Evaluation der Wirkung integrativ-partizipativer Verkehrssicherheitsarbeit auf die Einstellung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Andreas Bobby Kalveram
- Abgabedatum: Oktober 1998
- Umfang: 206 Seiten
- Dateigröße: 14,2 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Ruhr-Universität Bochum Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1281-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1281-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1281-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kalveram, Andreas Bobby Oktober 1998: Evaluation der Wirkung integrativ-partizipativer Verkehrssicherheitsarbeit auf die Einstellung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Verkehrssicherheit, Partizipation, Gruppenarbeit, Sicherheitszirkel, Arbeitssicherheit
In den Warenkorb
38,00 €
Diplomarbeit von Andreas Bobby Kalveram
Einleitung:
Verkehrsunfälle und die damit verbundenen Folgen stellen für viele Unternehmen ein Problem mit großer Bedeutung dar. Allerdings verfügen derzeit nur wenige Unternehmen über ein ausgereiftes organisatorisches System zur Förderung der betrieblichen Verkehrssicherheit. Vielmehr wird Verkehrssicherheitsarbeit in vielen Betrieben noch immer als ein notwendiger Annex der allgemeinen Sicherheitsarbeit verstanden. Verkehrssicherheitsarbeit beschränkt sich dabei zumeist auf vereinzelte Sicherheitsaktionen (z.B. Plakataktionen, Verkehrssicherheitstrainings). Dies sind erste Ansatzpunkte, doch umfassende Konzepte zur betrieblichen Verkehrssicherheitsarbeit unter aktiver Einbeziehung der Beschäftigten werden bisher nur äußerst selten verwirklicht.
Außerdem werden betriebliche Verkehrssicherheitsmaßnahmen zumeist nur mit Beschäftigten durchgeführt, die bereits in besonderem Maße mit diesem Thema in ihrem Berufsalltag konfrontiert werden (z.B. Berufskraftfahrer). Integrativer und partizipativer (Verkehrs-) Sicherheitsarbeit kommt deshalb heutzutage eine immer entscheidendere Bedeutung zu, denn neben rein quantitativen Gründen (hohe Unfallzahlen, hohe wirtschaftliche Folgekosten, etc.) sind es vor allem auch qualitative Gründe (Wandel der Organisationsstrukturen, stärkere Bedeutung von Gruppenarbeitskonzepten, Wertewandel der Mitarbeiter, etc.) die dafür sprechen, neue Wege in der betrieblichen Sicherheitsarbeit zu beschreiten, um einen höheres Niveau in der Sicherheitsarbeit zu erreichen.
In der vorliegenden Arbeit wird deshalb skizziert, wie neue Ansätze für eine integrativ-partizipative (Verkehrs-) Sicherheitsarbeit aussehen. Das Konzept unterscheidet sich von bisherigen Ansätzen betrieblicher Sicherheitsarbeit, die vor allem auf sicherheitliches Verhalten i.S. absoluter Norm- und Regelerfüllung durch extrinsische Motivatoren wie beispielsweise Prämiensystemen oder Belohnungen und Bestrafung verschiedenster Art setzen.
Im Gegensatz zu beispielsweise partizipativen Qualitätsmaßnahmen liegen hinsichtlich integrativ-partizipativer Verkehrssicherheitsmaßnahmen derzeit jedoch kaum Evaluationen vor, die über die Wirkfaktoren derartiger Interventionsmaßnahmen Aufschluß geben. In der vorliegenden Arbeit wird ein Konzept ganzheitlich-partizipativer Verkehrssicherheitsarbeit und dessen Umsetzung im Rahmen eines betrieblichen Pilotprojektes vorgestellt, das erstens versucht, durch ein partizipatives und ganzheitliches Vorgehen Verbesserungen in den Bereichen Arbeits- und Verkehrssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (AVGU) zu erzielen und zweitens auch für verschiedenste Gruppen von Mitarbeitern geeignet ist.
