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Feedbackorientierte Ausgestaltung interner Assessment Center zur Leistungsstimulierung von Führungskräften

Konzept - Empirisches Schlaglicht - Gestaltungsempfehlungen

Feedbackorientierte Ausgestaltung interner Assessment Center zur Leistungsstimulierung von Führungskräften
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Annika Paczkowski
  • Abgabedatum: November 2002
  • Umfang: 178 Seiten
  • Dateigröße: 1,8 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Leibniz Universität Hannover Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7286-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7286-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7286-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Paczkowski, Annika November 2002: Feedbackorientierte Ausgestaltung interner Assessment Center zur Leistungsstimulierung von Führungskräften, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Human Resource, Feedback, Gespräch, Führungskräfteentwicklung, Befragung

Diplomarbeit von Annika Paczkowski

Problemstellung:

Bei internen Assessment Centern (ACs) befinden sich die Teilnehmer zumeist während der gesamten Durchführung im Unklaren darüber, welche Leistungsanforderungen an sie gestellt werden und inwiefern sie in der Lage sind, die zum erfolgreichen Bestehen des ACs notwendigen Fähigkeiten unter Beweis stellen zu können.

Erst in den Feedback-Gesprächen, die zumeist am Ende eines ACs durchgeführt werden, erhalten die Teilnehmer nach der Ergebnisauswertung eine umfassende Rückmeldung über ihre gezeigten Stärken und Schwächen.

Hier kann dann das Selbstbild, das die Teilnehmer von sich besitzen, mit dem Fremdbild abgeglichen werden, welches die Assessoren während der Beobachtung entwickelt haben.

Somit kann den Feedback-Situationen ein hoher Stellenwert zugesprochen werden. Vor diesem Hintergrund muss der Fähigkeit des Feedback-Gebers zu einfühlsamen und motivierendem Feedback eine große Relevanz beigemessen werden, da eventuelle Frustrationen bei den Teilnehmern nur durch eine gut begründete und deutlich nachvollziehbare Argumentations- und Vermittlungsweise begrenzt und somit negative Auswirkungen auf die Leistungsmotivation vermieden werden können.

In der Praxis kann aufgrund des bestehenden Zeitmangels und/oder fehlender Feedback-Kompetenz der Assessoren die Gefahr bestehen, dass durch unpassendes Feedback vor allem solche Teilnehmer, bei denen Entwicklungspotenziale festgestellt wurden, eine Rückmeldung erhalten, die sie nicht oder nur in geringem Maße zu weiterer erfolgsorientierter Leistungserbringung motiviert. Besonders problematisch sind Einschätzungen, die eine grundsätzliche Potenzialaberkennung beinhalten, welche die Teilnehmer während ihrer weiteren Laufbahn in der Unternehmung begleitet.

In der themenbezogenen Literatur wird Feedback-Situationen – entgegen der skizzierten großen Bedeutung – nur relativ wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Insofern kann hier ein lohnender Ansatzpunkt für detailliertere Untersuchungen gesehen werden.

Die Zielsetzung der Arbeit knüpft daher an den aufgezeigten Diskussionsstand zum Feedback in internen ACs an. Es soll die feedbackorientierte Ausgestaltung des internen ACs unter besonderer Berücksichtigung leistungsstimulierender Gesichtspunkte untersucht werden. In diesem Zusammenhang werden – nach der Entwicklung einer allgemeinen Rahmenstellung in Abschnitt 2 – verschiedene Feedback-Situationen und -Zielsetzungen betrachtet und grundsätzliche Kommunikationsregeln für erfolgreiche und effiziente Rückmeldungen abgeleitet. Diese werden in der Folge als Grundlage für die sich anschließende Untersuchung der spezifischen Gesprächssituation im internen AC herangezogen (Abschnitt 3).

Die empirische Untersuchung (Abschnitt 4) bezieht sich auf Befragungsergebnisse, die bei 18 Unternehmungen erhoben wurden. Sie haben die Konzeption sowie die Durchführung von internen ACs zum Gegenstand. Auch hierbei ist eine Zentrierung auf die Gestaltung von Feedback-Situationen und den Umgang mit Ergebnissen aus dem AC erkennbar. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen der praktischen Fundierung der Entwicklung eines prozessorientierten Konzeptes im fünften Abschnitt. Unter Rekurs auf die erhobenen Daten sowie unter Berücksichtigung des in Abschnitt drei erstellten Phasenkonzeptes werden hier umfassende Handlungsempfehlungen entwickelt, welche auf die Optimierung von Feedback-Situationen in internen ACs abzielen.

