Erweiterung von Führungskompetenzen durch Coaching
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marko Lächler
- Abgabedatum: August 2004
- Umfang: 137 Seiten
- Dateigröße: 1.001,3 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Biberach an der Riss Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8454-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8454-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8454-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Lächler, Marko August 2004: Erweiterung von Führungskompetenzen durch Coaching, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Sozialkompetenz, Management, emotionale Intelligenz, Führung, Personalführung
In den Warenkorb
38,00 €
Diplomarbeit von Marko Lächler
Gang der Untersuchung:
Im ersten Hauptteil wird die Rolle der Führungskraft im klassischen Sinne anhand von Literatur erarbeitet und der Wandel dargestellt, der sich mit der veränderten Unternehmensumwelt vollzog bzw. sich im Wandlungsprozess befindet, wie in der Aufgabenstellung beschrieben. Der Schwerpunkt wird hierbei auf die pädagogische Dimension, d.h. die psychologischen Aspekte und die Führungsperson als Individuum, gelegt.
- Mit welchen Veränderungen, welchem neuen Rollenverständnis sehen sich Führungskräfte von heute konfrontiert und wie können sie diese neuen Anforderungen bewältigen?
- Welche Kompetenzen, welche Weiterentwicklungen des eigenen Führungsprofils sind unabdingbar für eine zukunftsorientierte Führungskraft?
„Nur die Führungskraft, die erkannt hat, dass sie an sich arbeiten muß, und die diesen Schritt auch macht, nur diese Führungskraft wird in Zukunft bestehen können.“ Diese Kompetenzen werden im zweiten Hauptteil näher erläutert. Unter dem Oberbegriff Emotionale Intelligenz wird hier ein Überblick über das Zusammenspiel und die Zusammengehörigkeit von Berufs- und Gefühlsleben gegeben. Erfolg von Führungskräften im Unternehmen hängt stark von persönlichen Aspekten wie Selbstbewusstsein, Sozialkompetenz und anderen ab. Die Entwicklung der emotionalen Kompetenzen kann Führungskräften wertvolle Unterstützung bieten zur Bewältigung ihrer umfangreichen Führungsaufgaben.
Im dritten Hauptteil wird versucht, den Inhalt des Begriffes Coaching im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses weiterzuentwickeln. Es soll keine abschliessende Aufklärungsarbeit für einen Modebegriff geleistet werden, der vielerorts nach dem Motto „haben wir schon immer gemacht, nur nicht so genannt“ benutzt wird, sondern der aktuelle Stand der Literatur aufgearbeitet werden. Möglichkeiten sowie Grenzen des Coachings werden aufgezeigt und im vierten Hauptteil der Diplomarbeit durch eine empirische Studie im Raum Ulm und Oberschwaben in Zusammenarbeit mit Firmen dieser Region erfasst und ausgewertet.
Ziel dieser Studie ist es, die Verbreitung bzw. Anwendung von Coaching in seinen unterschiedlichen Formen in der Region zu erfassen, auszuwerten und zu bewerten. Wo lassen sich Erfolge sowohl für die Führungskräfte als auch für das Unternehmen erkennen und wo besteht eventuell Handlungsbedarf?
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | 2 | |
| Abbildungsverzeichnis | 5 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 7 | |
| 1. | Einführung | 8 |
| 1.1 | Aufgabenstellung | 8 |
| 1.2 | Aufbau und Zielsetzung der Arbeit | 9 |
| 2. | Führung als pädagogische Dimension | 10 |
| 2.1 | Begriffserklärung | 10 |
| 2.2 | Inter- und intrapersonale Dimension von Führung | 12 |
| 2.3 | Führung, beeinflusst von Selbst- und Menschenbild | 13 |
| 2.3.1 | Managementmodelle und Menschenbilder | 14 |
| 2.4 | Führungsstile | 15 |
| 2.5 | Selbstreflexive Kompetenz als Herausforderung fürFührungskräfte | 19 |
| 2.6 | Kompetenzen einer zukunftsorientierten Führungskraft | 21 |
| 2.7 | Zukünftiges Rollenverständnis | 23 |
| 3. | Emotionale Intelligenz | 26 |
| 3.1 | Können Gefühle intelligent sein? | 26 |
