Executive Information Systems (EIS) als Controlling-Instrument
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ulrich Weißmann
- Abgabedatum: Juli 1998
- Umfang: 105 Seiten
- Dateigröße: 13,7 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1167-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1167-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1167-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Weißmann, Ulrich Juli 1998: Executive Information Systems (EIS) als Controlling-Instrument, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Analyse-Instrumente, Data Warehouse, Informationsversorgung, OLAP, MIS
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Diplomarbeit von Ulrich Weißmann
Gang der Untersuchung:
Nach der Einleitung stellt das zweite Kapitel zunächst die „Grundfunktionen“ des Controlling vor: Unterstützung von Planung, Kontrolle, Koordinations- und Servicefunktion sowie die Informationsversorgung der Entscheidungsträger. Der Schwerpunkt des Kapitels liegt dabei auf der Behandlung der Informationsversorgungsfunktion. Hier werden Formen des Informationsbedarfs dargestellt, die Aufgabe des Controlling, Informationskongruenz zu schaffen, erläutert und Merkmale zur Kennzeichnung sowie Verfahren zur Ermittlung des Informationsbedarfs diskutiert.
Das dritte Kapitel leitet zur Informationstechnologie über: Hier wird der Frage nachgegangen, welche Anforderungen das Controlling an ein Executive Information System stellt. Zunächst werden Motive und Ziele einer EIS-Einführung dargestellt, da sich die Anforderungen an ein EIS aus den Zielen und Motiven ableiten, die mit einer EIS-Einführung verbunden werden. Neben einigen Grundvoraussetzungen für eine reibungslose Datengewinnung wird hier vor allem die Darstellung von aktuellen und aggregierten unternehmensinternen und -externen Informationen gefordert. Das Berichtssystem muss dabei so aufgebaut sein, dass gewünschte Informationen auch schnell zu finden sind. Abschließend wird auf Probleme bei der Informationsversorgung eingegangen.
Im vierten Kapitel wird die Entstehung von Management-Informationssystemen und ihre Entwicklung zu Executive Information Systems nachgezeichnet. Im Laufe der letzten drei Dekaden wurde eine Reihe unterschiedlicher Typen von Informationssystemen entwickelt. Die rein informationsorientierten Systeme verzichten dabei auf Entscheidungsmodelle und beschränken sich auf die Bereitstellung von Informationen. Im Gegensatz dazu wurden auch Versuche unternommen, Entscheidungsmodelle zu integrieren. Da der Begriff des MIS auch heute noch negativ besetzt ist, soll dieses Kapitel auch dazu beitragen, Motive für das Wiederaufleben des MIS als EIS zu verstehen. Hier werden vor allem Unterschiede zwischen MIS und EIS herausgearbeitet. Ein weiteres Anliegen dieses Kapitels ist es, verständlich zu machen, dass moderne Executive Information Systems bessere Chancen haben, sich durchzusetzen. Erstens hat die Softwareindustrie aus den Fehlern gelernt, die bei der Entwicklung und Einführung von MIS begangen wurden und versucht nun kein „Totalmodell“ der Unternehmung mehr zu verwirklichen. Zweitens existieren durch leistungsfähigere Datenverarbeitungsanlagen und zunehmende Vertrautheit mit Computern günstigere Rahmenbedingungen.
Nach dieser Rückschau erklärt das fünfte Kapitel zunächst technische Ausstattungsmerkmale aktueller Executive Information Systems, wie z.B. die mit dem derzeit stark diskutierten Schlagwort Data Warehouse bezeichneten unternehmenseinheitlichen Datenbanken, die zur Beschreibung multidimensionaler Sichten entwickelten Datenbankbeschreibungsregeln OLAP, die damit verbundene Darstellungs- und Auswertungstechnik des Slice and Dice sowie das „klassische“ Drill-Down. Anschließend werden typische Darstellungs- und Auswertungsmöglichkeiten moderner EIS erläutert. Zentraler Bestandteil ist die Möglichkeit, den Unternehmenserfolg beispielsweise mit Hilfe des DuPont-Kennzahlensystems zu analysieren. Daneben darf selbstverständlich die Liquidität des Unternehmens nicht außer acht gelassen werden. Soll-Ist-Abweichungen können nach Verantwortungsbereichen getrennt dargestellt werden. Außerdem bieten moderne EIS vielfach die Möglichkeit, strategische Analysen, beispielsweise ABC-Analysen für Kunden und Produkte oder Portfolio-Analysen für strategische Geschäftseinheiten durchzuführen. Da Executive Information Systems unter anderem dadurch gekennzeichnet sind, Informationen selektiv darstellen zu können, wird abschließend auf verbreitete Techniken der Datenfilterung eingegangen. Relativ bekannt ist inzwischen die Technik des Information by Exception, bei der eine Warnmeldung ab einer bestimmten Über- oder Unterschreitung einer Kennzahl von ihrem Soll-Wert ausgegeben wird. Dem menschlichen Vorgehen bei einer Abweichungsanalyse ist die Technik des Navigierens in Hierarchiebäumen nachgebildet. Dabei wird jeweils der Hauptverursacher einer übergeordneten Abweichung näher untersucht. Die in jüngster Zeit entwickelte Filtertechnik des Data Mining analysiert dagegen nicht Top-Down, sondern kann dazu eingesetzt werden, gleichförmige Daten aufzuspüren und allgemeine Regeln daraus abzuleiten.
Das sechste Kapitel beschäftigt sich mit potentiellen Einsatzfeldern heutiger EIS. Zwar ist in der Literatur umstritten, ob die Branchenzugehörigkeit eines Unternehmens ausreichend Merkmale liefern kann, die die Anpassung eines EIS entweder ermöglichen oder erfordern würden. Die Softwareindustrie bietet dagegen eine Reihe von Branchenlösungen an. Potentielle Einsatzfelder moderner EIS werden an Beispielen der Einsatzmöglichkeiten im Handel, bei langfristiger Fertigung und im Transportgewerbe gezeigt. Abschließend gibt die Arbeit einen kritischen Ausblick auf Entwicklungstendenzen im Bereich von Executive Information Systems.
Inhaltsverzeichnis:
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | IV | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| 1. Kapitel: Einleitung | 1 | |
| I. | Problemstellung und Ziel der Arbeit | 1 |
| II. | Vorgehensweise | 3 |
| 2. Kapitel: Aufgaben der Informationsversorgung des Controlling | 5 | |
| I. | Grundfunktionen des Controlling | 7 |
| A. | Planungsfunktion | 7 |
| B. | Kontrollfunktion | 9 |
| C. | Integrations- und Koordinationsfunktion | 11 |
| II. | Informationsversorgungsfunktion | 13 |
| A. | Formen des Informationsbedarfs | 13 |
| B. | Schaffen von Informationskongruenz | 14 |
| C. | Merkmale zur Kennzeichnung des Informationsbedarfs | 15 |
| D. | Verfahren zur Ermittlung des Informationsbedarfs | 16 |
| 3. Kapitel: Anforderungen des Controlling an ein Executive Information System | 18 | |
| I. | Motive und Ziele einer EIS-Einführung | 18 |
| II. | Grundvoraussetzungen für die Informationsgewinnung | 19 |
| III. | Präsentation entscheidungsrelevanter Informationen | 20 |
| A. | Bedeutung des Zeitfaktors | 21 |
| 1. | Aktualität der Informationen | 21 |
| 2. | Schnelles Auffinden der gewünschten Informationen | 21 |
| B. | Abbildung von aggregierten Informationen | 21 |
| C. | Darstellung von Kennzahlen im Zeitverlauf | 23 |
| D. | Präsentation von unternehmensexternen Informationen | 24 |
| E. | Probleme bei der Informationsbereitstellung | 24 |
| IV. | Empfängerorientierte Informationsaufbereitung | 25 |
| A. | Präsentation von Standardberichten | 26 |
| B. | Präsentation von Ausnahmeberichten | 27 |
| 4. Kapitel: Entstehung und Entwicklung von EIS aus der MIS-Idee | 29 | |
| I. | Entstehung erster Ansätze von Informationssystemen | 29 |
| II. | Definition des Management Information System | 29 |
| III. | Merkmale des Executive Information System | 31 |
| IV. | Abgrenzung zum Decision Support System | 34 |
| V. | Gründe für das vorläufige Scheitern der MIS-Idee | 35 |
| A. | Ansatz als Totalkonzept | 36 |
| B. | Fehlende DV-technische Voraussetzungen | 37 |
| C. | Überzogene Erwartungshaltung | 38 |
| Vl. | Gründe für das Wiederaufleben der MIS-Idee als EIS-Ansatz | 39 |
| A. | Entwicklungen der DV-Technik | 39 |
| B. | Empfängerorientierte EIS-Gestaltung | 40 |
| C. | Zunehmende Vertrautheit mit Computern | 41 |
| 5. Kapitel: Typische Ausstattungsmerkmale moderner Executive Information Systems | 43 | |
| I. | Technische Ausstattungsmerkmale | 43 |
| A. | Data Warehouse | 43 |
| B. | Darstellung multidimensionaler Sichten mit OLAP | 46 |
| C. | Drill-Down | 48 |
| ll. | Darstellungs- und Auswertungsmöglichkeiten | 49 |
| A. | Analyse des Erfolgs | 49 |
| B. | Analyse der Liquidität | 50 |
| C. | Abweichungsanalysen nach Verantwortungsbereichen | 51 |
| D. | ABC-Analyse | 52 |
| E. | Portfolio-Darstellungen | 54 |
| III. | Filtertechniken | 55 |
| A. | Information by Exception | 56 |
| B. | Navigation in Hierarchiebäumen | 58 |
| C. | Navigation ohne Hierarchiebäume | 58 |
| 1. | Clusteranalyse | 59 |
| 2. | Data Mining | 59 |
| 6. Kapitel: Einsatzfelder moderner Executive Information Systems und Ausblick | 62 | |
| I. | Einsatzfelder im Handel | 63 |
| A. | Rahmenbedingungen des Handels | 63 |
| B. | Integriertes Kennzahlensystem für den Handel | 64 |
| C. | Beispiel aus dem Lebensmitteleinzelhandel | 66 |
| 11. | Einsatzfelder bei langfristiger Fertigung | 68 |
| A. | Rahmenbedingungen langfristiger Fertigung | 68 |
| B. | Ermittlung eines periodengerechten Ergebnisses bei langfristiger Fertigung | 69 |
| C. | Unterstützung durch Executive Information Systems | 71 |
| III. | Einsatzfelder im Transportgewerbe | 73 |
| A. | Rahmenbedingungen des Transportgewerbes | 73 |
| B. | Notwendigkeit eines Ressourcenmanagement | 74 |
| C. | Unterstützung durch Executive Information Systems | 77 |
| IV. | Ausblick | 79 |
| LITERATURVERZEICHNIS | VII |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832411671
Arbeit zitieren:
Weißmann, Ulrich Juli 1998: Executive Information Systems (EIS) als Controlling-Instrument, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Analyse-Instrumente, Data Warehouse, Informationsversorgung, OLAP, MIS



