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Wieviel Event braucht ein Event - Schauplatz Hospitality

Wieviel Event braucht ein Event - Schauplatz Hospitality
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Alexander Wolf
  • Abgabedatum: Januar 2003
  • Umfang: 118 Seiten
  • Dateigröße: 982,9 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Kempten Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6889-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6889-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6889-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wolf, Alexander Januar 2003: Wieviel Event braucht ein Event - Schauplatz Hospitality, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Eventmanagement, Eventmarketing

Diplomarbeit von Alexander Wolf

Einleitung:

Die Wirtschaft hat die vielfältigsten Möglichkeiten von Events, der erlebnisorientierten und direkten Marketingkommunikation, für sich erkannt. Viele kleine und große Unternehmen setzen dieses Instrument mit zunehmendem Erfolg strategisch und taktisch in der Kommunikationspolitik ein. Die Vorteile liegen auf der Hand: Flexibilität, fehlende Streuverluste, Effizienz und die direkte Ergebniskontrolle. Eventmanagement in Verbindung mit dem Eventmarketing sind junge Kommunikationsinstrumente, die in den letzten Jahren einen wahren Boom in der Wirtschaft und in der Gastronomie erlebt haben. Dieser Trend konnte sowohl in konjunkturstarken als auch in konjunkturschwachen Zeiten festgestellt werden. In der Praxis stellt sich somit berechtigterweise die Frage, worin dieser Erfolg begründet ist. Was kennzeichnet ein Event und welche Bedeutung wird ihm beigemessen? Welche Arten von Events gibt es, und was kann mit den jeweiligen Events erreicht werden? In welchem Rahmen und in welchem Ausmaß soll ein Event stattfinden? Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: „Wie viel Event braucht ein Event?“ In der vorliegenden Diplomarbeit will der Autor der Fragestellung nachgehen, worin das Besondere an einem Event liegt, wie die Vorbereitungen eines Events auszusehen haben, was die Gäste erwarten und wie sich die Ansprüche der Gäste ändern bzw. geändert haben. Gleichzeitig sollen Modelle der Kommunikationspolitik, die Problematik der Erfolgskontrolle und die verschiedenen Möglichkeiten der Eventdurchführung erläutert werden. In der Literatur sind einige Autoren zu finden, die sich bereits intensiv mit dem Eventmarketing und dem Eventmanagement auseinandergesetzt haben. Anhand der verschiedensten Ansätze, die es gibt, kann festgestellt werden, dass bis heute immer noch keine einheitlichen Standards für das Eventmanagement existieren. Dies liegt sicherlich in erster Linie daran, dass jeder Gast andere Vorstellungen bzw. Erwartungen mit einem Event verbindet. In der heutigen Zeit hat Essen gehen nicht immer etwas mit Hunger zu tun, und Trinken heißt nicht unbedingt den Durst zu löschen. Ein neuer Verbrauchertyp und eine neue Generation von erlebnisneugierigen und erlebnishungrigen Menschen betrachten die Bar, das Pub, das Restaurant und die Gaststätte als einen Ort zur Entfaltung von Lebensfreude.

Durch diesen Einstellungswandel wird jeder Gastronomiebesuch, jede Veranstaltung zu einem Ereignis, einem Event – ganz egal ob in der Öffentlichkeit, im Berufs- oder Privatleben. Mit dem Eventmanagement und deren Veranstaltungen kann ein Feeling freigesetzt werden, das nicht aller Tage erlebt wird. Warum besuchen tausende von Menschen ein Live-Konzert oder eine Sportveranstaltung, wenngleich sie so etwas vor dem Fernseher viel entspannter, bequemer und ruhiger genießen können? Es ist einfach das außergewöhnliche Gefühl, an Gemeinschaftserlebnissen dieser Dimensionen teilhaben zu dürfen, oder um es mit Claus Dieter Hübsch auszudrücken: „Das ist wie beim Sechstagerennen. Das könnte so toll sein, wenn da unten auf der Bahn diese komischen Radfahrer die Party nicht permanent stören würden.“ Wie dieses Zitat zeigt, muss nicht immer der Sport im Vordergrund stehen, sondern die sozialen Prozesse und Kontakte sind für den Menschen von großer Bedeutung. Darauf basierend darf Dienstleistung deshalb nicht mehr die althergebrachte Bereitschaft und Leidenschaft zum Dienen sein, sondern muss reales Vertrauens- und Erlebnismanagement hervorrufen. Für den Gastronomen selbst sollte die Zufriedenheit seiner Gäste an erster Stelle stehen – nicht zuletzt wegen der so genannten Mund-zu-Mund-Propaganda, die einen wesentlichen Teil zur Überlebensstrategie beiträgt. Statistisch gesehen erzählen von etwa 100 Menschen 30 etwas Positives und 60 etwas Negatives weiter.

