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Erstellung eines Lösungskataloges zur Lärmminderung in der Praxis

Erstellung eines Lösungskataloges zur Lärmminderung in der Praxis
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Rainer Arndt
  • Abgabedatum: Oktober 1994
  • Umfang: 255 Seiten
  • Dateigröße: 15,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Düsseldorf Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3022-1
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3022-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Arndt, Rainer Oktober 1994: Erstellung eines Lösungskataloges zur Lärmminderung in der Praxis, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Arbeitsschutz, Lärm, Berufsgenossenschaft, Schwerhörigkeit, Schallschutz

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Diplomarbeit von Rainer Arndt

Gang der Untersuchung:

Kern der vorliegenden Arbeit ist ein Lösungskatalog, anhand dessen die meisten Probleme in der Fertigung hinsichtlich Schallemission gezielt gelöst werden können. Er ist so strukturiert, dass das Problem schnell eingeordnet und eine Lösung abgeleitet werden kann. Sie versetzt z.B. den Sicherheitsingenieur oder die Sicherheitsfachkraft in die Lage geeignete Maßnahmen in die Wege zu leiten. Die Arbeit führt die wichtigsten Verordnungen, Gesetze und Normen auf und gibt eine verständliche Einführung in die technische Akustik. Tiefergehende physikalische oder mathematische Kenntnisse sind nicht erforderlich. Weiterhin beschreibt die Schrift anhand eines praktischen Beispiels, wie ein Lärmminderungsprogramm aufgestellt und durchgeführt wird. Ein Überblick über die Messtechnik vervollständigt diese Arbeit soweit, das man auch ohne spezielles Wissen einen „messbaren“ Erfolg erzielt. Viele der zusammengetragenen Information im Anhang sind direkt verwertbar, wie z.B. durch eine Liste der Firmen, die bei der Durchführung der Maßnahmen behilflich sind. Die zahlreichen Verweise auf weiterführende Literatur sind eine ergiebige Quelle um offengebliebene Fragen zu klären. Weiterer inhaltlicher Überblick und Ausgangspunkt zur Erstellung der Arbeit:

In der industriellen Fertigung bildet die lärmbedingte Schwerhörigkeit das Schwerpunktproblem der Sicherheitstechnik und ist zur Berufskrankheit Nr.1, mit mehr als 50 %-igem Anteil, geworden. In rund 27.000 Fällen wird den Geschädigten eine Rente gezahlt, wobei die Tendenz in den letzten Jahren immer steigend geblieben ist und Experten zur Zeit keine Trendwende sehen. Mit der Technologisierung unserer Gesellschaft ist eine allgemeine Steigerung des Durchschnittsschallpegels von 1 bis 2 dB pro Jahr verbunden. Dieser Wert wird weiterhin steigen, wenn man sich nicht intensiv mit den Lösungen der Lärmminderungsproblematik beschäftigt. In der vorliegenden Arbeit wurde die Arbeitswelt als Teil der Gesamtsituation betrachtet.

Eine Schädigung tritt mitunter schon oberhalb 85 dB(A) ein, in erheblichem Maße ist bei Beurteilungspegeln von mehr als 90 dB(A) damit zu rechnen. Bei der weitverbreiteten Lärmschwerhörigkeit handelt es sich um eine bleibende Zerstörung des Corti'schen Organs.

Voraussetzung für die richtige Auswahl und Durchführung von Lärmminderungsmaßnahmen sind die in der vorliegenden Arbeit zusammengetragenen Kenntnisse grundlegender Zusammenhänge von Schallentstehung, -ausbreitung und -messung. Um einen allgemeinen Eindruck von der Durchführbarkeit und Machbarkeit von Schallschutz zu erhalten, wurden in einem eigenen Kapitel repräsentativ ausgewählte Lärmquellen und deren Lärmminderungsmöglichkeiten beschrieben und begutachtet.

