Financial Planning und Portfolio Management Theorie
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Matthias Schindler
- Abgabedatum: Oktober 2003
- Umfang: 121 Seiten
- Dateigröße: 763,6 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7669-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7669-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7669-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schindler, Matthias Oktober 2003: Financial Planning und Portfolio Management Theorie, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Finanzplanung, Altervorsorge, Geldanlage, Beratung, Vermögensverwaltung
In den Warenkorb
74,00 €
Diplomarbeit von Matthias Schindler
Zusammenfassung:
Das Thema dieser Diplomarbeit lautet „Financial Planning und Portfolio Management Theorie“. Der Inhalt ist sowohl für Anbieter von Financial-Planning-Beratung als auch für Anleger bzw. potentielle Kunden oder Interessierte, die die Freiheit der finanziellen Unabhängigkeit erreichen wollen, sehr aufschlussreich. In der Arbeit wird als erstes das Thema eingegrenzt und Financial Planning definiert. Außerdem befasst sich das erste Kapitel mit sozial- und finanzpolitischen Fragen (Altersvorsorge) in Verbindung mit dem privaten Vermögensaufbau der Bevölkerung in Deutschland. Zudem soll der Vermögensverwaltungsmarkt in Deutschland im Vergleich zu den USA dargestellt werden. Im Anschluss werden die Marktteilnehmer: die Anleger, die Anbieter und die Überwachungsgremien angesprochen. Im Einzelnen beschäftigt sich dieses zweite Kapitel u.a. mit den Nutzen, den Zielen, dem Angebot, den verschiedenen Typen und den Funktionen der Marktteilnehmer. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der eigentlichen Dienstleistung „Financial Planning“, es beschreibt den Prozess der Beratung, den Aufbau und den Inhalt des Beratungsergebnisses, dem sog. „Finanzkonzept“. Im folgenden Teil wird der Inhalt des Finanzkonzeptes mit der modernen Portfoliomanagement-Theorie in Verbindung gebracht. Und untersucht, in wie weit die Theorie in der Praxis angewendet bzw. die Praxis der Theorie gerecht wird. Das vorletzte Kapitel, für Interessenten einer Beratung empfehlenswert, wirft einen kurzen Blick auf den Financial Planning Angebotsmarkt. Hier sollen wesentliche qualitative Unterschiede in der Beratung der drei Hauptanbietergruppen (Banken, private Finanzdienstleister, Versicherungen) des Financial Planning angesprochen werden und hervor gehoben werden, welche Sparte am ehesten in der Lage ist, ein sauberes Financial Planning im Sinne dieser Arbeit anzubieten. Vor allem Beratern liefert diese Qualitätsanalyse zur Steigerung des Nutzens ihrer Dienstleistung und folglich der Zufriedenheit ihrer Kunden nützliche Anhaltspunkte. Zuletzt erfolgt noch ein kurzer Ausblick in die Zukunft des Financial Planning.
Der Begriff „Financial Planning“ stammt aus dem angelsächsischen Raum und ist in Deutschland noch relativ jung. Darunter versteht man die finanzielle Beratung von Privatpersonen, die darauf abzielt, die Interessenten bei der Erfüllung ihrer finanziellen und wirtschaftlichen Wünsche zu unterstützen. Diese Arbeit macht keinen Unterschied zwischen vermögenden und nicht vermögenden Privatpersonen bzw. Familien. Grundlage der Beratung ist ein analytischer Prozess, der sich auf Liquidität, Vermögen, Bilanzen, GuV`s, persönliche Ziele und Präferenzen der Kunden stützt. Ähnlich der Betriebswirtschaftlichen Auswertungen und den Bilanzen, die Unternehmensberater und Steuerberater für Unternehmen erstellen, die ohne diese Zahlenwerke nicht gesteuert werden können. Das Financial Planning umfasst dabei nicht nur das Nettovermögensportfolio der zu Beratenden Personen oder Familien, sondern bezieht außerdem die Schulden und Zukunftsvorsorge mit ein. Um dem hohen Anspruch des Financial Planning Standes gerecht zu werden. Ist es als Berater unbedingt nötig, die Kunden objektiv, individuell, ganzheitlich und dauerhaft zu Beraten und sich ein breites Kompetenzspektrum anzueignen.
