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Etablierung und Evaluierung der quantitativen Bestimmung von Homocystein und den Metaboliten Cystathionin, Methylmalonsäure und 2-Methylzitronensäure im Serum mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie

Etablierung und Evaluierung der quantitativen Bestimmung von Homocystein und den Metaboliten Cystathionin, Methylmalonsäure und 2-Methylzitronensäure im Serum mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Martin Busch
  • Abgabedatum: Dezember 2000
  • Umfang: 125 Seiten
  • Dateigröße: 2,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4605-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4605-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4605-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Busch, Martin Dezember 2000: Etablierung und Evaluierung der quantitativen Bestimmung von Homocystein und den Metaboliten Cystathionin, Methylmalonsäure und 2-Methylzitronensäure im Serum mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Vitamine, Chemie, Klinische, Stoffwechsel

Dissertation / Doktorarbeit von Martin Busch

Zusammenfassung:

Die Hyperhomocysteinämie (>15 µmol/l) ist ein unabhängiger Risikofaktor zur Entwicklung einer Atherosklerose. Eine Konzentrationsbestimmung im Serum ist bei Personen mit einem erhöhten Risiko zur Entwicklung atherothrombotischer Ereignisse sinnvoll.

Homocystein (HC) steht im Stoffwechselzusammenhang mit Cystathionin (Cys), Methylmalonsäure (MMA) und 2-Methylzitronensäure (MC), wobei die Metabolisierung an die Vitamine B 6, B 12 und Folsäure gekoppelt ist.

Hauptursachen der Erhöhung von HC und seiner Metabolite im Serum sind Mangelzustände an den oben genannten Vitaminen, die chronische Niereninsuffizienz sowie genetische Defekte. Da die Konzentrationen der Metabolite auch bei normalen Serumvitaminspiegeln erhöht sein können, gelten die genannten Substanzen als Marker eines funktionellen, intrazellulären Vitaminmangels. Die Konzentrationsbestimmung ermöglicht darüberhinaus eine Differenzierung der betroffenen Stoffwechselwege und Vitamindefizite.

Die kombinierte Messung von HC und seinen Metaboliten Cys, MMA und MC mit seinen Diastereomeren ist nur mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie möglich.

In der Literatur gibt es bisher nur aus der Arbeitsgruppe von Allen et al. Mitteilungen über die simultane gaschromatographisch-massenspektrometrische Bestimmung von HC, Cys, MMA und MC.

Mit der Etablierung und Evaluierung der Methoden ist die quantitative Bestimmung der genannten Substanzen an der Friedrich-Schiller-Universität Jena möglich geworden.

Für alle Metabolite konnte eine Nachweisbarkeit im Bereich physiologischer Serumkonzentrationen erzielt werden.

Der Intra-Assay-Variationskoeffizient des HC-Assays betrug 3,9% in Konzentrationen zwischen 20 und 58 µmol/l, bei Wiederfindungsraten von im Mittel 100%. Der Inter-Assay-Variationskoeffizient der Konzentration von 15,6 µmol/l lag bei 4,5%. Der Inter-Assay-Variationskoeffizient im Ringversuch 1999 lag bei 3% mit einer mittleren Wiederfindung von 94% bei Konzentrationen von 9, 11,6 ,13,7 ,18,5 und 37,1 µmol/l.

Für die Cys-Bestimmung wurde ein Intra-Assay-Variationskoeffizient von 1,8% mit durchschnittlichen Wiederfindungsraten zwischen 100% und 106% ermittelt (Konzentrationen von 700-1900 nmol/l). Der Inter-Assay-Variationskoeffizient betrug 7% bei 1178 nmol/l.

MMA wurde mit einem Intra-Assay-Variationskoeffizienten von im Mittel 1,25%, Wiederfindungsraten von 98-102% (Konzentrationen von 240-1300 nmol/l) und einem Inter-Assay-Variationskoeffizienten von 9,1% bei 408 nmol/l bestimmt. Der Inter-Assay-Variationskoeffizient im Ringversuch betrug im Mittel 108% mit einem durchschnittlichen Inter-Assay-Variationskoeffizienten von 14,6% (Konzentrationen von 87, 186, 259, 336 und 557 nmol/l).

