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Ethische Probleme der Technikfolgenabschätzung und Technikbewertung am Beispiel der Ingenieur-Verantwortung

Ethische Probleme der Technikfolgenabschätzung und Technikbewertung am Beispiel der Ingenieur-Verantwortung
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Bernd Carsten Stahl
  • Abgabedatum: Oktober 1997
  • Umfang: 97 Seiten
  • Dateigröße: 8,3 MB
  • Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0551-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0551-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0551-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stahl, Bernd Carsten Oktober 1997: Ethische Probleme der Technikfolgenabschätzung und Technikbewertung am Beispiel der Ingenieur-Verantwortung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ökologie, praktische Philosophie, Technikethik, Technikfolgenabschätzung, Verantwortung

Magisterarbeit von Bernd Carsten Stahl

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit beginnt mit der Beschreibung der Problemsituation, die zum Ende der Fortschrittsgläubigkeit in Fragen der Technik geführt hat. Dabei wird untersucht, inwieweit Fragen der Technik und der Technikfolgenabschätzung, die sich aus deren Problemen gebildet hat, zum Untersuchungsgegenstand der Philosophie gehören. Zusammenhänge und auch Grenzen der Arbeit im Zusammenhang mit einzelnen Teildisziplinen der Philosophie werden dargestellt.

Im zweiten Kapitel wird der Begriff der Technik analysiert und präzisiert, so wie er sich in der aktuellen technikphilosophischen Diskussion, aber auch in der Umgangssprache zeigt. Der Platz der Ethik in der Technik wird zu benennen versucht und es werden einige ethische Probleme gezeigt, die sich aus der modernen Technik ergeben. Dazu gehören die Frage nach der Bewahrung der Natur und das Problem, ob die Natur einen Wert an sich darstellt, ebenso wie die Frage nach dem Zusammenhang von Wirtschaft, Gesellschaft und Technik, die Frage nach dem Bild des Menschen und den Auswirkungen der Technik auf dasselbe. Technologischer Imperativ und technischer Determinismus, Probleme der Synergie und Akkumulation von Technik werden beschrieben.

Nach dieser Beschreibung der Problemsituation wird untersucht, wie man die Problematik zu regulieren versuchen kann. Es werden idealtypisch drei Vorgehensweisen geschildert, die die Probleme der Technik mindern wollen. Diese werden mit den Begriffen „Technikbewertung“, „Technikfolgenabschätzung“ und „Ingenieurverantwortung“ bezeichnet. Unter ersterer wird hier der Versuch der gesamtgesellschaftlichen Regulierung der Technik verstanden, zweitere steht für die wissenschaftliche Politikberatung und der letzte Begriff konzentriert sich auf die persönliche Verantwortung des einzelnen, insbes. des Ingenieurs. Da das Thema der Arbeit auf die persönliche Verantwortung des Ingenieurs abzielt, wird der Verantwortungsbegriff besonders thematisiert. Nach der Darstellung verschiedener Ansichten über den Verantwortungsbegriff werden einige Schwachpunkte bei dessen Anwendung auf die moderne Technik benannt. Dazu gehören das Problem der für Verantwortungszuschreibung nötigen Verfügungsmacht über das Verantwortungsobjekt, die in der arbeitsteiligen Technik meist nicht mehr gegeben ist. Auch die Voraussehbarkeit von Folgen ist vielfach mangelhaft. Fragen nach dem Zusammenhang von Verantwortung und Risiko müssen daher genauso besprochen werden, wie die Erweiterung des Verantwortungsbegriffs, der traditionell auf den einzelnen abstellt, auf nicht-individuelle Entitäten (Korporationen, Gesellschaften,...) Der letzte Abschnitt der Arbeit beschäftigt sich mit der Möglichkeit und den Grenzen der Verantwortungsübernahmen durch den Ingenieur. Es werden einige Vorschläge diskutiert, die die Technik sicherer machen sollen. Dann wird aufgezeigt wo der Ingenieur persönliche Verantwortung übernehmen kann und soll und wo die Grenzen dieses Vorgehens liegen.

Der abschließenden Zusammenfassung folgt dann noch der Ausblick, der auf Themenfelder hinweist, die noch bearbeitet werden müssen, damit der Begriff der Verantwortung sinnvoll auf die Technik und ihre immer schneller wachsenden Heils- und Bedrohungspotentiale angewendet werden darf.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Einordnung des Themas in den philosophischen Zusammenhang 2
1.1.1 Metaphysik 3
1.1.2 Erkenntnistheorie 4
1.1.3 Wissenschaftstheorie 5
1.1.4 Anthropologie 6
1.2 Vorgehensweise 7
2. Ethische Probleme der Technik 9
2.1 Der Begriff der Technik 9
2.2 Der Platz der Ethik im technischen Handeln 13
2.3 Beispiele für ethische Probleme der Technik 17
2.3.1 Bewahrung der Natur 17
2.3.2 Technik in Gesellschaft und Wirtschaft 20
2.3.3 Das Bild des Menschen im Licht der Technik 23
2.3.4 Biotechnologie 25
2.3.5 Ambivalenz der Technik 26
2.3.6 Eigendynamik der Technik 29
2.3.7 Ethik der Technik 33
3. Die Beherrschbarkeit der Folgen der Technik 36
3.1 Der politische Blickwinkel: Technikfolgenabschätzung 37
3.2 Die gesamtgesellschaftliche Variante: Technikbewertung 45
3.3 Die individuelle Sichtweise: Verantwortung des Ingenieurs 48
3.3.1 Der Begriff „Verantwortung“ in der Technikfolgendiskussion 48
3.3.1.1 Verantwortung und Macht 53
3.3.1.2 Verantwortung und Risiko 55
3.3.1.3 Möglichkeit der kollektiven Verantwortung? 59
3.3.2 Ingenieurethik und Ethikkodizes 62
4. Realisierung der Ingenieur-Verantwortung in Technikfolgenabschätzung und Technikbewertung 67
4.1 Beendigung der technischen Praxis des Menschen 67
4.2 Bildung eines ethischen Konsenses 69
4.3 Gestaltung der Gesellschaft 75
4.4 Rationalität als ethische Herausforderung 79
5. Schluss 83
5.1 Zusammenfassung 83
5.2 Ausblick 85
Literaturverzeichnis 86

Arbeit zitieren:
Stahl, Bernd Carsten Oktober 1997: Ethische Probleme der Technikfolgenabschätzung und Technikbewertung am Beispiel der Ingenieur-Verantwortung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ökologie, praktische Philosophie, Technikethik, Technikfolgenabschätzung, Verantwortung

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