| 3.1.1 | Genese des Konzeptes „Emotionale Intelligenz“ | 26 |
| 3.1.2 | Sieben Intelligenzen nach GARDNER | 27 |
| 3.2 | Erlernbarkeit der Intelligenz | 30 |
| 3.3 | Was ist eine Emotion? | 32 |
| 3.4 | Umgang mit eigenen Emotionen | 33 |
| 3.5 | Emotionale Intelligenz und Kompetenz | 36 |
| 3.5.1 | Selbstwahrnehmung | 37 |
| 3.5.2 | Selbstregulierung | 37 |
| 3.5.3 | Motivation | 37 |
| 3.5.4 | Empathie | 38 |
| 3.5.5 | Soziale Kompetenz | 38 |
| 3.5.6 | Kommunikative Kompetenz | 39 |
| 3.6 | Erfolg durch „Emotionale Intelligenz“ | 39 |
| 3.7 | Zusammenfassung | 40 |
| 4. | Coaching | 41 |
| 4.1 | Was ist Coaching? | 41 |
| 4.1.1 | Linguistischer Ansatz | 41 |
| 4.1.2 | Coaching als Begriff aus dem Sport | 41 |
| 4.1.3 | Coaching als Begriff aus der Wirtschaft | 42 |
| 4.1.4 | Definitorische Ansätze | 44 |
| 4.1.5 | Coaching als Prozessberatung | 46 |
| 4.1.6 | Abgrenzung zu anderen Begriffen | 46 |
| 4.1.7 | Mentoring | 47 |
| 4.1.8 | Supervision | 47 |
| 4.2 | Warum Coaching? | 48 |
| 4.2.1 | Die Funktionen | 48 |
| 4.2.2 | Die Ziele | 48 |
| 4.2.3 | Die Anlässe | 50 |
| 4.3 | Coaching und Personalführung | 54 |
| 4.4 | Coaching im Kontext der Personal- und Organisationsentwicklung | 55 |
| 4.4.1 | Personalentwicklung und Coaching | 55 |
| 4.4.2 | Organisationsentwicklung und Coaching | 58 |
| 4.5 | Formen des Coaching | 60 |
| 4.5.1 | Internes Coaching | 60 |
| 4.5.2 | Externes Coaching | 62 |
| 4.5.3 | Einzelcoaching | 63 |
| 4.5.4 | Gruppen- und Teamcoaching | 66 |
| 4.5.5 | Telecoaching | 68 |
| 4.6 | Das Coaching- Konzept | 69 |
| 4.6.1 | Qualitätskriterien | 70 |
| 4.7 | Coach und Klient | 71 |
| 4.7.1 | Voraussetzungen aller Beteiligten | 71 |
| 4.7.2 | Anforderungen und Qualifikationen des Coach | 72 |
| 4.7.3 | Die Methoden des Coach | 74 |
| 4.7.4 | Situation und Verhältnis des Klienten zum Coach | 79 |
| 4.8 | Der Coaching- Prozess | 81 |
| 4.8.1 | Die funktionalen Phasen des Coaching- Prozesses | 81 |
| 4.8.2 | Der Coaching- Prozess in Gesprächsphasen | 84 |
| 4.9 | Grenzen und Gefahren des Coaching | 85 |
| 4.9.1 | Wo Coaching versagen kann | 86 |
| 4.9.2 | Kritik | 87 |
| 4.10 | Der Coachingmarkt: Branchen- Struktur- Analyse | 88 |
| 5. | Empirische Studie im Raum Ulm und Oberschwaben | 90 |
| 5.1 | Planung und Organisation | 90 |
| 5.2 | Erhebung | 91 |
| 5.3 | Auswertung/ Ergebnisse | 93 |
| 5.4 | Reflektion und Bewertung der Studie | 115 |
| 6. | Resümee | 118 |
| Anhang | 120 | |
| Führungskräftebefragung / Fragebogen | 120 | |
| Literaturverzeichnis | 130 | |
| Versicherung | 134 | |
| Danksagung | 135 |
Während im Kapitel 2 auf die Führung als pädagogische Dimension eingegangen wurde, wird hier die Personalführung als separate Führungssparte und ihr Zusammenhang mit dem Coaching erläutert. In verstärktem Maße ist die Rede davon, dass Coaching aufgrund seiner personenbezogenen Art der Betreuung und Hilfestellung den Weg ins Management der Unternehmen gefunden hat und dort teilweise im Rahmen der Pers onalführung praktiziert wird. „Personalführung ist der auf das Personal bezogene Teilbereich der Unternehmensführung, mit dessen Hilfe die Unternehmensziele verfolgt werden. Personalführung ist ein gleichermaßen personen- wie aufgabenbezogener Prozess, der darauf gerichtet ist, das Personal zielorientiert zu beeinflussen.“134 „Personalführung wird im allgemeinen als ein Prozess zielgerichteter Verhaltensbeeinflussung eines Gruppenmitglieds durch ein anderes (oder mehrere andere) verstanden. Dabei erfolgt Führung immer mit Hilfe der Kommunikation und der Interaktion zwischen Führer und Geführten.“135 Personalführung umfasst sämtliche Bereiche eines Unternehmens und dessen Aufgaben, lässt sich nicht abgekoppelt von der Gesamtheit einer Organisation betrachten, weil es sich nun einmal um menschliche Konstrukte handelt. So gesehen kann Coaching eine Möglichkeit für Vorgesetzte sein, auf ihre Mitarbeiter Einfluss zu nehmen, [...]