Für die seltene Bestimmung von MC und seiner Diastereomere im Serum wurden nach dem Stand der Literatur erstmals Präzisionsangaben gemacht. Der Intra-Assay-Variationskoeffizient der Bestimmung von MC betrug 2,6% für MCgesamt, 3% für MC I und 2,8% für MC II bei Konzentrationen von 400-1200 nmol/l MCgesamt. Die mittleren Wiederfindungsraten lagen in diesen Konzentrationen zwischen 88-98% für MCgesamt mit geringeren Raten bei höheren Konzentrationen. Der Inter-Assay-Variationskoeffizient betrug 10% für 401 nmol/l MCgesamt (7,5% für MC I, 14,3% für MC II).

Der Vergleich der methodischen Präzisionsparameter mit Literaturangaben zeigt eine gute Übereinstimmung für alle Methoden.

12. Die an 52 Gesunden eines mittleren Alters von 41,7 (20-83) Jahren bestimmten laborspezifischen Referenzbereiche betrugen (jeweils Mittelwert ± 2 Standard-abweichungen nach log-Transformation): HC: 5,7-15,6 µmol/l, Cys: 70-421 nmol/l, MMA: 92-301 nmol/l, MCgesamt: 81-266 nmol/l (MC I: 38-99 nmol/l, MC II: 51-140 nmol/l).

Signifikante Geschlechtsunterschiede bestanden für HC, Cys, MC I und das Alter. Die männlichen Probanden wiesen jeweils höhere Werte als die weiblichen auf, das Alter der weiblichen Kontrollpersonen war jedoch höher.

Die Referenzintervalle zeigten sehr gute Übereinstimmungen mit den in der Literatur ermittelten und belegen somit die Genauigkeit der Bestimmungsmethoden.

Die signifikanten Korrelationen (p<0,01) zwischen HC und Cys sowie zwischen MMA und MC sind als Ausdruck der Stoffwechselzusammenhänge zu werten.

Bis zu 2,4fach erhöhte HC-Werte wurden bei 88,5% der 52 untersuchten Dialysepatienten eines mittleren Alters von 53 (21-64) Jahren festgestellt. Die Konzentrationen von Cys, MMA und MC waren bei allen Patienten 5 bis 13-mal so hoch wie bei den Kontrollen. Im Einzelnen betrugen die Mittelwerte ± 2 Standardabweichungen nach log-Transformation: HC: 10,3-52,6 µmol/l, Cys: 851-6155 nmol/l, MMA: 457-1699 nmol/l, MCgesamt: 865-2036 nmol/l (MC I: 497-1063 nmol/l, MC II: 278-1208 nmol/l).

Als Ursache der signifikanten Gruppenunterschiede wurden die hochgradig eingeschränkte Nierenfunktion der Dialysepatienten mit der Folge eines funktionellen Vitaminmangels sowie eine mögliche Produkthemmung der beteiligten Enzyme aufgrund der hohen Metabolitkonzentrationen angesehen. Die Konzentrationserhöhungen sind Folge einer eingeschränkten exkretorischen wie metabolischen Nierenfunktion, woraus eine Bedeutung zur Abschätzung früher renaler Funktionsstörungen erwachsen könnte.

Bei den Dialysepatienten bestand eine signifikante Korrelation (p<0,001) zwischen HC und MMA. Dies kann Ausdruck eines Vitamin B12-Mangels sein. Es bestand eine schwache Korrelation zwischen den HC-Serumspiegeln und der Dialysedauer.

