Financial Futures in der Rechnungslegung von Kreditinstituten
Unter besonderer Berücksichtigung der Problematik von Bewertungseinheiten
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christof Werner Anstett
- Abgabedatum: September 1995
- Umfang: 136 Seiten
- Dateigröße: 8,2 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3875-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3875-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3875-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Anstett, Christof Werner September 1995: Financial Futures in der Rechnungslegung von Kreditinstituten, Hamburg: Diplomica Verlag
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Diplomarbeit von Christof Werner Anstett
Einleitung:
Die Arbeit befaßt sich mit der Frage nach der Abbildung von Aktienindex- und Zins-Futures im Jahresabschluß eines Kreditinstitutes. Fehlende Rechnungslegungsvorschriften und die Kontraktspezifikationen von Futures sowie die aufgrund der Neuheit von Futures bestehenden Meinungsdivergenzen in Bilanzierungs- und Bewertungsfragen ergaben den Anstoß für die vorliegende Untersuchung.
Die konkreten Bilanzierungs- und Bewertungsfragen müssen aus dem Gefüge der GoB heraus beantwortet werden. Eine besondere Rolle spielen der Einzelbewertungsgrundsatz, das Imparitäts- und das Realisationsprinzip.
Die Herausarbeitung der Wesensmerkmale und Besonderheiten der Finanzterminkontrakte zeigt, daß es sich bei Futures bis zu ihrer Erfüllung oder Glattstellung um schwebende Geschäfte handelt, die nur im Fall eines Verpflichtungsüberschusses auf Seiten des Bilanzierenden in den Jahresabschluß eingehen. Dabei ist die Frage zu klären, ob drohende Verluste am Bilanzstichtag entweder durch Rückstellungsbildung bei gleichzeitiger Aktivierung der gezahlten Margin oder aber durch erfolgswirksame Verbuchung dieser Margin zu berücksichtigen sind. Der besondere Charakter der Margin-Zahlungen spricht für eine erfolgswirksame Behandlung.
Von Bedeutung für die Rechnungslegung ist die Systematisierung der Anwendungsmöglichkeiten von Futures. Futures zu Spekulationszwecken sind streng einzeln zu bewerten, d.h. eine Verrechnung von unrealisierten Gewinnen und Verlusten aus verschiedenen Future-Geschäften ist nicht zulässig.
Werden Financial Futures zu Sicherungszwecken abgeschlossen, stellt sich die Frage, ob das Sicherungsgeschäft bei der bilanziellen Beurteilung des Zins- oder Preisänderungsrisikos des Grundgeschäftes zu berücksichtigen ist. Dahingehend kann festgestellt werden, daß eine kompensatorische Bewertung im Rahmen einer Bewertungseinheit mit den GoB vereinbar ist, falls der wirtschaftliche Zusammenhang zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft anhand von objektiven Kriterien konkretisiert werden kann. Die kompensatorische Bewertung von Grund- und Sicherungsgeschäft vermeidet die bei einer Wertminderung erforderliche Abschreibung bzw. Rückstellungsbildung. Nur ein nach der Verrechnung von Gewinnen und Verlusten verbleibender Saldo ist imparitätisch zu behandeln. Während die Bildung von Mikro-Bewertungseinheiten unproblematisch ist, werden Bewertungseinheiten auf Makro- und Portfolioebene kontrovers diskutiert.
