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Expatriate Management: Entsendung deutscher Mitarbeiter der Automobilindustrie in türkische Großstädte

Expatriate Management: Entsendung deutscher Mitarbeiter der Automobilindustrie in türkische Großstädte
Über dieses Buch
  • Art: Bachelorarbeit
  • Autor: Julia Volberg
  • Abgabedatum: Mai 2012
  • Umfang: 63 Seiten
  • Dateigröße: 626,3 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule Fresenius Deutschland
  • Bibliografie: ca. 37
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-3487-3
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Volberg, Julia Mai 2012: Expatriate Management: Entsendung deutscher Mitarbeiter der Automobilindustrie in türkische Großstädte, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Mitarbeiterentsendung, Expatriate Management, kulturelle Unterschiede, Deutschland, Türkei

Bachelorarbeit von Julia Volberg

Einleitung:

Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, Auswirkungen kultureller Unterschiede zwischen Deutschen und Türken auf die Automobilbranche zu untersuchen und festzustellen in wieweit Kultur die Arbeit der Autoproduktion beeinflusst. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse sind Empfehlungen für deutsche Mitarbeiter der Automobilindustrie, die beruflich in die Türkei entsandt werden, aufzustellen. Die Ratschläge dienen als Hilfestellung, um einen erfolgreichen Auslandseinsatz in türkischen Großstädten zu gewährleisten.

Die Intensität des kulturellen Einflusses ist abhängig von dem Standardisierungsgrad der Tätigkeiten und die Bedeutung der Kommunikation im beruflichen Miteinander. Um das Einflusspotenzial zu bestimmen, gilt es zunächst die Automobilindustrie in ihren Arbeitsgängen vorzustellen. Für die Beschreibung werden Materialien aus Vorlesungen, Fachliteratur und Internetquellen verwendet. Zudem fließen Informationen aus einer Werkführung vom Kölner Automobilkonzern Ford in die Arbeit mit ein. Anhand der Beschreibung der Organisation und der Arbeitsstruktur in der Automobilfertigung wird deutlich, an welchen Stellen die Standardisierung hoch ist und in welchen Fertigungsbereichen Kommunikation wichtig ist.

Auf die Darstellung der Grundzüge der Automobilproduktion der Automobilindustrie folgt eine Beschreibung kultureller Eigenschaften von Deutschen und Türken. Die kulturspezifischen Merkmale werden miteinander verglichen, um grundlegende Unterschiede der beiden Kulturen heraus zu kristallisieren. Als Instrument zur Beschreibung und zum Vergleich der Eigenschaften von Türken und Deutschen eignen sich die Kulturdimensionen des niederländischen Wissenschaftlers Geert Hofstede. Bei den Dimensionen handelt es sich um die Darstellung des Umganges mit Macht, Zusammengehörigkeit, Mitmenschlichkeit, Unsicherheit und Zeit. Hofstedes Kulturdimensionen dienen lediglich als Orientierungsrahmen. Die Dimensionen wurden von Geert Hofstede allgemein und nicht länderspezifisch festgehalten. Um kulturspezifische Aussagen über Türken und Deutsche treffen zu können, wird wissenschaftliche Fachliteratur verwendet.

Kulturelle Unterschiede am Arbeitsplatz werden Mitarbeitern durch die Art der Arbeitsweise und durch den Umgang eines Arbeiters mit seinen Mitmenschen bewusst. Weiterhin werden Hypothesen über die Erwartungen der Entsandten aufgestellt, und über türkische Verhaltensweisen, über die sich deutsche Mitarbeiter wundern könnten. Als Abschluss der Arbeit werden Empfehlungen für Deutsche zusammengestellt.

Inhaltsverzeichnis:

I. Zusammenfassung 2
II. Abstract 3
III. Inhaltsverzeichnis 4
V. Tabellenverzeichnis 6
1 Einleitung 7
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 8
1.2 Gang der Untersuchung 9
2 Mitarbeiterentsendung 10
2.1 Unternehmensgründe 10
2.2 Mitarbeitergründe 11
2.3 Auslandsentsendungen in der Automobilbranche 11
2.4 Attraktivität der Türkei für Automobilunternehmen 11
3 Organisation der Automobilfertigung 12
3.1 Arbeitsstruktur der Autoproduktion 14
3.2 Globale Ausrichtung der Automobilfertigung 14
4 Kulturvergleich zwischen Deutschland und Türkei 15
4.1 Grundlegende Kulturunterschiede 15
4.2 Machtdistanz 16
4.2.1 Machtdistanz in der Türkei 16
4.2.2 Machtdistanz in Deutschland 17
4.3 Kollektivismus versus Individualismus 19
4.3.1 Kollektivismus in der Türkei 19
4.3.2 Individualismus in Deutschland 20
4.4 Femininität versus Maskulinität 22
4.4.1 Femininität in der Türkei 22
4.4.2 Maskulinität in Deutschland 23
4.5 Unsicherheitsvermeidung 25
4.5.1 Unsicherheitsvermeidung in der Türkei 25
4.5.2 Unsicherheitsvermeidung in Deutschland 26
4.7 Zusammenfassung der Unterschiede 28
5 Arbeitsweise der Türken in der Produktion 29
5.1 Führungsstil und Hierarchie 29
5.2 Motivation 30
5.3 Informelle Meetings 31
5.4 Neue Mitarbeiter 32
5.5 Kommunikation 33
5.6 Soziale Beziehungen 33
5.7 Arbeitszeiten und Pausen 34
5.8 Religion 35
6 Divergenz zwischen deutschem und türkischem Verhalten 35
6.1 Erwartungen der Deutschen 36
6.2 Deutsche Verwunderung über türkisches Verhalten 36
6.3 Auswirkungen der Kulturunterschiede in der Produktion 38
6.3.1 Auswirkung auf das Arbeitsergebnis 38
6.3.2 Auswirkung auf die Fließfertigung 38
6.3.3 Auswirkung auf die Werkstattfertigung 38
6.3.4 Auswirkung auf die Zusammenarbeit und Arbeitsatmosphäre 40
6.4 Zusammenfassung der Auswirkungen 42
7 Empfehlungen für Deutsche, die mit Türken arbeiten 43
7.1 Empfehlungen für die Ebene Machtdistanz 43
7.2 Empfehlungen für die Ebene Femininität ./. Maskulinität 44
7.3 Empfehlungen für die Ebene Unsicherheitsvermeidung 45
7.4 Empfehlungen für die Ebene Kollektivismus ./. Individualismus 46
8 Fazit 46
8.1 Wesentliche Erkenntnisse 46
8.2 Aussagekraft der Qualität der Feststellung 47
8.3 Weiterführende Fragen 48
VI. Literaturverzeichnis 49
VII. Anhangverzeichnis 53
VIII. Eidesstattliche Erklärung 62

Textprobe:

Kapitel 2.4, Attraktivität der Türkei für Automobilunternehmen:

Der türkische Markt ist für weltweit agierende Automobilunternehmen ein interessanter Produktionsstandort. Gute Marktaussichten und hohe Renditeerwartungen veranlassen immer mehr ausländische Unternehmen sich in der Türkei mit Kapitalbeteiligungen zu engagieren. Weiterhin ist die Größe des lokalen Marktes für ausländische Unternehmen attraktiv. Der Großteil der türkischen Bevölkerung ist jünger als 25 Jahre alt und besitzt ein großes Interesse gegenüber neuen Produkten und Technologien. Die türkische Gesellschaft ist hoch motiviert, was sich in ihrer Einsatzbereitschaft zeigt. Der größte Handelspartner der Türkei ist Deutschland. Unter den Investoren befinden sich deutsche mittelständische und große Unternehmen. 2006 Betrug die Anzahl deutscher Firmen in der Türkei mehr als 2.300 und die Zahlen weiterer Niederlassungen steigen rapide.

Die größte Exportbranche in der Türkei ist die Kraftfahrzeugindustrie. In den Jahren 2003 und 2004 sind die Automobilneuzulassungen um 134 Prozent gestiegen. Laut Angaben des statistischen Amtes in Ankara wurden 2005 eine Millionen Autos neu zugelassen. Der Fahrzeugbau gehört zu den wichtigsten und wachsenden Branchen der Türkei und befindet sich überwiegend im Nordwesten des Landes, z. B. in der Region Istanbul und in der Hauptstadt Ankara. Die Produktionspalette umfasst Personenkraftwagen, aber auch Lastkraftwagen und Busse. Hergestellt werden diese Fahrzeugtypen von Tochterunternehmen oder von Partnern internationaler Automobilkonzerne. In der Produktion von leichten Nutzfahrzeugen steht Ford Otosan an der Spitze. Renault und Toyota sind produktionsstark im Bereich Personenkraftwagen und Fiat fertigt beide Kategorien zu gleichen Anteilen an. Bei schweren Lastkraftwagen ist Mercedes-Benz marktführend. Durch die lokale Fertigung ergeben sich Kostenvorteile für ausländische Firmen, welche aus niedrigeren Lohnkosten und längeren Arbeitszeiten bestehen.

Arbeit zitieren:
Volberg, Julia Mai 2012: Expatriate Management: Entsendung deutscher Mitarbeiter der Automobilindustrie in türkische Großstädte, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Mitarbeiterentsendung, Expatriate Management, kulturelle Unterschiede, Deutschland, Türkei

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