Das Ernährungsverhalten unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunftsländer im Akkulturationsprozeß
Fallstudie einer betreuten Wohngruppe in Solingen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jan Buchbender
- Abgabedatum: November 1996
- Umfang: 110 Seiten
- Dateigröße: 4,4 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0078-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0078-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0078-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Buchbender, Jan November 1996: Das Ernährungsverhalten unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunftsländer im Akkulturationsprozeß, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Akkulterationsprozeß, Ausländer, Ernährungsverhalten, Jugendliche Wohngruppen, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
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Diplomarbeit von Jan Buchbender
Zusammenfassung:
Die vorliegende Fallstudie ermöglicht einen Einblick in die Problematik "Ernährungsverhalten unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunftsländer im Akkulturationsprozeß". Aufgrund des geringen Umfangs der Untersuchungseinheit sind die Ergebnisse nur bedingt repräsentativ. Die Resultate besitzen Hinweischarakter und lassen sich deshalb nicht als generell gültig absichern.
Es zeigt sich, daß die Veränderungen des Ernährungsverhaltens der UMF vielfältig, durch zahlreiche Einflußfaktoren bedingt und individuell sehr unterschiedlich sind, was nicht zuletzt auf die verschiedenen Herkunftsländer und Kulturen der UMF zurückzuführen ist. Die Einflußfaktoren sind im kulturellen, gesellschaftlichen und individuellen Bereich anzusiedeln.
Veränderungen im Ernährungsverhalten der UMF zeigen sich bei der Mahlzeitenordnung und deren Rahmenbedingungen. So entfallen bzw. reduzieren sich zumeist durch die Religionszugehörigkeit bedingte Nahrungsvorschriften. Hervorzuheben ist auch die Tatsache, daß "heimische" Gerichte äußerst selten verzehrt werden, obwohl entsprechende Möglichkeiten gegeben sind und das Essen in der Heimat als schmackhafter bezeichnet wird. In der Wohngemeinschaft besteht auch die Tendenz, Mahlzeiten unregelmäßiger und seltener in Gemeinschaft einzunehmen, als es im Heimatland der Fall war. Mögliche Gründe für diese Veränderungen liegen in dem Gegensatz zwischen der Industrienation Deutschland und den weniger entwickelten Heimatländern der UMF. Ebenso ist die Säkularisierung ein denkbares Kriterium, wie auch der Verlust der traditionellen Familie, der Einfluß neuer Bezugsgruppen und die individuellen Überzeugungen.
Es wird ersichtlich, daß sich kein Angleichen an eine typisch deutsche Eßkultur vollzieht, sondern daß sich innerhalb der Wohngemeinschaft ein multikulturelles Ernährungsverhalten herausbildet, welches sich in der bereits existierenden multikulturellen Gesellschaft Deutschlands einfügt.
Inhaltsverzeichnis:
| Verzeichnis der Abkürzungen | 3 | |
| Verzeichnis der Tabellen und Abbildungen | 4 | |
| I. | Einleitung | 5 |
| II. | Ernährungsverhalten | 8 |
| 1. | Erfassung des Ernährungsverhaltens | 8 |
| 1.1 | Begriffsbestimmungen | 8 |
| 1.2 | Modell zur Erfassung des Ernährungsverhaltens | 9 |
| 1.3 | Begrenzung des Umfeldes des Ernährungsverhaltens | 12 |
| 1.3.1 | Der kulturelle Kontext | 15 |
| 1.3.2 | Der sozial-strukturelle Kontext | 18 |
| 1.3.3 | Der Gruppen-Kontext | 20 |
| 1.3.4 | Der personale Kontext | 21 |
| 2. | Stabilität und Wandel des Ernährungsverhaltens im Akkulturationsprozeß | 22 |
| 2.1 | Der Prozeß der Akkulturation | 22 |
| 2.2 | Stabilität und Wandel von Ernährungsverhalten | 23 |
| III. | Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) | 27 |
| 1. | Situation der UMF | 27 |
| 1.1 | Rechtsstellung der UMF | 28 |
| 1.2 | Verfahren nach der Einreise der UMF bis zur Unterbringung in einer Dauereinrichtung (nach §34 KJHG) | 31 |
| 2. | Projektbeispiel DiFa e. V. | 34 |
| 2.1 | Finanzierung | 36 |
| 2.2 | Zielgruppe | 38 |
| 2.3 | Personalausstattung | 38 |
| 2.4 | Dienstplan | 39 |
| 2.5 | Pädagogische Zielsetzung | 40 |
| 2.6 | Tagesablauf | 41 |
| 2.7 | Alltagsregeln | 41 |
| IV. | Empirische Untersuchung zum Ernährungsverhalten unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge - eine Fallstudie | 43 |
| 1. | Methodisches Vorgehen | 44 |
| 1.1 | Das Experteninterview | 45 |
| 1.2 | Die teilnehmende Beobachtung | 46 |
| 1.3 | Die Gruppendiskussion | 47 |
| 1.4 | Aufzeichnung | 48 |
| 2. | Untersuchungsergebnisse | 48 |
| 2.1 | Soziodemographische Merkmale der Befragten | 50 |
| 2.2 | Rahmenbedingungen der Mahlzeitengestaltung | 52 |
| 2.2.1 | Einkauf und Lagerung von Lebensmitteln | .53 |
| 2.2.2 | Nahrungszubereitung | 55 |
| 2.2.3 | Der Kochwettbewerb | 57 |
| 2.2.4 | Tischregeln und -gewohnheiten | 58 |
| 2.2.5 | Religion und Ernährung | 60 |
| 2.3 | Mahlzeitenordnung | 62 |
| 2.3.1 | Regelmäßigkeit der Mahlzeiten | 62 |
| 2.3.2 | Beteiligte Personen bei der Mahlzeiteneinnahme | 64 |
| 2.3.3 | Das Abendessen | 65 |
| 2.3.4 | Das Frühstück | 69 |
| 2.3.5 | Sonstige Mahlzeiten | 72 |
| 2.3.6 | Zufriedenheit der Jugendlichen mit dem Essen im Vergleich zwischen Heimat und DiFa e.V | 76 |
| V. | Diskussion | 78 |
| Vl. | Zusammenfassung | 89 |
| VII. | Literaturverzeichnis | 90 |
| Anlagen | 97 | |
| Danksagung | 102 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 103 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832400781
Arbeit zitieren:
Buchbender, Jan November 1996: Das Ernährungsverhalten unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunftsländer im Akkulturationsprozeß, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Akkulterationsprozeß, Ausländer, Ernährungsverhalten, Jugendliche Wohngruppen, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge



