Evaluation der Untersuchung zur Wirksamkeit unterschiedlicher Lernprogrammtypen am Beispiel tutorieller und simulativer Lernprogramme
Lernpsychologische Ergebnisse und erwachsenenpädagogische Perspektiven
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sibylle Tuschter
- Abgabedatum: März 2000
- Umfang: 152 Seiten
- Dateigröße: 20,8 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität Koblenz-Landau, Abt. Landau Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2618-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2618-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2618-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Tuschter, Sibylle März 2000: Evaluation der Untersuchung zur Wirksamkeit unterschiedlicher Lernprogrammtypen am Beispiel tutorieller und simulativer Lernprogramme, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Einsatzbedingungen, Lernerfolgssteigerung, Multimedia, Erwachsenenpädagogik, Lernpsychologie
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Diplomarbeit von Sibylle Tuschter
Einleitung:
In einem Zeitalter der vielversprechenden informations- und kommunikationstechnologischen Innovationen kommen auch Pädagogik und Erwachsenenbildung nicht umhin, die realen Möglichkeiten des multimedial unterstützten Lernens zu erforschen und zu nutzen und sich kritisch mit den Grenzen des Lernens mit Multimedia auseinanderzusetzen.
Die ständige Veränderung und die rasche Entwicklung der Neuen Medien sind gleichermaßen Ursache der Notwendigkeit lebenslangen Lernens und multimediales Hilfs- und Veranschaulichungsmittel für individuelle Lern- und Informationsprozesse (nicht nur) Erwachsener. Selbstlernkompetenz wird durch die Entwicklung sowohl gefordert als auch gefördert.
Die vorliegende Arbeit evaluiert am Beispiel tutorieller und simulativer Lernprogramme Untersuchungen zur Wirksamkeit unterschiedlicher Lernprogrammtypen aus erwachsenenpädagogischer Perspektive und unter Heranziehung lern- und kognitionspsychologischer Erkenntnisse.
Welchen Einfluss der gezielte Einsatz bestimmter multimedialer Lernprogramme auf den Gesamtzusammenhang der erwachsenenspezifischen Lehr-Lern-Situation haben kann und welche Chancen hinsichtlich des individuellen Lernerfolges unter welchen Voraussetzungen bestehen, sucht die Arbeit möglichst umfassend und differenziert aufzuzeigen.
Dieses Ziel wird in den folgenden drei Kapiteln Theoretischer Rahmen, Praktischer Teil und Synthese kontinuierlich verfolgt.
Gang der Untersuchung:
Das Lernen Erwachsener generell als auch das Erwachsenenlernen aus erwachsenenpädagogischer und psychologischer Perspektive bilden gemeinsam mit kognitionspsychologischen Konzepten und pädagogisch-didaktischen Betrachtungen des multimedialen Lernens im II. Kapitel die thematische Fundierung für die Entwicklung einer theoretischen Konzeption zur Wirksamkeit von Lernprogrammen.
Der praktische Teil (Kapitel III), in dem nach einer thematischen Heranführung verschiedene Evaluationen analysiert und deren empirische Ergebnisse systematisiert werden, dienen als Grundlage für die Überprüfung und Ergänzung der weiterentwickelten Konzeption.
Die Erweiterung der Konzeption und die Integration der vielfältigen theoretischen und empirischen Ergebnisse erfolgen schließlich im Rahmen der Synthese im IV. Kapitel der Arbeit: Die Darstellungen der Bedingungen für einen größtmöglichen Lernerfolg und der Wirksamkeit tutorieller und simulativer Lernprogramme im Vergleich dient der umfassenden Orientierung hinsichtlich Entscheidungen im Bereich des Einsatzes, der Evaluation und Entwicklung multimedialer Lernprogramme für Erwachsene.
Die folgende Grafik verdeutlicht den detaillierten sequenziellen Aufbau der Arbeit unter besonderer Berücksichtigung inhaltlich logischer Zusammenhänge, dargestellt als rote Verbindungen.