Zusammenfassung:
Dem empirischen Untersuchungsteil geht ein ausführlicher theoretischer Teil voraus, in dem ein weiter Bogen von der Gesetzgebung, über integrative Organisationsentwicklungen bis hin zu Motivations- und Einstellungsprozessen geschlagen wird. Im methodischen Teil wird zunächst die Durchführung der Interventionsmaßnahme hinsichtlich Organisation und Rahmenbedingungen, Stichprobe und dem Untersuchungsdesign beschrieben. Die eingesetzten Untersuchungsinstrumente werden einer Reliabilitätsanalyse unterzogen, um zu überprüfen, ob sie als zuverlässige Diagnostika für AVGU-relevante Einstellungen verwendbar sind. Ferner werden die Validität der verwendeten Instrumente und weitere methodische Phänomene (z.B. Störeffekte) diskutiert.
Die Untersuchung ergibt, daß sich in allen Stichproben sowohl in den Einstellungen als auch im Verhalten Veränderungen in die intendierte Richtung konstatieren lassen. Die Anzahl und auch die Stärke der zu beobachtenden Effekte variieren jedoch zum Teil nicht unerheblich. Die signifikanten Veränderungen stehen meist in einem engem Zusammenhang mit den in den IPW´s behandelten Themen.
Darüber hinausgehend legen die Resultate der Langzeitmessung den Schluß nahe, daß integrativ-partizipativen Verkehrssicherheitszirkel hinsichtlich AVGU-relevanter Fragestellungen bezüglich des Verhaltens und der Einstellung unter Umständen auch eine langfristig geeignete Interventionsmaßnahme im Bereich betrieblicher Verkehrssicherheitsarbeit darstellen.
Die Resultate der vorliegenden Studie ergeben Implikationen für die betriebliche Praxis, die im Abschluß der Arbeit diskutiert werden.
IPW erscheinen als ein adäquates Mittel, um betriebliche Verkehrssicherheits- und Arbeitssicherheitsprobleme zu lösen bzw. um bei den Mitarbeitern Veränderungen in Einstellungen und Verhalten hervorzurufen. Dabei sollten jedoch die Führungskräfte in die Maßnahme (z.B. in Lenkungskreisen) integriert werden. Außerdem erscheint es sinnvoll, betriebliche Verkehrssicherheitsarbeit in einem ganzheitlichen Rahmen zu integrieren (z.B. in einen KVP-Prozeß oder in ein TQM-System). Wesentlich ist, daß auch in partizipativen Maßnahmen eine hohe Zielorientierung gewährleistet werden muß.
Inhaltsverzeichnis:
| A. | Einleitung | 1 |
| 1. | Problemstellung und Ziel der Untersuchung | 1 |
| 2. | Gründe für eine integrativ-partizipative Sicherheitsarbeit | 4 |
| 2.1 | Unfallstatistiken | 4 |
| 2.2 | Kosten und betriebliche Sicherheitsarbeit | 7 |
| 2.3 | Der Wertewandel | 10 |
| B. | Theoretischer Teil | 12 |
| 1. | Theoretische Vorüberlegungen | 12 |
| 2. | Makroebene | 13 |
| 2.1 | Die rechtlichen Rahmenbedingungen des Arbeitsschutzes in der Bundesrepublik Deutschland und der EU | 13 |
| 2.2 | Die WHO-Definition von Gesundheit | 16 |
| 2.3 | Die Bedeutung von Sicherheitskultur | 17 |
| 2.4 | Technologisch-strukturelle, sowie branchen- und unternehmensspezifische Rahmenbedingungen der DTAG | 20 |
| 3. | Mesoebene | 21 |
| 3.1 | Gruppenarbeitskonzepte | 21 |
