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Evaluation eines klinischen Behandlungspfades am Beispiel eines Pneumonie Pathways

Evaluation eines klinischen Behandlungspfades am Beispiel eines Pneumonie Pathways
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jutta Dörscheln
  • Abgabedatum: Mai 2004
  • Umfang: 180 Seiten
  • Dateigröße: 6,5 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Osnabrück Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8391-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8391-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8391-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dörscheln, Jutta Mai 2004: Evaluation eines klinischen Behandlungspfades am Beispiel eines Pneumonie Pathways, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Case Management, Interdisziplinarität, Qualitätssicherung, Prozessoptimierung, Behandlungspfad

Diplomarbeit von Jutta Dörscheln

Einleitung:

Gegenwärtige gesetzliche Rahmenvorgaben zwingen Krankenhäuser, umfassende Neukonzeptionen ihrer Leistungserbringung zu entwerfen. Der entsprechende gesetzliche Hintergrund wird durch das fünfte Sozialgesetzbuch (§135a SGB V) und das Krankenhausfinanzierungsgesetz in Form der Verpflichtung zur Einführung pauschalierender Entgeltsysteme (§ 17 b, KHG) vorgegeben. Die Krankenhäuser müssen einerseits den Patienten im Fokus ihrer Versorgung behalten, die Qualität sichern und verbessern und außerdem die Kosten der Versorgung kontrollieren und eindämmen. Beides soll schließlich zu einer Wende in Richtung effektiver aber dennoch qualitativ hochwertiger Patientenversorgung führen.

Zusammenfassung:

Primäres Ziel klinischer Behandlungspfade ist die Prozessoptimierung und Sicherung bzw. Verbesserung der Versorgungsqualität. Direkt nachgeordnet sind lokal geprägte Vorgaben, die Einrichtungen an Behandlungspfade stellen. Damit der spezifische Erreichungsgrad ermittelt werden kann und die Behandlungspfade zuverlässig einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterworfen werden können, sind Evaluationen nach festgelegten Zyklen erforderlich. Bis dato wurden nur sehr begrenzte Evaluationen publiziert, die sich im Wesentlichen auf den Einfluss von Pathways auf einzelne kritische Parameter bezogen. Evaluationen im wissenschaftlichen Sinne, beinhalten jedoch einen umfangreicheren Anspruch. Sie fordern eine „systematische Anwendung empirischer Forschungsmethoden zur Bewertung des Konzeptes, des Untersuchungsplanes, der Implementierung und der Wirksamkeit sozialer Interventionsprogramme“ (Bortz u. Döring 1995).

Der Mangel an entsprechenden Publikationen, die exemplarisch eine derartige Evaluation durchführen, gab den Anlass für die vorliegende Arbeit. Sie stellt zunächst die aktuelle Literatur zur Evaluation von klinischen Behandlungspfaden vor, aus der sie die Relevanz der erfolgten Evaluation ableitet. Anschließend werden die einzelnen Methoden (Pfadanalyse, Fragebogenerhebung, Expertenbefragungen, Vorher – Nachher Vergleich) zur Evaluation eines konkreten Behandlungspfades (klinischer Behandlungspfad Pneumonie) ausgeführt. Sodann erfolgt die Darstellung der Resultate. Abschließend findet eine kritische Reflexion der Methoden und Resultate statt. Dabei finden Empfehlungen für die Referenzeinrichtung jeweils an konkreter Stelle Erwähnung.

Inhaltsverzeichnis:

ZUSAMMENFASSUNG 2
ABSTRACT 3
1. EINLEITUNG 4
1.1 Herkunft interdisziplinärer Versorgungspfade 4
1.2 Begriffsbestimmung 6
1.3 Definition 6
1.4 Ziele 10
1.5 Nutzen und Wirksamkeit 13
1.5.1 Hindernisse 18
1.6 Entwicklung, Implementierung und Evaluation klinischer Behandlungspfade 20
1.6.1 Phase 1 – Planung 22
1.6.2 Phase 2 – Entwicklung, Gestaltung 23
1.6.3 Phase 3 – Implementierung 26
1.6.4 Phase 4 – Evaluation 26
1.6.4.1 Die Varianzanalyse: Ein Teilaspekt der Evaluation 29
1.6.4.2 Beispiele von Behandlungspfadevaluationen in der aktuellen Literatur 31
1.7 Resultate der Literaturrecherche 33
1.8 Relevanz der Arbeit 33
1.8.1 Forschungsfrage 34
2. METHODE 36
2.1 Literaturrecherche 36
2.2 Vorstellung der Referenzeinrichtung 37
2.3 Auswahl und Darstellung der Diagnose 38
2.4 Vorstellung des Pneumonie Pathways 41
2.5 Fokus der Arbeit 43
2.6 Vorstellung der Untersuchungsinstrumente 44
3. Resultate 53
3.1 Pfadanalyse 53
3.2 Fragebogen 59
3.3 Expertenbefragungen 64
3.4 Vorher-Nachher – Vergleich 67
4. DISKUSSION 72
4.1 Reflexion der Methoden 73
4.2 Diskussion der Resultate 82
4.3 Die Resultate im Licht der aktuellen Literatur 110
4.4 Potentiale für weitere Forschungen 112
4.5 Fazit 114
5. LITERATURVERZEICHNIS 118
ANHANG 124