Inhaltsverzeichnis:
| KAPITEL I: EINLEITUNG | 4 | |
| KAPITEL II: THEORETISCHER RAHMEN | 7 | |
| 1. | Das Lernen Erwachsener | 7 |
| 1.1 | Das Lernen Erwachsener im Spannungsfeld Bildung und Qualifikation | 8 |
| 1.2 | Das Lernen Erwachsener aus pädagogischer und erwachsenenbildnerischer Perspektive | 14 |
| 1.2.1 | Die konstruktivistische Erwachsenenbildung | 16 |
| 1.2.2 | Wege zum Subjekt in der Erwachsenenbildung | 19 |
| 1.2.3 | Ziele pädagogischen Handelns | 22 |
| 1.3 | Das Lernen Erwachsener aus lern- und kognitionspsychologischer Perspektive | 25 |
| 1.3.1 | Historische Entwicklung der lerntheoretischen Ansätze | 26 |
| 1.3.1.1 | Der Behaviorismus | 26 |
| 1.3.1.2 | Die Kognitionspsychologie | 28 |
| 1.3.2 | Aktuelle Forschungskonzepte | 29 |
| 1.3.2.1 | Psychologie des Wissenserwerbs | 29 |
| 1.3.2.2 | Psychologie des erwachsenen Lerners | 31 |
| 1.4 | Zwischenbilanz | 32 |
| 2. | Lernen mit Multimedia | 33 |
| 2.1 | Kognitive Medien | 34 |
| 2.2 | Lernen mit Multimedia zur Förderung des komplexen Aufbaus von Wissensstrukturen | 36 |
| 2.2.1 | Eigenschaften des Lernens mit Multimedia – kognitionspsychologische Erkenntnisse | 37 |
| 2.2.2 | Didaktische Anwendungsmöglichkeiten von Multimedia | 40 |
| 2.3 | Formen multimedialen Lernens | 45 |
| 2.3.1 | Das Übungsprogramm: Drill & Practice | 45 |
| 2.3.2 | Die Tutorielle Unterweisung | 45 |
| 2.3.3 | Intelligente Tutorielle Programme | 46 |
| 2.3.4 | Expertensysteme | 46 |
| 2.3.5 | Simulationen, Lern- und Rollenspiele | 46 |
| 2.3.6 | Programmierumgebungen | 47 |
| 2.3.7 | Der Hypertext und Hypermedia | 47 |
| 2.4 | Möglichkeiten und Grenzen multimedialen Lernens | 48 |
| 2.4.1 | Erweiterung der kognitionspsychologischen Sicht durch pädagogische Aspekte des Lernens Erwachsener | 48 |
| 2.4.2 | Die methodisch-didaktischen Komponenten multimedialen Lernens | 52 |
| 2.4.1.1 | Präsentationskomponente | 52 |
| 2.4.1.2 | Motivierungskomponente | 53 |
| 2.4.1.3 | Ablaufsteuerungskomponente | 53 |
| 2.4.1.4 | Interaktionskomponente | 54 |
| Kapitel III: Praktischer Teil | ||
| Untersuchung der Evaluationen: Zur Wirksamkeit unterschiedlicher Programmtypen | 56 | |
| 1. | Heranführung an die Untersuchung | 57 |
| 1.1 | Evaluationsmodelle | 57 |
| 1.2 | Qualitätskriterien(-Kataloge) zur Bewertung von multimedialen Lernprogrammen – ein kleiner Überblick | 61 |
| 1.2.1 | Allgemeingültige Beurteilungen von computerunterstütztem Lernen | 61 |
| 1.2.2 | Differenzierte Beurteilungkriterien | 62 |
| 1.2.3 | Komplexe Kriterienkataloge zur Beurteilung computerunterstützten Lernens | 64 |
| 1.3 | Eigenschaften tutorieller und simulativer Lernprogramme | 68 |
| 1.3.1 | Tutorielle Lernprogramme | 68 |
| 1.3.2 | Simulationsprogramme | 72 |
| 1.3.3 | Die Programmtypen in einem ersten Vergleich | 75 |
| 1.4 | Beschreibung und Klärung der Untersuchungsgegenstände | 78 |
| 1.4.1 | Auflistung der Modellversuche und Projekte | 79 |
| 1.4.2 | Exemplarische Beschreibung der in den Evaluationen multimedialen Lernens eingesetzten Lernprogramme | 80 |
| 1.4.2.1 | Tutorielle Lernprogramme zur Ausbildung in Metall- und Elektroberufen | 80 |
| 1.4.2.2 | Simulationssoftware zum Qualitätsmanagement „Mister Q im Kaffeeland“ | 82 |
| 1.5 | Zwischenbilanz | 83 |
| 2. | Die Untersuchung | 84 |
| 2.1 | Analyse der Evaluationskonzeptionen | 84 |
| 2.1.1 | „Einsatz computerunterstützter Lernprogramme (CBT) in Beruflichen Schulen“ durch das Landesinstitut für Erziehung und Unterricht (LEU) Baden-Württemberg | 84 |
| 2.1.1.1 | Zielsetzungen | 85 |
| 2.1.1.2 | Kriterien | 85 |
| 2.1.1.3 | Vorgehen | 85 |
| 2.1.1.4 | Instrumente | 86 |
