Exemplarische SWOT-Analyse des Beschaffungsmarktes Russland anhand der Beschaffung von Software Engineering
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Emilia Lysova
- Abgabedatum: Juni 2004
- Umfang: 95 Seiten
- Dateigröße: 677,2 KB
- Note: 2,7
- Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9189-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9189-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9189-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Lysova, Emilia Juni 2004: Exemplarische SWOT-Analyse des Beschaffungsmarktes Russland anhand der Beschaffung von Software Engineering, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Global Sourcing, IT, Osteuropa, Einkauf, international
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Diplomarbeit von Emilia Lysova
Einleitung:
In Deutschland nimmt der Kostendruck auf die IT-Leistungen erheblich zu, andererseits liegen die Personalkosten weit über dem weltweiten Durchschnitt. Gleichzeitig können manche Anforderungen an bestimmte Qualifikationen gar nicht mehr allein lokal gedeckt werden. Neben der Produktion und dem Marketing gewinnen nun andere Bereiche, unter anderem das internationale Beschaffungsmanagement an Bedeutung. In dieser Situation werden immer mehr Unternehmen die Möglichkeiten der Beschaffung der unterschiedlichen IT-Produkte in Niedriglohnländern (z.B. Russland) wahrnehmen.
Seit Beginn der 90er Jahre entwickeln sich in der Russischen Föderation Tausende kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Preisvorteile gegenüber westlichen Informatikern begünstigen die Entwicklung der Ost-West-Kooperationen, wobei es nicht unbedingt eine Minderung der Qualität bedeutet. Wer frühzeitig diese Chancen erkennt und nutzt, kann erfolgreich expandieren. Russland als Lieferant von hochwertigen Softwareprodukten ist heutzutage immer noch ein Geheimtipp.
Diese Diplomarbeit zielt auf die Bestimmung und Bewertung des Potentials des Landes Russland als eine Grundlage für Beschaffungs- und Kooperationsentscheidungen deutscher Unternehmen und Organisationen. Russland wirkt immer noch instabil und macht einen sehr großen Umstrukturierungsprozess durch. Niedrige Produktivität, wirtschaftliche Instabilität, mangelnde Termintreue, langsame Reformen, Kriminalität und Korruption, sowie Rechtsunsicherheit können im Einzelfall die Kostenvorteile aufwiegen.
Außerdem ist die Beschaffung von Marktinformationen ungleich schwieriger als in nahezu allen anderen Märkten. Somit stellt sich natürlich die Frage, inwieweit hier die Risiken oder die Chancen überwiegen. Dafür wird eine SWOT-Analyse des Beschaffungsmarktes durchgeführt.
Die SWOT-Analyse umfasst eine Chancen-Risiko-Analyse (Opportunities-Threats) des Marktes und eine Stärken-Schwächen-Analyse (Strength-Weakness) des Unternehmens. Die Chancen und Risiken werden den Stärken und Schwächen gegenübergestellt. Für die Strategiefestsetzung sind Chancen und Stärken zu nutzen, Risiken und Schwächen aber zu minimieren bzw. zu unterdrücken.
Mit der Arbeit wird versucht nicht nur dem offensichtlichen Informationsbedarf im Westen entgegenzukommen, sondern auch eventuell existierende Vorurteile kritisch zu beleuchten und positive sowie negative Aspekte des Austausches mit Russland herauszuarbeiten. Dabei werden neben juristischen, wirtschaftspolitischen, organisationstechnischen auch kulturelle oder Mentalitätsbezogene Aspekte mitberücksichtigt.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Gliederung | III | |
| Verzeichnis der Abbildungen für den Text | IV | |
| Verzeichnis der Tabellen für den Text | V | |
| Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen | VI | |
| Haupttext | 1-64 | |
| Literaturverzeichnis | VIII | |
| Abbildungs- und Tabellenverzeichnis für den Anhang | XXII | |
| Anhang | XXIII | |
| Eidesstattliche Versicherung | XXXI | |
| Lebenslauf | XXXII | |
| Gliederung | ||
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | SWOT-Analyse und Internationale Beschaffung | 3 |