Die HC-Konzentrationen der Dialysepatienten stimmen gut mit den in der Literatur ermittelten überein. Ein Vergleich mit zwei Arbeiten, in denen auch Metabolitkonzentrationen bestimmt wurden, konnte den positiven Effekt der an unserem Zentrum durchgeführten Vitaminsubstitution belegen. Die Folsäuresubstitution könnte noch verbessert werden.

Aufgrund der verschiedenen renalen Clearanceraten, verbunden mit unterschiedlicher Dialysierbarkeit der Substanzen, wird die Beurteilbarkeit der Serumkonzentration zur Differenzierung des Vitaminmangels bei Dialysepatienten als eingeschränkt angesehen.

Zur Klärung, ob unsere Patienten tatsächlich einem höheren Risiko für atherosklerotische Gefäßveränderungen aufgrund des alterierten HC-Stoffwechsels ausgesetzt sind und ob eine intensivere Vitamintherapie die Metabolitkonzentrationen senken bzw. das kardiovaskuläre Risiko positiv beeinflussen kann, sollten weitere Studien folgen.

Die erfolgreiche Methodenetablierung, die mit einer umfangreichen Evaluierung und der praktischen Anwendung umfassend bewiesen wurde, hat die Grundlagen für weitergehende Untersuchungen geschaffen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
1.1 Homocystein 1
1.2 Homocystein-Stoffwechsel sowie Pathomechanismen der Hyperhomocysteinämie 4
1.3 Homocystein und Atherosklerose 9
1.3.1 Homocystein als Risikofaktor der Atherosklerose 9
1.3.2 Homocystein als pathogenetisches Agens der Atherosklerose 11
1.4 Homocysteinerhöhung und Vitaminstoffwechsel bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz 14
1.5 Einfluss einer Vitaminsubstitution auf die Homocystein-Konzentration 17
1.6 Homocysteinbestimmung bei anderen Erkrankungen 19
1.7 Bestimmungsmethoden 20
1.8 Referenzbereiche 22
2. Zielstellung 23
3. Material und Methoden 24
3.1 Material 24
3.1.1 Chemikalien und Lösungen 24
3.1.2 Geräte 25
3.2 Methoden 25
3.2.1 Probengewinnung 25
3.2.2 Probenvorbereitung 26
3.2.2.1 Probenvorbereitung zur Messung von Homocystein und Cystathionin 26
3.2.2.2 Probenvorbereitung zur Messung von Methylmalonsäure und 2-Methylzitronensäure 27
3.2.3 Messmethodik 27
3.2.3.1 Gaschromatographie-Massenspektrometrie 27
3.2.3.2 Konstante Isotopen-Verhältnisbestimmung (stable isotope dilution principle) 28
3.2.4 Messparameter 30
3.2.4.1 Messung von Homocystein und Cystathionin 30
3.2.4.2 Messung von Methylmalonsäure und 2-Methylzitronensäure 31
3.3 Entwicklung der Methodik 32
