/Rahn werden innerhalb der Finanzkontrolle Kennzahlen zur Liquidität, Finanzierung und der Rentabilität analysiert. Perridon/Steiner ergänzen diese drei Säulen durch die Kennzahlenanalyse zur Investition. Alle genannten Analyseschwerpunkte finden im Rahmen der Finanzanalyse Verwendung und sollen daher im folgendem einzeln vorgestellt werden. Die Systematik für Kennzahlen der Finanzanalyse, in der bestandsorientierte Kennzahlen von stromgrößenorientierten Kennzahlen unterschieden werden, soll anhand Abbildung 8 verdeutlicht werden, um die Vielzahl der genannten Analyseschwerpunkte deutlich zu machen.

Letztendlich führt nur die Kombination von Bestands- und Stromgrößen zur abgerundeten Finanzführung und -kontrolle, um Zusammenhänge und Abhängigkeiten beider Aspekte sichtbar zu machen.

Kapitel 3.2.2, Bestandsorientierte Kennzahlenanalyse: Innerhalb der Bilanzanalyse werden aufgrund des Bilanzaufbaus vertikale und horizontale Bilanzstrukturen unterschieden. Beide haben gemeinsam, das sie and als stromgrößenorientierte Kennzahlen, die einen Zeitraum abdecken, zeitpunktbezogen bzw. statisch sind. Erst durch den Zeit-, Branchen-, oder Soll-Ist-Vergleich der bestandsorientierten Kennzahl erhält diese ihre Aussagekraft.

Innerhalb der vertikalen Bilanzstruktur unterscheidet man die Aktivseite (Vermögensstruktur) und die Passivseite (Kapitalstruktur), innerhalb derer die Aktivpositionen ins Verhältnis zum Gesamtvermögen bzw. das Eigenkapital zum Fremdkapital und zum Gesamtkapital gesetzt werden.

Demgegenüber werden innerhalb der horizontalen Bilanzstruktur die Beziehungen zwischen den Aktiv- und Passivpositionen sichtbar gemacht. Hier wird das Vermögen ins Verhältnis zum Eigenkapital und langfristigen Fremdkapital ins Verhältnis gesetzt. Die vertikalen sowie horizontalen Finanzierungsregeln schreiben bestimmte Kennzahlen fest, in denen sich die ermittelten Kennzahlen innerhalb der vertikalen sowie horizontalen Bilanzanalyse bewegen sollten.

Arbeit zitieren:
Kowalczykowski, Raphael August 2007: Das Finanz-Controlling als Teil der Unternehmenssteuerung am Beispiel eines Baudienstleisters, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Finanz-Controlling, Unternehmenssteuerung, Informationsversorgung, Wirtschaftsingenieurwesen, Bauwesen

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