| 3.2 | Grundgedanken integrativ-partizipativer Organisationsentwicklung am Beispiel von Zirkelkonzepten | 26 |
| 3.3 | Betriebliche Sicherheits- und Gesundheitsarbeit | 29 |
| 3.3.1 | Merkmale integrativ-partizipativer AVGU-Arbeit | 29 |
| 3.3.2 | Integrierte und partizipative Managementkonzepte im AVGU | 33 |
| 4. | Individuumsebene | 35 |
| 4.1 | Motivationsprozesse | 35 |
| 4.2 | Einstellungs- und Verhaltensbeeinflussung durch Verkehrssicherheitsarbeit | 37 |
| C. | Methodischer Teil | 42 |
| 1. | Konzept, Ablauf und Ziele der Interventionsmaßnahme | 42 |
| 1.1 | Ansatz und Ziele des Beratungskonzeptes Fuhrpark des DVR | 42 |
| 1.2 | Allgemeiner Ablauf integrativ-partizipativer Workshops zur Verkehrssicherheit | 44 |
| 2. | Untersuchungsdurchführung | 47 |
| 2.1 | Stichproben | 47 |
| 2.2 | Inhalte der integrativ-partizipativen Workshops zur Verkehrssicherheit | 49 |
| 2.2.1 | Workshopinhalte der NL Frankfurt/M. | 49 |
| 2.2.2 | Workshopinhalte NL Rosenheim | 50 |
| 2.2.3 | Workshopinhalte NL Oschatz | 50 |
| 3. | Untersuchungsdesign | 50 |
| 4. | Meßinstrumente | 51 |
| 4.1 | Fragebogen zum integrativ-partizipativen AVG | 523 |
| 4.2 | Der AVGU-Verhaltensbeobachtungsbogen (AVGU-VB) | 53 |
| 5. | Gütekriterien | 54 |
| 5.1 | Reliabilität | 54 |
| 5.2 | Validität | 55 |
| 5.3 | Testnormierung | 56 |
| 6. | Hypothesen | 56 |
| 7. | Methoden der statistischen Auswertung | 57 |
| D. | Ergebnisse | 59 |
| 1. | Reliabilitätsanalysen | 59 |
| 2. | Ergebnisse NL Frankfurt/M | 62 |
| 3. | Ergebnisse NL Rosenheim | 65 |
| 4. | Ergebnisse NL Oschatz (Langzeitmessung) | 68 |
| 4.1 | Resultate der Einstellungsmessung | 68 |
| 4.2 | Resultate der Verhaltensbeobachtung | 71 |
| 4.2.1 | Verkehrssicherheit | 72 |
| 4.2.2 | Arbeitssicherheit | 73 |
| 4.2.3 | Gesundheitsschutz | 74 |
| 5. | Vergleich der Umsetzungseffizienz in den drei Niederlassungen | 74 |
| E. | Diskussion | 75 |
| 1. | Diskussion der Ergebnisse | 75 |
| 2. | Probleme, Störeffekte | 82 |
| 3. | Kritik | 84 |
| 4. | Verbesserungsvorschläge | 86 |
| 5. | Ausblick | 89 |
| F. | Literaturverzeichnis | 91 |
| G. | Anhang | |
| 1. | Protokolle der Workshops | |
| 1.1 | Niederlassung Frankfurt/M. | |
| 1.2 | Niederlassung Rosenheim | |
| 1.3 | Niederlassung Oschatz | |
| 2. | Der Fragebogen zum integrativ-partizipativen AVG (FB-IP-AVG) | |
| 3. | Codierplan und Itemzuordnung des Fragebogens zum integrativ-partizipativen AVG (FB-IP-AVG) | |
| 4. | Skalen des (FB-IP-AVG) | |
| 5. | Das Arbeitssicherheits-, Verkehrssicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz-Verhaltensbeobachtungsinstrument (AVGU-VB) | |
| 6. | Resultate der Reliabilitätsanalysen des FB-IP-AVG |
In den Warenkorb
38,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832412814
Arbeit zitieren:
Kalveram, Andreas Bobby Oktober 1998: Evaluation der Wirkung integrativ-partizipativer Verkehrssicherheitsarbeit auf die Einstellung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Verkehrssicherheit, Partizipation, Gruppenarbeit, Sicherheitszirkel, Arbeitssicherheit



