Euromanagement
Erfolgreiche Personalführung des interkulturellen Teams
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Elke David, geb. Diefenbach
- Abgabedatum: August 1999
- Umfang: 29 Seiten
- Dateigröße: 198,6 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Bad Homburger Akademie für Betriebswirtschaft und Fremdsprachen / International Business School Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1851-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1851-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1851-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: David, geb. Diefenbach, Elke August 1999: Euromanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Personalmanagement, Internationale Teamarbeit, Zukunftstendenzen der EU, Kulturanalyse
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Diplomarbeit von Elke David, geb. Diefenbach
Einleitung:
Mit der Realisierung der Europäischen Union hat ein neues Zeitalter begonnen. Aus den verschiedenen nationalen Märkten ist ein einheitlicher Markt entstanden, auf dem Waren, Dienstleistungen und Kapital frei verkehren können. Damit haben sich zahlreiche, neue Möglichkeiten sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer ergeben. Die An- bzw. Einstellung in einem ausländischen Unternehmen bzw. eines ausländischen Bewerbers gehört schon fast zum Alltag. Zunehmend entschließen sich Firmen mit anderen ausländischen Partnern zu fusionieren, um wettbewerbsfähiger zu werden bzw. zu bleiben. Die Bereicherung für das Unternehmen zeigt sich in der Ausweitung bzw. Anwerbung auf internationaler Ebene, die für zusätzlichen Gewinn und eine erfolgreiche Positionierung auf dem Weltmarkt sorgt. Gleichzeitig werden Unternehmen und andere Organisationen mit neuartigen Anforderungen und Problemen konfrontiert. Bisher bewährte Managementmethoden funktionieren nicht mehr oder nur noch begrenzt, da trotz des Einheitsmarktes weiterhin die vielfältigen europäischen Kulturen und Traditionen vorhanden sind. Kommunikations-, Führungs-, Motivations- und Entscheidungsprozesse unterliegen diesen kulturellen Einflüssen, deren Nichtbeachtung gravierende Folgen nach sich ziehen können. Diesem Aspekt wird jedoch im Hinblick auf das Handeln und Verhalten von Menschen in Organisationen zu wenig Beachtung geschenkt. Die Verschiedenartigkeit der EU-Mitgliedergesellschaften ist gleichzeitig aber auch die größte Stärke der Europäer. Ohne sie wäre Europa kulturell und wirtschaftlich ärmer, denn wirtschaftlicher Erfolg hängt von der Fähigkeit ab, die Vorteile unterschiedlicher Kulturen zu bündeln und zu verstärken. Euromanagement befaßt sich mit diesen Themen und ist als neues Managementkonzept speziell für die Anforderungen der in der EU tätigen Unternehmen und Führungskräfte zugeschnitten.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Definition und Bedeutung des Euromanagements | 1 |
| 2. | Terminologische Grundlagen | 2 |
| 2.1 | Kultur | 2 |
| 2.1.1 | Die Studie von Kluckhohn und Strodtbeck | 3 |
| 2.1.2 | Die Studie von Trompenaars | 4 |
| 2.1.3 | Die Studie von Hofstede | 7 |
| 2.1.4 | Länderspezifische Ergebnisse der Studien | 9 |
| 2.1.5 | Praktische Umsetzung der Ergebnisse | 11 |
| 2.2 | Kommunikation | 11 |
| 2.3 | Motivation | 11 |
| 3. | Euromanagement | 14 |
| 3.1 | Aufgabenprofil des Euromanagers | 14 |
| 3.2 | Anforderungen an die Mitarbeiter | 15 |
| 3.3 | Vor- und Nachteile des "Melting pot" | 16 |
| 4. | Zukunftstendenz | 18 |
| 4.1 | Wachstum und Erfolg der internationalen Unternehmen in der EU | 18 |
um individualistische Kulturen, die auf persönliche Anerkennung aufgrund ihrer eigenen vollbrachten Leistungen aus sind. Gerade deshalb gehen sie tolerant mit den spezifischen Wünschen, Bedürfnissen und Werten fremder Kulturen um und passen ihre Produkt- oder Dienstleistungen entsprechend an, um sich erfolgreich im Wettbewerb zu positionieren. Der Stellenwert der Qualität, des Services sowie der generellen Marktnähe trägt positiv dazu bei. Typische Beispiele für „nordische“ Unternehmen sind Electrolux, Volvo, Saab oder Philips. Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß Führungskräftetransfer, informelle Kommunikation, reger Besucherverkehr und starke Unternehmenskultur Merkmale „nordischer“ Unternehmen sind. Die „Anglo-Germanen“ ähneln den „nordischen“ Völkern, tendieren aber zur Maskulinität. Beruflicher Erfolg, Geld und Anerkennung stehen vor dem Privatleben. Unternehmen dieser Regionen engagieren sich stark, um ihre gesetzten wirtschaftlichen Ziele durch die Stabilisierung der Produktvielfalt und die Internationalisierung zu erreichen. Diese Tendenz hat sich deutlich bei der Zunahme der Fusionen „anglo-germanischer“ Unternehmen gezeigt, wie z. B. des ehemaligen deutschen Daimler-Benz-Konzerns mit dem amerikanischen Unternehmen Chrysler (heute DaimlerChrysler), der Autohersteller Rover und BMW, etc. Außerdem werden kurzfristige Erfolge angestrebt, d. h. für den Arbeitnehmer, daß Unternehmen des öfteren gewechselt werden oder – aus der Perspektive der Unternehmen betrachtet – die Beschäftigung variabel gestaltet. Langfristige Verpflichtungen gegenüber dem Unternehmen werden nicht als wichtig angesehen. Die dynamische Fortentwicklung mit der Entsendung von Führungskräften an ausländische Tochtergesellschaften ist kennzeichnend für „anglo-germanische“ Managementpraktiken, da die Unternehmen davon ausgehen, daß die „hausintern“ praktizierte Unternehmensführung auch in fremden Märkten erfolgreich angewendet werden kann. Die „Römer“ dagegen unterscheiden sich völlig von den anderen Kulturen, da sie traditionsbewußt zwischen Machtpositionen unterscheiden und ein starkes Sicherheitsbedürfnis haben. Angestellte wechseln die Firma nur selten und bleiben einem Unternehmen oft ihr Leben lang treu. Bewährte und traditionelle Unternehmensführungsstile, d. h. hierarchischer Bürokratismus, werden bevorzugt. Die „römischen“ Gesellschaften sind kollektivistisch veranlagt, schätzen die [...]
