Erstellung eines Konzeptes zur Optimierung der Ersatzteillogistik eines Filterproduzenten der Automobilindustrie
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Philipp Koronakis
- Abgabedatum: August 1999
- Umfang: 195 Seiten
- Dateigröße: 6,9 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Technische Universität Graz Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5804-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5804-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5804-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Koronakis, Philipp August 1999: Erstellung eines Konzeptes zur Optimierung der Ersatzteillogistik eines Filterproduzenten der Automobilindustrie, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Lageranalyse, Ersatzteilmanagement, Kostenoptimierung, Lagerhaltungsstrategie, Reichweitenoptimierung
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Diplomarbeit von Philipp Koronakis
Einleitung:
Die Knecht-Filterwerk Ges.m.b.H. ist einer der bedeutendsten Hersteller von Kfz-Filtern weltweit. Das Produktionsprogramm vor Ort umfasst Luft-, Öl- und Kraftstoff-Filter vorwiegend für Verbrennungsmotoren. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren ein starkes Wachstum erfahren, was auch einen Zuwachs an Betriebsmitteln zur Folge hatte. Auf Grund des somit ebenfalls gestiegenen Ersatzteilumfanges ist der Entwurf eines Konzepts für die Ersatzteillogistik erforderlich geworden. Das Kleinteilelager, in dem gegenwärtig sämtliche Erzeugnisse (tlw. auch Ersatzteile) ohne sonstigen festen Lagerplatz bevorratet werden, ist das Sorgenkind des Unternehmens, da es in den letzten zehn Jahren keine der Veränderungen mitgemacht hat. Ziel der Ersatzteillogistik muss es sein, eine hohe Lieferbereitschaft und damit Anlagenverfügbarkeit bei gleichzeitigem Kostenminimum zu erreichen. Unter diesen Prämissen und unter Berücksichtigung der weiteren Expansionspläne des Standortes wurde dieses Konzept erarbeitet.
Primär ist eine Bereinigung des Artikelstammes im Kleinteilelager notwendig, da eine Vielzahl von Lagerpositionen horrende Liegedauern (bis zu 20 Jahren!) aufwiesen. Mit Hilfe einer exakten Aufnahme von relevanten Einflussparametern beispielsweise der Fehlteilkosten und der Anzahl in Verwendung stehender Teile desselben Typs wird es möglich, eine bedarfsgerechte Informationsbereitstellung zu gewährleisten. Die zentrale Verwaltung der Ersatzteillogistik ist unabdingbare Voraussetzung zur Vermeidung von Mehrfachbeständen, zur Sicherstellung des Lieferbereitschaftsgrades und zur Kostenkontrolle. Das Festlegen der Produktpalette und ein effektiveres Lagerlayout schaffen die notwendigen Lagerkapazitäten hinsichtlich der zukünftig zu bevorratenden Artikel und Erzeugnisse. Die kostengerechte Verbuchung jeder Bewegung und die permanente Kenntnis des aktuellen Lagerbestandswertes wird durch Kombination einer effektiven und effizienten Ablauforganisation mit entsprechend technischen Möglichkeiten (Identnummern, Barcodes, Klassifikation der Bestandskonten ...) gewährleistet. Das Festlegen von prinzipiellen Beschaffungsstrategien für die einzelnen Warengruppen der Produktpalette hilft ebenfalls dabei, die angestrebten Ziele zu erreichen. Eine periodische Lageranalyse erscheint darüber hinaus sehr sinnvoll, um die Sinnhaftigkeit der Lagerung bzw. Bevorratung anhand festgelegter Kriterien zu hinterfragen. Dies gelingt mittels einer Kennzahl, die Reichweite und Wertäquivalent (Bestands-, Verbrauchswert) der einzelnen Identnummerartikel verknüpft. Die Auswirkungen dieses Konzeptes werden sich erst in den kommenden Monaten und Jahren einstellen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | DAS UNTERNEHMEN | 6 |
| 1.1 | Geschichtliche Entwicklung | 7 |
| 1.2 | Der Konzern | 9 |
| 1.3 | Knecht-Filtergruppe-Intern | 10 |
| 1.4 | Eckdaten | 12 |
| 2. | AUSGANGSSITUATION | 14 |
| 2.1 | Zulieferer und deren Produkte | 15 |
| 2.2 | Bedarfsstruktur und Verbraucher | 17 |
| 2.3 | Kleinteilelager und Lagerorganisation heute | 19 |
| 2.4 | Aufgabenstellung | 25 |
| 2.5 | Zielsetzung | 35 |
| 2.6 | Vorgehensschema | 37 |
| 3. | IST-ANALYSE | 39 |
| 3.1 | Kleinteilelager | 42 |
| 3.2 | Ersatzteilsituation | 61 |
| 3.3 | Betriebswirtschaftliche Betrachtung | 74 |
| 3.4 | Zusammenfassung der Schwachstellen und Problematik | 82 |
| 4. | BEWERTUNGS- UND ENTSCHEIDUNGSKRITERIEN | 87 |
| 4.1 | Der Warenwert | 87 |
| 4.2 | Die Verwendbarkeit | 91 |
| 4.3 | Das Wert - Reichweiten Portfolio | 96 |
| 5. | DAS KONZEPT ZUR OPTIMIERUNG DER ERSATZTEILLOGISTIK | 108 |