Abschließend wird auf die Entwicklungsmöglichkeit einer umfassenden Feedback-Kultur eingegangen, welche sich positiv auf die Reflexionsfähigkeit der Unternehmungsmitglieder auswirken und als Impulsgeber für eine Vitalisierung in Unternehmungen gelten kann.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Führungskräfteauswahl und -entwicklung als erfolgskritische Aufgabe in Unternehmungen 1
1.1 Führungskräfte-Entwicklungsprogramme: Kernelement des Human Resource Management 1
1.2 Feedback-Situationen als kritische Gestaltungsfaktoren in internen Assessment Centern 2
1.3 Optimierung von Feedbackprozessen in internen Assessment Centern: Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 3
2. Interne Assessment Center und Feedbackprozesse in Unternehmungen: Entwicklung einer Rahmenvorstellung 4
2.1 Human Resource Management in Unternehmungen als thematischer Bezugsrahmen 4
2.1.1 Ziele eines Human Resource Management im Rahmen einer strategischen Unternehmungsführung 4
2.1.2 Führungskräfteauswahl und -entwicklung als strategische Personalmanagementaufgabe 5
2.2 Interne Assessment Center als Auswahl- und Entwicklungsinstrument in Unternehmungen 7
2.2.1 Ziele und Ausprägungsformen des betrieblichen Assessment Centers 7
2.2.2 Kernelemente eines internen Assessment Centers 8
2.2.2.1 Spezifika und Begründungssituationen: Potenzialanalyse zur Führungskräfteauswahl und -entwicklung 8
2.2.2.2 Übungssituationen im Überblick: Zielsetzungen und Beobachtungsschwerpunkte 10
2.2.3 Problemfelder eines internen Assessment Centers 12
2.3 Feedback als Führungs- und Reflexionsinstrument in Unternehmungen 14
2.3.1 Ziele und Situationsausprägungen von Feedback in Unternehmungen 14
2.3.2 Beachtung von Kommunikations- und Feedbackregeln im dyadischen Interaktionsprozess 16
2.3.3 Individuelles Feedback: Transparenz durch Gegenüberstellung von Selbst- und Fremdbild 18
2.3.4 Problembereiche von Feedbackprozessen unter Effizienzgesichtspunkten 19
2.4 Feedbackprozesse als zentrale Elemente eines internen Assessment Centers 20
2.4.1 Stellenwert und Besonderheiten von Feedback-Situationen in internen Assessment Centern 20
2.4.2 Rollenspezifische Situation von Feedback-Geber und -Nehmer 21
2.5 Zwischenfazit: Feedback als kritische Gestaltungsvariable bei internen Assessment Centern 22
3. Gestaltung eines leistungsfördernden Feedbacks für Führungskräfte im Rahmen interner Assessment Center - ein prozessorientiertes Konzept 23
3.1 Generierung eines integrativen prozessorientierten Feedback-Konzeptes als Qualitätsmerkmal interner Assessment Center 23
3.1.1 Anforderungen und Zielrichtungen der Feedback-Konzeption unter leistungsstimulierenden Gesichtspunkten 23
3.1.2 Abgrenzung von Prozessphasen im Rahmen des integrativen Konzeptes 24
3.2 Vor-AC-Phase: Akzentuierung des Feedback-Elements 25
3.2.1 Gestaltungsmöglichkeiten und -formen des Assessment Centers unter leistungsstimulierenden Feedbackgesichtspunkten 25
3.2.2 Training und Sensibilisierung der Feedback-Geber 26
3.3 Feedback-Teilprozesse innerhalb eines internen Assessment Centers 28
3.3.1 Detaillierte Informationslage als Grundvoraussetzung eines fundierten Feedbacks 28
3.3.1.1 Beobachtung des Teilnehmerverhaltens durch Feedback-Geber 28
3.3.1.2 Austausch der Beobachtungseindrücke und systematische Ergebnisdokumentation 30
3.3.2 Feedback-Gesprächssituationen beim internen Assessment Center 31
3.3.2.1 „Warming-up“: Gesprächseinleitung und -ziele 31
3.3.2.2 Kern-Feedback: Situative Komponenten der Mitteilung von Verhaltenseindrücken 33