2.1.4 Länderspezifische Ergebnisse der Studien Anhand der Dimensionsbeschreibungen Kluckhohn und Strodtbecks, Trompenaars und Hofstedes lassen sich kulturelle Unterschiede identifizieren und erklären. Die Ergebnisse für die einzelnen Länder verdeutlichen die Notwendigkeit für den Euromanager die verschiedenen Kulturansichten zu kennen und individuell auf sie einzugehen. Die Auswertung in bezug auf die Europäische Union läßt sich in drei Kulturkreise aufgliedern: die „Nordischen“ mit Dänemark, Finnland, Niederlanden und Schweden, die „Anglo-Germanen“ aus Österreich, Deutschland, Großbritannien und Irland und die „Römer“ aus Belgien, Frankreich, Luxemburg, Griechenland, Italien, Portugal und Spanien. Die „nordischen“ Gesellschaften haben einen geringen Bedarf an Unsicherheitsvermeidung, d. h. die Menschen sind offen für Innovationen und Veränderungen, flexibel und unkompliziert. Für den Managementstil nordischer Unternehmen bedeutet dies, daß ein gewisses Risiko bei der Erschließung neuer und unbekannter Märkte in Kauf genommen wird. Wichtige Entscheidungen und Verantwortung werden häufig mit Vertrauen an Mitarbeiter einer unteren Ebene delegiert. Diese Nationen legen wenig Wert auf Machtdistanz; jeder wird gleich behandelt und Führungskräfte üben trotz ihrer autoritären Stellung keine Macht aus. Feminine Aspekte wie zwischenmenschliche Beziehungen sind dominant. Daher ist im Unternehmerbereich eine liberale Einstellung gegenüber fremden Märkten und deren besonderen Bedingungen zu finden. Die Dezentralisation von Organisation und Verwaltung ist typisch für „nordische“ Unternehmen. Dennoch handelt es sich eher [...]
z. B. sozialen oder organisatorischen Klassenunterscheidungen nicht wohl. Daher werden solche Unterschiede in bestimmten Situationen ignoriert, wenn sich z. B. ein Angestellter bei seinem Vorgesetzten beschwert. Vorgesetzte bzw. Führungskräfte behandeln Angestellte gleichwertig. In Gesellschaften mit einem hohen Grad an Machtdistanz werden die Unterschiede zwischen Arbeitskräften aus unterschiedlichen Rängen akzeptiert und respektiert. Die soziale und organisatorische Stellung einer Person bestimmen die Verhaltensweise gegenüber ihrer Mitmenschen. Führungskräfte behandeln Untergeordnete zwar mit Respekt, aber die unterschiedliche Machtstellung ist deutlich. Die Delegation von Entscheidungen stellt Inkompetenz dar, da es als Aufgabe eines leitenden Managers angesehen wird, seine Entscheidungen selbst zu Kommunikationsfluß erfolgt von oben nach unten. Dimension der Unsicherheitsvermeidung Die Unsicherheitsvermeidung, die von stark bis schwach reicht, weist auf das Sicherheitsbedürfnis unterschiedlicher Gesellschaften und Kulturen hin. Länder mit einer starken Unsicherheitsvermeidung bevorzugen eine Struktur, die sich in ausdrücklich geschriebenen oder ungeschriebenen Verhaltensregeln widerspiegelt. Unsichere, instabile und widersprüchliche Situationen werden vermieden, indem die Gesellschaft verpflichtet wird, sich an formale Regeln zu halten, abweichende Ideen und Verhaltensweisen streng zu bestrafen und an absoluten Wahrheiten, Autoritäten und an der Objektivität von Expertenurteilen festzuhalten. Die Bevölkerung konzentriert sich auf die Perfektion ihrer Arbeit und vermeidet riskante Innovationen, ohne vorher mögliche Konsequenzen genau analysiert zu haben. Im Gegensatz dazu ist der Strukturbedarf in Gesellschaften mit schwacher Unsicherheitsvermeidung gering. Die Menschen sind gelassener, flexibler und offen für andersartiges Verhalten. Manager begrüßen neue Ideen und Innovationen. treffen. Der [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832418519
Arbeit zitieren:
David, geb. Diefenbach, Elke August 1999: Euromanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Personalmanagement, Internationale Teamarbeit, Zukunftstendenzen der EU, Kulturanalyse



