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Die Evaluierung kommunikationspolitischer Aktivitäten

Die Evaluierung kommunikationspolitischer Aktivitäten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Silke Brandner
  • Abgabedatum: April 1994
  • Umfang: 105 Seiten
  • Dateigröße: 4,2 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3497-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3497-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3497-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Brandner, Silke April 1994: Die Evaluierung kommunikationspolitischer Aktivitäten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Silke Brandner

Einleitung:

Das Marketing der 90er Jahre wird von Rahmenbedingungen beeinflußt, die im Laufe der letzten Jahrzehnte entscheidenden Veränderungen unterlagen. Zum einen vollzog sich in vielen Branchen ein Wandel von Verkäufer- zu Käufermärkten, zum anderen kam es durch Sättigungserscheinungen auf zahlreichen Märkten zu einem verschärften Konkurrenzkampf.

Gesättigte Märkte sind gekennzeichnet durch einen harten Verdrängungswettbewerb in Wirtschaftszweigen, deren Potential als weitgehend ausgeschöpft gilt. Marktanteilsgewinne sind hier nur noch zu Lasten der Konkurrenz möglich. Die ausgereiften Produkte weisen einen hohen objektiven und funktionalen Qualitätsstandard auf und qualitative Unterschiede zwischen den einzelnen Konkurrenzprodukten sind marginal. Die Existenz eines Marktes mit zunehmend austauschbaren Angeboten hat zur Folge, daß ein Wettbewerbsvorteil im Bereich der Kommunikation für Erfolg im Marketing an Bedeutung gewinnt. So wurden im Jahr 1993 in Deutschland fast 50 Mrd. DM in Werbung investiert, was eine Steigerungsrate von 5,5% gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Der Erfolg solcher Kommunikationstätigkeiten wird jedoch durch die zunehmende Informationsüberlastung der Konsumenten in Frage gestellt. Die Informationsflut, mit der die Verbraucher täglich konfrontiert werden, trifft auf die biologisch begrenzte Aufnahmefähigkeit des menschlichen Gehirns. Für die Unternehmen hat dies zur Folge, daß ihre mittels kommunikationspolitischer Aktivitäten überbrachten Botschaften häufig gar nicht oder nur bruchstückhaft aufgenommen werden. Mehr als 98% der angebotenen Informationen bleiben unbeachtet. Der erfolgreiche Einsatz kommunikationspolitischer Instrumente erweist sich daher als immer schwieriger und teurer.

Diese Entwicklung führt zwangsweise zu der Forderung, die Evaluierung kommunikationspolitischer Maßnahmen zur dringenden Unternehmensaufgabe zu machen, die den sinnvollen Einsatz beachtlicher finanzieller Mittel gewährleisten soll. Dennoch zeigt das Ergebnis einer im Jahre 1992 durchgeführten empirischen Studie, daß zwar immerhin 95% der befragten Werbeagenturen, aber nur 72% der in die Untersuchung einbezogenen Unternehmen Werbeerfolgsmessungen durchführen. Ein Grund für die Zurückhaltung der Werbetreibenden bezüglich der Bewertung ihrer Aktivitäten könnte die Qualität der für diese Aufgabenstellung vorhandenen Methoden sein. In der vorliegenden Arbeit werden daher Verfahren zur Werbeerfolgsmessung beschrieben und diskutiert.