Mit dem Ziel, geeignete und erfolgversprechende Möglichkeiten aufzuzeigen und dem Anwender bereitzustellen, wurde im Rahmen dieser Arbeit ein Lösungskatalog mit Lärmminderungsmaßnahmen zusammengestellt. Die in dem Lösungskatalog zusammengetragenen Maßnahmen sind vom Prinzip her auf alle möglichen Maschinen (verschiedlicher Hersteller, unterschiedlichem Verwendungszweck oder Aufstellungsort) übertragbar. Es ist oftmals lediglich eine konstruktive Anpassung der aufgeführten Maßnahmen erforderlich. Für eine Reihe von Lärmschutzfällen sind durchaus mehrere Problemlösungen denkbar. Daraus ergibt sich für den Anwender ein Auswahlproblem. Die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Maßnahme kann nur unter gleichzeitiger Berücksichtigung der jeweils erreichbaren Pegelminderung, der Vor- und Nachteile sowie der durchführungsbedingten Kosten erfolgen.

Der erstellte Lösungskatalog ist in seiner Konzeption so aufgebaut, dass er beliebig erweitert werden kann. Die Ergebnisse der durchgeführten Maßnahmen sowie die dabei gesammelten Erfahrungen sollten ausführlich in dem Lösungskatalog dokumentiert werden, so daß bei zukünftigen Lärmschutzvorhaben eigene Erfahrungswerte verfügbar sind.

Um die Einsetzbarkeit des vorgestellten Lösungskataloges an einem Beispiel aus der Industrie zu zeigen, wurde bei einer großen Maschinenbaufirma eine Lärmmessung, die ebenfalls in der vorliegenden Arbeit dokumentiert ist, durchgeführt.

Anschießend wurden aus dem Katalog die entsprechenden Lösungsvorschläge entnommen und zu einem Lärmminderungsmaßnahmenkonzept zusammengestellt.