| 5.1 | Das neue Logistikkonzept | 108 |
| 5.2 | Die Umsetzung | 142 |
| 5.3 | Das realisierbare Einsparungspotential | 151 |
| 6. | VERZEICHNISSE | 155 |
| 6.1 | Abkürzungsverzeichnis | 155 |
| 6.2 | Abbildungsverzeichnis | 156 |
| 6.3 | Tabellenverzeichnis | 158 |
| 6.4 | Literaturverzeichnis | 159 |
| 7. | ANHANG | 161 |
| 7.1 | Organigramm | 161 |
| 7.2 | Kleinteilelagerpositionen mit ID.-Nr. | 162 |
| 7.3 | Rangliste der KTL-Kreditoren | 185 |
Informationen hinsichtlich des Lagerungsortes von Ersatzteilen werden grundsätzlich alle mündlich weitergegeben, sodaß durchaus die realistische Möglichkeit besteht, daß die Abwesenheit eines einzelnen Mitarbeiters einen folgenschweren Produktionsausfall durch die einfache Nichtverfügbarkeit vorhandener Informationen hervorruft. Lagert beispielsweise ein Maschinenbediener, ohne darüber schriftliche Aufzeichnungen zu führen, einen Heizspiegel oder eine Heizspirale an einem nur ihm bekannten oder zugänglichen Ort (Kasten, versperrbarer Schreibtisch...), so kann bei einem plötzlichen Maschinenausfall und Abwesenheit des Bedieners nicht auf diesen Teil zugegriffen werden. Auch durch den äußerst spärlichen Einsatz der EDV hinsichtlich der Vergabe von Identnummern ist es einem Mitarbeiter, der nicht gerade im Lager arbeitet, nur mittels telephonischer Anfrage möglich, herauszufinden, ob ein Bauteil bevorratet wird oder erst zugekauft werden muß, da für eine elektronische Abfrage eine ebensolche Identnummer von Nöten ist. Das bedeutet, daß niemand so genau weiß, wieviele Artikel eingekauft werden, obwohl sie auf Lager liegen! [...]
Es besteht auch noch die Möglichkeit, daß der Preis des Ersatzteils nicht von vornherein bekannt ist. In diesem Fall wird die handschriftliche Anforderung zuerst dem Einkauf übermittelt. Dort erfolgt eine Ausschreibung oder die Einholung von Angeboten. Sollte ein Betrag von 20.000 ATS überschritten werden, müssen Betriebsleiter und Geschäftsführer die Anforderung wiederum mittels Unterschriften genehmigen. Erst im Anschluß daran geht die genehmigte Anforderung in die Werkstätte, wo die bereits erwähnten Tätigkeiten durchgeführt werden. Auch der weitere Verlauf ist im wahrsten Sinne des Wortes dieselbe "Odyssee". Im speziellen ist hier die erneute Genehmigung der nunmehr elektronischen Anforderung beim Einkauf durch Betriebsleiter und Geschäftsführer gemeint. Schlußendlich kann gesagt werden, daß die Werkstätte Aufgaben durchführt, für die sie eigentlich gar nicht zuständig ist. Ein dementsprechend chaotisches Bild findet sich auch hinsichtlich anderer Aspekte wieder. [...]
Bestätigung Die Werkstätte muß nun bestätigen, daß der gewünschte Artikel auch tatsächlich für die Maschine, Anlage oder Vorrichtung verwendet werden kann, für die er schließlich angefordert wird. Dies erfolgt auf elektronischem Weg durch Anlegen einer sogenannten Bestellanforderungsnummer ("Banf-Nr.") in SAP. Sie bestätigt quasi den "korrekten" Bedarf des Fertigungsbereiches. Natürlich ist bei Anlegen dieser Nummer von der Arbeitsvorbereitung der Werkstätte aus Kostenrechnungsgründen die Maschinennummer anzugeben, desweitern der anfordernde Bereich, die Instandhaltungsart, das Aufwandskonto, die Kostenstellen- oder Projektnummer u.v.m. Im Klartext heißt das also, wenn ein Fertigungsbereich einen Ersatzteilbedarf meldet, muß die Werkstätte schlichtweg in Aktion treten und die handschriftliche Anforderung in eine elektronische Form bringen, das heißt in SAP mittels "Banf-Nr." die Korrektheit der Anforderung bestätigen. Bestellung 15 Der Einkauf kann nun mittels "Banf.-Nr." über SAP die "offenen" Bestellungen im Sinne von noch nicht bearbeiteten Anforderungen einfach aufrufen. Nach Ausfolgung der notwendigen Unterschriften von Betriebsleiter und Geschäftsführer wird die Bestellung dem Zulieferer übermittelt. Wareneingang/Übernahme Die Ware geht wie bei Kleinteilen über den Wareneingang und das Lagerbüro, wo ebenfalls die Ermittlung des Bestellers und eine mengenmäßige Verbuchung erfolgt, schlußendlich in den Fertigungsbereich, der den Artikel angefordert hat. Abb. 20 veranschaulicht eben gemachte Ausführungen zum Informations- und Warenfluß für Ersatzteile graphisch! [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832458041
Arbeit zitieren:
Koronakis, Philipp August 1999: Erstellung eines Konzeptes zur Optimierung der Ersatzteillogistik eines Filterproduzenten der Automobilindustrie, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Lageranalyse, Ersatzteilmanagement, Kostenoptimierung, Lagerhaltungsstrategie, Reichweitenoptimierung



