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Exklusiv-Info oder Polit-Flimmern?

Funktionen der Sendung Sabine Christiansen aus Zuschauersicht

Exklusiv-Info oder Polit-Flimmern?
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Peter Wachsmuth
  • Abgabedatum: Februar 2004
  • Umfang: 132 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Musik und Theater Hannover Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8263-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8263-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8263-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wachsmuth, Peter Februar 2004: Exklusiv-Info oder Polit-Flimmern?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Polit-Talkshow, Diskussionssendung, Rezeptionsstudie, politische Kommunikation, Infotainment

Diplomarbeit von Peter Wachsmuth

Zusammenfassung:

Die Sendung „Sabine Christiansen“ ist mittlerweile die erfolgreichste Polit-Talkshow im deutschen Fernsehen. Die öffentliche Meinung über die Sendung ist geteilt: Einerseits wird davon ausgegangen, dass Politik durch eine solche Sendung trivialisiert werde – nicht zuletzt durch den Drang der Gäste, sich gut ‚in Szene’ setzen zu wollen. Andererseits ist das selbst erklärte Ziel der Sendung, politische Themen und Prozesse für den Zuschauer verständlich darzustellen. Auch wird behauptet, dass die Sendung besonders exklusive Informationen verbreitet oder gar eine Art Leitmedium geworden ist. Dabei gibt es jedoch bisher kaum Erkenntnisse darüber, welche Funktionen die Zuschauer in der Sendung sehen. Mit einer quantitativen Befragung soll gezeigt werden, welche Funktionen die Sendung aus Zuschauersicht erfüllt. Als Ergebnis werden Typen von Zuschauern gebildet, die sich in ihren Funktionszuschreibungen unterscheiden. Unterhaltende Momente der Sendung spielen offenbar nur eine geringe Rolle für ihre Nutzer.

Inhaltsverzeichnis:

Tabellenverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
1. Einleitung und Problemstellung der Arbeit 1
1.1 Polit-Talkshows und ihre Rolle für die politische Kommunikation 3
1.2 Aufbau der Arbeit 7
2. Forschungshintergrund 8
2.1 Der Forschungsgegenstand „Sabine Christiansen“ 8
2.1.1 Die Kontroversen um die Sendung 8
2.2 Die Angebotsseite 12
2.2.1 Das Format Polit-Talkshow am Beispiel Sabine Christiansen 12
2.2.2 Angebotsbezogene Untersuchungen zu politischen Diskussionssendungen 16
2.3 Die Rezipientenseite 17
2.3.1 Die Zuschauerschaft von Sabine Christiansen 17
2.3.2 Rezipientenbezogene Untersuchungen zu politischen Diskussionssendungen 19
2.4 Funktionen der Sendung Sabine Christiansen aus Rezipientensicht 24
2.4.1 Informationsfunktion 28
2.4.2 Unterhaltungsfunktion 30
2.4.3 Soziale Integrationsfunktion 35
2.4.4 Identitätsfunktion 36
2.5 Zusammenfassung 37
2.6 Konkretisierung des Forschungsinteresses 38
3. Methododisches Vorgehen 41
3.1 Methodenwahl 41
3.2 Fragebogenkonstruktion 43
3.2.1 Formaler Aufbau 44
3.2.2 Inhaltlicher Aufbau 46
3.2.3 Pretest 52
3.3 Durchführung der Befragung 53
3.4 Stichprobenbeschreibung 55
3.4.1 Soziodemografie 55
3.4.2 Politische Partizipation 56
3.4.3 Nutzungsverhalten 57
4. Ergebnisse 60
4.1 Nutzungsmotive im Überblick 60
4.2 Bildung von Indices 63
4.3 Typenbildung 68
4.3.1 Vorgehen 69
4.3.2 Beschreibung und Interpretation anhand der clusterbildenden Variablen 70
4.3.3 Beschreibung und Interpretation anhand zusätzlicher Variablen 76
4.4 Nutzung der Sendung nach Zuschauertypen 87
4.5 Zusammenfassung der Clusteranalyse 91
5. Fazit und Ausblick 95
5.1 Kurzzusammenfassung 95
5.2 Fazit 96
5.3 Ausblick 97
Literatur 99
Anhang 106

Automatisiert erstellter Textauszug:

Online-Befragung Um möglichst viele Probanden für die Befragung per Internet zu rekrutieren, wurde ein Hinweis auf die Befragung und der dazugehörige Link im Newsletter zur Sendung Sabine Christiansen platziert11, der per E-Mail von der Produktionsfirma der Sendung an Interessierte versendet wird. Um den Newsletter zu erhalten, muss man sich auf der Homepage der Sendung registrieren12. Der Newsletter wird einmal wöchentlich (meist freitags) versendet und beinhaltet die Ankündigung des Themas in der Sendung am folgenden Sonntag sowie die dazu eingeladenen Gäste. In insgesamt drei Ausgaben des Newsletters wurde auf die Studie hingewiesen. Etwa 1500 Personen haben laut Angaben der Produktionsfirma den Newsletter abonniert. Zusätzlich verschickte ich an Personen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis eine E-Mail mit dem Hinweis auf die Studie, die diese dann weiterleiten konnten. Der Fragebogen im Internet ist mit der schriftlichen Version identisch; es wurde lediglich am oberen Rand eine Anzeige programmiert, die den Fortschritt bei der Befragung in Prozent auf jeder Seite anzeigte. Hiermit sollten die Teilnehmer motiviert werden, trotz der relativ vielen Fragen die Befragung bis zum Ende durchzuführen. Bei Online-Befragungen gibt es des Öfteren Probleme bei der Darstellung des Fragebogens bei unterschiedlichen Betriebssystemen und Internet-Programmen (Dillman, 2000, S. 361). Dieser Problematik wurde durch eine relativ einfache, wenig komplizierte Programmierung und durch die Überprüfung der Darstellung bei unterschiedlichen PCs begegnet. Die Zahl der Teilnehmer an der Online-Befragung war weitaus größer als erwartet: Insgesamt haben 712 Personen den Fragebogen im Internet aufgerufen und mindestens die erste Seite, auf der die Einleitung und die erste Frage standen, ausgefüllt. Davon haben 538 Personen den Fragebogen bis zum Schluss ausgefüllt. Bei der Programmierung des Fragebogens wurde darauf verzichtet, eine automatische Kontrolle der Vollständigkeit der Antworten zu nutzen, da dies vermutlich bei diesem Fragebogenumfang tendenziell zu mehr Abbrechern geführt hätte. Daher wurden im Rahmen der Datenbereinigung nach Abschluss der Befragung die Fälle, bei denen ganze Fragebatterien oder essentielle Fragen (z.B. nach dem Geschlecht) nicht beantwortet wurden, eliminiert (n=40). [...]

paper-and-pencil Befragung Die Rekrutierung der Probanden für die schriftliche (paper-and-pencil) Befragung erfolgte im Schneeballverfahren, so dass eine Repräsentativität der Stichprobe nicht gegeben ist. Diesen Anspruch hat die Untersuchung auch nicht. Als einziges Rekrutierungskriterium wurde festgelegt, dass die Teilnehmer der Befragung die Sendung zumindest selten, d.h. etwa einmal pro Monat sehen. Personen, die die Sendung gar nicht nutzen, wurden über einen entsprechenden Filter zu Beginn des Fragebogens von der Befragung ausgeschlossen. 17 Personen aus meinem näheren persönlichen Umfeld habe ich jeweils 5-20 Fragebogen mitgegeben, die diese dann an Personen aus ihrem persönlichen Umfeld weitergegeben haben. Der Rücklauf erfolgte ebenfalls über den Freundes- und Bekanntenkreis oder auf dem Postweg mittels beigefügter Freiumschläge. 180 schriftliche Fragebögen wurden verteilt. Insgesamt haben 100 Personen an der schriftlichen Befragung teilgenommen. Diese relativ gute Ausschöpfungsquote von 56 Prozent dürfte sich v.a. durch das Rekrutierungsverfahren nach dem Schneeballprinzip erklären, bei dem persönliche Kontakte eine wichtige Rolle spielen. [...]

Soziodemografie (Fragen 15-18) Die hier abgefragten soziodemografischen Daten umfassten neben Geschlecht und Alter (offene Abfrage) den höchsten formalen Bildungsabschluss. So ergibt sich auch eine Vergleichsmöglichkeit mit der Grundgesamtheit der Zuschauer hinsichtlich dieser Daten, wie sie auf Basis der GfK-Daten in Kap. 2.3.1. vorgestellt wurden. 3.2.3. Pretest Vor Beginn der eigentlichen Erhebung wurde ein Pretest durchgeführt. Pretests sind notwendig für die Überprüfung der Funktionsfähigkeit und der Qualität des Erhebungsinstruments (Möhring & Schlütz, 2003, S. 185). Mithilfe des Pretests sollte vorab geklärt werden, ob es zu Verständnisschwierigkeiten bei der Beantwortung der Fragen kommen kann oder ob z.B. das Interesse oder die Aufmerksamkeit bei der Beantwortung der Fragen durch einen zu lang oder zu wenig abwechslungsreich gestalteten Fragebogen nachlassen. [...]

Arbeit zitieren:
Wachsmuth, Peter Februar 2004: Exklusiv-Info oder Polit-Flimmern?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Polit-Talkshow, Diskussionssendung, Rezeptionsstudie, politische Kommunikation, Infotainment

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