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Ernährung und Hepatitis C

Entwicklung einer Beratungsbroschüre für Klienten einer drogentherapeutischen Einrichtung

Ernährung und Hepatitis C
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andrea Kierey
  • Abgabedatum: Februar 1998
  • Umfang: 134 Seiten
  • Dateigröße: 7,8 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1258-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1258-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1258-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kierey, Andrea Februar 1998: Ernährung und Hepatitis C, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Tageskostplan, Lebensmittelintoxikationen, Tumorgenese, Leichte Vollkost, Hepatitis C

Diplomarbeit von Andrea Kierey

Gang der Untersuchung:

Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ist es, für Klienten einer drogentherapeutischen Einrichtung, von denen ein Großteil an Hepatitis C erkrankt ist, eine Beratungsbroschüre zu konzipieren, die sie in die Lage versetzt, sich selbständig mit einer vollwertigen Ernährung zu versorgen, die die Erkrankung berücksichtigt.

Das Krankheitsbild und die Therapie der Hepatitis C werden auf der Basis entsprechender wissenschaftlicher Literatur im 2. Kapitel dargestellt. Für die Broschürenkonzeption haben dabei folgende Aspekte einen besonderen Stellenwert. Die Krankheit verläuft lange Zeit symptomarm, kann aber im chronischen Verlauf zu schwerwiegenden Komplikationen (Leberzirrhose, Leberkrebs) führen. Die Aussicht auf eine Heilung der Hepatitis C durch medizinische Therapie ist gering, bei nur etwa 20 % der mit Interferon-alpha therapierten Patienten kann ein langfristiger Behandlungserfolg erzielt werden.

Um den Beratungstext klientengerecht zu gestalten, werden im 3. Kapitel zielgruppenspezifische Determinanten beschrieben. Grundlagen dafür liefern Informationen aus Gesprächen mit Mitarbeitern der Einrichtung (Arzt, Sozialpädagogin) sowie eine Broschüre über die Konzeption der Drogentherapie in der Therapeutischen Gemeinschaft. Individuelle Daten zur Erkrankung, zur Ernährungseinstellung und zur Ernährungssituation werden über einen Food-Frequency Fragebogen erhoben. Dabei werden auch soziale Aspekte ermittelt.

Die ernährungswissenschaftlichen Grundlagen werden ausführlich im 4. Kapitel beschrieben. Einen großen Stellenwert haben dabei spezielle Aspekte bei der Ernährung von Patienten mit chronischen Lebererkrankungen (Beeinträchtigung des Stoffwechsels bei Lebererkrankungen sowie Einflüsse der Ernährung auf die Lebererkrankung und auf die Infektabwehr). Thematisiert werden in diesem Kontext "Alkohol" und "Küchenhygiene". Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aspekt Ernährung und Tumorgenese (hinsichtlich der möglichen Entwicklung von Leberkrebs im Langzeitverlauf der Hepatitis C). Dabei werden hemmende und fördernde Faktoren in der Ernährung auf die Tumorgenese dargestellt. Die leichte Vollkost ist als Ernährungsform für Patienten mit chronischer Hepatitis C indiziert und wird in diesem Kapitel ebenfalls beschrieben. Weitere Ausführungen erfolgen zu den Aspekten Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Energie- und Nährstoffzufuhr sowie Mahlzeitenfrequenz.

Um die Bereitschaft zu einer Verhaltensänderung zu erhöhen, und um eine erfolgreiche Informationsvermittlung zu fördern, werden didaktische Maßnahmen zur Gestaltung von Beratungstexten in Broschüren im 5. Kapitel dargestellt und bei der Erstellung der Beratungsbroschüre angewendet. Die Präsentation der Beratungsbroschüre erfolgt ebenfalls im 5. Kapitel. Sie stellt das Ergebnis der in dieser Arbeit getroffenen Erkenntnisse/Ausführungen dar. Der Rezipient erfährt aufklärende Informationen über die Hepatitis C und die Leber, soweit sie zur Vermittlung der Ernährungsempfehlungen notwendig sind. Der lebertoxische Einfluß von Alkohol wird aufgezeigt, und es werden Hinweise zur Vermeidung weiterer leberschädlicher Einflüsse dargestellt, soweit sie den Bereich Ernährung betreffen. Die Ernährungsempfehlungen erfolgen nach den Prinzipien der leichten Vollkost. Bei der Zusammenstellung von Vorschlägen für Tagesspeisepläne werden die vorher in der Broschüre genannten Ausführungen und Empfehlungen in der Auswahl der Rezepte berücksichtigt. Dadurch findet eine Umsetzung von der Theorie in die Praxis statt.

