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Eventmarketing als Kommunikationsinstrument in sozialen Drittleistungs-Nonprofit Organisationen

Eine Fallstudie vor dem Hintergrund des Freiburger Marketingskonzeptes für Nonprofit Organisationen und des Bruhnschen Modells der Integrierten Kommunikation

Eventmarketing als Kommunikationsinstrument in sozialen Drittleistungs-Nonprofit Organisationen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Georg Engel
  • Abgabedatum: Mai 2003
  • Umfang: 276 Seiten
  • Dateigröße: 14,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschul-Studiengänge der Wiener Wirtschaft GmbH Österreich
  • Bibliografie: ca. 44
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0997-5
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Engel, Georg Mai 2003: Eventmarketing als Kommunikationsinstrument in sozialen Drittleistungs-Nonprofit Organisationen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Nonprofit Organisation, NGO, Public Relations, Eventmarketing, Kommunikationsinstrument

Diplomarbeit von Georg Engel

Problemstellung:

Ausgehend von einer allgemeinen Aktualität des Themas über einen konkreten Praxisanlass, wird in diesem Kapitel der wissenschaftlichen Zugang und in der Folge das konkrete Forschungsthema eingegrenzt.

Das folgende Kapitel will die Aktualität des Themas dieser Arbeit aufzeigen und den Leser in die besondere Problematik der Kommunikation von speziellen Nonprofit Organisationen einführen.

Soziale beziehungsweise karitative Organisationen leisten wichtige Arbeit am Rande der Wahrnehmung der Gesellschaft. Sie sorgen dafür, dass benachteiligten und in Not geratenen Menschen geholfen wird.

Entsprechend der politischen Willensentscheidungen steht für die Arbeit dieser Organisationen mehr oder weniger Steuergeld zur Verfügung. Die für Finanzierungsentscheidungen ausschlaggebende politische Machtverteilung wiederum richtet sich in einer Demokratie der westlichen Welt nach den Wahlergebnissen. Letztendlich richtet sich deshalb die Finanzierung karitativer NPOs nach dem Bewusstsein der wählenden Bevölkerung für soziale Probleme. Wäre die gesellschaftliche Wahrnehmung um die vielfältigen sozialen Notlagen ausgeprägter, müsste der Staat ausreichend Mittel zu deren Linderung zur Verfügung stellen.

Nur wie entsteht ein solches gesellschaftliches Bewusstsein? Im Einzelfall durch hautnahes, persönliches Erleben oder aber durch gezielte Kommunikation über soziale Problematiken und mögliche Lösungsansätze. Diejenigen, die tagtäglich mit sozialen Notlagen zu tun haben, die vielen kleinen oder großen karitativen Organisationen, haben meist wenig Zeit und noch weniger Geld über ihre Wahrnehmungen sozialer Probleme zu informieren und auf diese Themen hinzuweisen.

Besonders betroffen von dieser Misere sind die so genannten sozialen Drittleistungs-NPOs . Teilweise rigide Förder- oder Subventionsverträge erlauben es ihnen kaum Mittel in die Kommunikation zu investieren. Auch private Gönner, so es sie gibt, sehen es in der Regel nicht gerne, wenn ihre Spenden nicht direkt dem sozialen Zweck, sondern der Kommunikation über die Problematik zugeführt werden.

Was den Verantwortlichen in sozialen Drittleistungs-NPOs bleibt, ist oft nur die Hoffnung auf wohlwollende Journalisten, beziehungsweise auf unentgeltliche Schaltungen in diversen Medien, um auf „ihre“ Themen aufmerksam zu machen und sie einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln.

Kommunikation darf aus ethischen Gründen aber nicht auf Kosten der Würde der betroffenen Klienten erfolgen (also nicht durch voyeuristisches zur Schau stellen von Einzelschicksalen). Soziale Drittleistungs-NPOs haben geringe Ressourcen (kein/kaum Budgets, wenig Personal) für Kommunikation.

Inhaltsverzeichnis:

Danksagung I
Inhaltsverzeichnis II
1. EINLEITUNG 7
1.1 PROBLEMSTELLUNG 7
1.1.1 Aktualität des Themas 7
1.1.2 Ein konkreter Event als Praxisbezug 10
1.1.3 Wissenschaftlicher Zugang zum Thema 11
1.1.4 Zusammenfassung 14
1.2 ZIELSETZUNG DER ARBEIT 15
1.2.1 Anspruch 15
1.2.2 Praxis- und theoriegeleitete Annahmen 16
1.2.3 Forschungsleitende Fragen 18
1.3 VORGEHENSWEISE 19
1.3.1 Von der Praxis zur Wissenschaft 19
1.3.2 Aufbau der Arbeit 20
1.3.3 Zusammenfassung 21
2. KONZEPTIONELLE EINORDNUNG DES UNTERSUCHUNGSPROBLEMS 22
2.1 DER BEZUGSRAHMEN IM ÜBERBLICK 23
2.2 EVENT MARKETING UND EVENT 26
2.2.1 Ursachen für die wachsende Bedeutung von Event Marketing 26
2.2.2 Abgrenzung der Begriffe Event und Event Marketing 28
2.2.3 Bedeutung von Event u. Event Marketing in Hinblick auf die Forschungsfragen 33
2.3 ABGRENZUNG DES BEGRIFFES SOZIALE DRITTLEISTUNGS-NPO 34
2.3.1 Merkmale von Nonprofit Organisationen 34
2.3.2 Typen von Nonprofit Organisationen 37
2.3.3 Unterschiede zwischen Profit- und Nonprofit Organisationen 39
2.3.4 Zusammenfassende Begriffsabgrenzung 40
2.4 NPO-MARKETING ALS RAHMENBEDINGUNG FÜR NPO-KOMMUNIKATION 40
2.4.1 Marketing als Hintergrund von NPO-Marketing 41
2.4.2 Grundlagen des Marketing-Managements nach demFreiburger Modell 45
2.4.3 Einsatzbereiche des Marketings in NPO 52
2.4.3.1 Marketing für Mitglieder, Milizer und Freiwillige 53
2.4.3.2 Fundraising 53
2.4.3.3 Eigen-Marketing 54
2.4.3.4 Dienstleistungsmarketing 54
2.4.3.5 Interessenvertretung/Lobbying 56
2.4.3.6 Collective Bargaining/Kollektivverhandlungen 56
2.4.3.7 Kooperative Werbung 56
2.4.3.8 Öffentlichkeitsarbeit/PR 57
2.4.3.9 Bedeutung der Marketingeinsatzbereiche in Hinblick auf die Kommunikation 57
2.4.4 Strategischer Rahmen des NPO-Marketings 58
2.4.4.1 Exkurs: Corporate Identity 59
2.4.4.2 Corporate Identity als strategischer Rahmen in NPOs 61
2.4.5 Besonderheiten des operativen NPO-Marketing 63
2.4.5.1 Performance: Produkt-/Dienstleistungs-Mix 65
2.4.5.2 Preis: Preis-/Finanzierungs-Mix 66
2.4.5.3 Exkurs: NPO-Finanzierung über Spenden und Sponsoring 67
2.4.5.4 Place: Distribution, Dienstleistungsumfeld 69
2.4.5.5 Politics 69
2.4.5.6 People 69
2.4.5.7 Promotion/Kommunikation 70
2.4.6 Die besondere Bedeutung der Kommunikation in NPOs 72
2.5 INTEGRIERTE KOMMUNIKATION 73
2.5.1 Zentrale Aspekte des Bruhnschen Modells der Integrierten Kommunikation 76
2.5.1.1 Funktionen der Kommunikationspolitik 76
2.5.1.2 Organisatorische Voraussetzungen 77
2.5.1.3 Definition: Integrierte Kommunikation 78
2.5.1.4 Die drei Stufen der Integration 79
2.5.1.5 Von der Positionierung zum Instrumenteeinsatz 80
2.5.2 Kommunikationsinstrumente 82
2.5.2.1 Kategorien der Kommunikationsinstrumente nach Bruhn 82
2.5.2.2 Die konkreten Instrumente der Unternehmenskommunikation 83
2.5.2.3 Zusammenfassung 85
2.5.3 Bezüge zwischen den beiden verwendeten Modellen 86
2.6 BESONDERHEITEN DES EVENT MARKETINGS 89
2.6.1 Strategische Zielgrößen des Event Marketings 90
2.6.2 Ansätze von Event Marketing-Strategien 91
2.6.3 Beziehungen zwischen Event Marketing und ausgewählten anderen Kommunikationsinstrumenten 93
2.6.3.1 Event Marketing und Persönliche Kommunikation 94
2.6.3.2 Exkurs: Event Marketing und Mitarbeiterkommunikation 95
2.6.3.3 Event Marketing und Public Relations (PR) 97
2.6.4 Zusammenfassende Überlegungen zum Event Marketing 100
2.7 VON DER PROBLEMENTWICKLUNG ZUM FALL 101
2.7.1 Überblick der Problementwicklung 102
2.7.2 Konkretisierung der Fragestellung als Ausgangspunkt für qualitative Empirie 108
3. METHODE DER QUALITATIVEN FORSCHUNG 110
3.1 ÜBERSICHT - FORSCHUNGSDESIGN 113
3.2 QUALITATIVE EINZELFALLSTUDIE - FALLREKONSTRUKTION 114
3.2.1 Merkmale der Einzelfallstudie 114
3.2.2 Fallrekonstruktions-Modell 115
3.2.2.1 Induktion, Deduktion, Abduktion 116
3.2.2.2 Auswahl des Falls 119
3.2.2.3 Grenzen des konkreten Falls 120
3.2.2.4 Datenquellen 121
3.3 METHODENBÜNDEL 122
3.3.1 Qualitative Inhaltsanalyse 122
3.3.2 Leitfadeninterview 124
3.3.3 Analyseverfahren der Leitfadeninterviews 126
3.3.3.1 Materialorientierte Bildung von Auswertungskategorien 126
3.3.3.2 Erstellen eines Codierleitfadens 127
3.3.3.3 Codierung des Materials 127
3.3.3.4 Quantifizierende Materialübersichten erstellen 127
3.3.3.5 Vertiefende Fallinterpretation 127
3.3.4 Beziehungsanalyse auf Basis einer Cross-Impact-Analyse 127
3.3.5 Deskriptive Statistik 128
3.3.6 Anonymisierung des Materials 130
4. KONKRETION DES FALLS 132
4.1 AUSGEWÄHLTE RAHMENBEDINGUNGEN DER KOMMUNIKATION IM KONKRETEN FALL 132
4.1.1 Historische Entwicklung als Rahmenbedingung für Kommunikation 133
4.1.2 Leitbild als Rahmenbedingung für die Kommunikation 135
4.1.3 Größe und Geschäftsfelder als Rahmenbedingungen der Kommunikation 138
4.1.4 Die Organisationsstruktur als Rahmenbedingung für Kommunikation 140
4.1.4.1 Verbandliche Struktur 140
4.1.4.2 Organisationsstruktur der konkreten NPO 141
4.1.5 Ressourcen als Rahmenbedingung für Kommunikation 145
4.1.6 Die konkreten Rahmenbedingungen der Kommunikation in Hinblick auf die forschungsleitenden Fragen 146
4.2 ERSTE AUSEINANDERSETZUNG MIT DEM MATERIAL 148
4.2.1 Wiederholung der theoretischen Überlegungen 148
4.2.2 Probleme bei der Datenerhebung 149
4.2.3 Abduktive Schlussfolgerung 150
4.3 BILDUNG VON AUSWERTUNGSKATEGORIEN 152
4.4 CODIERLEITFADEN UND CODIERUNG DES MATERIALS 156
4.5 QUANTIFIZIERENDE MATERIALÜBERSICHTEN 156