| 2.1.1.5 | Ergebnisse | 86 |
| 2.1.2 | „Multimedia und Telekommunikation für Berufliche Schulen (MUT)“ durch das Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung (ISB) Bayern | 87 |
| 2.1.2.1 | Zielsetzungen | 88 |
| 2.1.2.2 | Kriterien | 88 |
| 2.1.2.3 | Vorgehen | 88 |
| 2.1.2.4 | Instrumente | 89 |
| 2.1.2.5 | Ergebnisse | 89 |
| 2.1.3 | „Erprobung von Multimedia/CBT im Bereich der Bildungsstätten des Handwerks in NRW“ durch den Westdeutschen Handwerkskammertag | 90 |
| 2.1.3.1 | Zielsetzungen | 90 |
| 2.1.3.2 | Kriterien | 91 |
| 2.1.3.3 | Vorgehen | 91 |
| 2.1.3.4 | Instrumente | 92 |
| 2.1.3.5 | Ergebnisse | 92 |
| 2.1.4 | „COALA Computerunterstütztes arbeitsplatznahes Lernen von An- und Ungelernten“ durch die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Arbeitgeberverbände (bfz) | 94 |
| 2.1.4.1 | Zielsetzungen | 94 |
| 2.1.4.2 | Kriterien | 94 |
| 2.1.4.3 | Vorgehen | 95 |
| 2.1.4.4 | Instrumente | 95 |
| 2.1.4.5 | Ergebnisse | 96 |
| 2.1.5 | „Weiterbildung effektivieren durch Multimedia (WEM)“ durch das Bildungswerk der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern | 96 |
| 2.1.5.1 | Zielsetzungen | 97 |
| 2.1.5.2 | Kriterien | 97 |
| 2.1.5.3 | Vorgehen | 97 |
| 2.1.5.4 | Instrumente | 98 |
| 2.1.5.5 | Ergebnisse | 98 |
| 2.1.6 | Evaluierung der CBT-gestützten Weiterbildungsmaßnahme „Mister Q im Kaffeeland“ | 99 |
| 2.1.6.1 | Zielsetzungen | 99 |
| 2.1.6.2 | Kriterien | 99 |
| 2.1.6.3 | Vorgehen | 101 |
| 2.1.6.4 | Instrumente | 101 |
| 2.1.6.5 | Ergebnisse | 101 |
| 2.2 | Systematisierung der Konzeptionen zur Effizienz tutorieller und simulativer Lernsoftware | 101 |
| 2.2.1 | Die optimale Wirksamkeit tutorieller Lernprogramme und ihre Voraussetzungen gemäß Ergebnissen aus den verschiedenen Untersuchungen | 102 |
| 2.2.2 | Die optimale Wirksamkeit simulativer Lernprogramme und ihre Voraussetzungen gemäß Ergebnissen aus der Evaluierung der computergestützten simulativen Weiterbildungsmaßnahme | 106 |
| Kapitel IV. SYNTHESE | 109 | |
| 1. | Bedingungen für einen größtmöglichen Lernerfolg – tutorielleund simulative Lernsoftware im Vergleich | 110 |
| 1.1 | Konkretisierung der Komponenten am Beispiel Metall-/Elektro-Tutorials | 113 |
| 1.2 | Konkretisierung der Komponenten am Beispiel des simulativen Lernprogramms „Mister Q“ | 114 |
| 2. | Wirkungen tutorieller und simulativer Lernsoftware im Vergleich | 115 |
| 3. | Entwicklung, Einsatz und Evaluation multimedialer Lernsoftware – benutzerorientierte Software-Entwicklung | 117 |
| KAPITEL V: SCHLUSSWORT | 122 | |
| KAPITEL VI: Literaturverzeichnis | 124 | |
| ANHANG |
Praktischer Teil ablauf z.B. Pre- oder Post-Organizer sein, also vor oder nach der personalen Instruktion in Wirkung treten oder zur Veranschaulichung während des Unterrichts (selbstständig) erarbeitet werden. Wichtig ist, den Lernenden eine Orientierung bezüglich des Programmaufbaus zu vermitteln. Als logische Konsequenz der Ausführungen ließe sich hypothetisch festhalten: Je größer die Nähe des Programms zur wirklichen Praxis, je besser die Orientierungshilfen, je ausgeprägter die kognitiven, deklarativen und prozeduralen Strukturen der Lernenden, je interessierter und in ihrer Akzeptanz dem Lernmedium gegenüber experimentierfreudiger die Lerner sind, desto größer ist der Lernerfolg im Sinne von Handlungs- und Entscheidungskompetenz. Der Einsatz des Simulationsprogramms zum Qualitätsmanagement „Mr. Q im Kaffeeland“ wurde innerhalb einer Magisterarbeit begleitet und untersucht. Die empirischen Ergebnisse sollen nach Klärung der Untersuchungskriterien im zweiten Teil dieses Kapitels mit der Hypothese verglichen werden. [...]