Ein anderer Teil der Überlebensstrategie ist, dass beispielsweise in Amerika von Hospitality (Gastfreundschaft) gesprochen wird und nicht von Gastronomie. Dieses Wort kennen die Unternehmer in den USA nicht. In Amerika gab es noch nie Anbietermärkte – es musste von Anfang an klassischer Kundenmarkt gelernt und praktiziert werden. In diesem Zusammenhang hat sich schließlich auch das Marketing in Amerika entwickelt: „Marketing just makes the people come in. Operations makes the people come back.“ Wer etwas erreichen will, muss auf seine Gäste zugehen und ihnen etwas Besonderes bieten. Schon Albert Einstein sagte: „Alles, was Menschen sich vorstellen können, das können sie auch erreichen.“ Und Otto von Bismarck, der viel Verständnis für die Gastronomie zeigte, meinte: „Ein Volk, das seine Wirte nicht ernähren kann, ist es nicht wert, eine Nation genannt zu werden.“ Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Definitionen und Begriffserklärungen 4
2.1 Kulturelle Events 7
2.2 Sportevents 9
2.3 Wirtschaftliche Events 11
2.4 Natürliche Events 15
2.5 Gesellschaftspolitische Events 16
2.6 Häufigkeit und Dauer von Events 17
2.7 Definitionen von Größe eines Events 18
2.7.1 Mega Events 18
2.7.2 Mittelgroße Events 20
2.7.3 Mini Events 21
2.8 Erlebnis und Gastronomie gleich Erlebnisgastronomie? 22
3. Eventmanagement in der Kommunikationspolitik 26
3.1 Eventmanagement und Public Relations 28
3.2 Eventmanagement und Werbung 31
3.3 Eventmanagement und Verkaufsförderung 33
3.4 Eventmanagement und persönlicher Verkauf 35
3.5 Eventmanagement und Sponsoring 36
4. Schauplatz Eventagentur 39
4.1 Überzeugung oder die Macht der Veranstaltung 39
4.2 Definition und Darstellung einer Eventagentur 40
4.2.1 Darstellung und Besonderheiten eines Eventmanagers 42
4.2.2 Eventmanager in der Rolle des Projektleiters 44
4.3 Organisation eines Events 45
4.3.1 Motto und Konzeption eines Events 47
4.3.1.1 Budgetierung 47
4.3.1.2 Phasen der Konzeption 50
4.3.2 Definition der Ziele und Zielgruppen 52
4.3.3 Darstellung und Definition der Bedürfnispyramide 56
4.3.3.1 Die Sinne ansprechen 60
4.3.3.2 Überzeugung und Identifikation 61
4.3.4 Inszenierung eines Events 63
4.3.4.1 Das Image des Veranstaltungsortes 63
4.3.4.2 Wahl der richtigen Medien 65
4.3.4.3 Catering 65
4.3.4.4 Die Mitarbeiter 66
4.3.4.5 Organisation contra Improvisation 66
4.4 Erfolgskontrollen von Events 67
4.4.1 Bewusstsein und Wahrnehmung 69
4.4.2 Selektionen 70
4.4.3 Multiplikatoreneffekte 71
5. Schauplatz Hotellerie 74
5.1 Entwicklung des Conference & Banqueting Bereichs 75
5.2 Darstellung des Conference & Banqueting Bereichs 76
5.2.1 Vorbereitungen zum Bankettverkauf 77
5.2.2 Zusammenarbeit mit anderen Bereichen im Hotel 78
5.2.3 Darstellung und Besonderheiten eines Conference & Banqueting Managers 80
5.3 Veranstaltungen im Hotel 81
5.4 Auswertung und Erfolgskontrolle der Veranstaltung 83
5.5 Vergleich Hotels und Eventagenturen 84
6. Schauplatz Event 86
6.1 Ablauforganisation 86
6.1.1 Vorbereitungsphase 87
6.1.2 Durchführungsphase 90
6.1.3 Nachbereitungsphase 92
6.2 Soll-Ist-Vergleich eines Events 94
6.3 Aussichten für die Zukunft 95
7. Schlussbetrachtung 101
II. Abbildungsverzeichnis V
III. Anlage VIII
IV. Literaturverzeichnis XI
V. Eidesstattliche Erklärung XIV

Automatisiert erstellter Textauszug:

4.3.1 Motto und Konzeption eines Events Die Konzeption ist die Planungsgrundlage für alle Maßnahmen, die mit dem Event direkt bzw. indirekt in Verbindung stehen. Mit der Konzeption werden Erwartungen auf das kommende Event geweckt, Personen angeregt und überzeugt. Basierend auf der Zusammenarbeit mit dem Kunden und dem detaillierten Briefing, stehen für die Eventagentur drei Fragen zur Beantwortung: Was hat die Agentur? Was will die Agentur? Was kann die Agentur? Dabei geht es speziell um die Ausgangssituation, die Aufgabenstellung, die Ideenumsetzung, um die Zeit und um Kosten. Für die Beantwortung dieser Fragen sind unbedingt Recherchen erforderlich, denn ohne sie und ohne Angebotsvergleiche ist eine sinnvolle und seriöse Kostenund Budgetplanung kaum möglich. Der Budget- und Kostenrahmen sollte nicht zu knapp kalkuliert werden, um nicht während der Vorbereitung oder während der Veranstaltung Handlungsspielraum zu verlieren. [...]