4.5.1 Kategorie: Der konkrete Event als Dienstleistung 158
4.5.2 Kategorie: Allgemeine Kommunikationsziele der konkreten NPO 159
4.5.3 Kategorie: Event als Kommunikationsinstrument für Gesamtorganisation 164
4.5.4 Kategorie: Event als Kommunikationsinstrument für verschiedene Marketingeinsatzbereiche 166
4.5.5 Sonderkategorien: Besonderheiten/Problematik im Rahmen der NPO-Kommunikation 170
4.5.6 Kategorien: Beziehung Event zu ausgewählten anderen Kommunikationsinstrumenten 173
4.5.7 Zusammenfassung Materialübersicht 177
4.6 VERTIEFENDE FALLINTERPRETATION 177
4.6.1 Öffentlichkeitsarbeit als Kerngeschäft 178
4.6.2 Die Kommunikationsziele der konkreten NPO 179
4.6.3 Event als Kommunikationsmaßnahme für verschied. Marketingeinsatzbereiche 181
4.6.3.1 Event als Bekanntmachungsinstrument 181
4.6.3.2 Event als Positionierungsinstrument 181
4.6.3.3 Event als Fundraisinginstrument 182
4.6.3.4 Event als Instrument zur Gewinnung und Pflege von Ehrenamtlichen 183
4.6.3.5 Event als Instrument des Eigenmarketings 183
4.6.3.6 Event als Instrument der ÖA/PR 184
4.6.4 Besonderheiten/Problematiken im Rahmen der NPO-Kommunikation 185
4.6.4.1 Geringe Ressourcen für Kommunikation 185
4.6.4.2 „Soziale Themen sind uninteressant“ 186
4.6.4.3 Klientenschicksale als Aufhänger für Kommunikation 187
4.6.5 Event in Beziehung zu ausgewählten anderen Kommunikationsinstrumenten 188
4.6.5.1 Event und ÖA/PR-Medienarbeit 188
4.6.5.2 Event und Persönliche Kommunikation 189
4.7 DESKRIPTIVE STATISTIK ZUR ERHÄRTUNG DER ERGEBNISSE 191
4.7.1 Verwendete Kommunikationsinstrumente 191
4.7.2 Verwendungshäufigkeit der Kommunikationsinstrumente 193
4.7.3 Strategische Bedeutung der Kommunikationsinstrumente 195
4.7.4 Zusammenfassung - deskriptive Statistik 196
5. ERGEBNIS - ZUSAMMENFASSUNG UND DISKUSSION 198
5.1 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE 198
5.2 DISKUSSION DER ERGEBNISSE 200
5.2.1 Diskussion in Bezug auf Modelle 200
5.2.1.1 Visualisierung der Ergebnis-Diskussion - 1 200
5.2.1.2 Ergebnisse in Bezug auf das Freiburger Marketingkonzept 204
5.2.1.3 Ergebnisse in Bezug auf das Bruhnsche Konzept der IK 205
5.2.1.4 Ergebnisse hinsichtlich der Beziehung zwischen den Modellen 207
5.2.2 Diskussion in Bezug auf die Methode 208
5.2.2.1 Visualisierung der Ergebnis-Diskussion - 2 209
5.2.2.2 Ergebnisse in Bezug auf die Methode 209
5.3 ANTWORTEN AUF DIE FORSCHUNGSFRAGEN 212
5.3.1 Visualisierung der Ergebnis-Diskussion - 3 212
5.3.2 Konkrete Antworten auf die Forschungsfragen 214
5.3.2.1 Frage 1 214
5.3.2.2 Frage 1.1 215
5.3.2.3 Frage 1.2 216
5.3.2.4 Frage 1.3 216
6 FAZIT UND ABSCHLIEßENDE EMPFEHLUNGEN 218
I. ABBILDUNGSVERZEICHNIS 221
II. LITERATURVERZEICHNIS 222
III. VERZEICHNIS DER ANHÄNGE 227