3.3.2.3 Perspektivenvermittlung: Ergebnisorientierung des Feedback-Gespräches als zentraler Erfolgsfaktor 35
3.4 Feedback-Nachverfolgung nach Beendigung des Assessment Centers: Umsetzung der Feedbackergebnisse 36
3.4.1 Feedback-Ergebnisse als Grundlage für reflektierende Beurteilungsgespräche und Personalentwicklungsprozesse 36
3.4.2 Reflexion von Feedback-Situationen: Lerneffekte für Feedback-Geber und -Nehmer 37
3.5 Zwischenfazit: Intensive Feedback-Gestaltung als Schlüsselfaktor für den Erfolg von internen Assessment Centern 38
4. Leistungsstimulierende Feedback-Situationen in internen Assessment Centern in der Praxis: Ergebnisse einer Unternehmungsbefragung 39
4.1 Umfang und Methodik der empirischen Untersuchung 39
4.2 Ziele und Strukturierung von internen Assessment Centern in der Praxis 40
4.3 Feedback-Gespräche mit Führungskräften als Kernelement interner Assessment Center 42
4.3.1 Stellenwert von Feedback-Situationen bei internen Assessment Centern 42
4.3.2 Leistungsstimulierende Gestaltung von Feedback-Situationen 43
4.3.2.1 Vorbereitungsmaßnahmen für das Feedback-Gespräch 43
4.3.2.2 Ergebnisorientierte Durchführung des Gespräches 44
4.3.2.3 Umsetzung der Feedback-Ergebnisse in konkrete Handlungsschritte 46
4.4 Problemfelder bei Feedback-Gesprächen und daraus resultierender Handlungsbedarf 47
4.5 Zwischenfazit: Assessment Center-Feedback zwischen Anspruch und Realität in der Praxis 49
5. Empfehlungen zur leistungsstimulierenden Gestaltung von Feedback-Situationen in internen Assessment Centern für Führungskräfte unter Berücksichtigung der Befragungsergebnisse 51
5.1 Normativ-personalpolitischer Stellenwert: Feedback als Element einermitarbeiterorientierten Personalpolitik 51
5.2 Feedbackorientierte Gestaltung von internen Assessment Centern - Konkretisierung des integrativen Prozessmodells auf Basis der Befragungsergebnisse 52
5.2.1 Pre-AC-Phase: Schaffung von Voraussetzungen für ein feedback-orientiertes internes Assessment Center 52
5.2.1.1 Positionierung der Feedback-Orientierung als inhaltlicher „Roter Faden“ des internen Assessment Centers 52
5.2.1.2 Feedback-Vermittlung und Feedback-Aufnahme als Qualifizierungsobjekt der Personalentwicklung 54
5.2.2 AC-Phase: Situationsangemessenes Feedback als Schlüsselfaktor in internen Assessment Centern 57
5.2.2.1 Akzentuierung der Dialogfähigkeit bei Assessment Center-Feedback-Situationen 57
5.2.2.2 Ergebnisorientierung und Perspektivenvermittlung im Rahmen des Assessment Center-Feedbacks 58
5.2.3 Post-AC-Phase: Erreichung der Feedback-Ziele als Analyseobjekt 59
5.2.3.1 Umsetzung von Feedback-Ergebnissen im Rahmen von Zielsetzungssystemen 59
5.2.3.2 Feedback als Objekt des Personal- und Führungscontrollings: Dokumentation von Feedback-Erfolgen 60
5.3 Assessment Center-Feedback als Systemelement einer umfassenden Rückmeldungs- und Entwicklungskultur in Unternehmungen 62
5.3.1 Generierung einer breit gefächerten Ziel-Ergebnis-Feedback-Kultur 62
5.3.2 Erweiterung des Feedback-Spektrums am Beispiel der Vorgesetztenbeurteilung 63
5.3.3 Stärkung der Selbst-Reflexionsfähigkeit von Unternehmungsmitgliedern 64
5.4 „Lernpotenzial-Assessment Center“ als Entwicklungsrichtung mit feedbackorientierter Ausrichtung 65
5.5 Synopse: Zentrale Gestaltungsempfehlungen zu einem leistungs-stimulierenden Feedback bei internen Assessment Centern 66
6. „Feedback-Kultur“ als Impulsgeber für eine vitale Unternehmungsentwicklung 68
Literaturverzeichnis 69

