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Welche Faktoren und Motive beeinflussen Menschen bei der Aneignung und Aufrechterhaltung sportlicher Aktivität?

Darstellung des aktuellen Forschungsstandes in Form einer Literaturanalyse

Welche Faktoren und Motive beeinflussen Menschen bei der Aneignung und Aufrechterhaltung sportlicher Aktivität?
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Sonja Puhlmann
  • Abgabedatum: Februar 2002
  • Umfang: 101 Seiten
  • Dateigröße: 680,1 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Medizinische Hochschule Hannover Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5929-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5929-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5929-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Puhlmann, Sonja Februar 2002: Welche Faktoren und Motive beeinflussen Menschen bei der Aneignung und Aufrechterhaltung sportlicher Aktivität?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Motivation, Selbstwirksamkeitserwartung, Konsequenzerwartung, Drop-Out, geplantes Verhalten

Magisterarbeit von Sonja Puhlmann

Einleitung:

Herz-Kreislauferkrankungen stehen in den Industrieländern mit Abstand an erster Stelle der Todesursachen. Risikofaktoren, die die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen begünstigen sind hinreichend bekannt. Hierzu zählen insbesondere Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Diabetes, Übergewicht, Zigarettenkonsum und Bewegungsmangel.

Verschiedene Studien belegen den positiven Einfluß von körperlicher Aktivität auf den Gesundheitszustand des Menschen.

Nationale Untersuchungen konnten zeigen, daß jedoch nur ca. 10%-15% der erwachsenen Bevölkerung in dem Maße sportlich aktiv ist, daß eine Zunahme der maximalen aeroben Kapazität erwartet werden kann, die eine Voraussetzung für einen Schutz gegen kardiovaskuläre Erkrankungen darstellt.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, anhand bereits bestehender Modelle und Theorien aus der Verhaltenspsychologie, die in Studien bereits auf den Bereich des Sports übertragen wurden, Faktoren, die Menschen zum Sporttreiben bewegen, bzw. die einmal aufgenommene sportliche Aktivität auch aufrechtzuerhalten, zu identifizieren. Dazu werden die unterschiedlichen Forschungsrichtungen vorgestellt, wesentliche Theorien und Modelle mit ihren Ergebnissen (Kapitel 2 und 3) als auch theorieungestützt ermittelte Determinanten (Kapitel 5) präsentiert.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Einführung in die Problematik 1
1.2 Ziele, Aufbau und Methodik der Arbeit 3
1.2.1 Determinantenforschung 5
1.2.2 Forschung mit Theorien und Modellen 6
2. Theorien und Modelle 7
2.1 Modelle und Erklärungsansätze im Überblick 7
2.2 Health Belief Modell 8
2.2.1 Kurze Beschreibung 8
2.2.2 Anwendung auf Sportaktivität 9
2.2.3 Zusammenfassung und Kritik 11
2.3 Theorie des geplanten Verhaltens/Theorie des überlegten Handelns 12
2.3.1 Kurze Beschreibung 12
2.3.2 Anwendung auf Sportaktivität 13
2.3.3 Zusammenfassung und Kritik 19
2.3.4 Erläuterung des Intentionsbegriffes 20
2.4 Transtheoretisches Modell 21
2.4.1 Kurze Beschreibung 21
2.4.2 Anwendung auf Sportaktivität 24
2.4.3 Zusammenfassung und Kritik 28
2.5 Sozial-kognitive-Theorie 29
2.5.1 Kurze Beschreibung 29
2.5.2 Anwendung auf Sportaktivität 30
2.5.3 Zusammenfassung und Kritik 32
3. Integrative Praxismodelle 33
3.1 Maars-Modell (Motivation zur Aneignung und Aufrechterhaltung regelmäßiger Sportaktivität) 33
3.1.1 Beschreibung des Modells 33
3.1.2 Empirische Anwendung des Modells 35
3.1.3 Zusammenfassung und Kritik 37
3.2 Unterscheidung zwischen Motivation und Volition 37
3.3 HAPA-Modell (Prozeßmodell gesundheitlichen Handelns) 38
3.4 Berliner Sportstadienmodell (BSM) 39
3.4.1 Beschreibung des Modells 39
3.4.2 Empirische Anwendung des Modells 43
3.4.3 Zusammenfassung und Kritik 43
4. Problem des Abbruchs der sportlichen Aktivität 44
4.1 Begriffsbestimmung 44
4.2 Forschung zum Drop-Out 45
4.3 Determinanten zur Erklärung des Ausstiegs bzw. der Aufrechterhaltung 46
5. Weitere Determinanten der Aneignung und Aufrechterhaltung sportlicher Aktivität 51
6. Relevante Einflußfaktoren der Aneignung und Aufrechterhaltung sportlicher Aktivität 55
6.1 Personale Faktoren 55
6.1.1 Selbstwirksamkeitserwartungen 55
6.1.2 Konsequenzerwartungen 58
6.1.3 Physischer Zustand und Vulnerabilität 59
6.1.4 Lebensstil, Lebensgewohnheiten, Streßwahrnehmung 62
6.2 Soziale Faktoren 65
6.2.1 Soziale Unterstützung 65
6.2.2 Gruppe 67
6.2.3 Übungsleiterverhalten 69
6.3 Weitere Einflußfaktoren 72
6.3.1 Inhaltlich-konzeptionelle Programmbedingungen 72
6.3.2 Räumlich-materielle Programmbedingungen 73
7. Zusammenfassung und Ausblick 75
8. Literaturverzeichnis 76