Nach der Darstellung begrifflicher Grundlagen und der Erläuterung wichtiger Voraussetzungen für die Durchführung einer Werbebeurteilung erfolgt eine Erörterung klassischer Methoden. Im Anschluß daran werden innovative Verfahren zur Evaluierung von Werbung untersucht. Dabei werden die von Marktforschungsinstituten entwickelten, auf klassischen Methoden basierenden Instrumente den Expertensystemen zur Werbebewertung, einer neuartigen und vieldiskutierten Art, Werbung zu überprüfen, gegenübergestellt. Aus den Ergebnissen dieser Diskussion werden praktische Folgerungen für eine erfolgreiche Evaluierung von Werbemaßnahmen gezogen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis V
1. Die Bedeutung der Werbeerfolgsmessung in einer Zeit zunehmender Werbeintensität 1
2. Die Erfolgsermittlung als notwendiger Bestandteil der Werbung 3
2.1 Der Begriff der Werbung 3
2.2 Die Messung des Werbeerfolges als Teil des Werbeprozesses 4
2.3 Kommunikationsziele als Orientierungspunkt für die Werbebeurteilung 6
3. Klassische Methoden zur Messung des Werbeerfolges 8
3.1 Möglichkeiten zur Systematisierung klassischer Evaluierungsverfahren 8
3.2 Die Messung des außerökonomischen Werbeerfolges 10
3.2.1 Verfahren zur Messung der kognitiven Werbewirkung 10
3.2.2 Methoden zur Ermittlung der affektiven Werbewirkung 13
3.3 Die Messung des ökonomischen Werbeerfolges 15
3.3.1 Ökonometrische Ansätze 15
3.3.2 Experimentelle Verfahren 17
3.4 Grenzen klassischer Evaluierungsmethoden 19
3.4.1 Die Mangelhaftigkeit der Datenerhebung 19
3.4.2 Die Eindimensionalität der Verfahren 21
3.4.3 Das Fehlen einer Diagnostik 22
4. Innovative Methoden zur Evaluierung werblicher Maßnahmen 23
4.1 Möglichkeiten zur Systematisierung innovativer Bewertungsverfahren 23
4.2 Von Marketingexperten herangezogene Verfahren zur Evaluierung von Werbung 25
4.2.1 Zeitpunktbezogene Methoden zur Bewertung von Werbung 25
4.2.1.1 Pretest-Verfahren 25
4.2.1.2 Paralleltest-Verfahren 31
4.2.1.3 Posttest-Verfahren 33
4.2.2 Zeitraumbezogene Methoden zur Bewertung von Werbung 38
4.2.2.1 Eine Werbekampagne begleitende Verfahren 38
4.2.2.2 Von einer Werbekampagne unabhängig durchgeführte Verfahren 41
4.3 Das Expertensystem als Instrument zur Evaluierung von Werbung 45
4.3.1 Grundlagen eines Expertensystems 45
4.3.1.1 Der Begriff des Expertensystems 45
4.3.1.2 Die Komponenten eines Expertensystems 46
4.3.1.3 Voraussetzungen für den sinnvollen Einsatz eines Expertensystems 51
4.3.2 Einsatzbereiche von Expertensystemen zur Evaluierung von Werbung 53
4.3.2.1 Die Werbeerfolgskontrolle 53
4.3.2.2 Die Werbeerfolgsprognose 55
4.3.3 Vorteile von Expertensystemen ggü. herkömmlichen Methoden zur Werbeerfolgsmessung 56
4.3.3.1 Die Unabhängigkeit von Marketingexperten 56
4.3.3.2 Die Wirtschaftlichkeit des Systemeinsatzes 57
4.3.3.3 Die Präzision der Ergebnisse 59
4.3.4 Grenzen des Einsatzes von Expertensystemen zur Ermittlung des Werbeerfolges 60
4.3.4.1 Der Entwicklungsaufwand 60
4.3.4.2 Widerstände seitens potentieller Anwender 62
4.3.5 Das CARS-Diagnosesystem als Beispiel für ein Expertensystem zur Werbebeurteilung 63
4.3.5.1 Die Zielsetzung des CARS-Diagnosesystems 63
4.3.5.2 Der Aufbau des CARS-Diagnosesystems 65
4.3.5.3 Die kritische Würdigung des CAAS-Diagnosesystems 70
5. Implikationen der Erkenntnisse für eine erfolgreiche Evaluierung werblicher Aktivitäten 72
Literaturverzeichnis VI
Anhang XVII
Ehrenwörtliche Erklärung

Arbeit zitieren:
Brandner, Silke April 1994: Die Evaluierung kommunikationspolitischer Aktivitäten, Hamburg: Diplomica Verlag

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