Automatisiert erstellter Textauszug:

allen Gesprächspartnern akzeptiert werden kann. Um die Ergebnisse zur Erstellung einer Feedback-Grundlage optimal nutzen zu können, werden diese zumeist schriftlich ausgearbeitet und an die Assessoren verteilt.284 Obwohl alle Gesprächsführer somit über eine neutrale Gesprächsbasis verfügen, wird nicht grundsätzlich ausgeschlossen, dass sie auch subjektive Eindrücke in das Gespräch einfließen lassen können.285 Bezogen auf die personelle Gesprächskonstellation ist bereits im Vorfeld zu entscheiden, welche Personen an dem Gespräch teilnehmen und wer die Verantwortung für die Gesprächsführung übernimmt. Die Rückmeldegespräche, welche in direktem Anschluss an die Übungssituationen oder unmittelbar nach dem AC erfolgen, sind in den meisten Unternehmungen für die Beobachter und den Kandidaten konzipiert, wobei der Assessor die Rolle des Gesprächsführers übernimmt. Lediglich in zwei Fällen erfolgt eine aktive Beteiligung des Teilnehmers.286 In einzelnen Unternehmungen wird den direkten Vorgesetzten der Teilnehmer die Gesprächsführung übertragen.287 Diese erhalten entweder ein Handlungsleitfaden für das Gespräch sowie eine schriftliche Ausarbeitung der Teilnehmerleistungen,288 oder sie haben im Vorfeld selbst beobachtend am AC teilgenommen.289 Eine Ausnahme im Hinblick auf die Feedback-Konzeption bildet eine Unternehmung, welche die Gespräche generell von externen Beratern, welche beide Psychologen sind, durchführen lässt.290 4.3.2.2 Ergebnisorientierte Durchführung des Gespräches Eine zentrale Bedeutung bei den Rückmeldegesprächen messen nahezu alle Respondenten der Tatsache bei, dass die Teilnehmer am Ende des Feedbacks ausdrücklich über ihre Stärken und Schwächen informiert sein müssen, jedoch durch das damit zusammenhängende Ergebnis nicht negativ in ihrer weiteren Leistungserbringung beeinflusst werden dürfen.291 Vor diesem Hintergrund wurde von einem befragten Experten besonders herausgestellt, dass „... ein Teilnehmer, welcher gute Leistungen im AC zeigt, durch ein falsch übermitteltes Feedback deutlich in seiner weiteren Leistungsmotivation beeinträchtigt werden [kann, Anm. d. Verf.]“.292 Einem zielführenden Feedback, so ein anderer Experte, sei dagegen inhärent, „... auch [...]

AC anhand eines schriftlich erstellten Gutachtens.276 Zum anderen wird durch die Teilnahme des Vorgesetzten eine – auf der Basis konstatierter Stärken und Schwächen als erforderlich erachtete – optimale zeitliche und arbeitsplatzbezogene Umsetzung der Fördermaßnamen initiiert.277 Auch der Teilnehmer soll in diesem Gespräch die Möglichkeit erhalten, seine Vorstellungen und Bestrebungen hinsichtlich seines weiteren Karriereverlaufs zu integrieren. Der Einbezug von verschiedenen Interessenlagen wird vor diesem Hintergrund in einigen Unternehmungen als eine Conditio sine qua non für eine zielführende Umsetzung der AC-Ergebnisse durch geeignete Entwicklungsmaßnahmen angesehen.278 4.3.2 Leistungsstimulierende Gestaltung von Feedback-Situationen 4.3.2.1 Vorbereitungsmaßnahmen für das Feedback-Gespräch Neben der optimalen terminlichen Konzeption ist auch die Vorbereitung der feedbackgebenden Personen sowie der personellen Gesprächskonstellation von großer Bedeutung für den Verlauf des Feedbacks. Viele der Befragten stellen dabei die Feedback-Kompetenzen der Assessoren sowohl für den Verlauf und das Ergebnis des Gespräches im Hinblick auf die Leistungsmotivation des Teilnehmers als auch für die Akzeptanz des gesamten Instrumentariums als äußerst signifikant heraus.279 Gleichwohl kann keine der befragten Unternehmungen auf spezielle Schulungsmaßnahmen verweisen, in denen ausführlich die Verhaltensrichtlinien für den Aufbau und den Ablauf von Rückmeldegesprächen thematisiert werden. Dennoch erfolgt im Rahmen des allgemeinen Beobachtertrainings vor allem in denjenigen Unternehmungen eine Akzentuierung der Feedbackproblematik, in welchen die Beobachter selbst aktiv in die Gespräche involviert sind.280 Weiterhin wird in diesem Zusammenhang betont, dass die Mehrzahl der unternehmungsinternen Feedback-Geber bereits über ausreichende Erfahrungswerte hinsichtlich motivierender Gesprächsführung verfügt,281 oder aber im Rahmen der Beobachterkonferenz explizit über die zu vermittelnden Inhalte aufgeklärt wird.282 Alle befragten Experten betonen die zentrale Stellung der im Anschluss an die Übungssituationen stattfindenden Beobachterkonferenz zur Vorbereitung der einzelnen Gespräche. In drei Unternehmungen wird additional nach jeder Übungssituation eine Diskussion und Evaluation der Teilnehmerleistungen durchgeführt.283 Das Hauptziel beider Dialogprozesse ist dabei in der Erarbeitung eines möglichst objektiven Gesamtergebnisses zu sehen, welches gemeinsam von [...]