Textprobe:

Kapitel 2.4.3.4, Dienstleistungsmarketing:

Dienstleistungsmarketing ist ein zentraler Marketingeinsatzbereich in NPOs und weist spezielle Merkmalsausprägungen auf, die folgend einer ausführlicheren Betrachtung unterzogen werden.

Eine Weiterentwicklung der in Kapitel 2.4.1 beschriebenen Marketingansätze betrifft auch die Erweiterung des Objektbereiches auf Dienstleistungen. Die Begründung dafür liegt im enormen Wachstum dieses Bereiches. So lag der Beschäftigtenanteil im Dienstleistungsbereich in der Europäischen Union 1994 bereits bei 65 % und in den USA bei 79 %.

Die Bedeutung für das Marketing liegt in den spezifischen Merkmalen von Dienstleistungen. Die besonderen Problemstellungen, die sich daraus für das Marketing ableiten lassen beschreibt Scheuch wie folgt.

Die Erstellung der Dienstleistung (folgend mit DL abgekürzt) ist an die Präsenz des Kunden gebunden. Vorratsproduktion ist nicht möglich. Dadurch können Probleme bei der Kapazitätsauslastung auftauchen. Der Leistungsadressat ist aktiv an der Erstellung der Leistung beteiligt. Das Produkt kann nur als Leistungsziel, nach der Erbringung, versprochen werden. Aus dem hohem Anteil an menschlicher Arbeit folgt ein geringer Standardisierungsgrad der DL. Hohe Erklärungsbedürftigkeit, falls Endprodukte nicht vorgezeigt werden können. Erklärungsbedürftigkeit in Hinblick auf die Aufnahmebereitschaft des Kunden.

Bei DL-Anteilen, die an einen örtlichen Standort gebunden sind, muss die Distanz zum Kunden überwunden werden. DL-Angebote sind häufig auf komplementäre Nachfrage nach unterschiedlichen Verrichtungen ausgerichtet. Die komplementäre Kombination kann auch andere als DL umfassen, wenn deren isoliertes Angebot alleine nicht bedarfsgerecht wäre. Für manche DL-Branchen bilden sich dominierende Kernverrichtungen der komplementären Angebote heraus.

Aus diesen problemhaften Merkmalen lässt sich Dienstleistung anhand dreier zentraler Komponenten beschreiben. Diese sind: eine Bereitschaftsleistung, einen Leistungserstellungsprozess und ein Leistungsergebnis.

Die wesentlichsten Aspekte von Dienstleistungsmarketing für das NPO-Marketing sind sicherlich die Integrativität, also der prozesshafte Einbezug des Dienstleistungsnehmers in die Leistungserstellung und die Immaterialität, also die Tatsache, dass die Produkte kaum physisch wahrnehmbar sind. Daraus lässt sich eine zusätzliche Wichtigkeit der Kommunikation – nach innen und nach außen – als Teil des operativen NPO-Marketings ableiten. Purtschert bezeichnet deshalb Dienstleistungsmarketing als einen Mix aus Produkt-, interaktivem und internem Marketing.

Der an sich schon erhöhte Erklärungsbedarf, der sich aus den besonderen Zwecken von NPOs ergibt, erfährt durch die Tatsache, dass die angebotenen Leistungen Dienstleistungen sind, die selbst auch einen spezifischen Erklärungsbedarf haben, eine zusätzliche Verstärkung.

Diese zweifache Erklärungsbedürftigkeit ist eine wesentliche Bedingung für die besondere Rolle der Kommunikation in NPOs.

Interessenvertretung/Lobbying:

Da die Interessenvertretung eine Muss-Kernleistung von NPOs darstellt, ist sie als weiterer wichtiger Einsatzbereich des NPO-Marketings zu verstehen. Purtschert, der auch für diesen Bereich ein Detail-Marketingkonzept empfiehlt, sieht Lobbying als eine Kombination von Dienstleistungs-/Service- und Kommunikationsaktivitäten mit dem Ziel politische Prozesse und Entscheidungen im Sinne der NPO-Ziele zu beeinflussen.

Arbeit zitieren:
Engel, Georg Mai 2003: Eventmarketing als Kommunikationsinstrument in sozialen Drittleistungs-Nonprofit Organisationen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Nonprofit Organisation, NGO, Public Relations, Eventmarketing, Kommunikationsinstrument

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