Schallschutz ist Teil einer wohlverstandenen Sozialpolitik und dient dem physischen, psychischen und sozialen Wohlbefinden des Menschen. Die technischen und organisatorischen Möglichkeiten sind auch unter der Bedingung des „wirtschaftlich Machbaren“ bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Der Mensch hat sich seine Lärmbelastung selbst gemacht, er ist auch in der Lage, sie wieder zu beseitigen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Wichtige Vorschriften und Grenzwerte 6
2.1 Definition und physikalische Grundlagen 6
2.2 Grenzwerte 6
2.3 Vorschriften 11
3. Technische Grundlagen der Geräuschausbreitung 13
3.1 Charakteristische Größen des Schalls 14
3.2 Größen zur Kennzeichnung der Schallimmission 15
3.2.1 Bewerteter Schalldruckpegel 16
3.3 Größen zur Kennzeichnung der Schallemission 17
3.3.1 Schalldruck an festgelegten Orten, Bedienplatz 18
3.4 Schallwellen in Medien 19
3.4.1 Schallwellen in Gasen und Flüssigkeiten 19
3.4.2 Schallwellen in festen Körpern 20
3.5 Schallausbreitung in Fabrikhallen (Räumen) 21
3.5.1 Nachhallzeit 23
3.5.2 Raumform 24
3.5.3 Quellenanzahl 25
3.6 Rechnerische Erfassung von Schallkomponenten 25
3.6.1 Pegeladdition und Pegelsubtraktion 25
3.6.2 Rechnen mit Quellen gleicher Schallintensität 27
3.6.3 Rechnen mit unterschiedlichen Schallintensitäten 29
3.6.4 Rechnen mit Fluchtentafeln 29
3.6.5 Erfassung des Gesamtschallpegels kohärenter Quellen 31
3.6.6 Rechenbeispiele aus der Praxis 31
3.6.7 Umrechnen auf Bezugszeiten 31
4. Auswirkung des Lärms auf den menschlichen Organismus 34
4.1 Funktion und Aufbau des Organs Ohr 34
4.2 Lärmwirkung 40
4.2.1 Physiologische Wirkung. 41
4.2.2 Soziale und pychologische Wirkung 45
5. Lärmmeßtechnik 48
5.1 Größen und Begriffe 48
5.2 Meßtechnik zur Realisierung des Lärmminderungsprogramm 53
5.3 Geräuschemission von Maschinen 54
5.4 Darstellung der Meßergebnisse 58
5.4.1 Meßprotokoll 58
5.4.2 Lärmkarten 59
5.4.3 Lärmkataster 60
5.4.4 Bestimmung des Beurteilungspegels 60
5.4.5 Lärmminderungsprogramm 62
6. Beschreibung der Schallmeßgeräte 63
6.1 Schallpegelmesser 63
6.1.1 Zusätzliche Ausgabegeräte zur Bestimmung des Schallpegels 64
6.2 Integrierende Schallpegelmesser 65
6.3 Dosimeter 66
6.4 Normforderungen an integrierende Schallpegelmesser 67
7. Methoden der Lärmbekämpfung 68
7.1 Primäre Maßnahmen 70
7.1.1 Lärmarmes Konstruieren 70
7.1.2 Lärmminderung an der Schallentstehungsstelle 73
7.2 Sekundäre Maßnahmen 73
7.2.1 Luftschalldämmung 76
7.2.2 Luftschalldämpfung 78
7.2.3 Schallschutz durch Kapseln 80
7.2.4 Körperschalldämmung 84
7.2.5 Körperschalldämpfung 86
7.2.6 Betrachtung von Dämmung und Dämpfung an einem praktischen Beispiel 88
7.3 Persönliche Schutzmaßnahmen 90
7.4 Probleme bei dem Einstz der Gehörschützer und die Lösungsansetze 96
8. Spezielle Lärmprobleme in der Umwelt und deren Lärmschutzmaßnahmen 98
8.1 Straßenverkehrslärm 98
8.1.1 Planung von Verkehrswegen 99
8.1.2 Verkehrsregelung 100
8.1.3 Verminderung der Fahrgeräusche 100
8.1.4 Bauliche Schutzmaßnahmen 102
8.1.4.1 Erdwälle, Steilwall 103
8.1.4.2 Hoch bzw. Tieflage der Straße 106
8.1.4.3 Ebene Wände 107
8.1.4.4 Tunnel 108
8.2 Fluglärm 109
8.3 Schienenverkehrslärm 110
8.4 Wohn- und Freizeitlärm 111
9. Erstellung eines Lärmkatasters, Lärmkarte, Lärmmeßbericht zur Ermittlung der Geräuschimmission 114
9.1 Projektdurchführung 116
10. Vorschläge zur Gräuschimmissionsverringerung in den Produktionshallen 129
10.1 Analyse der Ist-Situation 129
10.2 Vorstellung möglicher Maßnahmen 133
10.2.1 Raumakustische Maßnahmen 135
10.2.2 Maßnahmen unmittelbar an den Schallquellen 138
10.2.2.1 Ausfugen mit Elektrode 138
10.2.2.2 Schleifen mit Winkelschleifer 142
10.2.2.3 Schweißen mit Schutzgas 145
10.2.2.4 Reinigen mit Pressluft 147
10.2.2.5 Richten und Positionieren von Blechen mit Hammer 148
10.2.2.6 Flammrichten mit Handbrenner 151
10.2.2.7 Befreien der Schweißnaht von Zunder mit pressluftbetriebenen Nadelhammer 153
10.3 Aussicht auf den möglichen Beurteilungspegel nach Durchführung der vorgeschlagenen Maßnahmen und ihrer Kombinationen 154
10.4 Notwendiger persönlicher Gehörschutz 156
11. Zusammenfassung 157
Schrifttum, Bildquellen 160
Glossar 167

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Arbeit zitieren:
Arndt, Rainer Oktober 1994: Erstellung eines Lösungskataloges zur Lärmminderung in der Praxis, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Arbeitsschutz, Lärm, Berufsgenossenschaft, Schwerhörigkeit, Schallschutz

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