Praktischer Teil in Form von mentalen Modellen vorausgesetzt werden können. Die Fähigkeit zur Orientierung ist nicht nur inhaltlich sondern auch bezüglich des Programmaufbaus sehr wichtig und kann durch Hilfefunktionen des Programms, schriftliches Begleitmaterial oder personal unterstützt werden. Hinzu kommen die Grundfertigkeiten im Umgang mit dem Computer und das Verständnis der verwendeten Codes und Darstellungsformen – je nach Programmgestaltung ist mehr oder weniger Vorwissen zu Computern notwendig. Soll ein simulatives Lernprogramm erfolgreich eingesetzt werden, sind Motivation, (evtl. durch) Interesse am Inhalt des dargestellten Systems und Experimentierfreudigkeit weitere notwendige Lernereigenschaften. Generell trägt die Lerngewohntheit zur Lernbereitschaft und zum Lernerfolg bei. Wie bereits im theoretischen Teil erörtert wurde, beeinflussen Bedeutungszuschreibungen der Lern-, Arbeits und Lebenswelt Erwachsene in ihren Deutungsmustern und Einstellungen, welche wiederum sozial gültige Bedeutungszuschreibungen erschaffen. Ob das Lernziel und der Lerngegenstand von den Lernenden als sinnvoll erachtet werden, hängt von den individuellen Einstellungen, Erfahrungen, Konzepten und Deutungsmustern ab. Aus diesem Grund ist eine Zielgruppenanalyse für den Multimedia-Einsatz (und die Entwicklung und Evaluation) ebenso unumgänglich wie die Untersuchung und Vorbereitung der einflussreichen Lernumgebung vor einem CBT-Einsatz. Die Lernziele: Das Lernziel, das durch simulative Programme erreicht werden kann, ist vernetztes, dynamisch-komplexes Denken und durch Transferleistung zu erzielende Handlungsfähigkeit im realen System. Generell wird der prozedurale und deklarative Wissensaufbau angeregt. Der Lerngegenstand: Die inhaltliche Struktur eines Simulationsprogramms kann durch Handlungen des Lernenden beeinflusst werden. Deshalb eignen sich Simulationsprogramme in besonderer Weise, wenn der Lerngegenstand dynamisch, vielschichtig, in Einzelaspekten vielfältig verknüpft und aus vielen Perspektiven betrachtbar ist. Die Methodik: Wird das Programm ergänzend im Unterricht eingesetzt, können schwächere oder ängstlichere Lerner unterstützt werden. Simulative Programme können im Unterrichts- [...]
Die begrifflichen Grenzen verschwimmen: Je flexibler ein Tutorial ist, desto besser kann es sich an die Lernervoraussetzungen anpassen, idealerweise ohne den Lerner zu überfordern – mit zunehmender Flexibilität verringern sich jedoch auch die prägnanten tutoriellen Elemente eines Systems. Grundlage für das nun folgende Vorgehen ist das in Kapitel II (Abb. 5, S. 41) entwikkelte Schema der Lehr-Lern-Situation. Setzt man tutorielle Programme im Schema auf der Medienseite ein, lassen sich für die Entwicklung, den Einsatz und die Evaluation von Tutorials die anderen interagierenden Faktoren untersuchen und gegebenenfalls abstimmen, da sie in ihrer Vernetztheit nachweislich den Lernerfolg beeinflussen. In diesem Abschnitt soll also festgestellt werden, wie die Beschaffenheit der Ausprägungen auf Lernerseite, auf Seiten des Lerngegenstands, bezüglich des Lernziels und der Methodik aussehen muss, um den größtmöglichen Lernerfolg beim Lernen mit Tutorials zu erreichen. Dabei ist zu beachten, dass zwar das Tutorium als Medium der [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832426187
Arbeit zitieren:
Tuschter, Sibylle März 2000: Evaluation der Untersuchung zur Wirksamkeit unterschiedlicher Lernprogrammtypen am Beispiel tutorieller und simulativer Lernprogramme, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Einsatzbedingungen, Lernerfolgssteigerung, Multimedia, Erwachsenenpädagogik, Lernpsychologie