Den Feedback-Situationen wird von der Mehrzahl der befragten Unternehmungen eine besondere Bedeutung – vor allem für die weitere Entwicklung der Teilnehmer – zugesprochen.268 Dabei sind mehrere Ausprägungsformen zu beobachten: das begleitende Feedback nach den einzelnen Übungsaufgaben, das Gespräch am Ende des ACs sowie das Rückmelde- und Entwicklungsgespräch einige Zeit nach der Durchführung des ACs. Einige Unternehmungen setzen nur eine der möglichen Gesprächsformen ein,269 andere verfolgen einen nahezu umfassenden Ansatz und versuchen, alle Feedbackarten und -gelegenheiten zu integrieren.270 Ein sehr kontrovers betrachteter Bereich ist das Zwischenfeedback nach den einzelnen Übungssituationen. Hierzu existieren zum einen sehr positiv gefärbte Auffassungen, die explizit der damit überprüfbaren Lernfähigkeit und -bereitschaft elementare Bedeutung beimessen.271 Konträr dazu steht die Überlegung, dass begleitendes Feedback automatisch eine Antizipation gewünschter Verhaltensweisen aufseiten der Kandidaten induziert, was in der Folge ein nichtauthentisches Verhalten evozieren würde, welches sich dementsprechend einer objektiven Bewertung entzieht.272 Die meisten der befragten Unternehmungen halten ein leistungsmotivierendes Feedback am Ende der ACs oder in unmittelbarem Anschluss an die Veranstaltung für die effektivste Variante.273 Hier sind die Eindrücke auf Teilnehmer- sowie auf Beobachterseite noch zeitnah und Verhaltensveränderungen können durch ein angemessenes, exemplifizierendes Feedback schneller hervorgerufen werden. Jedoch rücken nicht ausschließlich diejenigen Gespräche in den Fokus der Betrachtung, welche während oder in unmittelbarem Anschluss an die Übungssituationen erfolgen. Fast alle Unternehmungen sehen besonders in einem zweiten, zeitlich nachgelagerten Gespräch die Möglichkeit, mit dem Teilnehmer eingehende Diskussionen hinsichtlich seines weiteren Entwicklungsweges zu führen.274 In dieses Gespräch ist neben dem Kandidaten und seinem direkten Vorgesetzten oftmals ein Mitarbeiter aus der Personal(entwicklungs-)abteilung involviert.275 Eine solche Konstellation wird von mehreren Zielsetzungen begleitet. Zum einen erfolgt durch die Gesprächsteilnahme des Personalmitarbeiters eine objektive Eruierung der Teilnehmerleistung im [...]

Arbeit zitieren:
Paczkowski, Annika November 2002: Feedbackorientierte Ausgestaltung interner Assessment Center zur Leistungsstimulierung von Führungskräften, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Human Resource, Feedback, Gespräch, Führungskräfteentwicklung, Befragung

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