Ermittlung des Leistungsangebots von Krankenhäusern einer Region mittels linearer Programmierung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christine Koch
- Abgabedatum: Mai 1998
- Umfang: 263 Seiten
- Dateigröße: 14,0 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2096-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2096-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2096-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Koch, Christine Mai 1998: Ermittlung des Leistungsangebots von Krankenhäusern einer Region mittels linearer Programmierung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: fallbezogene Finanzierungssysteme, Krankenhaus-Kooperation, Krankenhausplanung, Lineare Programmierung, Fallpauschale
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Diplomarbeit von Christine Koch
Einleitung:
In der Diplomarbeit geht es um die Abschätzung der längerfristigen Wirkungen des sich derzeit entwickelnden Finanzierungssystems für Krankenhäuser. Mittels computergestützter Szenarienrechnungen werden insbesondere mögliche Einsparungspotentiale bei einer Kooperation zwischen Krankenhäusern einer Region untersucht.
Der Begriff des Operations Research umfaßt unterschiedliche Verfahren zur Lösung betrieblicher Planungsprobleme. Dabei bedient sich Operations Research verschiedener Methoden, Systeme der Wirklichkeit in mathematischen Modellen abzubilden. Die Lineare Programmierung (LP) stellt wohl das bedeutendste Teilgebiet dieser Unternehmensforschung dar. Mit Hilfe der LP können durch die Formulierung von linearen Gleichungen und Ungleichungen mathematische Modelle zur Entscheidungsunterstützung erstellt werden.
Durch das erforderliche kostenorientierte Umdenken im Krankenhauswesen wird der Einsatz der Linearen Programmierung für die Krankenhäuser interessant: Für jede pauschale Entlohnung einer Patientenbehandlung kann fallbezogen ermittelt werden, inwieweit die Entgelte im Vergleich zu den eigenen Aufwendungen kostendeckend sind und weiterführend, für welche Fallklassen ein Überschuß erzielt wird.
Um jedoch ein optimales Fallklassen-Programm für ein Krankenhaus zu bestimmen, genügt es nicht, sich lediglich auf die Berechnung fallklassenspezifischer Kosten und Erlöse zu beschränken. Vielmehr muß die Optimierung des Fallklassen-Programms unter Einbezug der vorhandenen und benötigten Kapazitäten stattfinden.
Mit Hilfe der Linearen Programmierung können derartige Zusammenhänge durch Gleichungen und Ungleichungen formuliert werden. Damit läßt sich für ein Krankenhaus ein Fallklassen-Programm berechnen, mit dem unter Berücksichtigung der vorhandenen Kapazitäten der meiste Überschuß erzielt wird.
Letztlich führt dieses Entscheidungsmodell sicherlich dazu, daß sich das Krankenhaus auf einige Fälle spezialisieren sollte, in denen es besonders wirtschaftlich arbeitet. In Anbetracht der Versorgungssicherheit einer Region wäre es aber nicht einfach bzw. überhaupt nicht möglich, das ermittelte Fallklassen-Programm in die Tat umzusetzen, in dem nur "überschußbringende" Patienten aufgenommen werden. Andererseits bringt eine Spezialisierung auf einzelne Patientenfälle größere Routine und Erfahrung mit sich, was wiederum zur Senkung der Fallkosten und Erhöhung der Behandlungsqualität beiträgt.
Daher wird die Verwendung derartiger Fallklassenmodelle bei dem Einbezug mehrerer Krankenhäuser interessant. Unter Berücksichtigung der zu versorgenden Patienten der Region, besteht hier - im Gegensatz zu einem einzigen Krankenhaus - der Spielraum, die Patienten auf die verschiedenen Krankenhäuser zu verteilen, wodurch dem einzelnen Krankenhaus wiederum eine Spezialisierung offensteht.
In dieser Arbeit wird ein derartiges LP-Modell für fünf Krankenhäuser entwickelt. Dazu wird zuerst für ein Ausgangskrankenhaus ein mathematisches Modell konstruiert und anschließend dessen optimales Fallklassen-Programm ermittelt. Das LP-Modell des Ausgangskrankenhauses wird des weiteren schrittweise modifiziert und um zusätzliche Bedingungen/Möglichkeiten erweitert.
Im Regionalmodell werden alle Daten der fünf Krankenhäuser zusammengefaßt und untersucht, inwieweit sich durch eine Kooperation der Krankenhäuser die bisher ermittelten einzelnen Krankenhausergebnisse und letztlich das Gesamtergebnis verbessern oder verschlechtern. Zusätzlich wird das Regionalmodell um weitere Bedingungen erweitert.
Durch die Verwendung der LP können die Auswirkungen des Fallpauschalensystems im Zusammenhang mit der Entwicklung eines "Fallklassen-Programms" für einzelne Krankenhäuser und Krankenhäuser einer Region quantitativ analysiert werden. Hinsichtlich der Kooperationsnotwendigkeit und der damit verbundenen Kostensenkung ergeben sich dabei interessante Ergebnisse.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Abbildungsverzeichnis | VII | |
| Tabellenverzeichnis | VIII | |
| 1. | Einführung in die Thematik | 1 |
| 1.1 | Kostenentwicklung im Gesundheitswesen | 1 |
| 1.2 | Änderung des Krankenhausfinanzierungssystems | 2 |
| 1.3 | Einsatz der Linearen Programmierung im Krankenhauswesen | 4 |
| 1.3.1 | Lineare Programmierung und Modellentwicklung | 4 |
| 1.3.2 | Lineare Programmierung zur Ermittlung des Leistungsangebots von Krankenhäusern | 6 |
| 2. | Konstruktion des LP-Modells des Ausgangskrankenhauses | 8 |
| 2.1 | Klassifikation | 8 |
| 2.2 | Rahmenbedingungen | 9 |
| 2.2.1 | Krankenhaushäufigkeiten der unterschiedlichen Abteilungen | 9 |
| 2.2.2 | Auswahl der Patienten nach Hauptdiagnosen | 10 |
| 2.2.2.1 | Stationär behandelte Patienten | 10 |
| 2.2.2.2 | Ambulant behandelte Patienten | 12 |
| 2.2.3 | Bettenanzahl der Abteilungen | 13 |
| 2.2.4 | Anzahl der Patienten | 15 |
| 2.3 | Arbeitsablauf im Krankenhaus | 17 |
| 2.4 | Aufstellung des LP-Modells | 20 |
| 2.4.1 | Vorbemerkungen | 20 |
| 2.4.1.1 | Datenerhebung | 20 |
| 2.4.1.2 | Lösungssoftware | 21 |
| 2.4.1.3 | Strukturierung des LP-Modells | 21 |
| 2.4.2 | Bettenkapazitätsplanung | 22 |
| 2.4.3 | Personalplanung | 24 |
| 2.4.3.1 | Personalgruppen im Krankenhaus | 24 |
| 2.4.3.2 | Medizinisch-technischer Dienst | 25 |
| 2.4.3.3 | Pflegepersonal | 29 |
| 2.4.3.4 | Ärztlicher Dienst | 35 |
| 2.4.3.5 | Funktionsdienst | 39 |
| 2.4.3.6 | Personalwesen | 41 |
| 2.4.4 | Geräte- und Raumkapazitätsplanung | 42 |
| 2.4.5 | Zielfunktion | 43 |
| 2.4.5.1 | Ziel des Modells | 43 |
| 2.4.5.2 | Entgelte im Krankenhauswesen | 46 |
| 2.4.5.3 | Aufstellung der Zielfunktion | 48 |
| 3. | Lösung des LP-Modells des Ausgangskrankenhauses | 53 |
| 3.1 | Ganzzahligkeit der Variablen | 53 |
| 3.2 | Lösung eines LP-Modells mit XPRESS-MP | 55 |
| 3.3 | Lösungsprotokoll von XPRESS-MP | 55 |
| 3.4 | Interpretation der Lösung | 57 |
| 3.4.1 | Vorbemerkungen | 57 |
| 3.4.2 | Gleichungen und Variablenwerte | 58 |
| 3.4.3 | Schattenpreise | 59 |
| 3.4.4 | Reduzierte Kosten | 63 |
| 3.4.5 | Alternativlösungen | 66 |
| 4. | Modifikationen des LP-Modells des Ausgangskrankenhauses | 67 |
| 4.1 | Berücksichtigung des Einzugsgebiets | 67 |