Automatisiert erstellter Textauszug:

In den bereits dargestellten Erklärungsmodellen der Sportpartizipation zählt die Sportmotivation in Form der Intention zu einem der wichtigsten Prädiktoren zur Vorhersage des Sportverhaltens. Über die Faktoren, die zur Herausbildung der Verhaltensintention beitragen, ist schon viel bekannt. Über die Einflußgrößen, die darüber entscheiden, ob es auch zur Verwirklichung dieser Intention kommt, weiß man vergleichsweise noch wenig. In diesem Kontext rückte das Konstrukt der Volition in den letzten Jahren immer mehr in das Interesse der Forschung. Am Anfang wurde es eher im Zusammenhang mit der Optimierung des sportlichen Leistungshandelns erwähnt, neuere Ansätze versuchen es jedoch auch auf den Bereich des gesundheitsorientierten Sporttreibens anzuwenden. Betrachtet man die Ergebnisse der oben aufgeführten Studien, in denen das Verhalten durch die Intention aufgeklärt werden soll, so ist festzustellen, daß nur etwa ein Viertel der Verhaltensvarianz durch dieses Konstrukt vorhergesagt werden kann. Demzufolge ist anzunehmen, daß zusätzlich zu den motivationalen Grundlagen, d.h. der Absicht, sich sportlich zu betätigen, noch weitere „volitionale“ Regulationsleistungen zu erbringen sind, die nach Kuhl (1992) als „Handlungskontrollprozesse“ bezeichnet werden. Er versteht darunter [...]

Ein großer Verdienst des Modells ist die gemeinsame Darstellung und Erklärung der Aneignung und Aufrechterhaltung einer sportlichen Aktivität in einem Modell. Des weiteren erfolgt das Vorgehen theoriegeleitet und es erfolgt eine Meßwiederholung nach sechs Monaten (Längsschnittmethodik). Diese drei Prinzipien werden in diesem Modell zum ersten Mal in ihrer Kombination realisiert. Gerade für die Altersstufe der 41-70jährigen, die ja auch eher als die jüngere Altersgruppe an gesundheitsfördernden Sportaktivitäten teilnehmen wird, ist das Modell gut zur Erklärung des Sportverhaltens geeignet. Das Scheitern in der jüngeren Stichprobe kann zum einen auf falsch formulierte Kausalstrukturen zurückgeführt werden, zum anderen könnte in dieser Altersstufe die leistungsbezogene und soziale Funktionalität des Sporttreibens auch eine größere Bedeutung haben als in der Altersgruppe der 41-70jährigen. Bei Folgeuntersuchungen sollte das Alter, aber auch die jeweilige Ausprägung der sportlichen Aktivität mitberücksichtigt werden. 3.2 Unterscheidung zwischen Motivation und Volition [...]

Konsequenzen einer regelmäßigen Sportaktivität. Auch der Vulnerabilität wird im MaarsModell ein Einfluß auf die Intention zugesprochen, d.h. je stärker das Risiko einer schweren Erkrankung wahrgenommen wird, desto stärker ist die Intention zur Sportteilnahme. Dem Konstrukt der sozialen Unterstützung kommt in dem Modell von Fuchs eine besondere Bedeutung zu. Wurde das Konstrukt bisher als sozialer Druck oder soziale Norm in die Modelle aufgenommen, wird der sozialen Unterstützung im Maars-Modell in zweierlei Hinsicht eine Wirkung auf die Sportteilnahme zugesprochen. Zum einen basierend auf volitionstheoretischen Überlegungen, ein direkter positiver Effekt auf die Sportteilnahme. Z.B. in der Form, daß sich eine Person bewußt immer mit Freunden zu einem bestimmten Termin zum Sporttreiben trifft, weil sie weiß, daß sie sonst Gründe finden würde, etwas anderes zu tun. Zum anderen wird der sozialen Unterstützung ein direkter Einfluß auf die Intention zugesprochen. So kann z.B. die wahrgenommene soziale Unterstützung in Form von Ermutigungen durch Verwandte und Freunde doch Sport zu treiben, positiv auf die Intentionsbildung wirken. Die wesentliche Erweiterung bei der Betrachtung der Determinanten des Modells stellt jedoch das Konstrukt des Änderungsdrucks dar. Es beschreibt die Dringlichkeit, die eine Person verspürt, persönliche Lebensumstände des ändern sind zu müssen. die Die wesentlichen und die Bestimmungsfaktoren Änderungsdrucks Vulnerabilität [...]

Arbeit zitieren:
Puhlmann, Sonja Februar 2002: Welche Faktoren und Motive beeinflussen Menschen bei der Aneignung und Aufrechterhaltung sportlicher Aktivität?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Motivation, Selbstwirksamkeitserwartung, Konsequenzerwartung, Drop-Out, geplantes Verhalten

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