Erneuerbare Energien, Potenziale und finanzielle Förderung im Zeitablauf
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Andreas Kern
- Abgabedatum: Oktober 2001
- Umfang: 42 Seiten
- Dateigröße: 471,4 KB
- Note: 1,2
- Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5249-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5249-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5249-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kern, Andreas Oktober 2001: Erneuerbare Energien, Potenziale und finanzielle Förderung im Zeitablauf, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Erneuerbare Energie, Windkraft, Regenerative Energie, Fotovoltaik, Wasserkraft
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Diplomarbeit von Andreas Kern
Einleitung:
Das Ziel dieser Arbeit ist es, zu zeigen, welche erneuerbaren Energieträger vorhanden sind, welche Potenziale in jedem Energieträger stecken, und wie diese Potenziale mit welchen finanziellen Mitteln und in welchem Umfang bislang gefördert wurden und weiterhin gefördert werden.
Die Arbeit gibt eine Antwort auf die Frage, ob die in Deutschland vorhandene Potenziale der erneuerbaren Energieträger ausreichen, um den Ausstieg aus der Atomenergie zu kompensieren.
Die Untersuchung beschränkt sich auf die Bundesrepublik Deutschland.
Inhaltsverzeichnis:
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | III | |
| ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS | IV | |
| GLIEDERUNG | ||
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Potenziale in erneuerbaren Energien | 2 |
| 2.1 | Begriffsdefinition | 2 |
| 2.1.1 | Erneuerbare Energien | 2 |
| 2.1.2 | Potenzialbegriffe | 3 |
| 2.2 | Wasserkraft | 4 |
| 2.3 | Windkraft | 6 |
| 2.4 | Geothermie | 10 |
| 2.5 | Fotovoltaik | 11 |
| 2.6 | Biomasse | 13 |
| 3. | Förderung der erneuerbaren Energien | 16 |
| 3.1 | Energiepolitik der Bundesrepublik Deutschland | 16 |
| 3.2 | Stromeinspeisungsgesetz | 18 |
| 3.3 | Erneuerbare Energien Gesetz | 20 |
| 3.4 | Förderung fotovoltaischer Solaranlagen | 22 |
| 3.4.1 | 1.000-Dächer-Solarstrom-Programm | 22 |
| 3.4.2 | 100.000-Dächer-Solarstrom-Programm | 24 |
| 3.4.3 | Solarkampagne 2000 | 25 |
| 3.5 | Marktanreizprogramm | 25 |
| 3.6 | Förderung der Windenergie | 26 |
| 3.7 | Förderprogramme der Länder | 27 |
| 4. | Auswirkungen der Förderprogramme | 28 |
| 5. | Schlussbetrachtung | 32 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 36 |
gesetzlich verankert und ist Bestandteil des am 18. Oktober 2000 beschlossenen Klimaschutzprogramms der Bundesregierung.61 Ohne spezifische Maßnahmen zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ist dieses Ziel nicht zu erreichen. Die Erzeugung von elektrischem Strom aus erneuerbaren Energieträgern verursacht im Vergleich zu den konventionellen Energieträgern deutlich höhere Kosten.62 Durch die Liberalisierung des Strommarkts in der Europäischen Union ist es zu einem verschärften Preiswettbewerb nicht nur zwischen den Anbietern von Elektrizität, sondern auch zwischen den Arten ihrer Erzeugung gekommen.63 Mit der Folge, dass die Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Energien erst recht nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Die Förderprogramme sollen von daher dazu beitragen, dass die Forschung und technologische Entwicklung vorangetrieben, Markteinführungen forciert und als Folge der Massenfertigung die Kosten der Anlagen zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern gesenkt werden. Im Folgenden werden wesentliche Förderprogramme und Maßnahmen vorgestellt. [...]
Derzeit trägt Biomasse weltweit mit 15 bis 20 % zur Primärenergieversorgung bei. In den Industriestaaten liegt der Anteil bei durchschnittlich 3 % und in den Entwicklungsländern bei durchschnittlich 38 %. Der Anteil in Deutschland liegt bei nur 1 %, vorwiegend aus der Holznutzung, Müll- und Klärschlammverbrennung.53 Der Anbau von Biomasse ist durch die gegebenen land- und forstwirtschaftlich nutzbaren Flächen begrenzt. Nach der Studie von Kaltschmitt und Wiese sind in Deutschland etwa 21,5 Mio. t an Trockenmasse aus Wäldern, bestehend aus Astholz, Stockholz, Rinde und sonstigen Reststoffen jährlich technisch für eine Energiegewinnung verwendbar.54 Hieraus ließen sich 141,7 PJ/a Energie gewinnen.55 Rund 41,4 Mio. t Stroh fallen jedes Jahr beim Anbau von Getreide und Ölfrüchten an, mit einem Energiepotenzial von noch etwa 84 PJ/a.56 Aus der Produktion von Biogas aus Gülle, Deponien und Kläranlagen kommen noch 81 PJ/a dazu und etwa 90 PJ/a entfallen auf sonstige Stoffe.57 Das allergrößte Potenzial lässt sich aus dem Anbau von Energiepflanzen gewinnen. Bei 1,16 Mio. ha zur Verfügung stehenden Ackerflächen, die im Rahmen der Flächenstilllegungsprogramme aus der Produktion von Lebensmittelerzeugnissen genommen werden, wird das Potenzial auf 276 PJ/a geschätzt.58 Daraus errechnet sich ein Gesamtpotenzial von rund 673 PJ/a. [...]
Unter den festen Brennstoffen werden Pflanzen oder Pflanzenkomponenten verstanden, die nach der Ernte direkt oder nach einer vergleichsweise einfachen mechanischen Umwandlung als feste Energieträger genutzt werden können.49 Verschiedene ein- und mehrjährige sogenannte Energiepflanzen50, aber auch aus der Forstwirtschaft stammendes Rest- und Schwachholz sowie Industrieabfallholz sind die wichtigsten Quellen. Ein zweiter Bereich sind Rohstoffe aus der Landwirtschaft, wobei Stroh von Getreide und Mais den größten Anteil ausmachen.51 Die Bio-Alkohole Methanol und Ethanol werden durch alkoholische Gärung und anschließende Destillation aus zucker- und stärkehaltigen Pflanzen wie Zuckerrüben und Kartoffeln gewonnen. Sie werden als Treibstoffzusatz und als Brennstoff genutzt. Pflanzenöle lassen sich in flüssiger Form aus Raps, Sonnenblumen und anderen ölproduzierenden Pflanzen gewinnen und benötigen nur eine geringe Aufbereitung. Besonders der Raps liefert in der Bundesrepublik recht hohe Erträge. Der aus Raps produzierte Rapsölmethylester eignet sich zur Verwendung in Dieselmotoren und wird bundesweit bereits an 300 Zapfsäulen angeboten.52 Das Biogas kann auf vielfältige Weise erzeugt werden, zum Beispiel durch Vergasung von Holz, aus organischen Abfällen wie Mist und Gülle und aus dem Faulgas von Kläranlagen. Es lässt sich verfeuern oder zum Antrieb von Motoren verwenden. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832452490
Arbeit zitieren:
Kern, Andreas Oktober 2001: Erneuerbare Energien, Potenziale und finanzielle Förderung im Zeitablauf, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Erneuerbare Energie, Windkraft, Regenerative Energie, Fotovoltaik, Wasserkraft