| 4.1.1 | Mathematische Formulierung | 67 |
| 4.1.2 | Lösung und Interpretation | 68 |
| 4.2 | Möglichkeit der Bettenverschiebung innerhalb einer 5%-Grenze | 68 |
| 4.2.1 | Mathematische Formulierung | 69 |
| 4.2.2 | Lösung und Interpretation | 71 |
| 4.3 | Berücksichtigung der Kosten | 72 |
| 4.3.1 | Mathematische Formulierung | 72 |
| 4.3.2 | Lösung und Interpretation | 73 |
| 4.4 | Berücksichtigung räumlicher Begrenzungen | 73 |
| 4.4.1 | Mathematische Formulierung | 73 |
| 4.4.2 | Lösung und Interpretation | 74 |
| 4.5 | Möglichkeit der Bettenverschiebung innerhalb einer 6%-Grenze | 74 |
| 4.5.1 | Mathematische Formulierung | 74 |
| 4.5.2 | Lösung und Interpretation | 74 |
| 4.6 | Möglichkeit der Abteilungsschließung | 75 |
| 4.6.1 | Mathematische Formulierung | 75 |
| 4.6.2 | Lösung und Interpretation | 76 |
| 4.7 | Zusammenfassung der Ergebnisse | 77 |
| 5. | Erweiterung des LP-Modells auf fünf Krankenhäuser | 79 |
| 5.1 | Fiktives Beispiel Raum Nürnberg | 79 |
| 5.2 | Berechnungen für die einzelnen Krankenhäuser | 80 |
| 5.2.1 | Vorbemerkungen | 80 |
| 5.2.2 | Berechnungen für Krankenhaus 2 | 81 |
| 5.2.3 | Berechnungen für Krankenhaus | 381 |
| 5.2.4 | Berechnungen für Krankenhaus | 482 |
| 5.2.5 | Berechnungen für Krankenhaus 5 | 83 |
| 5.3 | Konstruktion des LP-Modells der Region | 83 |
| 5.4 | Modifikationen des LP-Modells der Region | 85 |
| 5.4.1 | Vorbemerkungen | 85 |
| 5.4.2 | Berücksichtigung des Einzugsgebiets | 86 |
| 5.4.3 | Möglichkeit der Bettenverschiebung innerhalb einer 5%-Grenze | 91 |
| 5.4.4 | Berücksichtigung der Kosten | 91 |
| 5.4.5 | Berücksichtigung räumlicher Begrenzungen | 91 |
| 5.4.6 | Möglichkeit der Bettenverschiebung innerhalb einer 6%-Grenze | 91 |
| 5.4.7 | Möglichkeit der Abteilungsschließung | 92 |
| 5.4.8 | Weitere Modifikationen des LP-Modells der Region | 92 |
| 5.4.8.1 | Verteilung der ambulanten Patienten | 92 |
| 5.4.8.1.1 | Mathematische Formulierung | 93 |
| 5.4.8.1.2 | Lösung und Interpretation | 93 |
| 5.4.8.2 | Schließung eines Krankenhauses | 93 |
| 5.4.8.2.1 | Mathematische Formulierung | 94 |
| 5.4.8.2.2 | Lösung und Interpretation | 94 |
| 5.4.8.3 | Investitionsplanung | 94 |
| 5.4.8.3.1 | Mathematische Formulierung | 95 |
| 5.4.8.3.2 | Lösung und Interpretation | 96 |
| 5.4.8.4 | Berücksichtigung des Budgets | 96 |
| 5.4.8.4.1 | Mathematische Formulierung | 97 |
| 5.4.8.4.2 | Lösung und Interpretation | 97 |
| 5.5 | Zusammenfassung der Ergebnisse | 97 |
| 6. | Abschließende Bemerkungen | 98 |
| Literaturverzeichnis | IX |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832420963
Arbeit zitieren:
Koch, Christine Mai 1998: Ermittlung des Leistungsangebots von Krankenhäusern einer Region mittels linearer Programmierung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
fallbezogene Finanzierungssysteme, Krankenhaus-Kooperation, Krankenhausplanung, Lineare Programmierung, Fallpauschale