Die ersten strategischen Überlegungen für die Durchführung einer Veranstaltung sollten sich nicht nach der Budgethöhe richten. Ob ein Event für 100.000,- Euro oder 10.000,- Euro durchzuführen ist, spielt keine Rolle. Wichtig sind die Vorarbeiten, um Synergieeffekte zu erreichen und die Reibungsverluste zu minimieren. Die Organisation von Events übersteigt sehr schnell die Arbeitskapazität von drei oder vier Mitarbeitern. Die rechtzeitige Planung der personellen Besetzung sowie der schrittweise Aufbau eines arbeitsteilig strukturierten Organisationsstabes besitzen in der Vorbereitungsphase eines Events eine große Bedeutung. Bevor die Arbeiten beginnen können, erhält die Agentur ein detailliertes Briefing. Das Briefing enthält alle Informationen, die eine Agentur für die Umsetzung eines Events benötigt. Eine gute Agentur wird so lange nachfragen, bis sie über alle entscheidenden Informationen verfügt und bis eventuelle Unstimmigkeiten im Briefing ausgeräumt sind. Mit Hilfe des Briefings wird die Basisarbeit geleistet. Dabei geht es um die detaillierte Definition der gewünschten Zielgruppe, um die jeweiligen Definitionen der Zielsetzungen, um die Eingrenzung und Festlegung des Termins, um die Auflistung schon vorhandener Informationen und Ideen sowie schließlich um die Eingrenzung des Budgets. Vor der Konzeption muss es eine Richtlinie für das spätere Budget geben, denn die Qualität einer Konzeption hängt nicht nur von den Ideen, sondern auch von deren Realisierbarkeit ab. Bevor mit der Ausarbeitung der Konzeption begonnen wird, müssen die genannten fünf Punkte (Ziele und Zielgruppen, Termin, Informationen, Idee und Budget) erfolgreich abgearbeitet worden sein. In Bezug auf die Planung und Durchführung einer Veranstaltung verfügt eine Eventagentur über mehr Kompetenzen und Erfahrungen als das Unternehmen. Die Agentur muss das Unternehmen in jeglicher Hinsicht beraten und betreuen können. Dabei vermittelt sie dem Unternehmen das Gefühl von Sicherheit, Flexibilität und Professionalität. [...]

4.2.2 Eventmanager in der Rolle des Projektleiters Wie schon im vorhergehenden Kapitel erläutert, hat der Eventmanager viele Aufgaben gleichzeitig zu lösen. Er muss als Leiter eines Events mehrere Funktionen, wie zum Beispiel die des Fachmannes, Moderators, Managers, Teamers, Konfliktlösers, Koordinators, Beraters, Strategen und Diplomaten übernehmen. Einige von den genannten Funktionen werden nunmehr etwas näher beleuchtet. Der Projektleiter kann nicht überall Fachmann sein, der das letzte Wort hat. In vielen Fällen muss er sich auf sein Team und die Entscheidungen der Teammitglieder verlassen können. Bei der Wahl des Projektleiters ist nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern auch die Methodenkompetenz zu berücksichtigen. Methodenkompetenz schließt auch die Funktion eines Moderators ein. Er muss darauf achten, dass der Zeitrahmen und die Zielsetzung genau festgelegt und im Auge behalten werden. Gleichzeitig gehört es zu seinen Aufgaben, die Kommunikation zwischen den Teammitgliedern zu überwachen und Meinungsverschiedenheiten zu schlichten. Dadurch sollen Konflikte vermieden und eine positive Arbeitsatmosphäre geschaffen werden. Als Stratege und Diplomat richtet der Projektleiter sein Augenmerk immer auf die Interessen und das Gesamtziel des Projektes, d.h. er muss das Projekt gegenüber dem Auftraggeber nach innen und nach außen vertreten. Während der Projektarbeit sind die Teammitglieder immer mit den Zielen zu konfrontieren, und der Projektleiter muss einen Abgleich mit den Vorgaben durchführen, um rechtzeitig mögliche Synergien ausnutzen und Doppelarbeiten vermeiden zu können. Ein Team entwickelt sich erst im Laufe der Zeit. Dabei durchläuft es zunächst die Schnupper-, dann die „Nahkampf-“ und schließlich die Performancephase. Hat das Team die letzte Phase erreicht, kann gesagt werden, dass 1 + 1 > 2 ist. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und eine gelungene Kommunikation ist wichtig, das eigene Kommunikationsverhalten zu erkennen, zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern. Wenn sich jedes Teammitglied von einer solchen Strategie leiten lässt, dann [...]

Arbeit zitieren:
Wolf, Alexander Januar 2003: Wieviel Event braucht ein Event - Schauplatz Hospitality, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Eventmanagement, Eventmarketing

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