tag getragen, da eine Vollständige Trennung von Berufs- und Privatleben nach Meinung des Autors nicht möglich ist. 3. Wunsch nach Verbesserung Dieser Anlass kann aus den verschiedensten Bereichen kommen. Sowohl der Wunsch nach persönlicher Verbesserung wie Steigerung der Motivation, mehr Gelassenheit, Stressabbau usw. als auch Verbesserungen im Unternehmen wie höhere Effektivität, Motivation der Mitarbeiter, Kommunikationsprobleme in der Abteilung oder festgefahrene Konflikte zwischen Führungskräften sind nur eine kleine Auswahl der vielen Möglichkeiten. Eine Art Zusammenfassung dieser unterschiedlichen Anlässe bietet eine Studie unter Führungskräften über aktuelle Nennungen von Coaching- Anlässen:133 • • • • • • • • • Veränderte berufliche Anforderungen, Verhaltens- oder Leistungsdefizite, Soziale Konflikte, Wunsch nach Neuorientierung, Stress, organisatorische Veränderungen, Karriereplanung, Misserfolgserlebnisse, persönliche oder familiäre Probleme. [...]
Ein weiterer Auslöser für Krisen können im beruflichen Umfeld empfundene Frustrationen sein. Frustrationen bei Führungskräften können sich ergeben, wenn gewisse Erwartungshaltungen an den Verlauf der eigenen Karriere enttäuscht werden, der volle Einsatz für das Unternehmen in Verbindung mit Verzicht auf Freizeit im krassen Missverhältnis zur Entlohnung und Bestätigung durch das Umfeld empfunden werden. Dieser Effekt wird sogar noch verschärft, wenn sich der Betroffene mit einem anderen B eschäftigten des Unternehmens vergleicht, der für die scheinbar gleiche Tätigkeit eine höhere Anerkennung erfährt. Dies kann zu einer Fehleinschätzung des eigenen Leistungsvermögens führen. 2. Veränderungen Als weitere äussere Anlässe werden Veränderungen genommen, wobei sowohl Verä nderungen im Unternehmens- wie auch im Umfeld der Führungskraft Anlass sein können. Zum unternehmerischen Aspekt gehören Veränderungen in der Organisationsstruktur, der Unternehmenskultur und des Führungsstils. Gerade in den letzten Jahren verengt sich der Weltmarkt immer stärker. Unternehmen völlig unterschiedlicher Branchen und Sparten sowie verschiedener Unternehmensstrukturen und Unternehmenskulturen gehen strategische Allianzen, Kooperationen und Fusionen ein, deren Neuschöpfungen in der Regel auf eine Neukomposition der Wertschöpfungskette abzielen. Man spricht in diesem Zusammenhang fast ausschließlich von der Globalisierung des Marktes und weniger über die menschlichen Aspekte. Neue Organisationsformen brauchen aber auch neue Strukturen, in denen die Kompetenzen neu verteilt oder umverteilt werden und nicht zuletzt sind es auch die Führungskräfte, die diese Veränderungen zu tragen und umzusetzen haben. Damit ist eine große Verantwortung verbunden, deren Bürde nicht jeder zu tragen bereit oder in der Lage ist. Es können auch rein organisationstechnische Umstellungen sein, die für Probleme bei Führungskräften sorgen. Gemeint sind damit vor allen Dingen die Neugliederung von Abteilungen oder die Umstellung auf ein neues Computer-System, was sich möglicherweise in seiner Funktionalität und seinem Aufbau stark von dem alten System unterscheidet. So kommt es vor, dass langjährige erfahrene Führungspersonen, deren Aufgabengebiet in der ursprünglichen Auslegung gar nicht mehr existieren oder die den Strukturen des alten Unternehmens nachtrauern, die Organisation verlassen bzw. sich von ihr trennen. Ein solcher Abfluss von menschlichem Know-how stellt aber einen nicht zu unterschätzenden Substanzverlust für das Unternehmen dar, besonders schmerzlich insbesondere dann, wenn sich ein Ehemaliger der Konkurrenz zuwendet. Veränderungen im persönlichen Umfeld der Führungskraft können zum Beispiel ein anstehender Auslandsaufenthalt, eine Beförderung oder Versetzung sein. Berufliche Umorientierung oder anstehende Laufbahnentscheidungen können teilweise nicht ohne Hilfe von außen vollzogen werden. Aber auch private Veränderungen spielen eine bedeutende Rolle, sei es die Trennung vom Lebenspartner, ein Todesfall in der Familie oder ein Umzug. Diese persönlichen Krisen werden zwangsläufig mit in den Berufsall- [...]
In den Warenkorb
38,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832484545
Arbeit zitieren:
Lächler, Marko August 2004: Erweiterung von Führungskompetenzen durch Coaching, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Sozialkompetenz, Management, emotionale Intelligenz, Führung, Personalführung