In Zukunft wird sich die Philosophie der Finanzberatungsbranche weg von der produkt- und problemorientierten Beratung mit dem Ziel des Produktverkaufs gegen Provision bewegen. Und sich eine individuelle, ganzheitliche, konzeptionelle, objektive und dauerhafte Beratung auf Honorarbasis entwickeln, das „Financial Planning“.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | III | |
| TABELLENVERZEICHNIS | V | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | V | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | Aufgabenstellung | 1 |
| 1.1.1 | Inhalt der Arbeit | 1 |
| 1.1.2 | Abgrenzung und Definition des Financial Planning | 1 |
| 1.2 | Der Vermögensverwaltungsmarkt in USA und Europa | 2 |
| 1.2.1 | Finanz- und sozialpolitische Rahmenbedingungen | 2 |
| 1.2.2 | Das Marktpotential in Deutschland | 5 |
| 2. | DIE SPIELER AUF DEM VERMÖGENSVERWALTUNGSMARKT | 6 |
| 2.1 | Die Nachfrageseite des Financial Planning | 6 |
| 2.1.1 | Anlegerkategorien | 6 |
| 2.1.2 | Ziele und Nutzen der Anleger | 7 |
| 2.2 | Die Angebotsseite des Financial Planning | 8 |
| 2.2.1 | Das Angebotsspektrum | 8 |
| 2.2.2 | Warum Financial Planning? | 12 |
| 2.2.3 | Qualitätsanforderungen an Financial Planner | 13 |
| 2.2.3.1 | Aus- u. Weiterbildung zum Financial Planner | 13 |
| 2.2.3.2 | Die neue EU-Vermittler-Richtlinie | 16 |
| 2.2.3.3 | Haftung und gesetzlicher Rahmen für Financial Planner | 18 |
| 2.2.4 | Entlohnungsformen | 21 |
| 2.3 | Wer sorgt für die Einhaltung der Spielregeln? | 23 |
| 3. | PROZESS UND INHALT DES FINANCIAL PLANNING | 25 |
| 3.1 | Der Beratungsprozess im Überblick | 25 |
| 3.2 | Datenaufnahme | 26 |
| 3.3 | Analyse des Status quo | 29 |
| 3.3.1 | Die Private Bilanz | 29 |
| 3.3.2 | Die Private Gewinn- und Verlustrechnung | 31 |
| 3.3.3 | Chancen- und Risikoanalyse | 33 |
| 3.4 | Das individuelle Finanzkonzept | 39 |
| 3.4.1 | Grundlegendes zum Finanzkonzept | 39 |
| 3.4.2 | Optimierung des Vermögens | 40 |
| 3.4.3 | Optimierung der Risikovorsorge | 44 |
| 3.4.4 | Optimierung des Cash Flows | 50 |
| 3.5 | Konzeptumsetzung und regelmäßiges Update | 52 |
| 4. | PORTFOLIO MANAGEMENT THEORIE IM FINANCIAL PLANNING | 56 |
| 4.1 | Was ist ein Portfolio? | 56 |
| 4.2 | Investmentphilosophien und –stile | 57 |
| 4.3 | Performance | 59 |
| 4.3.1 | Die Rendite | 60 |
| 4.3.2 | Risiko | 61 |
| 4.3.3 | Liquidität | 67 |
| 4.3.4 | Zeithorizont | 67 |
| 4.3.5 | Inflation | .69 |
| 4.4 | Asset Allocation und effiziente Portfolios | 70 |
| 4.5 | Portfolio-Insurance | 78 |
| 4.6 | Portfolio Management Theorie im Berateralltag | 81 |
| 5. | BERATUNGSQUALITÄT DER FINANZDIENSTLEISTER | 83 |
| 5.1 | Beurteilungskriterien | 83 |
| 5.2 | Beratungsqualität bei Banken | 85 |
| 5.3 | Beratungsqualität bei privaten Finanzdienstleistern | 88 |
| 5.4 | Beratungsqualität bei Versicherungen | 93 |
| 5.5 | Für jeden Kunden der richtige Finanzdienstleister | 96 |
| 6. | DIE ZUKUNFT DES FINANCIAL PLANNING | 98 |
| ANHANG | VI | |
| QUELLENVERZEICHNIS | XIV | |
| VERZEICHNIS DER GESPRÄCHSPARTNER | XIX | |
| ERKLÄRUNG GEMÄß § 31 ABS. 5 RAPO | XX |
Situation des Kunden nicht oder nicht mehr benötigt werden. Dadurch werden ebenfalls freie Mittel, die anderweitig investiert werden können freigesetzt. Eine Übersicht von wichtigen Policen in verschiedenen Lebenssituationen enthält die Tabelle 5. Die Maßnahmen zur Umsetzung der geschilderten Risikooptimierung werden im Folgenden kurz geschildert. Bei der AV wäre zunächst das Sparen für die private AV anzusprechen. Entweder muss bei Nichtvorhandensein ein neuer Spartopf eröffnet werden oder der Sparbetrag einer bestehenden pAV angepasst werden. Weiterhin muss die maximale Inanspruchnahme der für den Kunden in Frage kommenden Staatlichen Förderungen (bAV, Riester) sichergestellt werden. Bei den übrigen Versicherungsverträgen, sind neue wichtige abzuschließen, bestehende und nötige Policen anzupassen bzw. den Anbieter zu wechseln und unnötige Verträge sind zu kündigen. [...]