3.3.1 Ermittlung der Nachweisbarkeit und Retentionszeiten der zu messenden Substanzen 32
3.3.2 Korrektur der Konzentrationen der internen Standards 32
3.3.3 Wiederfindungsraten (recovery) der Reinsubstanzen 34
3.4 Evaluierung der Methodik 34
3.4.1 Präzision und Richtigkeit in Serumproben 34
3.4.1.1 Intra-Assay-Präzision 34
3.4.1.2 Inter-Assay-Präzision 35
3.4.1.3 Externe Evaluierung im Rahmen eines Ringversuches 35
3.5 Anwendung der Methodik 35
3.5.1 Bestimmung von Normalwerten an Gesunden 35
3.5.2 Bestimmung an Dialysepatienten 36
3.6 Statistische Verfahren 36
3.6.1 Präzision 37
3.6.2 Richtigkeit 37
3.6.3 Werte von Normalpersonen und Dialysepatienten 37
3.6.3.1 Referenzbereiche 37
3.6.3.2 Korrelationen 37
3.6.3.3 Geschlechtsunterschiede und Gruppenvergleich 37
4. Ergebnisse 38
4.1 Retentionszeiten und Massenspektren 38
4.1.1 Homocystein 38
4.1.2 Cystathionin 40
4.1.3 Methylmalonsäure 42
4.1.4 2-Methylzitronensäure 44
4.2 Diastereomerverhältnis von 2-Methylzitronensäure-D3 47
4.3 Verunreinigungen von 2-Methylzitronensäure-D3 47
4.4 Korrekturfaktoren der Wiederfindungsraten der Reinsubstanzen 48
4.4.1 Homocystein 48
4.4.2 Cystathionin 48
4.4.3 Methylmalonsäure 49
4.4.4 2-Methylzitronensäure 49
4.5 Präzision und Richtigkeit in Serumproben 50
4.5.1 Intra-Assay-Präzision und Wiederfindung 50
4.5.1.1 Homocystein 50
4.5.1.2 Cystathionin 52
4.5.1.3 Methylmalonsäure 53
4.5.1.4 2-Methylzitronensäure 54
4.5.1.4.1 2-Methylzitronensäuregesamt 54
4.5.1.4.2 2-Methylzitronensäure II 56
4.5.1.4.3 2-Methylzitronensäure I 56
4.5.2 Inter-Assay-Präzision 57
4.5.2.1 Homocystein 57
4.5.2.2 Cystathionin 57
4.5.2.3 Methylmalonsäure 57
4.5.2.4 2-Methylzitronensäure 58
4.5.3 Externe Evaluierung der Bestimmung von Homocystein und Methylmalonsäure im Rahmen eines Ringversuches 58
4.5.3.1 Homocystein 58
4.5.3.2 Methylmalonsäure 59
4.6 Normalwerte 61
4.6.1 Referenzbereiche 61
4.6.2 Korrelationen 62
4.6.3 Geschlechtsunterschiede 63
4.7 Dialysepatienten 63
4.7.1 Werte 64
4.7.2 Korrelationen 65
4.7.3 Geschlechtsunterschiede 65
4.8 Gruppenvergleich 65
5. Diskussion 67
5.1 Messmethodik 68
5.1.1 Homocystein-Assay 68
5.1.2 Cystathionin-Assay 70
5.1.3 Methylmalonsäure-Assay 71
5.1.4 2-Methylzitronensäure-Assay 72
5.2 Normalwerte 74
5.3 Dialysepatienten 77
6. Zusammenfassung 84
7. Literaturverzeichnis 86
8. Danksagung 103
9. Selbstständigkeitserklärung 104
Anhang 1a und 1b
Anhang 2a und 2b
Anhang 3a und 3b

Automatisiert erstellter Textauszug:

Abhängig von der Zahl der Deuteriumatome im Molekül ergibt sich eine Massendifferenz zwischen endogener Substanz und Standard um jeweils 1 pro Deuterium-Atom nur an den Massenbruchstücken, die Deuterium enthalten. Anhand der integrierten Flächen der Peaks solcher Massen kann die Konzentrationsbestimmung erfolgen. Dafür werden stabile Fragmente charakteristischer Massen herangezogen (sog. target ions), die eine hohe Spezifität für das zu messende Agens besitzen und mit einer vergleichsweise hohen Intensität (abundance) nachweisbar sind. Die Kenntnis und das Vorhandensein der Target-Ionen erlaubt eine massenspektrometrische Messung im SIM-Modus (single ion mode-SIM), bei dem nur vorher festgelegte Massen detektiert werden. Diese Methode bietet sowohl eine um bis zu 10fach gesteigerte Sensitivität als auch exakter zu quantifizierende Peaks gegenüber der Messung im Scan-Mode (total ion chromatogram-TIC), bei der alle auftreffenden Massen detektiert werden und Interferenzen der einzelnen Massen auftreten. Ein Nachteil der SIMMethode besteht darin, dass der Detektor für die meisten Massen „blind“ ist, was die Erkennung von Masseninterferenzen bzw. Coelutionen erschwert. Deshalb werden neben den Target-Ionen die sogenannten Qualifier-Ionen detektiert. Dies sind stabile Massen ähnlich hoher Spezifität, doch meist geringerer Intensität. Sie treten entsprechend dem Massenspektrum der Reinsubstanz in einer bestimmten relativen Peakhöhe zum Target-Ion auf und charakterisieren dadurch die Verbindung. Ihre Mitbestimmung im SIM kann daher grobe Messfehler verhindern helfen. Die Angabe dieses Markers der Analysenqualität erfolgt in Prozent des relativen, bei der Reinsubstanz vorliegenden Verhältnisses von Target und Qualifier als sog. Q-Value und dient somit der Überprüfung der Reinheit der Fragmente. Durch die Zugabe des internen Standards werden Fehler der Probenvorbereitung und Messung minimiert, da das gleiche Verhalten von Standard und in der Probe enthaltener Substanz ein konstantes Verhältnis der Verbindungen gewährleistet. Dieses wird gemessen. Zur Konzentrationsbestimmung multipliziert man den Quotienten (Response) des Verhältnisses der Flächen unter der Kurve (area under curve-AUC) der Target-Ionen von unmarkiertem (endogenem) zu markiertem Metabolit (Interner Standard) mit der im Serum vorliegenden Konzentration des internen Standards. Die Serummengen betrugen 400 µl. [...]

Die Analysenmethode ermittelt das Verhältnis der Menge der unmarkierten, endogenen Substanz unbekannter Konzentration zu einem, meist mit Deuterium-markiertem, internen Standard bekannter Konzentration (sog. stable isotope dilution principle). Sie wurde von Stabler et al. erstmals zum kombinierten Nachweis von HC/ Cys sowie von MMA/ MC eingesetzt [143, 144, 145, 146]. Die internen Standards dieser Methode sind keine internen Standards im herkömmlichen Sinne, sondern den zu bestimmenden Analyten chemisch gleiche Verbindungen, die sich nur durch das Vorhandensein von Deuteriumatomen im Molekül unterscheiden. Sie erscheinen deshalb zur nahezu gleichen Retentionszeit (die deuterierten Verbindungen eluieren aufgrund des schwereren Deuteriums ca. 1/10 s früher), was eine getrennte Detektion in der Massenspektrometrie mittels SIM (siehe unten) ermöglicht, da ein H-Atom mit der relativen Atommasse von 1 durch ein Deuterium-Atom mit der relativen Atommasse 2 ersetzt ist. [...]

Molekülfragmente erfolgt dann im elektromagnetischen Feld des sogenannten Quadrupols, vier im Winkel von 90° zueinander stehenden Ablenkelektroden. Dabei führt die auf der Lorentz-Kraft beruhende Ablenkung der verschieden geladenen Teilchen im magnetischen Feld sowie die von Spannung und Ladung abhängige Geschwindigkeit der Ionen im elektrischen Feld zu einer zeitlichen Trennung der Fragmente. Im resultierenden elektromagnetischen Feld ist dieser Zusammenhang durch den Masse/Ladungs-Quotienten (m/Q) definiert. Der Multiplier, als eigentlicher Detektor, vermag das zeitlich verschiedene Auftreffen dieser Massen bestimmter Ladungen (m/Q) über geringste Spannungsänderungen, die durch Verstärkung im sog. Sekundärelektronenvervielfacher in verwertbare Signale umgewandelt werden, zu messen. Somit besteht der massenspektrometrisch ermittelte Peak aus einer Summe der zu einer bestimmten Zeit am Multiplier auftreffenden Massen (= Massenspektrum). [...]

Arbeit zitieren:
Busch, Martin Dezember 2000: Etablierung und Evaluierung der quantitativen Bestimmung von Homocystein und den Metaboliten Cystathionin, Methylmalonsäure und 2-Methylzitronensäure im Serum mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie, Hamburg: Diplomica Verlag

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