| 2.1 | Motive für die Internationale Beschaffung | 3 |
| 2.2 | SWOT-Analyse als Beschaffungsmarktanalyse | 6 |
| 2.2.1 | Terminologie | 6 |
| 2.2.2 | Beschaffungsmarktspezifische Chancen-Risiken-Analyse | 8 |
| 2.2.3 | Interne unternehmensspezifische Stärken-Schwächen-Analyse | 13 |
| 2.3 | Vor- und Nachteile der Anwendung einer SWOT-Analyse in der Internationalen Beschaffung | 14 |
| 3. | Russland als Beschaffungsmarkt des Software Engineering | 16 |
| 3.1 | Externe Analyse | 16 |
| 3.1.1 | Analyse der Umfeld- und allgemeinen Rahmenbedingungen | 16 |
| 3.1.1.1 | Natürlich-geographische Umwelt | 16 |
| 3.1.1.2 | Politisch-rechtliche Umwelt | 18 |
| 3.1.1.3 | Makroökonomische Umwelt | 24 |
| 3.1.1.4 | Soziokulturelle Umwelt | 30 |
| 3.1.1.5 | Technologische Umwelt | 33 |
| 3.1.1.6 | Marktbesonderheiten | 35 |
| 3.1.2 | Analyse der aufgabenspezifisch relevanten Kriterien | 37 |
| 3.1.2.1 | Software Engineering in Russland - Marktüberblick | 37 |
| 3.1.2.2 | Chancen der russischen Softwareindustrie | 43 |
| 3.1.2.3 | Probleme der Branche | 51 |
| 3.2 | Interne Stärken- und Schwächenanalyse der Deutschen Unternehmen | 57 |
| 4. | Zusammenfassung und Ausblick | 62 |
| Literaturverzeichnis | 65 | |
| Abbildungs- und Tabellenverzeichnis für den Anhang | 78 | |
| Anhang | 79 |
Russland ist durchschnittlich dünn besiedelt. Aus der Umrechnung der Bevölkerungszahl (149,2 Mio.) ergibt sich eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte von nur 8,7 Personen je km².142 Davon lebt 73 % in den Städten und 27 % auf dem Land. In der Hauptstadt Moskau leben ca. 10 Millionen und in St. Petersburg ca. 5 Millionen. Einem russischen Bevölkerungsanteil von 83,0 % stehen 3,8 % Tataren, 2,3 % Ukrainer, 1,2 % Tschuwaschen und 0,9 % Baschkiren gegenüber.143 Die Amtsprache ist Russisch. Neben russisch gibt es noch mehr als 100 weitere Sprachen der einzelnen Gruppen. Von den Russen sprechen nur etwa 5 % eine Fremdsprache, aber fast alle Nicht-Russen sprechen zumindest russisch. 144 Nach dem Zusammenbruch des Sowjetkommunismus spielen Religion und Religions- [...]
Interesse. In die EU exportiert Russland zu zwei Dritteln Erdöl- und Erdgasprodukte, gefolgt von Metallen, Holz und Papier.136 Wird dieser Motor des Wachstums ausgeklammert, ergibt sich der Meinung der Weltbank folgend ein sehr ungesundes Bild der russischen Wirtschaft.137 Der Anteil der Menschen, die unter offiziellen Armutsgrenze (etwa 57 US$ im Monat) leben, bleibt mit über 30 % hoch, die regionalen Einkommensunterschiede verschärfen sich.138 Der Kreml blockiert immer wieder große Projekte, weil verschiedene Behörden um Pfründe und Prioritäten streiten. Trotz des in den letzten beiden Jahren gestiegenen Wachstums und der zunehmenden makroökonomischen Stabilität verzeichnet Russland immer noch einen relativ schwachen privaten Konsum und niedrige der Reallöhne, Unternehmen eine bei geringe veraltetem [...]
Wirtschaftsberatungsfirma A.T. Kearney hat jedoch ergeben, dass auch die nicht direkt mit der Ölförderung in Verbindung stehenden Industriezweige 2003 ein spürbares Wachstum verzeichnen konnten. So stieg die Produktion von Baustoffen beispielsweise um mehr als 6 % an, bei Maschinen lag der Anstieg sogar bei über 9 %. Im Durchschnitt legte die Industrieproduktion im Jahr 2003 um 7 % zu.120 Der Verband der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation (VdW), eine Vereinigung in Russland aktiver deutscher Unternehmen, nennt seinen Jahresbericht „Russland im Aufwind“.121Darin verweist der VdW auf die weiter sinkende Inflation, die im Jahr 2003 nunmehr 13 % ausmachte, auf den weiter ansteigenden Außenhandelsüberschuss und die um fast 18 % gestiegenen Reallöhne. 122 Die Russische Währung [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832491895
Arbeit zitieren:
Lysova, Emilia Juni 2004: Exemplarische SWOT-Analyse des Beschaffungsmarktes Russland anhand der Beschaffung von Software Engineering, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Global Sourcing, IT, Osteuropa, Einkauf, international