die Verweisbarkeit ausgeschlossen werden. Von der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente ist im übrigen keine hohe Leistung zu erwarten. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass der Finanzplaner nicht nur fundierte Kenntnisse über Kapitalanlagen, sondern ebenso detailliertes Wissen über Assekuranzprodukte und deren etwaigen Kosten benötigt. Jedoch bedeutet dies nicht, dass der Financial Planner dem Kunden bereits im Finanzplan konkrete Produktempfehlungen unterbreitet. Dieser qualitative Vergleich muss sich auf objektive Kriterien, die auf jedes einzelne Produkt eines Versicherungstyps anwendbar sind beziehen. Zur besseren Vermittlung der Unterschiede in den Versicherungsvertragsbedingungen bietet sich für das Finanzkonzept eine tabellarische Gegenüberstellung der bestehenden Bedingungen des Kunden und der Musterbedingungen an. Produktempfehlungen können falls der Interessent dies wünscht in der Umsetzungsphase oder bereits in einem Anhang des Konzeptes gegeben werden. Die selben Optimierungsregeln gelten auch für die noch nicht erwähnten SachTab 5: Versicherungskompass [...]
der pAV im Konzept kann, wie das Beispiel in Abbildung 18 zeigt, neben der schriftlichen Ausarbeitung auch durch ein Diagramm erfolgen. Dieses zeigt in der Ansparphase die Sparraten, beim Renteneintritt das angesparte Vermögen und in der Rentenbezugsphase die voraussichtlichen Rentenzahlungen, die entweder durch einen Entnahmeplan (ewige Rente, Kapitalverzehr) oder durch Rentenzahlungen eines privaten Rentenversicherungsträgers erfolgen können. Für ein sorgenfreies Leben im Alter kann auch das mietfreie Wohnen, das Eigenheim, eine Grundbedingung sein. Zwar sind in den ersten Jahren die Annuitätenraten der Eigenheimfinanzierung höher als die Mietzahlungen eines Mieters. Zum einen aber wurde durch den Hausbau Vermögen geschaffen und zum anderen hat der Häuslebauer im Alter lediglich seine Instandhaltungsrücklage aufzubringen und der Mieter hingegen eine höhere monatliche Miete, mit der in der Vergangenheit kein Vermögen geschaffen wurde. Außerdem, sollte dem Eigenheimbesitzer in der Rente sein Einfamilienhaus zu groß werden, kann er es immer noch verkaufen und in eine kleinere Eigentumswohnung umziehen, wodurch sogar gebundenes Vermögen freigesetzt würde.51 Des weiteren sind neben der Altersvorsorge noch die Gesundheits-, Berufsunfähigkeitsvorsorge und die Hinterbliebenenabsicherung zu optimieren. Diese besonderen Lebenssituationen sind normalerweise durch Versicherungen abgedeckt. Welche im Hinblick auf gleiche Prämie, aber höhere Leistung oder gleiche Leistung, aber geringere Prämie zu optimieren sind. Dadurch kann Geld eingespart oder ein höherer Nutzen erreicht werden, was sich in der Soll-GuV wiederspiegelt. Unter Leistung werden aber nicht nur die quantitativen Versicherungs- oder Rentenzahlungssummen verstanden, sondern vor allem auch die qualitativen Versicherungsbedingungen. Ein Beispiel wäre bei der Berufsunfähigkeitsversicherung die konkrete Verweisbarkeit auf einen anderen Beruf. Was bringt einem Bauarbeiter mit kaputter Wirbelsäule eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die nicht leistet, sondern stattdessen von ihm verlangt, zukünftig eine weniger anstrengende bspw. Bürotätigkeit, für die er gar nicht qualifiziert ist auszuüben. Demnach sollte bei einer vernünftigen privaten Berufsunfähigkeitsversicherung [...]
In den Warenkorb
74,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832476694
Arbeit zitieren:
Schindler, Matthias Oktober 2003: Financial Planning und Portfolio Management Theorie, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Finanzplanung, Altervorsorge, Geldanlage, Beratung, Vermögensverwaltung