Durch die Ermittlung zielgruppenspezifischer Determinanten und deren Einbeziehung in die Gestaltung des Beratungstextes erhält die Klientel eine realitätsbezogene Informationsquelle.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 2
1.3 Abgrenzung 2
2. Krankheitsbild Hepatitis C 3
2.1 Ätiologie und Pathogenese 3
2.2 Therapie 6
2.3 Bedeutung der medizinischen Fakten für die Erstellung der Beratungsbroschüre 9
3. Die Klienten: zielgruppenspezifische Determinanten 10
3.1 Die Lebenssituation der Klienten in der Therapeutischen Gemeinschaft (TG) 10
3.2 Der Fragebogen 13
3.2.1 Vorgehensweise bei der Erhebung 14
3.2.2 Auswertungsziel 14
3.2.3 Die Zusatzfragen 14
3.2.4 Die Food-Frequency Liste 16
3.3 Die Auswertung der Fragebögen 17
3.3.1 Allgemeine Angaben zur Person 17
3.3.2 Angaben zur Erkrankung 18
3.3.3 Fragen zur Ernährung 19
3.3.4 Einstellung zur Ernährung 19
3.3.5 Die Food-Frequency Listen 20
3.3.5.1 Lebensmittelgruppe: Getreideprodukte und Kartoffeln 22
3.3.5.2 Lebensmittelgruppe: Gemüse 23
3.3.5.3 Lebensmittelgruppe: Obst 23
3.3.5.4 Lebensmittelgruppe: Getränke 24
3.3.5.5 Lebensmittelgruppe: Milch- und Milchprodukte 24
3.3.5.6 Lebensmittelgruppe: Fisch, Fleisch, Wurst, Eier 25
3.3.5.7 Lebensmittelgruppe: Fette 25
3.3.5.8 Lebensmittelgruppe: Weiteres 26
3.4 Beurteilung und Zusammenfassung der für die Broschüre relevanten Befragungsergebnisse 26
3.4.1 Die Vorfragen (Zusatzfragen) 26
3.4.2 Die Food-Frequency Listen 29
3.4.2.1 Nahrungsmittelintoleranzen 29
3.4.2.2 Ernährungsstatus 31
4. Die Ernährung 33
4.1 Exkurs: die Leber - physiologische Grundlagen - 33
4.2 Spezielle Aspekte bei der Ernährung von Patienten mit chronischen Lebererkrankungen 34
4.2.1 Beeinträchtigungen des Stoffwechsels bei Lebererkrankungen 34
4.2.2 Einflüsse der Ernährung auf Lebererkrankung und Infektabwehr 36
4.2.3 Alkohol 37
4.3 Die Leichte Vollkost 39
4.3.1 Zur Verträglichkeit von Nahrungsmitteln, Lebensmittelauswahl und Zubereitungsempfehlungen 41
4.3.2 Energie- und Nährstoffzufuhr 44
4.3.3 Die Mahlzeitenfrequenz 45
4.3.4 Beispiel eines Tageskostplanes 46
4.4 Ernährung und Tumorgenese 47
4.4.1 Exkurs: Tumorgenese 47
4.4.2 Hemmende Faktoren in der Ernährung auf die Tumorgenese 48
4.4.3 Fördernde Faktoren in der Ernährung auf die Tumorgenese 49
4.4.3.1 Nitrosamine 50
4.4.3.2 Pyrolyseprodukte und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) 51
4.4.3.3 Heterozyklische aromatische Amine (HAA) 52
4.4.3.4 Schimmelpilze und Mykotoxine 52
4.4.3.4.1 Mykotoxine und ihr Vorkommen in Lebensmitteln 53
4.4.3.4.2 Zur Vermeidung von Schimmelpilzen und zur Verminderung der Mykotoxinaufnahme 54
4.4.4 Allgemeine Empfehlungen zur Verringerung des Krebsrisikos 55
4.5 Küchenhygiene: Lebensmittelintoxikationen durch Mikroorganismen 56
4.5.1 Salmonellen 57
4.5.2 Clostridium botulinum 58
4.5.3 Clostridienarten 59
4.5.4 EHEC 60
4.5.5 Staphylococcus aureus 60
4.5.6 Stellenwert des Themas Küchenhygiene für die Beratungsbroschüre 61
4.6 Zusammenfassung der für die Beratungsbroschüre relevanten Aspekte 61
5. Die Beratungsbroschüre 62
5.1 Didaktische Hinweise zur Broschürenerstellung 62
5.1.1 Zur typografischen Gestaltung 65
5.2 Inhaltliche Aspekte zur Broschürengestaltung 66
5.3 Aufbau und Gestaltung des Sachinhalts der Broschüre 68
5.4 Präsentation der Beratungsbroschüre 73
6. Zusammenfassung 106
Literaturverzeichnis
Verzeichnis der Mitteilungen und Broschüren
Anhang

Arbeit zitieren:
Kierey, Andrea Februar 1998: Ernährung und Hepatitis C, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Tageskostplan, Lebensmittelintoxikationen, Tumorgenese, Leichte Vollkost, Hepatitis C

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