Automatisiert erstellter Textauszug:

Bewertungen des Einflusses des Pfades auf die Dokumentation Hinsichtlich der Frage, ob die Dokumentation durch den Pfad übersichtlicher geworden sei, stimmen nochmals alle Berufsgruppen darin überein, dass dem nicht so sei. Bei der momentanen Gestaltung des Pfades verwundert die Einhelligkeit nicht, denn der Pfad kann weder bestehende Dokumentationen, wie Verlaufsberichte, Kurvenblatt, Anordnungen, etc. ersetzen, noch stellt er ein rechtsverbindliches Instrument zur Leistungserfassung dar. Derzeit läuft die Dokumentation des Pfades parallel zur üblichen Datenerfassung in der Patientenakte. Sie vereinigt allenfalls Informationen, die andernorts schon notiert sind. Da die Pfadformulare aber, wie bereits mehrfach erwähnt, ohnehin spärlich ausgefüllt wurden, konnte dieser Effekt nicht einmal zur Förderung der Übersichtlichkeit, im Sinne eines kurzen Rapports der Versorgung, beitragen. Eine Kollegin der Physiotherapie beschreibt das im Freitext des Fragebogens folgendermaßen: [...]

gen nicht verbindlich und dazu auch noch überwiegend unkonkret formuliert werden? In einem informellen Gespräch zu Beginn der Untersuchung äußerte ein Arzt den Verdacht, dass es schwierig sei, zu einer kontinuierliche Nutzung des Pathways in einem Haus zu gelangen, das davon gekennzeichnet sei, jedem Mitarbeiter weitestgehende Autonomie in seiner Arbeitsverrichtung zuzugestehen und das die gesamte Hierarchie betont flach hielte. Wenngleich diese Charakteristika verglichen mit anderen Einrichtungen sicherlich sehr modern erscheinen, können sie doch dazu führen, dass jeder einzelne seinen Prämissen und Idealen folgt. Das wiederum könnte jedoch dazu führen, dass ein gemeinsames Bestreben zur Optimierung der Versorgung behindert würde. Folglich trägt zur seltenen Nutzung des Pathways nicht nur die persönliche Haltung bei, sondern auch die grundsätzliche Betriebsphilosophie, und die damit einhergehende Einschätzung, ob das Pfadkonzept eine Zukunft haben könnte oder nicht. [...]

Einschätzungen über die Wirksamkeit des Pneumonie Pfades Nach Ansicht aller drei Berufsgruppen hat sich die Versorgung der Patienten mit der Diagnose „Pneumonie“ durch die Anwendung des Pfades nicht verändert. Es ist erfreulich, dass keiner der beteiligten Personen den Eindruck wiedergab, die Versorgung der Patienten habe sich verschlechtert. Gleichzeitig ist es für die Pfadkonstrukteure, die das Projekt unter immensem Zeitaufwand durchgeführt haben, ernüchternd, feststellen zu müssen, dass vom Personal keine positiven Veränderungen wahrgenommen wurden. Im Zusammenhang mit der Bewertung der Pfadanalyse kann wahrscheinlich davon ausgegangen werden, dass dieser Befund weniger mit dem Pfadgedanken an sich, als mit der Anwendung des konkreten Pfades und der Abhängigkeit von seiner Gestaltung zu tun gehabt hat. Wie weiter oben bereits diskutiert, werden die Ziele der Einrichtung im Pfad nicht definiert und folglich auch nicht konsequent verfolgt, so dass die ausbleibende Veränderung der Versorgungspraxis eine logische Folge darstellt. Wie sollte auch ein nicht definiertes Ziel, dass keine Anhaltspunkte zu seiner Erreichung an die Hand gibt, erreicht werden? Warum sollte sich die Praxis verändern, wenn die Handlungsanweisun- [...]

Arbeit zitieren:
Dörscheln, Jutta Mai 2004: Evaluation eines klinischen Behandlungspfades am Beispiel eines Pneumonie Pathways, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Case Management, Interdisziplinarität, Qualitätssicherung, Prozessoptimierung, Behandlungspfad

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