Inhaltsverzeichnis:
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | V | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | VIII | |
| A. | GRUNDLAGEN | 1 |
| I. | Einführung | 1 |
| 1. | Problematik | 1 |
| 2. | Aufbau der Untersuchung | 3 |
| II. | Darstellung von Financial Futures | 4 |
| 1. | Begriffliche Abgrenzung und Wesen der Financial Futures | 4 |
| 2. | Anwendungsmöglichkeiten der Financial Futures | 5 |
| III. | Abgrenzung des Begriffes Bewertungseinheit | 6 |
| B. | AUSGEWÄHLTE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE FÜR FINANCIAL FUTURES | 9 |
| I. | Grundsatz der Nichtbilanzierung schwebender Geschäfte | 9 |
| 1. | Nichtbilanzierung bei Ausgeglichenheit von Ansprüchen und Verpflichtungen | 9 |
| 2. | Bilanzierung/Nichtbilanzierung bei fehlender Ausgeglichenheit von Ansprüchen und Verpflichtungen | 11 |
| a) | Positiver Erfolgsbeitrag | 11 |
| b) | Negativer Erfolgsbeitrag | 12 |
| II. | Grundsatz der Einzelbewertung | 13 |
| C. | BILANZIERUNG UND BEWERTUNG VON AKTIENINDEX- UND ZINS-FUTURES | 15 |
| I. | Bilanzierung und Bewertung der Margins | 15 |
| 1. | Darstellung des Margin-Systems | 15 |
| 2. | Behandlung der Initial Margin | 16 |
| 3. | Behandlung der Variation Margin | 19 |
| a) | Behandlung der erhaltenen Variation Margin | 19 |
| b) | Behandlung der geleisteten Variation Margin | 20 |
| aa) | Qualifizierung der geleisteten Variation Margin als Anzahlung | 20 |
| bb) | Qualifizierung der geleisteten Variation Margin als Sicherheitsleistung | 21 |
| cc) | Erfolgswirksame Behandlung | 23 |
| 4. | Behandlung der Margins bei Glattstellung und Fälligkeit | 25 |
| II. | Bilanzierung und Bewertung des Future-Kontraktes | 25 |
| 1. | Unterscheidung der Financial Futures | 25 |
| a) | Arten von Financial Futures | 25 |
| b) | Darstellung der rechtlichen Einordnung | 27 |
| c) | Darstellung der wirtschaftlichen Einordnung | 28 |
| 2. | Behandlung am Bilanzstichtag | 30 |
| a) | Bilanzierung bei Unausgeglichenheit von Anspruch und Verpflichtung | 30 |
| b) | Bewertungsansatz | 32 |
| 3. | Behandlung bei Glattstellung | 34 |
| 4. | Behandlung bei Fälligkeit | 35 |
| III. | Zusammenfassende Darstellung | 38 |
| D. | BILDUNG VON BEWERTUNGSEINHEITEN BEI AKTIENINDEX- UND ZINS-FUTURES | 39 |
| I. | Konzeptionelle Grundlagen der Bewertungseinheit bei Financial Futures | 39 |
| 1. | Problematik einer isolierten Betrachtungsweise von Grund- und Sicherungsgeschäft | 39 |
| 2. | Bewertungseinheit i.w.S. | 40 |
| a) | Formal-juristische Auslegung des Einzelbewertungsgrundsatzes | 41 |
| b) | Wirtschaftliche Auslegung des Einzelbewertungsgrundsatzes | 42 |
| c) | Rechtsprechung zur Problematik der Einzelbewertung vs. der Bildung von Bewertungseinheiten | 43 |
| d) | Gesetzlich kodifizierte Ausnahmeregelung von der Einzelbewertung bei Fremdwährungstermingeschäften | 45 |
| 3. | Schlußfolgerungen für die Abbildung von Financial Futures | 45 |
| II. | Umsetzung der Bildung von Bewertungseinheiten | 48 |
| 1. | Systematisierung geeigneter Kriterien für die Bildung von Bewertungseinheiten | 49 |
| a) | Objektiver Absicherungsbedarf | 49 |
| b) | Wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft | 50 |
| aa) | Einheitliche Zwecksetzung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft | 50 |
| bb) | Kausalzusammenhang zwischen Gewinnchance und Verlustrisiko | 52 |
| c) | Risiko- und wertkompensierende Wirkung | 53 |
| aa) | Basiswertidentität | 54 |
| bb) | Sicherungswirkung | 55 |
| cc) | Fälligkeitsidentität | 57 |
| 2. | Bildung von Bewertungseinheiten | 58 |
| a) | Abgrenzung verschiedener Methoden zur Abbildung von Sicherungszusammenhängen | 58 |
| b) | Bilanzierung und Bewertung von Mikro-Hedges | 60 |
| aa) | Bildung von Mikro-Bewertungseinheiten am Bilanzstichtag | 60 |
| bb) | Behandlung der Mikro-Bewertungseinheiten bei Glattstellung oder Fälligkeit des Kontraktes | 64 |
| c) | Bilanzierung und Bewertung von Makro- und Portfolio-Hedges | 68 |
| aa) | Problembereiche bei komplexen Hedge-Strategien | 68 |
| bb) | Bildung von Makro-Bewertungseinheiten | 71 |
| cc) | Bildung von Portfolio-Bewertungseinheiten | 73 |
| E. | SCHLUßBEMERKUNG | 77 |
| ANHANG | X | |
| GLOSSAR | XXVII | |
| QUELLENVERZEICHNIS | XXX |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832438753
Arbeit zitieren:
Anstett, Christof Werner September 1995: Financial Futures in der Rechnungslegung von Kreditinstituten, Hamburg: Diplomica Verlag
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