Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Fallstudien zur organisatorischen Gestaltung der Softwareentwicklung bei deutschen Computerspielherstellern

Fallstudien zur organisatorischen Gestaltung der Softwareentwicklung bei deutschen Computerspielherstellern
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Henning Wiechers
  • Abgabedatum: April 2002
  • Umfang: 187 Seiten
  • Dateigröße: 960,4 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5622-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5622-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5622-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wiechers, Henning April 2002: Fallstudien zur organisatorischen Gestaltung der Softwareentwicklung bei deutschen Computerspielherstellern, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Projektmanagement, Software, Computerspiel

Diplomarbeit von Henning Wiechers

Einleitung:

Durch die immer höheren Anforderungen an moderne Software wird auch ihre Herstellung immer komplizierter. Für Unternehmen, die erfolgreiche Softwareentwicklung betreiben wollen, reicht es nicht aus, über das notwendige fachliche und technische Know-how zu verfügen, es muß ihnen auch gelingen, den Entwicklungsprozeß in einer geeigneten Weise zu organisieren. Dabei sind zahlreiche organisatorische Gestaltungsentscheidungen zu treffen, z. B. bzgl. der Arbeitsteilung innerhalb des Projektteams, der Festlegung von Weisungsbefugnissen, der Standardisierung von Aufgaben oder der Kommunikation mit Kunden.

Hilfestellungen für die Praxis werden momentan im Forschungsprojekt „Kontingenzmodell“ erarbeitet, das der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Systementwicklung an der Universität zu Köln durchführt. In empirischen Untersuchungen wird dazu ermittelt, wie sich die Rahmenbedingungen von softwareentwickelnden Unternehmen auf deren organisatorische Gestaltung auswirken. Diese Arbeit ist in die Reihe derartiger Untersuchungen einzuordnen. Der Fokus liegt dabei auf deutschen Computerspielherstellern.

Als Grundlage werden zunächst der Begriff „Computerspiel“ und der deutsche Markt für Computerspiele besprochen, insbesondere mit dem Ziel, fünf für die Untersuchung geeignete und möglichst repräsentative Computerspielhersteller zu lokalisieren.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt anschließend auf der Schilderung der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich dieser fünf Unternehmen. Dabei werden zum einen typische Besonderheiten der Computerspielentwicklung gegenüber „normaler“ Softwareentwicklung deutlich, z. B. die sehr heterogene Zusammensetzung von Projektteams mit Spezialisten aus völlig verschiedenen Berufen. Zum anderen wird aufgezeigt, daß es den Unternehmen - trotz ähnlicher Rahmenbedingungen - mit relativ unterschiedlichen Ansätzen in der organisatorischen Gestaltung gelang, erfolgreiche Produkte hervorzubringen.

Inhaltsverzeichnis:

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS V
TABELLENVERZEICHNIS VI
1. EINLEITUNG 1
1.1 EINORDNUNG UND MOTIVATION DER ARBEIT 1
1.2 ZIELSETZUNG 4
1.3 VORGEHEN 4
1.4 BEGRIFFSKLÄRUNGEN 5
2. COMPUTERSPIELE UND DER DEUTSCHE MARKT FÜR COMPUTERSPIELE 9
2.1 DAS COMPUTERSPIEL 9
2.1.1 Definition und Einordnung 9
2.1.2 Klassifizierung von Computerspielen 14
2.1.2.1 Klassifizierung nach Genre 15
2.1.2.2 Klassifizierung nach Plattform 18
2.1.2.3 Klassifizierung nach Verkaufspreis 19
2.1.3 Besonderheiten von Computerspielen 21
2.2 DER DEUTSCHE MARKT FÜR COMPUTERSPIELE 23
2.2.1 Volumen des Gesamtmarktes und einzelner Marktsegmente 24
2.2.2 Anbietersituation 27
2.2.2.1 Differenzierung der Anbieter 27
2.2.2.2 Situation der deutschen Computerspielhersteller 28
2.2.3 Nachfragersituation 31
2.2.4 Markttendenzen 32
3. DAS KONTINGENZMODELL UND SEINE OPERATIONALISIERUNG 34
3.1 DAS KONTINGENZMODELL 34
3.2 DIE OPERATIONALISIERUNG DES KONTINGENZMODELLS 36
3.2.1 Einflußfaktoren 38
3.2.2 Gestaltungsdimensionen 40
3.2.2.1 Horizontale Arbeitsteilung 40
3.2.2.2 Aufbauorganisation 41
3.2.2.3 Ablauforganisation 42
3.2.2.4 Planung 43
3.2.2.5 Entscheidungsdelegation 43
3.2.2.6 Koordination 43
3.2.2.7 Formalisierung 44
3.2.2.8 Kommunikation mit dem Kunden/Markt 44
3.2.3 Übersicht über die Dimensionierung des Kontingenzmodells 45
3.3 BEWERTUNG DES KONTINGENZMODELLS 47
4. UNTERSUCHUNG ZUR ORGANISATORISCHEN GESTALTUNG 48
4.1 VORGEHEN 48
4.1.1 Auswahl von Computerspielherstellern und Projekten 48
4.1.2 Durchführung der Erhebungen 50
4.2 UNTERSUCHTE UNTERNEHMEN UND PROJEKTE 50
4.2.1 Ascaron: Patrizier 2 50
4.2.2 Funatics: Cultures 52
4.2.3 Software 2000: Bundesliga Manager X 53
4.2.4 Sunflowers: TechnoMage 55
4.2.5 Synetic: Mercedes-Benz Truck Racing 56
4.3 UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE 58
4.3.1 Aufgabeninhalte der fachlich-technische Aufgaben 58
4.3.2 Ausprägungen der Einflußfaktoren des Kontingenzmodells 60
4.3.2.1 Art der Auslösung 60
4.3.2.2 Neuartigkeit der Technologie 62
4.3.2.3 Neuartigkeit der Anwendung 67
4.3.2.4 Dynamik der Anforderungen 68
4.3.2.5 Empfundene Planbarkeit 71
4.3.3 Weitere vorgefundene Einflüsse auf die organisatorische Gestaltung 74
4.3.3.1 Weitere Einflußfaktoren 74
4.3.3.2 Unternehmensindividuelle Einflüsse 77
4.3.4 Vorgefundene organisatorische Gestaltung 79
4.3.4.1 Horizontale Arbeitsteilung 79
4.3.4.1.1 Art der horizontalen Arbeitsteilung 79
4.3.4.1.2 Weitere Gestaltungsaspekte 83
4.3.4.2 Aufbauorganisation 87
4.3.4.3 Ablauforganisation 97
4.3.4.3.1 Art der Vorgehensweise 97
4.3.4.3.2 Weitere Gestaltungsaspekte 104
4.3.4.4 Planung 107
4.3.4.4.1 Detailtiefe der Planung 107
4.3.4.4.2 Weitere Gestaltungsaspekte 114
4.3.4.5 Entscheidungsdelegation 116
4.3.4.6 Koordination 120
4.3.4.6.1 Ausmaß der Vorauskoordination 120
4.3.4.6.1 Weitere Gestaltungsaspekte 123
4.3.4.7 Formalisierung 125
4.3.4.8 Kommunikation mit dem Kunden/Markt 130
4.3.4.9 Zusammenarbeit mit Zulieferern 134
4.4 ERFOLGSMESSUNG 138
4.5 ZUSAMMENFASSUNG DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE 140
5. FAZIT 145
LITERATURVERZEICHNIS 146
ANHANG 156
ERKLÄRUNG 178

Automatisiert erstellter Textauszug:

Mit dem Kontingenzmodell soll ein Instrument für Unternehmen geschaffen werden, aus dem sich Empfehlungen zur organisatorischen Gestaltung der Softwareentwicklung ableiten lassen. Zu würdigen ist dabei gegenüber dem PSQM grundsätzlich der Ansatz, diese Gestaltungsempfehlungen nicht pauschal, sondern unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen von Unternehmen aussprechen zu wollen. Ob das Kontingenzmodell jedoch bis zur Praxistauglichkeit ausgereift werden kann, ist momentan fraglich. In den bisherigen empirischen Untersuchungen zeigte sich, daß die Zusammenhänge zwischen Rahmenbedingungen und organisatorischen Gestaltung in der Praxis weit komplexer sind als es das recht mechanistische und stark vereinfachende Kontingenzmodell vermuten läßt. Insbesondere die wenigen operationalisierten Einflußfaktoren, die sich zudem nur auf die Merkmale der Aufgabe beziehen, geben die in der Praxis vorgefundenen, vielfältigen Begründungen für Gestaltungsentscheidungen nur begrenzt wieder.253 Problematisch ist auch, daß bisher eine systematische Erfolgsmessung bei den untersuchten Unternehmen bzw. Projekten fehlt. So lassen sich zwar die Gestaltungsentscheidungen nachvollziehen, ob es den jeweiligen Unternehmen gelingt, mit ihrer organisatorischen Gestaltung erfolgreich Software herstellen - die Gestaltungsentscheidungen also sinnvoll waren - wurde bisher nicht erfaßt. Die angesprochenen Probleme sind für die vorliegende Arbeit jedoch weitgehend irrelevant, da das Kontingenzmodell hier lediglich als Ausgangsbasis für Untersuchungen eingesetzt wird. Für diese Zwecke eignet es sich aus zwei wesentlichen Gründen hervorragend. Zum einen liefert es eine in der Organisationslehre gereifte Systematisierung der wesentlichen organisatorischen Gestaltungsaspekte. Zum anderen läßt der Interviewleitfaden genügend Spielraum, um weitere relevante Einflußfaktoren aufzudecken. Für eine Erfolgsmessung kann bei den in dieser Arbeit untersuchten Computerspielen auf Bewertungen der Produktqualität in Computerspielzeitschriften zurückgegriffen werden.254 [...]

Die Gestaltung der Ablauforganisation besitzt in der Softwareentwicklung eine zentrale Bedeutung und wird in zahlreichen Vorgehensmodellen behandelt.233 Im Kontingenzmodell werden diesbezüglich nur einige grundsätzliche Gestaltungsaspekte herausgegriffen. ¾ Gestaltungsdimension: Art der Vorgehensweise Bzgl. der Art der Vorgehensweise können folgende Ausprägungen voneinander abgegrenzt werden: 234 ƒ Bei der entwicklungsaufgabenorientierten Vorgehensweise werden die Anforderungen an die Software und ihre Komponenten frühzeitig festgelegt und danach systematisch umgesetzt. ƒ Bei der fortschrittsorientierten Vorgehensweise konkretisieren sich Anforderungen erst im Laufe der Entwicklung. Es werden verschiedene Versionen der Software entwickelt, die sich durch die Erfüllung einer wachsenden Menge von Anforderungen unterscheiden. Neben der Art der Vorgehensweise werden noch drei weitere Gestaltungsaspekte thematisiert.235 Zum einen können hinsichtlich der zeitlichen Abfolge der Entwicklungsaufgaben sequentielle und parallele Entwicklungen unterschieden werden.236 Weiterhin wird der Zeitpunkt des Concept Freeze237 und der Einsatz von Prototypen238 betrachtet. [...]

Aspekte der Aufbauorganisation wurden bisher im Kontingenzmodell nicht mit einer konkret meßbaren Dimension, sondern „offen“ erfaßt. Mit der Art der Projektorganisation soll hier eine solche konkret meßbare Dimension eingeführt werden. ¾ Gestaltungsdimension: Art der Projektorganisation Die Erstellung von Software wird in der Praxis i. d. R. in Form von Projekten durchgeführt.227 Bzgl. der Projektorganisation228 können diverse Spielarten differenziert werden.229 In dieser Arbeit werden lediglich zwei Grundtypen unterschieden: ƒ Bei der reinen Projektorganisation werden projektbezogene Aufgaben in einen von der übrigen Organisationsstruktur relativ unabhängigen Projektbereich ausgegliedert. Diesem Projektbereich werden eigene Mitarbeiter zugeordnet, denen gegenüber alleine der Projektleiter weisungsbefugt ist.230 ƒ Bei der eingebetteten Projektorganisation231 wird das Projekt innerhalb bestehender Organisationsstrukturen durchgeführt. Die Projektleiter sind gegenüber den Projektmitarbeitern nicht weisungsbefugt oder teilen sich die Weisungsbefugnisse mit anderen Vorgesetzten der Projektmitarbeiter.232 Als weiterer Gestaltungsaspekt wird die aufbauorganisatorische Struktur des gesamten Entwicklungsbereiches von Unternehmen mit Hilfe von Organigrammen beschrieben. [...]

Arbeit zitieren:
Wiechers, Henning April 2002: Fallstudien zur organisatorischen Gestaltung der Softwareentwicklung bei deutschen Computerspielherstellern, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Projektmanagement, Software, Computerspiel

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren